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Fühle mich richtig einsam

Joe Styles

Mitglied
Hallo,

ich hab da ein Problem, oder ehrlich gesagt habe ich mehrere Probleme. Ich fühle mich so einsam und traurig, leide an Depressionen und habe keine Freunde. Nur muss ich euch noch etwas über mich erzählen.

Ich werde bald 21, und seit meinem 1. Lebensjahr ist es für unserer Familie völlig normal immer und immer wieder umzuziehen, meist wegen der Miete oder Arbeitsbedingt, bis jetzt sind wir mit Sicherheit schon 7mal umgezogen, und ich konnte mich nirgendswo richtig eingewöhnen, da wir an einem Ort meistens nicht länger wie ungefähr 2-3 Jahre blieben, so fiel es mir meist auch schwer Freundschaften zu knüpfen da ich dies in dieser Situation als sinnlos ansah, ehrlich gesagt hatte ich nie viele Freunde, ich musste an jeder neuen Schule an der ich kam wieder von vorne anfangen, manchmal gelang es mir aber oft hatte ich auch Pech. Ich hatte einmal das Glück an meiner vorletzten Schule, dort konnte ich einen kleinen Freundeskreis aufbauen und mich auch aktiv am Unterricht beteiligen was mir sonst nicht so gelang da ich ja eher stark introvertiert bin, ich fühlte mich für die folgenden 2 Jahre dort richtig wohl, doch auch diese schöne Zeit ging irgendwann leider vorbei da schon der nächste Umzug anstand, wir zogen in die Nähe von Regensburg, und die dortige Schule wo ich meine letzten zwei Schuljahre verbrachte war wirklich grauenhaft, ich konnte mich dort einfach nicht zurecht finden, weil die ständigen Umzüge und die damit verbundenen Neuanfänge hatten mir einen großen Teil meines Selbstbewusstseins geraubt denn ich bis heute auch nicht so richtig wieder zurückbekommen habe. Ich wurde dort richtig gemobbt, einfach weil ich anders und etwas ruhiger war als die anderen, es war zudem kein großes Geheimnis das ich mich für Animes begeistert habe, was das Ganze nicht wirklich besser für mich machte das von den meisten in meiner Klasse als kindisch angesehen wurde. Der Klassenlehrer sah das Ganze nicht als so schlimm an, und auch meine Eltern konnten mir nicht wirklich helfen. Außerdem hatte ich großes Pech dort einen Typen kennenzulernen, mit dem ich mich zwar anfreundete der mich aber ausnutzte und auch verarschte oder sich über mich Lustig machte wenn sich die Gelegenheit dazu ergab. Einmal begleitete ich ihm ins Krankenhaus weil er sich mal die Hand an einem Kompressor verbrannt hatte, und er dankt es mir indem er einige Zeit später mit ein paar Freundinnen über mich lästert. Auch hat er mir eingeredet das andere Freunde von ihm doch viel intelligenter und attraktiver als ich wären, doch so richtig getraut ihm die Freundschaft zu kündigen hatte ich mich allerdings nicht da ich sonst gänzlich allein dar gestanden wäre. So musste ich es weiterhin ertragen dass er mir überlegen ist, egal ob er sich mit anderen Kumpels getroffen hat oder mit einer Freundin unterwegs war, ich wirkte dort immer wie ein Fremdkörper, als mich auf einer Party mal zwei Kumpels von ihm blöde angemacht haben, hat er nur seelenruhig dazwischen gestanden und es zugelassen obwohl er in der Lage gewesen wäre diese zu sagen mich in Ruhe zu lassen. Nachdem ich die Schule beendet hatte war ich allerdings nicht mehr auf ihn angewiesen und kündigte ihm die Freundschaft, er hat dann zwar versucht sich zu entschuldigen doch ich konnte und wollte ihm keine weitere Chance geben, seitdem habe ich ihm Gott sei dank nie wieder gesehen. Ich absolvierte danach 1 Jahr lang eine Berufsschule wo ich zwar respektvoller behandelt wurde, aber auch nicht wirklich Freunde gewann, ganz einfach weil die seelischen Wunden einfach noch so frisch waren und ich deshalb verschlossener denn je war. Es hatten zwar noch einige Leute versucht sich mit mir anzufreunden doch ich konnte niemanden mehr vertrauen und reagierte sehr abweisend, einige waren bei den Annäherungsversuchen hartnäckig worauf ich schon mal fies werden konnte. So verging auch dieses Berufsschuljahr für mich ohne dass sich großartig etwas für mich getan hätte. Mit 16 Jahren musste ich dann erfahren dass der Mann den ich die ganze Zeit über für meinen leiblichen Vater gehalten habe in Wirklichkeit nur mein Stiefvater war, mein echter Vater oder besser gesagt mein Erzeuger hat sich aus den Staub gemacht als ich 1 Jahr alt war, einfach weil ich ihm schlicht egal war. War zwar schwer zu verkraften für mich doch ich konnte dies einiger maßen gut meistern. Mit der Zeit wurde es wieder besser, ich freundete mich mit einem netten Typen an und das Leben wurde wieder etwas erträglicher für mich, unglücklicherweise stand wieder mal ein Umzug an und ich verlor alles ziemlich schnell wieder, seit nun über 4 Jahren wohne ich an meinem jetzigen Wohnort, länger also als sonst irgendwo, doch besser wurde es für mich nicht, ich wurde immer kontaktscheuer und verzog mich bei mir Zuhause in meinem Zimmer, Freunde fand ich auch dort keine, zumal es für mich auch ziemlich schwierig ist auf andere Menschen offen zuzugehen. Auf Partys und in die Disco traute ich mich sowieso nicht da ich Angst hatte wieder Ärger mit anderen Leuten zu bekommen. Meinen 18. Geburtstag verbrachte ich ganz alleine. Schließlich machte ich dann für drei Jahre eine Berufsausbildung in einer Bildungsstätte für Menschen mit geistigen und körperlichen Handicaps, diese konnte ich im Sommer letzten Jahres erfolgreich beenden, doch die Zeit während der Ausbildung war ziemlich einsam, ich wurde von den meisten meiner Arbeitskollegen ignoriert, mehr initiative von mir auf andere zuzugehen war immer ohne Erfolg während andere Arbeitskollegen geradezu angehimmelt wurden, im Unterricht sagte ich meistens keinen Ton, oft weil mir der Mut fehlte mehr aus sich rauszugehen, so ertrug ich es bis zum Ausbildungsende einfach von den anderen wie Luft behandelt zu werden. Zugegeben hab ich auch nicht sonderlich viel Charisma und Ausstrahlung. Zu dieser Zeit war ich auch bei einem Psychiater was mir aber auch nicht viel geholfen hat. Zur Zeit bin ich leider Arbeitslos, und verbringe die meiste Zeit wieder zuhause, es gibt keine Vereine zu denen ich gehen könnte da ich in einem ziemlich kleinen Kaff wohne. Während der Zeit gings mir sogar so schlecht das ich schon desöfteren an Selbstmord gedacht habe. Hilfe und Verständnis kann ich von meinen Eltern auch nicht erwarten, mein Vater grinst immer und meint: „Ich verstehe nicht was du für ein Problem hast“, und meine Mutter sagt: „So schlimm kann es schon nicht sein.“ Eine weitere Sache die mir zu schaffen macht ist, dass ich inzwischen im Schatten meiner jüngeren Schwester stehe, sie hat letztes Jahr bei der Bundeswehr angefangen, auch etwas was ich nicht geschafft habe, sie ist erfolgreicher, verdient mehr Geld, hat den Autoführerschein und seit fast zwei Jahren einen festen Freund, und ist in die Gunst unserer Familie auch weiter aufgestiegen, während sie von meinem Eltern und allen anderen Familienmitgliedern immerzu bewundert und gelobt wird bin ich nicht mehr als eine Randfigur. Wenn ich Gespräche anfangen will wird mir meistens nicht zugehört, sogar unsere Haustiere bekommen mehr Beachtung als ich. Natürlich bin ich etwas neidisch, meine Schwester hatte es aber schon immer einfacher als ich: lebensfroher, mehrere Freunde und sehr beliebt beim anderen Geschlecht.

Das war nun mein größtes Problem aber bei weitem nicht das einzige. Was mir noch zu schaffen macht ist das ich beim weiblichen Geschlecht so gut wie gar nicht ankomme, mir wurde zwar von Bekannten und Verwanden immer wieder gesagt dass ich attraktiv wäre und die Mädels bei mir Schlange stehen würden, aber so richtig kann ich nicht daran glauben da es in der Praxis doch anders aussieht, werde von den Mädchen eher ignoriert, selbst der Versuch zu einer normalen Freundschaft wird meist als lächerlich abgetan, zugegeben bin ich schüchtern und habe anfangs auch wirklich nicht auf mein äußeres geachtet, doch irgendwie habe ich das Gefühl das bei mir Hopfen und Malz verloren sind, so traue ich mich auch nicht mehr so wirklich ein Mädchen anzusprechen da ich mit einem möglichen Korb nicht so richtig umgehen kann. Ich weiß dass es gut wäre mal ein Risiko einzugehen, aber es fehlt mir einfach der Mut dazu.

Auch macht es mir zu schaffen das ich scheinbar keine einzigen Talente habe, es gibt immer jemanden der etwas gut kann, aber ich habe noch nicht entdeckt was ich vielleicht gut könnte, ich haben schon so viele Berufe wie z.B. Maler, Metaller, Koch oder Gärtner ausprobiert, doch ich war für gar nichts geeignet da mir die Qualifikationen fehlten. Auch was den Autoführerschein angeht habe ich jämmerlich versagt, fahre eigentlich gut aber die Konzentration hat sich einfach nicht verbessert, habe zwei Jahre damit verbracht, und jetzt abgebrochen da die Schulden zu viel geworden sind, jetzt zahl ich schön ab, ob ich jemals wieder den Führerschein im Angriff nehmen werde steht noch in den Sternen. Ich komme mich dadurch sehr wertlos vor.
Ich weiß, das es auch an mir liegt etwas an meiner Situation zu ändern, aber wie gesagt habe ich schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht und auch viele Hemmungen einfach noch jemanden anzusprechen, so bin ich die meiste Zeit allein und fühle mich schrecklich einsam, das ist Mist, den eigentlich hätte ich schon gerne Freunde und auch eine Freundin, ich will nicht für den Rest meines Lebens alleine sein.
Für einige mögen die von mir geschilderten Probleme noch verkraftbar sein, doch ich bin vom Typ her sehr sensibel, und das ganze macht mir auch heute noch zu schaffen obwohl ich versuche das zu verdrängen.

Soweit zu mir, ist schon ziemlich viel was ich da geschrieben habe, aber normalerweise bin ich auch nicht so offen was meine Probleme angeht.

Ich würde gern eure Meinung dazu wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Polux

Aktives Mitglied
Hallo Joe,
hmm, du hörst dich traurig und resigniert an.

Du schreibst du bist 21 - das ist noch jung, du bist oft umgezogen, das ist sicher nicht so einfach, nur - ist das wirklich das Problem? Das ist doch Vergangenheit und du bist jetzt erwachsen, kannst also selber entscheiden was du jetzt machen möchtest.

Bei deiner Geschichte ist mir eine Satzkonstruktion besonders aufgefallen:

"Ich ....., aber....."
"Ich weiß dass es ..., aber ...."
"Ich weiß, das es auch an mir liegt ..., aber ..."

Damit negierst du, was du davor gesagt hast. Du weißt, dass es auch an dir liegt, aber die anderen sind eigentlich 'schuld'. Das kann sogar stimmen - nur wird dich diese Feststellung nicht aus der Situation in der du bist herausbringen. Du weißt, dass es auch an dir liegt? Nimm den Teil und tue dagegen was. Dann brauchen dich die anderen nicht zu kümmern. Auf die hast du keinen Einfluss.

Und noch was. 'Freunde' bekommt man nicht von einem auf den anderen Tag. Freundschaften müssen wachsen. Für die muss man was tun. Und mit 21, hmm, da kannst du - rein von der Zeit her - noch nicht so viel ausprobiert haben.

Versuche herauszufinden was dir Spass macht, Sport, ein Hobby und beschaeftige dich damit. Geh in einen Verein, mache Dinge die du interessant findest, dann werden dich vielleicht auch irgendwann Leute interessant finden. Mit so einem Kummerhäuflein willst du doch auch nicht zusammen sein, oder?
 

Joe Styles

Mitglied
Nein eigentlich nicht,

ich versuche aufjedenfall derzeit mich zu ändern, und begebe mich auf die Suche nach Vereine, Kampfsport würde mich da z.B. reizen, allerdings könnte es dort auch aufgrund der mir zur Verfügung stehenden geringen finaziellen Mitteln schon scheitern, ich bin ja arbeitslos und es ist zurzeit verdammt schwierig selbst als Aushilfe etwas zu finden.

Eine zweite Psychotherapie werde ich ebenfalls machen, vielleicht hilfts ja diesmal was.

Dürfte nicht gerade leicht für mich werden, aber hoffentlich lerne ich so mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
 

Pummel20

Mitglied
hallo also ich versehe wie du dich fühlst: ich wohne auch in einen kaff und komme nicht raus. mit meinen eltern habe ich keine probleme aber sie verstehen mich auch nicht wie einsam und alleine ich mich fühle seit zwei jahren. ich hatte auch nie viele freunde nur ich war nie ganz alleine. aber das ist verdammt unfähr von deinen eltern du bist doch ihr kind ls ja meinen 18 19 und 20 geburtstag war ich auch ganz alleine. ich weiß garnicht mehr wie das ist weg zugehen. fühle mich auch total unsicher und denke alle lästern über mich. irgendwie kann ich das gut nachfühlen man verlernt mitv andern zureden und bleibt alleine zurük. aber ich verstehe es echt nicht wie so deine eltern dich nich unterstützen das ist echt scheiße. meine eltern kümmern sich gut um mich ich denke das ist auch der grund warum ich nicht durch drehe. das mit der berufsschule ist echt heftig. ich habe ne überbetriebliche ausbildung als fachlageristin gemacht und da wurd ich auch nur fertig gemacht. und das ende vorm lied jetzt bringe ich 102 kilo auf die wage. es ist schon scheiße was du alles durch hast gls. ich hoffe das das alles wieder besser wird. und mit de berufschule war es bei mir auch nicht besser mit den ganzen kerlen in der klasse. ich hatte zumglück ein mädel mit der ich gut klar kam. naja denke abermal das internet kann mir nicht viel weiter helfen da ich nur zwei mal im monat drine bin. hoffe es kann die helfen gls das pummel
 

Pummel20

Mitglied
hallo also ich versehe wie du dich fühlst: ich wohne auch in einen kaff und komme nicht raus. mit meinen eltern habe ich keine probleme aber sie verstehen mich auch nicht wie einsam und alleine ich mich fühle seit zwei jahren. ich hatte auch nie viele freunde nur ich war nie ganz alleine. aber das ist verdammt unfähr von deinen eltern du bist doch ihr kind ls ja meinen 18 19 und 20 geburtstag war ich auch ganz alleine. ich weiß garnicht mehr wie das ist weg zugehen. fühle mich auch total unsicher und denke alle lästern über mich. irgendwie kann ich das gut nachfühlen man verlernt mitv andern zureden und bleibt alleine zurük. aber ich verstehe es echt nicht wie so deine eltern dich nich unterstützen das ist echt scheiße. meine eltern kümmern sich gut um mich ich denke das ist auch der grund warum ich nicht durch drehe. das mit der berufsschule ist echt heftig. ich habe ne überbetriebliche ausbildung als fachlageristin gemacht und da wurd ich auch nur fertig gemacht. und das ende vorm lied jetzt bringe ich 102 kilo auf die wage. es ist schon scheiße was du alles durch hast gls. ich hoffe das das alles wieder besser wird. und mit de berufschule war es bei mir auch nicht besser mit den ganzen kerlen in der klasse. ich hatte zumglück ein mädel mit der ich gut klar kam. naja denke abermal das internet kann mir nicht viel weiter helfen da ich nur zwei mal im monat drine bin. hoffe es kann die helfen gls das pummel
an das hoffnungsschimmer wusste nicht wi ich dir privi antworte
 
V

venia

Gast
Hi,
ich bin erst vor kurzem auf Deinen Beitrag gestoßen und habe mir den mal *für mich* näher betrachtet.
Ich lese hier, dass Du mit Deinen 20 Jahren auf Probleme stößt, mit denen Du nicht fertig wirst.
Eines solltest Du gleich von vorn herein beachten:
Die Frage nach Freunden ist immer so eine Sache, definiere Freunde und Du wirst herausfinden, dass sogenannte Freunde sehr allgemein nur als solche bezeichnet werden. Außerdem liegt es an dir, Deiner Art, Deinem Verständnis anderen gegenüber, „Freunde“ zu finden.
Wirkliche Freundschaften sind nicht abhängig von Umständen wie „räumliche Entfernung“ usw. sondern viel mehr einfach von der Tatsache… füreinander da zu sein!

Nun bist Du aber eigentlich alt genug, Dein Leben neu zu ordnen… Du kannst entscheiden, ob und wann Du umziehen möchtest, Du entscheidest, mit wem Du dich abgibst, DU ENTSCHEIDEST über Dein Leben!!!

Dazu gehört natürlich auch, dass Du Dein bisheriges Leben analysierst um so Deine Zukunft entsprechend zu planen und Ziele zu setzten.
Ich lese die Sache mit Deinem „Vater“, der eigentlich nicht Dein Vater war… Das aber sind doch eigentlich irrelevante Begebenheiten für die Lebensplanung und sollten doch eigentlich nur eine Nebenrolle spielen… FÜR DICH war ein Mensch da und hat *meinetwegen* die Vaterrolle übernommen- einziger Fehler, man hat´s dir halt nicht gesagt…

Wenn ich dann weiterlese, meine ich Ursachen für Deine Situation zu erkennen, ich denke, dass Du eben weil Du nicht auf Mensche zugehst entsprechend uninteressant für die Masse bist und somit niemand wirklich Interesse an Deinem Leben zu haben scheint… Tip mal nebenbei: Bring dich, Deine Qualitäten mehr raus… GEHE UNTER MENSCHEN!!!

Du warst bei einem Psychiater, schreibst von Suizidgedanken und hoffst insgeheim auf das Verständnis anderer… Wir könnten das mal diskutieren!

Jeder Mensch ist verschieden, lass dich nicht vergleichen – nicht mal mit Deiner Schwester… wenn es Dinge gibt die dich im Gegensatz zu anderen nicht berühren, ist das einzig und allein Deine Sache, WEIL: DEIN LEBEN!!!

Das „andere Geschlecht“ – und das Landen bei diesem nennst Du als weiteres Problem…
Verfalle nun nicht noch in eine Art „Torschlusspanik“! Hier gibt es immer wieder diverse Möglichkeiten den „passenden“ Partner zu finden… und das kann soooo schnell gehen und sich später als absolute Pleite herausstellen…

Um letztlich DEINE waren Talente zu erkennen, müsste man wohl zunächst Deinen Charakter, Deine Art, Deine Interessen uns so vieles mehr erforschen… Vorher ist das schon mal als „Guten Schritt“ anzuerkennen, dass Du hier darüber geschrieben hast.

Ob „hier“ wirklich geholfen werden kann vermag ich nicht zu beurteilen, finden wirst Du aber mit Sicherheit Leute, die ähnliches durchmachen…

Kannst dich ja mal einfach melden…
 

_Schatten_

Mitglied
Hallo Joe,

das klingt echt hart, aber du bist auf jeden fall nicht alleine!
Habe ehrlich gesagt auch keine rosigen Erfahrungen mit
meinen Eltern gehabt. Habe auch eine jüngere Schwester
die *bevorzugt* wurde (gut ist jetzt aber nicht so wild,
weil ich mir heute denk das ich mein eigenes Leben hab),
den Führerschein hab ich auch nicht, da ich zu dem
Zeitpunkt auch ehrlich gesagt keine Nerven hatte mich
auch noch mit einem Fahrlehrer rum zu ärgern.
Was nicht heißt das ich ihn nicht nachholen werde :p.
Hmm.. ja das Thema Freunde ist auch nicht so wirklich mein
Ding, da es mir im Prinzip genauso wie dir geht gut ich habe
zwar einen Freund und vielleicht hier und da Bekannte, aber
Freunde würde ich sie nicht nennen. Bin wohl auch einer
der schüchternen Partei. Hier im Internet ist es um so leichter,
da man sich nicht "verstecken" muss oder sonstiges. Ich weis leider
kaum was über dich, aber wenn ich dir vielleicht noch in Sachen
Mädels einen Tipp geben kann, vllt versuchst du einfach mal
nicht dran zu denken "es muss klappen" sonder dich vielleicht
erst mal darauf konzertierst, das du mal ins Gespräch kommst,
einfach mal erst über belanglose Dinge reden, einfach klein anfangen. Es kommt auch immer darauf an wo und welches Mädl du ansprichst, nur ein Beispiel, es ist was anderes wenn du mit jemanden z.b im Kino redest als in einer Disco, da die Umstände da ganz anders sind. Und sicher hast du ein Talent oder eine Vibel für irgend etwas, nur leider kenne ich dich nicht, sonst könnte man das im laufe der Zeit rausfinden. Mit dem ganzen will ich einfach nur sagen, das du weder neidisch sein musst noch enttäuscht über dich, einige Dinge in deinem Leben sind halt so passiert wofür du nichts kannst, deshalb brauchst du dich aber nicht runterziehen lassen. Du kannst was und du bist wer und das mit der Freundin wird sicherlich hinhauen glaub mir! Sowas ergibt sich bei mir meistens durch Zufälle. Gut das mit den Freunden :-/ da rat ich auch noch rum... . Würd sich mal hinhauen wenn ich mir wie du nicht immer so den Kopfzerbrechen würde. Es gibt auch noch Leute auf diesem Planeten die nicht oberflächlich sind! Hab jetzt schon viel geschrieben und hoffe ich konnte dir wenigstens das Gefühl geben das du nicht der einzige bist mit dem Problem :).

Hoff ich hab jetzt nicht zuviel vergessen :p.

LG

Schatten

PS.: sry der Textfluss ist bissi komisch weis auch nicht wie ich den hinbekommen hab :D
 

liuana28

Mitglied
Hallo,

ich hab da ein Problem, oder ehrlich gesagt habe ich mehrere Probleme. Ich fühle mich so einsam und traurig, leide an Depressionen und habe keine Freunde. Nur muss ich euch noch etwas über mich erzählen.

Ich werde bald 21, und seit meinem 1. Lebensjahr ist es für unserer Familie völlig normal immer und immer wieder umzuziehen, meist wegen der Miete oder Arbeitsbedingt, bis jetzt sind wir mit Sicherheit schon 7mal umgezogen, und ich konnte mich nirgendswo richtig eingewöhnen, da wir an einem Ort meistens nicht länger wie ungefähr 2-3 Jahre blieben, so fiel es mir meist auch schwer Freundschaften zu knüpfen da ich dies in dieser Situation als sinnlos ansah, ehrlich gesagt hatte ich nie viele Freunde, ich musste an jeder neuen Schule an der ich kam wieder von vorne anfangen, manchmal gelang es mir aber oft hatte ich auch Pech. Ich hatte einmal das Glück an meiner vorletzten Schule, dort konnte ich einen kleinen Freundeskreis aufbauen und mich auch aktiv am Unterricht beteiligen was mir sonst nicht so gelang da ich ja eher stark introvertiert bin, ich fühlte mich für die folgenden 2 Jahre dort richtig wohl, doch auch diese schöne Zeit ging irgendwann leider vorbei da schon der nächste Umzug anstand, wir zogen in die Nähe von Regensburg, und die dortige Schule wo ich meine letzten zwei Schuljahre verbrachte war wirklich grauenhaft, ich konnte mich dort einfach nicht zurecht finden, weil die ständigen Umzüge und die damit verbundenen Neuanfänge hatten mir einen großen Teil meines Selbstbewusstseins geraubt denn ich bis heute auch nicht so richtig wieder zurückbekommen habe. Ich wurde dort richtig gemobbt, einfach weil ich anders und etwas ruhiger war als die anderen, es war zudem kein großes Geheimnis das ich mich für Animes begeistert habe, was das Ganze nicht wirklich besser für mich machte das von den meisten in meiner Klasse als kindisch angesehen wurde. Der Klassenlehrer sah das Ganze nicht als so schlimm an, und auch meine Eltern konnten mir nicht wirklich helfen. Außerdem hatte ich großes Pech dort einen Typen kennenzulernen, mit dem ich mich zwar anfreundete der mich aber ausnutzte und auch verarschte oder sich über mich Lustig machte wenn sich die Gelegenheit dazu ergab. Einmal begleitete ich ihm ins Krankenhaus weil er sich mal die Hand an einem Kompressor verbrannt hatte, und er dankt es mir indem er einige Zeit später mit ein paar Freundinnen über mich lästert. Auch hat er mir eingeredet das andere Freunde von ihm doch viel intelligenter und attraktiver als ich wären, doch so richtig getraut ihm die Freundschaft zu kündigen hatte ich mich allerdings nicht da ich sonst gänzlich allein dar gestanden wäre. So musste ich es weiterhin ertragen dass er mir überlegen ist, egal ob er sich mit anderen Kumpels getroffen hat oder mit einer Freundin unterwegs war, ich wirkte dort immer wie ein Fremdkörper, als mich auf einer Party mal zwei Kumpels von ihm blöde angemacht haben, hat er nur seelenruhig dazwischen gestanden und es zugelassen obwohl er in der Lage gewesen wäre diese zu sagen mich in Ruhe zu lassen. Nachdem ich die Schule beendet hatte war ich allerdings nicht mehr auf ihn angewiesen und kündigte ihm die Freundschaft, er hat dann zwar versucht sich zu entschuldigen doch ich konnte und wollte ihm keine weitere Chance geben, seitdem habe ich ihm Gott sei dank nie wieder gesehen. Ich absolvierte danach 1 Jahr lang eine Berufsschule wo ich zwar respektvoller behandelt wurde, aber auch nicht wirklich Freunde gewann, ganz einfach weil die seelischen Wunden einfach noch so frisch waren und ich deshalb verschlossener denn je war. Es hatten zwar noch einige Leute versucht sich mit mir anzufreunden doch ich konnte niemanden mehr vertrauen und reagierte sehr abweisend, einige waren bei den Annäherungsversuchen hartnäckig worauf ich schon mal fies werden konnte. So verging auch dieses Berufsschuljahr für mich ohne dass sich großartig etwas für mich getan hätte. Mit 16 Jahren musste ich dann erfahren dass der Mann den ich die ganze Zeit über für meinen leiblichen Vater gehalten habe in Wirklichkeit nur mein Stiefvater war, mein echter Vater oder besser gesagt mein Erzeuger hat sich aus den Staub gemacht als ich 1 Jahr alt war, einfach weil ich ihm schlicht egal war. War zwar schwer zu verkraften für mich doch ich konnte dies einiger maßen gut meistern. Mit der Zeit wurde es wieder besser, ich freundete mich mit einem netten Typen an und das Leben wurde wieder etwas erträglicher für mich, unglücklicherweise stand wieder mal ein Umzug an und ich verlor alles ziemlich schnell wieder, seit nun über 4 Jahren wohne ich an meinem jetzigen Wohnort, länger also als sonst irgendwo, doch besser wurde es für mich nicht, ich wurde immer kontaktscheuer und verzog mich bei mir Zuhause in meinem Zimmer, Freunde fand ich auch dort keine, zumal es für mich auch ziemlich schwierig ist auf andere Menschen offen zuzugehen. Auf Partys und in die Disco traute ich mich sowieso nicht da ich Angst hatte wieder Ärger mit anderen Leuten zu bekommen. Meinen 18. Geburtstag verbrachte ich ganz alleine. Schließlich machte ich dann für drei Jahre eine Berufsausbildung in einer Bildungsstätte für Menschen mit geistigen und körperlichen Handicaps, diese konnte ich im Sommer letzten Jahres erfolgreich beenden, doch die Zeit während der Ausbildung war ziemlich einsam, ich wurde von den meisten meiner Arbeitskollegen ignoriert, mehr initiative von mir auf andere zuzugehen war immer ohne Erfolg während andere Arbeitskollegen geradezu angehimmelt wurden, im Unterricht sagte ich meistens keinen Ton, oft weil mir der Mut fehlte mehr aus sich rauszugehen, so ertrug ich es bis zum Ausbildungsende einfach von den anderen wie Luft behandelt zu werden. Zugegeben hab ich auch nicht sonderlich viel Charisma und Ausstrahlung. Zu dieser Zeit war ich auch bei einem Psychiater was mir aber auch nicht viel geholfen hat. Zur Zeit bin ich leider Arbeitslos, und verbringe die meiste Zeit wieder zuhause, es gibt keine Vereine zu denen ich gehen könnte da ich in einem ziemlich kleinen Kaff wohne. Während der Zeit gings mir sogar so schlecht das ich schon desöfteren an Selbstmord gedacht habe. Hilfe und Verständnis kann ich von meinen Eltern auch nicht erwarten, mein Vater grinst immer und meint: „Ich verstehe nicht was du für ein Problem hast“, und meine Mutter sagt: „So schlimm kann es schon nicht sein.“ Eine weitere Sache die mir zu schaffen macht ist, dass ich inzwischen im Schatten meiner jüngeren Schwester stehe, sie hat letztes Jahr bei der Bundeswehr angefangen, auch etwas was ich nicht geschafft habe, sie ist erfolgreicher, verdient mehr Geld, hat den Autoführerschein und seit fast zwei Jahren einen festen Freund, und ist in die Gunst unserer Familie auch weiter aufgestiegen, während sie von meinem Eltern und allen anderen Familienmitgliedern immerzu bewundert und gelobt wird bin ich nicht mehr als eine Randfigur. Wenn ich Gespräche anfangen will wird mir meistens nicht zugehört, sogar unsere Haustiere bekommen mehr Beachtung als ich. Natürlich bin ich etwas neidisch, meine Schwester hatte es aber schon immer einfacher als ich: lebensfroher, mehrere Freunde und sehr beliebt beim anderen Geschlecht.

Das war nun mein größtes Problem aber bei weitem nicht das einzige. Was mir noch zu schaffen macht ist das ich beim weiblichen Geschlecht so gut wie gar nicht ankomme, mir wurde zwar von Bekannten und Verwanden immer wieder gesagt dass ich attraktiv wäre und die Mädels bei mir Schlange stehen würden, aber so richtig kann ich nicht daran glauben da es in der Praxis doch anders aussieht, werde von den Mädchen eher ignoriert, selbst der Versuch zu einer normalen Freundschaft wird meist als lächerlich abgetan, zugegeben bin ich schüchtern und habe anfangs auch wirklich nicht auf mein äußeres geachtet, doch irgendwie habe ich das Gefühl das bei mir Hopfen und Malz verloren sind, so traue ich mich auch nicht mehr so wirklich ein Mädchen anzusprechen da ich mit einem möglichen Korb nicht so richtig umgehen kann. Ich weiß dass es gut wäre mal ein Risiko einzugehen, aber es fehlt mir einfach der Mut dazu.

Auch macht es mir zu schaffen das ich scheinbar keine einzigen Talente habe, es gibt immer jemanden der etwas gut kann, aber ich habe noch nicht entdeckt was ich vielleicht gut könnte, ich haben schon so viele Berufe wie z.B. Maler, Metaller, Koch oder Gärtner ausprobiert, doch ich war für gar nichts geeignet da mir die Qualifikationen fehlten. Auch was den Autoführerschein angeht habe ich jämmerlich versagt, fahre eigentlich gut aber die Konzentration hat sich einfach nicht verbessert, habe zwei Jahre damit verbracht, und jetzt abgebrochen da die Schulden zu viel geworden sind, jetzt zahl ich schön ab, ob ich jemals wieder den Führerschein im Angriff nehmen werde steht noch in den Sternen. Ich komme mich dadurch sehr wertlos vor.
Ich weiß, das es auch an mir liegt etwas an meiner Situation zu ändern, aber wie gesagt habe ich schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht und auch viele Hemmungen einfach noch jemanden anzusprechen, so bin ich die meiste Zeit allein und fühle mich schrecklich einsam, das ist Mist, den eigentlich hätte ich schon gerne Freunde und auch eine Freundin, ich will nicht für den Rest meines Lebens alleine sein.
Für einige mögen die von mir geschilderten Probleme noch verkraftbar sein, doch ich bin vom Typ her sehr sensibel, und das ganze macht mir auch heute noch zu schaffen obwohl ich versuche das zu verdrängen.

Soweit zu mir, ist schon ziemlich viel was ich da geschrieben habe, aber normalerweise bin ich auch nicht so offen was meine Probleme angeht.

Ich würde gern eure Meinung dazu wissen.
hallo ich kenne das,, ich bin zwar net oft um gezogen,aber ich wurde in der schule richtig gemobbt und meine mutter hat mir nie zu gehört und mein bruder hat auf gut deutsch alles in den a... bekommen.hat zb ausbildung im 3 lehrjahr abgebrochen gut mein junge und ich war immer der buh mann zuhause.ich versuche es auch zu verdrängen aber meine mutter lässt es immer wieder hoch kommen.man fühlt sich richtig einsam.
 
G

Gast

Gast
hey habe gerade deinen echt langen Beitrag gelesen :)
hört sich echt verdammt schlimm an aber vll hast du ja mal lust mir zu schreiben oder dich mit mir zu treffen
ich bin w 22 aus Regensburg und in vielen Punkten die du hast hab ich das gleiche mitgemacht oder mach ich gerade durch! meine mail michi.robold@web.de
 
Also dass du dich nicht normal entwickeln kannst und deine sozialen Kompetenzen zurückbleiben ist verständllich, wenn ihr dauernd umzieht. Daran sind dann eigentlich deine Eltern schuld. Man zieht einem Jugendlichen/Kind auch nicht den Boden unter den Füßen weg. Mach einfach das Beste daraus. Mit 21 ist noch nichts verloren, was anderes wäre wenn du mit 40 erst zum Nachdenken beginnst, wenn du schon aus dem letzten Loch kriechst. Ich bin 17 und weine auch nicht (mehr) dauernd meiner verlorenen Pubertät nach. Depressionen hin oder her, nimm dich beim Kragen. Ich kenn das alles nur zu gut, wenn man keine normale Jugend hat (Mobbing, keine richtigen Freunde, etc.), zieht man sich eben zurück aber dem solltest du entgegenwirken. Selbstbewusstsein kann man sich aneignen. Such dir eine gute Psychotherapeutin. Sie wird dir auch helfen, dass du auf Leute zugehst. Also soweit ich das als Junge/Mann beurteilen kann bist du nicht hässlich. Aber das bestätigt, dass es fast nicht aufs Aussehen ankommt. Du kannst noch so schön sein, wenn du kein Selbstbewusstsein hast, dann wirst du auch ned gut ankommen. Gegen die Depressionen und die Phobie kannst du auch unterstützend Medikamente nehmen. Bei mir helfen sie sehr gut, zumindest gegen die Depression.

Viel Glück
destinoremoto
 

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