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Gallen OP

cocolino

Mitglied
Ich habe vor fast 2 Jahren was schlimmes erlebt ( mit 37 Jahren) . Ich ging zu einer geplanten Gallen OP. Ich hatte Gallensteine. Nun ja .....Gesundheitspolitik hin oder her. Man sagte es würde Kosten sparen wenn ich erst an dem komme wo ich auch gleich operiert werde. Also Montag früh um 7.30 sollte ich mich auf Station melden. Bett war keins frei..also Tasche ins Schwesternzimmer und ich saß fertig mit OP Sachen in "meinem " Bett auf dem Flur. Um 9 Uhr war ich auch schon im OP. Als ich wieder aufwachte war es 11 Uhr . Ich bekam auf meinen Wunsch auch das Telefon, so konnte ich meinen Mann inforieren das ich wieder wach bin. Er wollte dann um 15 Uhr mit den Kids kommen.
Ich merkte aber schnell das was nicht in Ordnung war...alle wurden wieder ins Zuimmer verlegt, nur mich ließ man dort. Dann kam der Narkosearzt und fragte ob ich schon öfter Herzprobleme hatte. "Nein, hatte ich noch nie...mein Herz war immer top in Ordnung.
Tja, während der OP hatte ich so starke Rythmus Störungen das sie mich fast nicht durch gebracht hätten.
Ich erfuhr dann auch den Namen dafür "Takot Subo Kardio myopathie" ...das gibt es sehr selten und kommt meist bei seelischem Steß vor. Die Ärzte kannten sich mit dieser Krankheit auch nciht aus...hatten nur mal davon gehört. Da verformt sich das Herz und man hat einen sehr hohen Puls.
Mein Mann stand dann mit den Kindern ziemlich hilflos da, als sie mich nun plötzlich auf der Intensiv vorfanden. Am selben Tag wurde ich dann noch ( frisch operiert) in eine Uniklinik in ca. 20 km Entfernung gebracht. Dort stellte man bei einer Herzkatheter Untersuchung fest...was ich schon sagte...mein Herz ist gesund. oder war gesund.
Also kein Infarkt oder so. nun aber habe ich diese Krankheit. Ich war über 2 Wochen in der Klinik immer an einem Monito angeschlossen und mußte dann noch für 2 Monate eine Haushaltshilfe zahlen. So viel zu den Kosten.
Aber diese blöden Herz Medikamente muß ich wohl Zeit meines Lebens nehmen. Die Ärzte forschten dann noch nach und fanden heraus das sich diese Krankheit wieder völlig zurück bilden würde.
Alles in allem hatte ich wohl nochmal glück, aber meien Familie und ich ...wir leben jetzt viel intensiver...weil es ja wirklich sooo schnell vorbei sein kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Micky

Sehr aktives Mitglied
Und--was machst Du anders?

Tako-Tsubo-Kardiomyopathie: Frau stirbt selten an gebrochenem Herzen - Herzkammer, Kardiomyopathie, koronar, Tako, Tako-Tsubo, Tsubo - DZKF WEBLOG

Das meinst Du sicher?

Viel wichtiger,als Medikamente scheint aber hier eine langfristige psychotherapeutische Behandlung .um streßrestenter zu werden?

Zitat aus dem link:

Im buchstäblichen Sinn »gebrochen« ist das Herz natürlich nicht, und anders als beim echten Infarkt erholen sich die meisten Frauen vollständig von einer Tako-Tsubo-Kardiomyopathie. In der akuten Phase kann die Erkrankung jedoch lebensgefährlich sein, weshalb die Patientinnen unbedingt in ärztlicher Behandlung bleiben sollten. Todesfälle sind vereinzelt aufgetreten. Obwohl ein Wirkungsbeleg durch klinische Studien fehlt, setzen die meisten Ärzte zur Behandlung Betablocker ein, welche die Wirkung von Stresshormonen am Herzen abschwächen. Angstlösende Medikamente und eine Psychotherapie können den Frauen dabei helfen, extreme Stressereignisse besser zu verarbeiten.
H. M. Nef et al.:
Tako-Tsubo-Kardiomyopathie.
DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2008; 133 (31/32): S. 1629-1636



Wünsche Dir zukünftig nie wieder Zwischenfälle dieser Art!
 

cocolino

Mitglied
Danke für diesen Beitrag.
Ich war ja vorher nicht gestreßt und jetzt auch nicht. Diese OP hat mich innerlich so gestreßt das es passiert ist.
Naja...die Krankenhäuser müßten halt wenigstens einen Tag vor der OP ein wenig Vorberietung einräumen.
Denn ich wurde im gleichen Jahr schonmal operiert. Wo das passierte war es Oktober, die andere OP war im März des gleichen Jahres. Da war ich einen Tag vorher dort. Bekam dann auch so ein Beruhigungsmittel und alles war easy.
Das war leider vor dieser OP nicht so. Naja...ich bin froh das ich das überlebt habe und das es mir jetzt auch relativ gut geht...bis auf diese Tabletten. Aber ich bekomme die geringste Dosis und der Herzspezialist hat mich auch schon lange wieder an den Hausarzt überlassen.
Wollte das ja hier nur mal so berichten.
 

maximilian

Aktives Mitglied
Hmm. naja, das ist schon extrem selten, damit kann kein Arzt rechnen. Kannste meiner Meinung nach nicht auf die KKH-Abläufe schieben, sondern war einfach Pech. Auch wenn du am Vortag schon dagewesen wärst, ist es immer ne Entscheidung des Anästhesisten ob du ne angstlösende Prämedikation bekommst. Das gibts zwar meist, aber eben auch nicht immer.
Du hättest denen vllt. sagen sollen, wie sehr dich das stresst.

Und am Ende, du sagst KKH müssten einen Tag vorher unbedingt, aber das sind ja zusätzliche Kosten. Gerade jetzt sind die Kassenbeiträge wieder gestiegen, und sie werden es in Zukunft noch weiter tun. Mit so vielen alten, multi-kranken Menschen, muss zwangsläufig alles nach Rationalitäts-Aspekten organisiert werden. Würden man im Krankenhaus wie früher arbeiten, hätten wir unter den jetzigen demografischen Bedingungen wohl schon >>20% Beitrag. Das will ja auch keiner, zumindest nicht die Leute mit geringem Einkommen.
Bei uns auf den chirurgischen Stationen übernachten eigentlich jede Nacht, teilweise bis zu 5-6Patienten, mit ihrem Bett aufm Stationsflur.

Die Kritik musste an anderer Stelle anbringen, da wo die Gelder fehlen, z.B. Abschaffung privater Krankenkassen, Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. Die Kliniken sind selbst mit dieser Rationalisierung extrem unter Druck (1/3 seit Jahren in den roten Zahlen).
 

cocolino

Mitglied
Ich suche keinen Schuldigen. Find es nur alles sehr schade. Ich konnte denen auch net sagen,das mich das alles so stresst, weil ich ja net gestresst war. Bei der ersten OP hatte ich wahnsinns Angst. Aber nun war ich ja ruhig, weil ich dachte zu wissen was auf mich zu kommt. Das es so endet, konnte ich ja nicht ahnen.
Aber ein wenig Untersuchung oder so...das müßte schon üblich sein, wenn man zur OP kommt.
Ja, diese Sparmaßnahme mit dem einen Tag vorher hat mich dafür dann nachher eine ganze Menge Geld gekostet. Der Mann mußte 2 Wochen von der Arbeit daheim bleiben, wegen der Kinder. Und dann hatte ich noch die Kosten für 8 Wochen Haushaltshilfe.
Aber mein Leben hab ich... das ist das wichtigste.
Is halt einfach nur schade...wo das alles so hin steuert mit dieser Politik.
 

maximilian

Aktives Mitglied
Aber ein wenig Untersuchung oder so...das müßte schon üblich sein, wenn man zur OP kommt.
Die Erkankung ist nicht mit einem EKG vor ihrem Ausbrechen zu finden. Keine Untersuchung hätte das verhindert.
Is halt einfach nur schade...wo das alles so hin steuert mit dieser Politik.
Erst sagst du, es lag daran, dass du kein Beruhigungsmittel vorher bekamst, dann sagst du, dass du vorher gar nicht gestresst warst.
Ich versteh nicht warum du hier den großen Hammer rausholst, du hattest schlicht Pech, das wäre nicht zu verhindern gewesen.

Nochmal, das hat nix mit Politik zu tun, sondern mit demografischen Wandel. Alte Menschen werden viel häufiger krank, wir haben immer mehr alte Menschen. Die Leute wollen aber nicht >>20% Krankenkassenbeitrag zahlen, also entweder sinkt die Qualität und die Abläufe bleiben gleich, oder die Abläufe werden rationalisiert und die Qualität bleibt gleich.
 
G

Gast Meli

Gast
mich hat es viel mehr gestresst, dass ich vor der OP schon zwei Tage im KH verbringen musste, ich wäre gerne bis zur OP zu Hause geblieben.
 

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