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Fühle mich wie ein Versager und dem Leben nicht gewachsen

starryeyed_

Neues Mitglied
[FONT=Arial, sans-serif]Hey. :)[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht als mir, dennoch würde ich meine Gedanken einfach gerne mal aufschreiben[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ich bin jetzt 19 und habe seit ungefähr 8 Jahren Suizidgedanken. Sie sind mal mehr, mal weniger präsent, aber nie richtig verschwunden. Vor 3-4 Jahren habe ich es einmal versucht, momentan würde ich das eher nicht mehr in Betracht ziehen, vor allem möchte ich es meinen Eltern nicht antun. [/FONT]



[FONT=Arial, sans-serif]Das größte Problem besteht denke ich bei mir selber. Ich stehe mir schon immer selber im Weg mit meiner Persönlichkeit, Schüchternheit und dem kaum vorhandenen Selbstbewusstsein. Wie oft hatte ich in der Schule schon die Situation, dass ich die Antwort wusste, aber einfach nichts gesagt habe. Durch meine Unfähigkeit versaue ich mir meine Noten, weil ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme mich zu melden. Genauso ist es mit sozialen Kontakten. Freunde habe ich zwar, allerdings denke ich nicht dass es irgendjemanden besonders stören würde, wenn ich nicht mehr da wäre, ich bin leicht zu ersetzen. Wenn ich neue Leute kennen lerne, verläuft der Kontakt meistens wieder im Sand oder sie nehmen mich von Anfang an nicht wirklich wahr. Bei anderen ist es so, dass sie ständig neue Freunde/Bekanntschaften finden, die dann auch halten. Kein Wunder eigentlich, ich bin im Allgemeinen kein positiver Mensch, eher die Person, die auf Partys immer die Stimmung runterzieht... Oft wünsche ich mir einfach genauso selbstsicher/interessant/cool zu sein, wie andere. Aber es klappt einfach nicht, ich kann nicht einfach normal und offen mit anderen Menschen umgehen.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Außerdem denke ich, dass ich nicht in der Lage bin, mich richtig zu verlieben oder wirkliche Gefühle zu entwickeln. Allgemein fällt es mir sehr schwer, Gefühle zu zeigen, selbst wenn es nur Freude ist.. was mich auch sehr an mir stört, ist meine montone Art zu reden. Nichts bekomme ich in meinem Leben auf die Reihe, ohne Schwierigkeiten.. selbst für den Führerschein habe ich eeeeewig gebraucht. Oh man.. ich bin einfach der totale Versager.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Ich schätze, das alles viel mit meiner Kindheit zu tun hat. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 9 Jahre alt war. Das ganze begann aber eigentlich schon viel früher.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Mein Vater hat mal gesagt, man kann gut an meinen Kinderbildern erkennen, wann es angefangen hat mit den Problemen zwischen meinen Eltern. Bis ich 3 oder 4 Jahre alt war lächelte ich auf den Bildern und sah glücklich aus, danach nicht mehr wirklich. Die Stimmung war wohl über die Jahre bei uns im Haus immer sehr eiskalt und düster. Nachdem ich mit 10 oder 11 realisierte, dass meine Familie auseinander bricht, verbrachte ich einige Jahre mit viel Tränen und Selbstmitleid, habe den Großteil meiner Freizeit nur am Laptop gesessen und mich in der virtuellen Welt versteckt. Ich weiß nicht mehr genau wann, aber irgendwann habe ich dann einfach nicht mehr über die Scheidung nachgedacht, die negative Lebenseinstellung ist aber geblieben. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Von der 7. bis zur 9. Klasse ungefähr wurde ich außerdem gemobbt, was zu meinem Selbstwertgefühl natürlich auch nicht viel beigetragen hat. [/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Eigentlich weiß ich, dass sich irgendwas ändern muss. Ich war noch nie wirklich glücklich, das Leben war für mich immer eher eine Last, der ich mich nicht gewachsen fühle. Andere haben Ziele, mein einziges Ziel ist, dass irgendwann alles vorbei ist. Klar hat das Leben auch viele schöne Seiten zu bieten, aber lohnt sich dafür der ganze Stress und das Leid? Ich habe morgens einfach keine Lust aufzustehen, wofür auch? Die einzigen Momente, in denen ich „glücklich' bin, sind wenn ich schlafe oder beim Feiern. Wenn ich etwas Alkohol getrunken habe und dann die Nacht durchtanze, nur dann vergesse ich alles andere. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Beim Psychologen war ich noch nie, weil ich Angst habe, dass auch das mir nicht helfen kann. Mehr als Gespräche und Medikamente kann der mir ja auch nicht geben. Bisher habe ich mir immer gesagt okay wenn es nicht besser wird, kannst du immer noch eine Therapie machen, aber wenn eben selbst das nichts bringt?! Diese negative Sichtweise ist bei mir schon so verfestigt, ich sehe einfach keinen Sinn in meinem Leben. [/FONT]

Danke fürs Lesen.. :)
 

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Querdenker

Aktives Mitglied
Hi Du, was Du schreibst klingt echt übel. Wie bescheiden mag es Dir wohl gehen? Und ja, das hat im Wesentlichen mit Deinen Eltern zu tun ... das ist immer so. Daher solltest Du auch als Erstes verstehen, dass Du daran nicht schuld bist. Und als Zweites irgendwann verstehen/eingestehen, dass Du da kaum alleine raus kommst. Du hast Angst, dass Dir ein Psychologe nicht helfen kann, okay. Aber probiere es doch einfach mal aus und gucke, ob er/sie Dir vielleicht sogar gut tut. Ich denke schon.
 

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