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Freund ist süchtig, ich weiß nicht mehr weiter

thresa1987

Mitglied
Freund ist Pornosüchtig, ich weiß nicht mehr weiter

Hallo zusammen,

ich entschuldige mich, falls der Beitrag etwas länger wird.
Ich versuche, mich so kurz wie möglich zu halten.
Ich muss aber einfach mal mit jemand über dieses Thema reden, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Mein Freund (33) und ich sind seit 3 Jahren ein Paar.
Bereits am Anfang unserer Beziehung, kam mir sein Porno / Masturbationsverhalten "komisch" bzw. extrem vor.
Es begann damit, dass immer wenn ich bei ihm zu Besuch war Pornoseiten entweder noch geöffnet waren, oder er sie schnell geschlossen hat, wenn ich eben in die Nähe von seinem PC kam.
Auch wenn ich mich anfangs gewundert habe, warum man in einer neuen Beziehung mit gutem & häufigen Sex Pornos schaut, bevor die Freundin kommt, habe ich mir nicht viel weiter dabei gedacht.
Wir sind dann relativ schnell zusammengezogen und sein Verhalten wurde immer schlimmer.
Einige Zeit später habe ich sein zweites Instagram Profil gefunden, mit dem er nur "Amateur" Models und Pornostars gefolgt ist.
Schon damals ist mir auch aufgefallen, dass wirklich ein Mädel dünner war als das andere. Mit dünn meine ich wirklich "krankhaft" dünn. Außerdem sahen alle extrem Jung aus.
Ich habe ihn darauf angesprochen und es gab einen Streit.
Ich wäre Paraniod, krank.
Wenig später wurde ich wach, weil er sich nachdem wir Sex hatten einen Porno angeschaut hat und masturbiert hat, während ich nebem ihm (!!) geschlafen habe.:mad:
Als ich ihn darauf angesprochen habe, stritt er es ab! Wieder war ich die "dumme".
Wann immer ich 2 Minuten (ungelogen, 2 Minuten) den Raum verlassen habe, waren Pornos geöffnet oder im Verlauf. Es wurde immer schlimmer.
Er ging er mehrmals mit Handy aufs Klo, blieb dort 20 Minuten.

Ich habe mit ihm über unser Sexleben geredet, ob er vielleicht unzufrieden ist, oder er mehr Sex braucht.
Wir hatten immer recht häufig Sex, und er sagte, dass er mit unserem Sexleben sehr zufrieden ist und sein Masturbationsverhalten vollkommen normal ist.

Immer öfters sperrte er sich mit seinem Handy im Klo ein.
Auf seinen Social Media Seiten folgte er immer mehr und immer "extremeren" Darstellern.
Immer und immer wieder kam es zum Streit. Immer war ich die Dumme.

Vor gut einem Jahr begann es dann auch, dass wir immer weniger Sex hatten.
Weil er immer seltener eine Errektion bekommen hat.
Er schob es auf den Stress auf der Arbeit, auf schlechte Laune.
Wochenlang lief nichts.
Nichtmal bei einem Blowjob hat er eine Errektion bekommen.
Trotzdem habe ich immer wieder mitbekommen, wie er Pornos geschaut hat.
Er war im Bad, ich im Wohnzimmer und auf z.B Twitter wurde mir angeziegt, dass er Bilder von Pornostars geliked hat.
Wieder ein Gespräch.
Wieder war alles in Ordnung, wieder war ich Paranoid.

Vor einem guten halben Jahr wollte ich dann einen Gutschein für eine gemeinsame Freundin ausdrucken.
Mein PC hat nicht funktioniert, also habe ich mir die Datei selbst per Mail geschickt und wollte sie an seinem PC öffnen und ausdrucken. Sein PC hat kein Passwort und ihm macht es nichts aus, wenn ich ihn mal benutze. Er nutzt auch meinen.
Er war nicht zuhause und sein PC war an.
Unten in der Taskleiste war eine offene Word Datei mit dem Namen "Gutschein X" (Name der Freundin).
Ich war verwundert, dass er den Gutschein hatte und öffnete die Datei.
Und da traf mich fast der Schlag.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Seitenweise Listen mit Pornodarstellern.
Seitenweise Listen mit Instagram / Snapchat Acccounts
Seitenweise Links, z.T mit Bemerkungen (geiler A*sch, geiles Gesicht etc.)
Die Links waren so gespeichert, dass die Pornoseiten vorne nicht dabei standen, sondern nur die Buchstaben & Zahlen hinter dem "/".
Ich habe den Fehler gemacht und einige Namen und Links bei google eingegeben.
Das waren z.T halblegale Seiten, mit Mädels, die noch keine 18 waren und heimlich in Umkleiden etc. gefilmt wurden.
"Spanner" Bilder von jungen Mädels im Schwimmbad.
Schulmädchen Pornos von Mädels, die wirklich aussahen wie 13 und zum Teil Teddybären in der Hand hatten und Zahnspangen, Zöpfe etc.
Immer wieder der Begriff "Jailbait" .
Immer extremere Seiten. Immer wieder Mädels, die offensichtlich wirklich Magersüchtig waren, mit den offensichtlichen Hashtags.
Pornos mit so Namen wie "16 jährige wird von ihrem Vater vergewaltigt".
Mir war so übel.
Ich war sprachlos. Ich kann bis heute nicht beschreiben, was ich in diesem Moment gefühlt habe.

Ich habe ihn dann natürlich darauf angesprochen.
Ihm ist fast das Gesicht entglitten als er merkte, dass ich das Dokument kenne.
Er begann zu weinen.
Ich habe dann gesagt, dass ich ihn erstmal nicht sehen will und er ist zu seinem Freund.
Ein paar Tage später haben wir geredet.
Dann hat er "ausgepackt".
Er hat mir gesagt, dass er schon länger süchtig nach Pornos ist.
Das er einfach nicht damit aufhören kann.
Das ihn fast nichts mehr erregt.
Sobald es ihm ein bisschen schlecht geht,er Stress hat, MUSS er welche schauen.
Das er manchmal (während unserer Beziehung) 14 mal am Tag masturbiert hat und dass er deswegen keinen mehr hoch bekommt.
Er meinte, sobald ich eine Minute auch nur einen Meter von ihm entfernt war, hat er sich einen Porno an gemacht.
Sobald ich in der Küche war, hat er im Wohnzimmer masturbiert.
Er hat auf der Arbeit masturbiert und Pornos geschaut.
Er hat sich regelrecht im Bad eingeschlossen und er meinte, dass er manchmal seinen Kumpels oder mir eine Verabredung absagt, weil er eben dort keine Pornos schauen kann.
Er hat mir von zweitaccounts auf allen möglichen Seiten erzählt, nur damit er "ungestört" Pornoaccounts folgen kann.
Er meinte, dass er manchmal 5 Stunden am Stück vorm PC sitzt und nur auf Pornoseiten surft und wartet, bis neue und extremere Videos gepostet werden.


Dann meinte er, dass ich die ganze Zeit recht hatte und er in Therapie will.
Auch wegen den "Inhalten" in den Pornos, die er schaut.
Und er meinte, es hätte alles nichts mit mir oder mit uns zu tun.
Ich habe ihm gesagt,dass ich nichts dagegen habe , wenn er im "normalen" Maße Pornos schaut.
Pornos, mit Darstellern, die über 18 sind und nicht magersüchtig.
Wir haben dann ewig geredet, er blieb 2 Wochen bei seinem Kumpel und dann ist er wieder hier eingezogen.
Er hat sich einen Therapeuten gesucht, ist nur noch ohne Handy aufs Klo, hat mir seine Verläufe gezeigt, Zweitaccounts gelöscht und wir hatten wieder Sex. Vor 3 Monaten ist er dann zum ersten Termin beim Therapeuten.
So weit, so gut.

Nun fängt das ganze Thema wieder von vorne an.
Wir haben immer weniger Sex.
Immer öfters habe ich mitbekommen, dass er sich mit Handy im Bad eingeschlossen hat.
Immer öfters hat er wieder Bilder und Videos geliked (das bekomme ich nunmal mit, weil man auf den meisten Seiten eben angezeigt bekommt, was "Freunde" liken).
Wenn ich ins Zimmer kam, wurden schnell Verläufe gelöscht.
Am Freitag habe ich ihn dann beim masturbieren erwischt. Wieder eine Seite mit einer "Jailbait" Darstellerin.
Ich habe ihn darauf angesprochen und es ist alles wieder wie am Anfang.
Er macht das ja nicht oft, ich reagiere über, ich soll mal chillen usw.
Er meinte, er schließt sich ja oft nur im Bad ein und schaut Pornos, ohne zu masturbieren.

Ist klar. Macht es das besser?
Er meinte auch, er hat mit seinem Psychologen noch gar nicht darüber geredet, weil so "schlimm" war das ja nie.
Ich komme mir total veräppelt vor und weiß nicht mehr, was ich noch machen soll.
Unsere Beziehung hat so einen Knick bekommen wegen dem Thema.
Ich fühle mich so besch*ssen wegen diesem Thema.
So ungenügend.
Weil er eben 14 mal am Tag masturbieren kann und bei mir Wochenlang keinen hoch bekommt.
Und weil er so verdammt abgestumpft ist durch dieses Thema, dass ihn kaum noch was erregt und er immer extremere Videos braucht.
Und weil ich es ekelhaft finde, WAS er sich ansieht.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Bilder, die heimlich von 14 jährigen Mädels im Schwimmbad gemacht wurden!
Ich ekele mich manchmal wirklich deswegen davor, mit ihm zu schlafen.


Ich überlege nun, ob ich mich von ihm trennen soll.
Ich komme damit nicht klar, dass mein Freund sich 14 mal am Tag zum masturbieren im Klo einsperrt!
Das er mich anlügt, mir dreist ins Gesicht lügt, Dokumente mit links mit unauffälligem Namen speichert, damit ich ja nichts merke.
Ich glaube ihm nichts mehr. Wie denn auch? Er hat mich jahrelang belogen.
Das schlimme ist, ihm macht das gar nichts aus.
"Ich wichse doch nur, macht jeder, chill mal."
NEIN, das macht in dem Umfang NICHT jeder.
Aber ich liebe ihn halt auch. Und "ansonsten" ist die Beziehung echt schön.
Und ich würde ihn gerne ünterstützen, bei dem Kampf gegen die Sucht.
Aber momentan habe ich wieder das Gefühl, er nimmt alles gar nicht ernst.

Vorallem kann ich auch mit keinem darüber reden.
Weil es mir auch unangenehm ist.
Und immer wieder denke ich, es liegt an mir. Ich bin nicht "dick", aber ich wiege mehr als 40 Kilo. Ich habe Brüste und einen Po. Die Mädels in seinen Pornos sehen aus wie Kinder.
Ich eben wie eine 30 jährige Frau.

Vielen Dank fürs Lesen,

Resa
 
Zuletzt bearbeitet:

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tomtom1972

Mitglied
Dein Freund hat echt ein schweres Problem mit seiner Sexualität. Auf was ich aber eigentlich hinaus will ist folgendes: Ich habe auch eine spezielle Vorliebe, und die ist seit ca. 30 Jahren gleich geblieben (ich mags gerne sehr üppig), und ich kann mir nicht vorstellen das er seine Wunschvorstellungen ändert, auch wenn sie grenzwertig sind. Er kann versuchen sie zu unterdrücken oder zu substituieren, aber ich bin mir sicher, ablassen davon kann er nie.
Wenn du dir das den Rest deines Lebens geben willst, bitte, aber ich glaube es ist besser für dich ihm den Laufpass zu geben. Selbst wenn er aufhört sich extrem oft selbst zu Befriedigen, seine Wünsche bleiben die gleichen, und du kannst sie ihm nicht erfüllen, also tu dir selbst einen Gefallen und trenn dich von ihm.
Das ist meine Meinung dazu.
 
G

Gelöscht 75067

Gast
Du meine Güte, nimm die Beine in die Hand und lauf, Mädchen.

Sein Suchtverhalten ist so massiv, dass er immer krassere Stimulanzen braucht, um überhaupt geil zu werden. Deswegen werden die Inhalte immer krankhafter, weil er von normalen Sex praktisch gelangweilt ist.
Wer weiß, ob er nicht schon von anfang an derartige Phantasien hatte...
 

Regis

Aktives Mitglied
Das liest sich alles schon sehr heftig...
Er ist nicht nur extrem süchtig, sondern scheint auch pädophile Neigungen bzw. Phantasien entwickelt zu haben. An Deiner Stelle würde ich mir das nicht länger antun, vor allem weil er die Situation überhaupt nicht ernst nimmt.
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Sexsucht heißt nicht umsonst "Sucht". Der Suchtdruck kann extrem stark sein. Durchaus vergleichbar mit Alkohol oder illegalen Drogen.

Du kannst sein Problem nicht lösen.

Wenn man einen starken Willen hat, kann man im Prinzip von jeder Sucht los kommen. Das muss aber von ihm ausgehen. Er muss es wirklich wollen.

Drohe ihm die Trennung an. Vielleicht löst das etwas in ihm aus. Vielleicht schafft er es?
Mit Rückfällen ist aber zu rechnen.

Wenn du nicht das Gefühl hast, dass sich etwas ganz fundamental bewegt, dann gehe. Lebe dein Leben.
 

thresa1987

Mitglied
AW: Freund ist Pornosüchtig, ich weiß nicht mehr weiter

Jemand, der so abhängig von Pornos ist, muss einen kalten Entzug machen. Gar keine Pornos. Kein Wichsen. Aber viel Ablenkung, keine Gelegenheiten, sich mit dem Handy zu verkrümeln. Eigentlich müsstest du den Router für eine Weile wegschaffen. Im Prinzip müsste er den Pornos langfristig abschwören, denn da wieder hineinzurutschen ist sonst viel zu wahrscheinlich.

Aber das geht eben nur, wenn er einsieht, dass es so nicht weitergeht. Und da würde ich Tacheles reden. Du musst Bedingungen aufstellen und du musst Konsequenzen ziehen. Ansonsten wird er dir immer weiter auf der Nase herumtanzen.
Das habe ich ihm auch gesagt. Er findet, das ist Quatsch, kein Mensch würde ihm je dazu raten, nicht mehr zu masturbieren.
Ich habe ihm gesagt, er soll bei seinem nächsten Termin mit seinem Therapeuten endlich darüber reden.
Und er soll ehrlich zu sich selbst sein. Und das Thema nicht verdrängen und es sich schönreden, dass 14 mal am Tag mastrurbieren normal ist.

Wenn er das nicht macht...dann sehe ich keine Chance mehr.
 

thresa1987

Mitglied
Du meine Güte, nimm die Beine in die Hand und lauf, Mädchen.

Sein Suchtverhalten ist so massiv, dass er immer krassere Stimulanzen braucht, um überhaupt geil zu werden. Deswegen werden die Inhalte immer krankhafter, weil er von normalen Sex praktisch gelangweilt ist.
Wer weiß, ob er nicht schon von anfang an derartige Phantasien hatte...
Genau das ist es.
Das sagt er auch selbst. Im einen Moment zumindest. Im anderen sagt er wieder, solche Pornos schauen Kerle eben.

Ich habe ja von Anfang an immer wieder Pornos gesehen. Und ich weiß, dass es anfangs nicht so krass war. Da waren es ganz "normale" Pornovideos und ganz normale Bilder. Dann wurden die Mädels immer dünner, immer jünger.

Er meinte bei unserem Gespräch damals, dass er Angst hat, weil es immer extremer wird.
 

thresa1987

Mitglied
AW: Freund ist Pornosüchtig, ich weiß nicht mehr weiter

Nun, drei Jahre ist eine lange Zeit...

Was hat Dir denn gefallen, die ganzen langen drei Jahre lang?
Naja, das Leben und unsere Beziehung besteht ja nicht nur daraus.
"Ansonsten" haben wir schon eine schöne Beziehung.
Wir haben die gleichen Hobbys, den gleichen Humor, sind einfach total auf einer Wellenlänge. Abgesehen von dem Thema ist er auch wirklich ein grandioser Mensch.
 

Uri

Aktives Mitglied
Ich kann mich allen Vorrednern nur anschließen. Es wurden wertvolle Tipps genannt.
Auch ich bin entsetzt.

Ich will noch hinzufügen:

Er hat für seine Sucht auch schon eine sehr wichtige Grenze überschritten.
Die 14-jährigen im Schwimmbad sind reale Menschen - kein Spiel, keine Simulation. Gegen ihren Willen. Das wird er wissen, aber er nimmt es so hin. Das ist schon eine Grenzverletzung, wo Fantasie zunehmend in die Realität eintaucht.

Du hattest ihm eine 2.Chance gegeben, die hat er nicht ausreichend ernst genommen.
Damit ist Dein Handlungsspielraum im Grunde ausgeschöpft.
Bei einer 3.Chance gibt es keinen Anreiz, weshalb es anders laufen sollte, aber er würde Dich als Gegen- oder Mitspielerin in den Sumpf reinziehen.

Habt ihr Kinder?
Ich hoffe nicht. Das würde es schwerer machen.
 

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