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für gelernten beruf unterqualifziert, für alles andere offenbar überqualifiziert?!

G

Gast

Gast
hallo zusammen,

ich (24) habe eine schulische 2jährige ausbildung zur wirtschaftskorrespondentin englisch / spanisch gemacht und suche jetzt schon seit september letzten jahres verzweifelt nach arbeit. es ist wie verhext, bewerbe ich mich auf bürostellen, werden meine bewerbungen entweder ignoriert oder man sagt mir, ich hätte zu wenig praxiserfahrung. ein praktikum will mir aber auch keiner geben.

bewerbe ich mich auf branchenfremde stellen, wie z.b. produktionshelferin, küchenhilfe, verkaufshilfe o.ä., bekomme ich zwar hin und wieder rückmeldungen, aber die sehen meistens so aus,dass die leute misstrauisch sind, was ich denn mit meiner "super qualifikation" in diesem berufsfeld wolle, das sei doch fast schon "unter meinem niveau" und ich würde doch eh abhauen, sobald ich was anderes finde.

mir glaubt keiner, dass ich in meinem gelernten beruf einfach keine anstellung finde. aber anderswo will man mich ja auch nicht. habt ihr eine idee, was ich noch versuchen könnte?
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Ich würde Dir tatsächlich empfehlen, noch eine betriebliche Ausbildung dranzuhängen.

Schulische Ausbildungen haben eben das Manko, wenig Praxiserfahrungen mitzugeben. Wie war das denn bei Euch? Habt Ihr wenigstens Praktika in realen Firmen gehabt?

Und auch eine zweijährige Ausbildung ist ja ein Jahr weniger als eine "normale" Ausbildungszeit. Ich habe schon mit einigen gesprochen, die diese Ausbildung absolviert hatten und keiner von denen ist erfolgreich ins Berufsleben gestartet. Inzwischen bin ich sehr misstrauisch dieser Ausbildung ggü. Auch und vor allem, weil sie nahezu ausschließlich gegen Bezahlung von freien Bildungsträgern angeboten wird. Die natürlich auch jeden nehmen und irgendwie abschließen lassen. Ich nehme an, daraus resultiert auch ihr schlechter Ruf.

Aber dass Du nicht einmal Praktikumsplätze findest, wundert mich. Wohnst Du in einer strukturschwachen Gegend?
 

Brauni

Mitglied
Das mit den Praktika ist für Firmen gar nicht so einfach, habe ich mir kürzlich erklären lassen. Sobald der Praktikant Arbeiten in der Firma erledigt, muss er dafür auch entsprechend entlohnt werden. Das ist für die Firma recht teuer, wenn es sich dabei um jemanden handelt, der noch keine Berufspraxis hat. Denn er müsste von jemandem eingearbeitet werden, der dann an anderer Stelle fehlt. Die Firma würde also auch noch doppelt zahlen für Arbeit, die der Einweisende schneller gemacht hätte. Das lohnt sich meistens nicht.

Anders sieht es aus, wenn es sich um ein Berufs- oder Schulpraktikum handelt. Dann muss immerhin kein Lohn bezahlt werden.

Wenn du aber mehr als ein halbes Jahr arbeitslos gemeldet bist, kann das Arbeitsamt eventuell deinen Lohn in der Einarbeitungsphase übernehmen. Dann muss der Arbeitgeber aber versprechen, dich hinterher auch zu beschäftigen.

Das alles hier ist nur gefährliches Halbwissen einer anderen Arbeitslosen und ohne Gewähr ;)

Das mit dem Überqualifiziert/Unterqualifiziert kenne ich übrigens nur zu gut. Bei Hilfsjobs muss man besser einiges weglassen. Ich bin dann immer Hausfrau :)
 

Der_um_den_Baum_tanzt

Aktives Mitglied
habt ihr eine idee, was ich noch versuchen könnte?
Seit einiger Zeit läuft eine Initiative deutscher Arbeitgeber und der Regierung mit dem Ziel, spanische Jugendliche in deutschen Firmen auszubilden.
Ich denke, dass in diesem Rahmen ein gewisser Bedarf an Menschen mit Deinem Ausbildungsprofil besteht.

Schau doch mal, ob Du nicht irgendwie an diese Gruppe heran kommst.....
 

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