Anzeige(1)

Fürchtet ihr euch vor der Digitalisierung?

Andreas900

Namhaftes Mitglied
Wir können uns über Fortschritt und Digitalisierung unterhalten, aber kommen wird es.

Mein erstes Handy hatte ich mit 19, mein erstes Smartphone erst nach meiner Ausbildung mit 24.
Dabei bin ich technisch nicht sehr rückständig, aber bis heute stehe ich nicht auf die "mobile" Datenwelt. Mir reicht es am Abend vorm PC und vor Netflix zu sitzen.

Inzwischen sage ich aber jedem Morgen meinem Smartphone "Guten Morgen" und es teilt sagt mir wie das Wetter wird und erzählt mir die Schlagzeilen während ich Zähne putze. Virtuelle Assistenz - das ist dein Anfang!

Ich glaube, dass vor allem überalterte Länder wie Japan aber auch Deutschland die Digitalisierung dringend brauchen. Jeder spricht davon, dass Arbeitsplätze wegfallen, aber wir werden auch immer mehr Rentner und immer weniger Arbeiter.

Ok, vielleicht haben wir sogar noch Glück und die Arbeitswelt für die nächste Generation wird noch komplexer und schwieriger. Bisher erlebe ich im Job Digitalisierung überwiegend positiv. Ich arbeite bei einer Stadtverwaltung. Wir haben alle Akten digitalisiert und ich arbeite fast nur noch digital. Hier und da fehlt noch eine vernünftige Software, aber ich genieße es einen blanken Schreibtisch zu haben.

Wir haben zwar 0 Personal eingespart aber fast 1/3 der Räume kann wegfallen, weil man keine Aktenschränke mehr braucht und Mitarbeiter teilweise mobil oder von zuhause arbeiten können.

Wann immer ich Digitalisierung kritisch gegenüberstand, wollte ich nachdem sie umgesetzt wurde, dann doch nicht mehr darauf verzichten.
 

Anzeige(7)

A

Alböguhl

Gast
Die Digitalisierung geht nicht »vorbei«, sie ist nicht irgendein technologischer Trend.
Vorbeigehen wird höchstens der Gedanke, das sie vorbeigeht
Wir leben in einer Welt, die in Daten ertrinkt.
Wir haben die Wahl, ob wir sie weiterhin ignorieren und als großes Rauschen abtun oder ob wir sie nutzen wollen

Die Digitalisierung ersetzt den Menschen nicht, sie erweitert vielmehr seine Möglichkeiten
 

Fenris85

Aktives Mitglied
Nein, wäre als Informatiker wohl auch irgendwie seltsam.

Es werden niemals Arbeitsplätze fehlen, das ist nicht möglich solange es Nachfrage gibt. Und wenn unser Geldsystem nicht so vor die Wand gefahren worden wäre, dann gäbe es _immer_ Nachfrage. Oder wie viele Menschen kennst du die mit dem zufrieden sind was sie haben. Vor allem dann, wenn der Nachbar mehr hat.
Im Zuge der Digitalisierung wird alles elektromisch verarbeitet was nur möglich ist und damit extrem effizient und schnell. Der Flaschenhals ist logischerweise alles was (noch) nicht digitalisiert werden kann. Die Lagerhaltung mag automatisiert sein und auch der Verkauf passiert online, selbst die Beratung ist immer seltener notwendig - der Kunde informiert sich und vergleicht selbst. Dadurch werden Produkte, aber auch Informationen, Datenauswertungen usw. immer günstiger. Immer mehr Menschen können sie sich leisten. Die Nachfrage steigt deutlich, jeder kann sich inzwischen ein Bett, einen Herd und in der Regel sogar eine Waschmaschine leisten (oder bekommt diese Dinge halt). Aber irgendjemand muss sie liefern, wir erleben eine Flut von LKWs auf den Straßen.

Aber angenommen selbst die Herstellung, der Verkauf, der Vertrieb, die Fakturierung und die Lieferung (Drohnen) wäre vollautomatisiert und die Produkte damit auf einmal extrem günstig, sodass jeder nahezu alles kaufen könnte. Da geht die Nachfrage eben auf den nächsten Bereich über.
Die Leute wollen dann plötzlich einen persönlichen Trainer und Ernährungsberater, um ihr Übergewicht abzutrainieren. Ist Geld über gehts eben öfter in den Urlaub, ins Nagelstudio, wer was auf sich hält kauft "handgemachte Produkt" (natürlich bio, light, fairtrade, vegan, glutfrei) usw.
Geld ist in einem Giralgeldsystem immer genug da. Nachfrage ist, solange der Mensch so ist wie er ist, auch immer da. Und solange die Politik dem freien Markt keine Steine in den Weg legt wird es auch Unternehmer geben die diese Tatsachen nutzen um Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Automatisierung der Prozesse ist natürlich hochkomplex und erfordert entsprechende Kenntnisse, aber alles was Computer nicht ersetzen können wird eben mehr und mehr gefragt werden. Insbesondere das Menschliche, aber auch Dinge die wir Maschienen aus moralischen Gründen nicht überlassen wollen. Also Entscheider.
Gut möglich dass sich die Berufsgruppen in ferner Zukunf tauf diese drei Bereiche aufteilen werden: Technische, soziale und ehtische Anforderungsprofile. Wobei ich Verantwortungs- und nicht Gesinnungsethik meine.
 
C

Chewbacca

Gast
Wie stark wäre der Einfluss großer Digitalkonzerne. In mir erweckt das irgendwie Existenzängste, weil ich auf dem Gebiet der Informatik meiner Selbsteinschätzung nach eher kein großes Talent habe
Mir macht das auch ein wenig Angst (also nicht in berufsperspektivischer Hinsicht), zumal Großkonzerne wie die Big Five, die allesamt Digitalkonzerne sind, immer höhere Gewinne machen auch dank unserer Daten als Öl des 21. Jahrhunderts.
Gerade im IT-Bereich sprechen wir ja aus volkswirtschaftlicher Sicht von steigenden Skalenerträgen. Eine weitere digitale Leistung kostet fast nichts, nur irgendwann muss ich mal meine Serverfarm upgraden.
Ohne jetzt ins Reich der Verschwörungstheorien abzudriften, sieht man ja in China, wohin das führen kann, wenn die Großkonzerne Hand in Hand mit der Regierung arbeiten. Ein Überwachungsstaat in Perfektion mit einem Sozialpunktesystem.
Man kann nur hoffen, dass uns das in Zukunft erspart bleibt.
Natürlich hat die Digitalisierung aber auch was Gutes. Wieviel Müll/Ressourcenverschwendung dadurch z.B. vermieden wird, sollte man ja auch nicht unerwähnt lassen...
 

Hajooo

Namhaftes Mitglied
Warum sollte man sich vor der Digitalisierung fürchten? Stellt doch eigentlich eine Vereinfachung der Arbeit dar?
Wo denn ?
Sind die Probleme weniger geworden ?

Mein kleines Beispiel:
Bei der Polizei kann man erst jemand vermisst melden, wenn er 24 Std. nicht gesehen wird.

Melde dich heute mal nicht sofort auf eine WhattsApp, eine Email oder sonstiges ;)

Da ist die Erwartungshaltung sehr groß :(

oder...

Mit der IT kann man das und das abbilden...
Weshalb ist das noch nicht so ?

oder...
ganz nah heute am Arbeitsplatz bei einem Millardenunternehmen...
Wir "planen" die Nachbestellung des Materials über unsere Software zu automatisieren.
:oops:

Gruß Hajooo
 

_Tsunami_

Urgestein
Zumindest lernen jetzt auch die Menschen in den letzten verwinkelten Winkeln dieser Welt was über die Welt. Ist doch auch was. Könnte man fast als Erfolg verzeichnen.

Facebook spannt gerade wohl ein riesiges Netz um Afrika, welches in etwa die Länge des Erdumfangs hat.
 
A

Alböguhl

Gast
Last sie doch digitalisieren, Rationalisieren.
Roboter arbeiten 24 Stunden, aber konsumieren nicht, essen nicht, fahren kein Auto, Heiraten nicht.
Als die Konzern Bosse, die Mächtigen das wohl merkten machten sie die Menschen unglücklich:
Glückliche Menschen kaufen nicht.
Gerald Hüther, Neurobiologe
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Chat Bot: Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben