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Für Dipl.Arbeit viiiiiieeeeel zu wenig Zeit, wem gings ähnlich?

Anna79

Mitglied
Hallo zusammen!

Erstmal: Ich kann jetzt ganz schlecht Antworten von Menschen gebrauchen, die ihre Diplomarbeit im gesamten vorgesehenen Zeitraum gemütlich getippt haben- nicht weil ich keine Kritik vertragen kann, sondern eher weil ich momentan Motivation brauche und das am besten von Leuten die auch eher auf den letzten Drücker das Diplom gemacht und bestanden haben ;)
Mein Problem ist, dass ich in 4 Wochen meine empirsiche Arbeit fertig haben muss. Es ist auch nicht so als ob ich noch nichts hätte- Fragebögen sind alle eingegeben, müssen nur noch ausgewertet werden und immerhin habe ich 1/3 der Arbeit bereits- darunter leider noch nicht der wichtigste Teil, aber für den gibt es auch nur wenig Literatur, ich seh das jetzt mal als Vorteil ;)
Es gab natürlich tausend gute Gründe nicht rechtzeitig anzufangen aber ich werde sie jetzt nicht aufzählen. Fakt ist, dass ich noch rund 60 Seiten mit Sinn füllen muss und das in eben 4 Wochen...so langsam fängt mein Kopf an zu blockieren. Gibt's unter Euch welche denen es ähnlich ging?! Ich hab so Gas gegeben die letzten Monaten mit Prüfungen etc. und alles super hinbekommen und nun bekomme ich Panik, dass alles an meiner Arbeit scheitert. Bitte Bitte sag mir doch jemand dass es trotzdem möglich ist... :eek:
Falls jemand noch nen super Tipp hat wie man am besten ohne Schlaf auskommt oder es hinhaut einen Plan zu erstellen der auch einzuhalten ist, ich wäre mehr als dankbar!!

Liebe Grüße von einer ziemlich ratlosen
anna
 

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Zitronengelb

Aktives Mitglied
Ich denke, dass der Druck, der jetzt auf dir lastet, genug Motivation darstellen sollte. Du MUSST ja schließlich so langsam in die Pötte kommen. Mach dir dieses bewusst. Was würde passieren, wenn du sie nicht fertig bekommen würdest? Wäre nicht so gut, oder? ;)
Viel Erfolg!
Zitrönchen
 

Anna79

Mitglied
Erstmal danke für die Antwort!
Der Druck ist zumindest mal Ansporn, aber er macht mich widererwarten ziemlich fertig. Das kenne ich nicht von mir, da ich bisher im Studium alles immer unter Zeitdruck gemacht habe seit ich eine kleine Tochter habe. Nur Schreiben ist für mich scheinbar schwieriger als Lernen. Mein Fach ist auch nicht das Problem- Dipl. Päd. sollte ja zu schaffen sein. Es hat sich nur eine Grundstimmung bei mir eingeschlichen die mich so richtig verzweifeln lässt und sobald ich vor den Büchern sitze verliere ich den Überblick. Vielleicht hilft es ja schon einfach nur mal darüber "gesprochen" zu haben, das ging nämlich momentan nicht wirklich in meinem Umfeld.
Hach ja...ich werd dann mal wieder word aufmachen, ein Buch aufschlagen und jeden Satz 10mal tippen... ;)
 

sapphyr

Aktives Mitglied
Also, ich hab meine Diplomarbeit am Sonntag vor dem letztmöglichen Abgabetermin (Mo Mittag, 12Uhr) ausgedruckt, Montag morgen zum Binden gebracht und zwanzig vor zwölf abgegeben. War mit den Nerven runter, ging aber auch...

Ne Freundin von mir hat sich ein paar Wochen krank schreiben lassen, weil es so überhaupt nicht hingehauen hat...

Bist da nicht allein!!!
Kopf hoch und durch:)
LG Sapphyr
 

Anna79

Mitglied
oh...20 vor 12. Ich denke das wird bei mir wohl sehr ähnlich laufen. Wenn ich denn bis dahin was zum Abgeben habe. Aber immerhin fängt es langsam an zu laufen- wenn kein Tief mehr kommt, denke ich ist es zu schaffen. Zwar wird die Note nicht gerade der Knaller, aber das ist mir momentan so sch...egal!;)
Mir geht dieser Tagesablauf sowas von auf den Senkel!!! Morgens Töchterchen fertig machen, bis Mittag versucht die leicht gestresste Mama sie dann zu bespaßen. Mittagsschlaf und ich kann die Bücher wieder vorbereiten, Mittagsschlaf vorbei und eine noch hibbeligere Mama versucht ihr Kind zu beschäftigen, 8 Uhr endlich Nachtruhe und ich kann anfangen zu tippen. :mad: Ich glaube ich kippe mit der Dipl.Arbeit in der Hand vorm Prüfungsamt einfach um und schlafe...Abgabetermin verpaßt, durchgefallen ;)
 

gloria999

Mitglied
liebe anna,
zunächst mal herzlichen glückwunsch zur tochter und zum fast beendeten studium.
du hast dir aber auch ein mammutprogramm aufgeladen. ich weiß gar nicht wie man mit einem kleinen kind noch diplomarbeit schreiben kann. und eine empirische arbeit ist mit die schwierigste arbeit, weil es zu dem speziellen thema keine literatur gibt.
so kannst du zunächst mal zeit sparen, indem du aufhörst in büchern zu lesen, du hast sicher schon genug gelesen und mehr steht nirgends drin. eine empirische arbeit, ist immer eine kreative arbeit, die interpretation der daten bleibt dem diplomanden überlassen. und da bist du jetzt. du mußt deine daten auswerten und irgendwas interessantes heraus bekommen. da bracht man mut, man muss dann dinge hinschreiben, die noch kein anderer so formuliert hat, deshalb auch aufhören mit lesen, einfach nur noch nachdenken.
wenn du mir dein thema schickst, kann ich dir vielleicht ein paar anregungen formulieren, ich mache ständig empirische untersuchungen.
noch ein tip, du kannst auch dinge vermuten, die man nicht 1:1 aus den daten lesen kann, aber du dir irgendwie ausdenkst. was interessantes, oder was unerwartetes. das ist nicht unwissenschaftlich, im gegenteil, du hast dich mit diesem datenwust beschäftigt und das sind deine schlussfolgerungen. aber wie gesagt, man braucht mut und kreativität. und die argumentation muß schlüssig sein.
dann würde ich dir vorschlagen für die letzten wochen, deine tochter in eine andere betreuung zu geben, zumindest tagsüber. damit du mehr luft hast. wenn alle stricke reißen, würde ich mich um eine krankmeldung bemühen, mit welcher du dann den abgabetermin nach hinten schieben könntest. wende dich hierzu an deinen prüfungsausschuss. gehe aber vielleicht mal zum arzt und schildere deine situation, denn mit diesem programm, tochter, haushalt und diplomarbeit bist du nahe an einem burn-out.
wünsche dir viel kraft und erfolg - gloria
 

Anna79

Mitglied
Hallo Gloria!

Vielen Dank für Deine aufmunternde und ziemlich realistische Antwort! Ich muss noch für den Theorieteil lesen- der ist nämlich auch noch nicht fertig. Aber ich versuche ihn gerade etwas ein zu schränken um mehr Zeit für die Empirie zu haben. Mein Thema ist Mobilität im höheren Lebensalter- also gehören relevante Alternstheorien sowie bisherige Mobilitätsforschung in den theoretischen Teil. Meine Daten geben auch ganz vernünftige Ergebnisse her, habe mir das gestern Mittag mal alles in Tabellen, Grafiken etc. angesehen. Mit der Theorie will ich bis Sonntag fertig sein, ein wenig utopisch aber ich muss halt Gas geben. Meine Tochter ist auch bis dahin untergebracht, deshalb muss ich die Zeit nutzen um endlich die Bücher bei Seite legen zu können.
Mit der Verlängerung ist das so eine Sache, mein Studiengang ist ausgelaufen und nur durch eine Sonderregelung war es möglich dass wir noch bis Ende Oktober studieren können. Ich fürchte ein Attest bringt nicht mehr viel. Wie ich die Dozentin einschätze kann man aber gar nicht durchfallen, zumindest nicht, wenn man alles zumindest "irgendwie" bearbeitet hat. Der Notenschnitt wäre zwar versaut wenn ich nicht minimum ne 2,3 hätte, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich will einfach nur noch fertig werden um den Kopf endlich wieder frei zu haben, vor allem für meine Tochter.
Eine Freundin von mir hat 3 Kinder und hat ihre Dipl.Arbeit auch in nächtelangem Tippen hinbekommen. Und sie war alleinerziehend. Sie hat meine größte Hochachtung:) Nun gut, ich denke ich werde jetzt alles theoretische so knapp wie möglich tippen und mich dann eher auf den empirischen Teil konzentrieren.
 
G

Günter

Gast
Ist das mit der Hektik am Schluss nicht ganz normal? Ich habe mal eine Arbeit mitbekommen, wo die halbe Wohnheimsetage in den letzten Tagen geholfen hat. ;)

Günter
 

Anna79

Mitglied
Ja, ich hätte auch ins Wohnheim ziehen sollen. Und ja, ich glaube so langsam auch dass das alles völlig normal ist, zumindest wenn man nicht schon immer gewohnt war mit allem im Zeitplan anzufangen und neben dem Studium ne Menge anderer Dinge so viel wichtiger erscheinen. Na ja, vielleicht ist ja das das schwierige an der Diplomarbeit: Nerven behalten, das Ganze nicht als DIE Arbeit des Lebens zu sehen und trotz tausender Bücher und was weiß ich wie viel besserer Texte als dem eigenen den Mut zu haben zu schreiben. Was soll passieren? Man kann nicht das Rad neu erfinden und wenn's auch nicht alles super geschrieben ist, ne Diplomarbeit ist ja nicht wirklich was anderes als ne ziemlich lange Hausarbeit mit ein wenig mehr Tiefgang als sonst im Studium.
Also irgendwie hat mir das ziemlich gut getan mal drüber zu schreiben, ich strotze ja geradezu vor Selbstmotivation ;)
Das ist wahrscheinlich die Verzweiflung vor dem Untergang;)
NEIN, klappt schon!
 

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