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Freundin helfen, Kontaktabbruch Kind

Sunshine_77

Mitglied
Hallo! Meine Freundin hat keinen Kontakt zu ihrer Tochter und leidet sehr darunter. Wie kann ich ihr helfen? Seit einem halben Jahr ist ihre Tochter(15) zu ihrem Vater gezogen und hatte am Anfang Kontakt, der dann aber ganz abbrach. Sie vermutet daß der Vater und seine Familie dahinter steckt. Ich kenne meine Freundin seit 20 Jahren und demnach auch ihre Tochter und den Vater und seine Familie auch. Ich habe erlebt wie sie während der Ehe immer weniger Kontakt zu mir hatte, weil er sie so vereinnahmt hat. Ich kam kaum noch an sie heran. Sie hatte keine Energie mehr sich noch um ihre Freundschaft oder den Rest ihrer Familie zu kümmern. Er hat mich und ihre Familie auch schlecht geredet. Hat versucht sie total abzukapseln. Das hat er aber nicht ganz geschafft. Ab und an hat sie sich mit mir oder ihrer Familie getroffen. Selten. Aber nicht gar nicht. Er ist sehr dominant und kann sehr laut und aggressiv werden. Jetzt vermutet sie, dass er die Tochter auch so bearbeitet hat, dass ihr die Energie und Kraft fehlt sich dagegen zu wehren. Sie möchte ich so gerne helfen weiß aber nicht wie. Ich bin auch mit meinem Latein am Ende. Während der Ehe hab ich per SMS mit ihr Kontakt gehalten. Hab sie immer wissen lassen, dass ich für sie da bin, wenn sie mich braucht. Dafür ist sie auch so dankbar sagt sie. Sie hat einfach etwas gebraucht um zu erkennen, dass sie mit ihm nicht glücklich wird und wie sehr er über sie bestimmt und sie kontrolliert. Jetzt hat sie nicht Mal die Nummer der Tochter. Sie ist wie in einer Sekte einfach weg und sie kommt nicht an sie heran. Das Jugendamt hat 2 Mal mit ihr gesprochen, aber da sagte sie immer nur sie will nicht. Warum fragt keiner. Als sie bei meiner Freundin lebte ging sie regelmäßig zum Psychologen. Seit sie beim Vater lebt nicht mehr. In den sozialen Medien sieht man das sie sich total verändert hat. Wie ein Grufti aussieht. Nur von Trauer und Tod schreibt. Sie hat auch geschrieben das sie viel weint. Ich habe schon überlegt ob ich Mal zu ihr fahre und Versuche mit ihr zu sprechen. Das möchte meine Freundin aber nicht, weil sie denkt das es eh nichts bringt. Sie lebt beim Vater und seiner Familie. Die haben sich schon während der Ehe in alles eingemischt. Ich weiß nicht weiter. Es fällt ihr schwer damit umzugehen. Ich weiß auch nicht ob das nur eine Phase ist oder sie auch so beeinflusst wird wie meine Freundin damals. Ich verstehe auch nicht warum sie zu ihm gezogen ist. Es gab keine großen Streits. Sie hat immer versucht ihre Tochter zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen. Der Vater ist da anders und behandelt sie wie ein Kleinkind. Das sie nichts darf und kann. Soll ich Mal mit ihm reden? Dem Jugendamt? Ich würde ihr gerne helfen. Weiß aber nicht wie. Die Gespräche drehen sich im Kreis. Immer wieder das selbe. Ich weiß nicht mehr was ich noch sagen soll. Habt ihr Tipps? Hat jemand eine ähnliche Situation? Danke für Hilfe.
 

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Jenny_allein

Mitglied
Hallo und Willkommen hier 🤗

Ich kenne das Problem. Allerdings hat meine Schwiegertochter mir meinen Sohn entfremdet und ich werde zu geisteskrank erklärt 👀

Ich habe jetzt fast drei Jahre keinen Kontakt. Es braucht viel viel Zeit. Erst nach einem Jahr fand ich mit psychologischer Hilfe Boden unter den Füßen. Ging zu Pro Familia und suchte mir andere Hilfen.

Der Punkt ist, man kann keinen Menschen helfen, der sich nicht helfen lassen möchte. Da hast du keine Chance.

Du kannst nur geduldig warten, bis sie da auf dich zukommt.
Wenn du den Eindruck hast, sie ist suizidal, dann rufe die Rettung an.

Mehr kannst du nicht tun.

Das Falscheste was du tun kannst, ihr Raum zu geben Mitleid von dir zu erhalten. Das ist eher kontraproduktiv und du motivierst sie, nichts zu verändern.

Eine klare Ansage, dass du den Kontakt abbrechen würdest, wenn sie sich keine Hilfe sucht, wäre bedeutend hilfreicher.

Warum?

Dein Problem ist nicht sie, sondern dein Mitleid. Du solltest nicht mit leiden. Dir fehlt es an der Fähigkeit sich ausreichend abgrenzen zu können.
Aus genau diesem Grund kann ein Therapeut niemand aus seiner Familie therapieren / helfen. Es fehlt an emotionaler Distanz.

Man denkt, dass man ein Unmensch ist, wenn man Grenzen setzt oder den Kontakt einschränkt, weil es einem selbst damit nicht gut geht. Doch genau das ist der Weg, in dem man sich nicht selbst gut tut.
Erst bist du wichtig. Wenn du damit einen distanzierteren Umgang findest, kannst du ganz anders helfen.

Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Sprich, du kannst ihr maximal helfen, dass du sie einmal zum Therapeuten oder in die Klinik begleitest. Sie diese Hilfe annehmen möchte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Jenny_allein

Mitglied
Kannst du dazu noch mehr erzählen? Hat sich das irgendwann geändert wieder? Wie ist die Mutter damit klargekommen?
Ich schreib ab und an mit ihr. Ihr geht es den Umständen entsprechend. Sucht sich Hilfe.

Das Ja ist für solche Fälle oft nicht ausreichend qualifiziert. Der Kindeswille zählt. Sprich, keine Möglichkeit, man kann die Kinder nicht zwingen.
Sie schreibt viel über Twitter dazu. Geht jetzt wieder arbeiten.

Es ist bitter hart, wenn man von seinen Kindern verlassen wird.

Es braucht unheimlich viel Kraft und Mut zu reflektieren, warum der Vater die Chance hatte, sie versteht, dass sie sich und ihre Kienicht ausreichend schützen konnte, weil sie ebenso nicht bei liebevollen Eltern aufwuchs.

Trauma vererben sich.

Doch das sind Erkenntnisse, die deine Freundin selbst durch Reflexion verstehen lernen muss.
Es gibt ein Gutes Buch. Kriegsenkel - eine verlorene Generation. Ich würde daaraus Generationen machen 😔

Viele mögen nicht verstehen, dass die Folgen des Krieges sich bis heute in der Gesellschaft auswirken.....

Meine Mutter ging z. B. als zwölfjährige über Leichen.
Auch ich konnte mein Kind nicht vor einer narzisstischen Schwiegertochter schützen. 🥺

Wir brauchen unheimlich viel Geduld und können nur Hoffen, dass unsere Kinder, wo sie älter werden, selbst reflektieren können. Es kann sein, muss aber nicht. Ich möchte daran glauben.
 

Sunshine_77

Mitglied
Hat der Vater das alleinige Sorgerecht? Hat deine Freundin denn nicht zumindest ein Umgangsrecht?
Nein hat er nicht. Haben gemeinsames Sorgerecht. Aber keinen interessiert es WARUM die Tochter nicht will. Das Thema Elternentfremdung ist vielen bekannt. Aber etwas dagegen unternehmen macht keiner. Es wird immer nur nach körperlich offensichtlichen Symptomen geguckt. Keine blauen Flecken = alles ok.
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Vielleicht findes Du/Deine Freundin hier etwas.

Von außen sagt man allgemein und gerne, dass es doch für das Kind Gründe geben muss, wenn es keinen Kontakt mehr zu einem Elternteil möchte. Ja klar, aber was - wenn es keinen Grund gibt der einen Kontaktabruch "erklären" könnte? Einfach weil das Kind manipuliert wurde.

Als verlassenes Elternteil wird man schräg angeschaut, weil es doch ein Grund haben muß, weswegen der Kontakt verweigert wird. Irgendwann habe ich aufgehört mich zu erklären, mein kind verleugnet, um subtilen Vorwürfen aus dem Wege zu gehen. Ich habe kein Kind. Fertig. Wie man damit fertig wird, interessiert i.d.R. keinen. Was man meinem Kind alles angetan hat, auch nicht.

So wie Du den Kindsvater beschreibst, würde ich sagen er ist ein ausgewachsener Narzisst. Seine massive Beeinflussung des Kindes gehörte bestimmt schon lange zu seinem Plan/Wesenszug.

Quelle meinte:
[...]
Ein ‚Entfremdungsyndrom‘ ist durch mehrere Merkmale definiert und stets Resultat eines emotionalen Mißbrauchs eines Kindes mit dem Ziel, den Kontakt zum anderen Elternteil auf Dauer abzubrechen. Dabei liegen alle fünf von ROGERS (1992) definierten Typen des emotionalen Kindesmißbrauchs vor: Zurückweisung, Terrorisieren, Ignorieren, Isolieren, und Bestechen des Kindes. In Abgrenzung zu den häufigeren Loyalitätskonflikten, die Kinder (nicht nur) in Trennungsprozessen haben, tritt ein Entfremdungssyndrom zudem erst dann auf, wenn Scheidungsstreitigkeiten in Sorgerechts- oder Umgangsstreitigkeiten übergehen
[...]
Quelle: Pdf auf Seite 2
Genau so wurde mir mein Kind entfremdet. Da ware sie knapp 6 Lahre alt und mehr ein Papa Kind. Genau das war vermutlich das Problem für die Mutter.
Es gab nach 12 Jahren kurz Kontakt, den sie gesucht hatte, aber wir fanden nicht mehr wirklich zusammen. Die Manipulatioinen der Mutter waren immer noch zu spüren.
Es war einfach nur erschrecken was alles über mich erzählt wurde. Ein ganzes Lügengebäude, vor dem man Angst haben musste. Jeder aus ihrer Familie wurde belogen, gegen mich manipuliert und aufgehetzt.

Sie wird bald 37 und ich hatte sie gerade mal die ersten 6 Jahre. Der anfängliche Kontakt war schon beim 5. Mal nach 1h beendet. Weil sie nur noch geschrieen hatte, ich habe sie wieder zurück gebracht. Das Grinsen ihrer "Mutter" werde ich mein Leben nicht vergessen.
Ich kann das nicht weiter ausführen, sonst zerreist mich das emotional. Ich stehe dem ganzen heute noch ohnmächtig gegenüber. Das ist längst nicht alles.

Nein hat er nicht. Haben gemeinsames Sorgerecht. Aber keinen interessiert es WARUM die Tochter nicht will. Das Thema Elternentfremdung ist vielen bekannt. Aber etwas dagegen unternehmen macht keiner. Es wird immer nur nach körperlich offensichtlichen Symptomen geguckt. Keine blauen Flecken = alles ok.
Deine Freundin sollte sich möglicht schnell professionel Beraten lassen, @Sunshine_77. Der Link von oben klingt recht vielversprechend, ich würde aber nicht zu viel darauf bauen. Aber vielleicht kann man von dort weiter vermittelt werden.
Ja, das Jugendamt kann man vermutlich längst knicken. Wie so oft.

Viele Grüße
abendtau
 

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