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Fremdgehen

G

Gast

Gast
Hallo,

mich würde mal interessieren, warum Männer/Frauen fremdgehen, wenn sie die Partnerin/den Partner lieben, schätzen, nicht verlieren wollen und sie/er ihm/ihr sehr viel bedeutet?
Und bedeutet fremdgehen automatisch, dass es eine schlechte Beziehung ist? Und wann ist es Zeit von der Beziehung loszulassen?

Bin Euch jetzt schon sehr dankbar für Eure Antworten!
 

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Nachtblume

Aktives Mitglied
Hhmm, da stellt sich mir erstmal die Frage ob jemand überhaupt monogam ist ....
Ich habe soo oft -auch- von monogamen Männern gehört, dass Fremdgehen immer ein sicheres Indiz dafür ist, dass in der Beziehung etwas nicht mehr stimmt.
 

senseless

Mitglied
Hallo,

mich würde mal interessieren, warum Männer/Frauen fremdgehen, wenn sie die Partnerin/den Partner lieben, schätzen, nicht verlieren wollen und sie/er ihm/ihr sehr viel bedeutet?
Und bedeutet fremdgehen automatisch, dass es eine schlechte Beziehung ist? Und wann ist es Zeit von der Beziehung loszulassen?

Bin Euch jetzt schon sehr dankbar für Eure Antworten!
Tja, einige gehen fremd, weil ihnen der Kick in der Beziehung fehlt;
andere vermissen unbewußt etwas und glauben, hoffen es
wonders zu finden...und wieder andere suchen sich nur die
Rosinen aus allem.

Auf Deine Frage gibt es unendliche Antworten...

Senseless
 

maximilian

Aktives Mitglied
Stell dir vor du hast ne Lieblingseissorte, die isst du jetzt über Jahre hinweg täglich. Dann überlegste schonmal, ob ne andere Eissorte nicht mal ne Abwechslung wäre.

Zumindest ist das bei Männern so, dass sie nach ner Weile automatisch mal rechts und links schauen (wie mann dann handelt ist aber wieder ne andere Sache!). Das ist aber nen rein körperliches Ding.
Frauen können Körper und Herz nicht so gut trennen, da muss eigentlich zwingend irgendwas schief gelaufen sein, bevor solche Gedanken auftauchen.

Weshalb die meisten Frauen Männern auch Defizite unterstellen, wenn sie rein körperlich anderweitig interessiert sind. Sie können sich nicht vorstellen, dass das bei Männern völlig ohne Defizit in der Beziehung, und auch ohne vorheriges Gefühl von Mangel, einfach als Bedürfnis auftaucht.

Wenn ich ne Lieblingseissorte habe, dann hab ich keinen Jieper nach anderem Eis, ich habe keinen Mangel und kein Defizit, aber es kann durchaus nen Reiz sein mal nen anderes Eis zu probieren. Gerade wenn die Sorte so gut klingt wie Apfelkuchen-Eis :D.

Wir haben einfach ne andere Programmierung erhalten.

Um es noch komplizierter zu machen: eigentlich ist niemand komplett männlich oder weiblich. Unter Hormontherapie gestaltet sich das Gehirn innerhalb von 2 Jahren komplett um, und da wir alle Östrogene und Testosterone im Blut haben, nur in unterschiedlichen Verhältnissen, sind wir alle Mischwesen. Deshalb gibts auch Frauen die da genauso trennen können, und genauso wie Männer "fischen" (Zitat ausn Erdmöbel-Song) gehen.

Und ausserdem ist mal so gut wie niemand monogam. Informiert euch mal was monogam heisst. Das heisst: ein (Sexual-)Partner im Leben.
Wer von euch lebte bisher monogam?! :D
Bis auf ne starke Minderheit sind bei uns die meisten zwar nicht parallel polygam (mehrere gleichzeitig), aber dann doch seriell polygam (mehrere hintereinander im Leben).
 
G

Gast

Gast
Und was ist, wenn der Mann sich in eine andere verguckt hat- aber auch noch Gefühle für die Partnerin hat und die Beziehung nicht aufgeben will- kann es ein Happy End geben?
 
B

Blues

Gast
Hallo Gast

Erstmal muss festgestellt werden Frauen und Männer gehen gleichermaßen fremd. In Untersuchungen ist das Verhältnis etwa 50% Frauen und 60% Männer oder 60% Frauen und 70% Männer. Die Unterschiede sind nur gering.

"warum Männer/Frauen fremdgehen, wenn sie die Partnerin/den Partner lieben, schätzen, nicht verlieren wollen und sie/er ihm/ihr sehr viel bedeutet?"

Das ist es ja gerade - man hat hohe Erwartungen, Träume, Illusionen und macht sich gerne was vor. Um in einer Partnerschaft leben zu können, da muss man lernen, zusammen lernen, man muss sich ändern und die Bereitschaft zur Veränderung haben. Mit dem dauernden Nachbeten "Wir lieben uns" ist es also nicht getan. Und in jeder Partnerschaft stellen sich schnell Langeweile, Routine, Probleme und Ähnliches ein. Meistens klaffen Erwartungen und Realität sehr auseinander und dann wird fremdgegangen, obwohl an der Oberfläche alles gut aussieht.

"Und bedeutet fremdgehen automatisch, dass es eine schlechte Beziehung ist?"

Nicht automatisch, aber meistens bestehen ungelöste Probleme und unerfüllte Erwartungen in der Partnerschaft.

"Und wann ist es Zeit von der Beziehung loszulassen?"

Wenn keine Veränderung mehr möglich ist und wenn keine Gemeinsamkeiten mehr bestehen.

Ein Seitensprung kann auch eine Chance zur Veränderung sein. Ein Paartherapeut beschreibt das so: "Ich habe es übrigens in Paartherapien als ein Phänomen in Liebesaffären fast in der Regel so, dass die Paare mir berichten, dass sie im Zuge der Auseinandersetzungen um diese Liebesaffäre herum so intensive Gespräche führen miteinander, wie sie es noch niemals zuvor getan haben. Die sitzen wirklich bis nachts um vier und reden und reden und reden und versuchen, sich mitzuteilen, sich zu verstehen und so weiter. Das ist eine sehr produktive Situation......... ."

Allerdings meint der Paartherapeut auch: "Die wenigstens Paarbeziehungen überleben noch eine schwerwiegende Liebesaffäre."

@maximilian: "Wir haben einfach ne andere Programmierung erhalten."

Soll das ne Ausrede oder ne Rechtfertigung sein, oder glaubst du wirklich daran. Ich für mich, halte mir zu Gute, dass ich denken kann und nicht nur programmiert bin. Da kannst du ja gleich den Spruch aller Sprüche bringen: "Wir Männer sind eben so."

Liebe Grüße von Blues
 

maximilian

Aktives Mitglied
Was soll das ne Ausrede sein? Ausserdem lies dir nochmal den Teil mit den grauen Menschen durch. Je nach Testosteron-Östrogen-Verhältnis, kann ein Mann da durchaus weiblicher ticken (also Herz und Körper genauso wenig trennen) als manche Frau.

Nicht "wir Männer sind so", sondern "der männliche Teil in uns allen".

Solche Dinge, wie dass man nach ner langen Zeit in ner Beziehung auch andere Menschen körperlich anziehend findet, geschehen unbewusst, da hat dein Denken gar nichts mit zu tun. Wenn dir solche Gedanken in langen und *intakten* Beziehungen nicht kommen, dann hast du schlicht Glück.
Was zum Teil eine willentliche entscheidung ist, ob du dann wirklich dem Drang nachgibst und fremd gehst.

Ich denke >>90% der Kerle ticken so, und ne einstellige Prozentzahl bei den Frauen, aber nur ein kleiner Teil dieser Leute geht dann wirklich fremd. Aber die Gedanken haben schon viele.
Ein Teil dieser Kerle geht dann noch ins Bordell und redet sich ein, dass das kein richtiges Fremdgehen, weil keine Affaire ist.

Das ist doch einfach biologisch bedingt. Natürlich gibts noch ne zweite Entscheidungsinstanz, das Bewusstsein, aber mMn ist das nicht mächtiger als das unbewusste. Niemand kann sich bewusst dafür entscheiden eine Frau nicht attraktiv zu finden. Die Bezeichnung "Unter"bewusstsein ist dementsprechend falsch und wird auch nicht mehr in der Psychologie verwendet.

Die Sache ist jetzt nur noch, was man diskutieren muss, auf welcher Basis entscheidet denn das Bewusstsein darüber, ob man die Gedanken in Taten umsetzt. Das geschieht doch auch nur auf der Basis der eigenen Veranlagungen und Erziehungen. Man hat sich seine Persönlichkeit doch nicht selbst erschaffen.

Moral ist relativ, Fremdgehen ist nicht in allen Kulturen negativ bewertet, und bei uns ist es auch mehr Kavalliersdelikt. Wenn Menschen, die größtenteils nix dafür können, dass sie ne andere Moral haben, über Menschen urteilen, die schlicht andere Veranlagungen und Erfahrungen haben, wirds doch komisch.

Ich bin noch nie fremdgegangen, find das ganze Gewese aber auch etwas lächerlich. Mir gehört der Andere doch nicht. Wenn er mit mir seine Jahre und Jahrzehnte verbringt, warum soll ich mich daran stören wenn andere Kerle mit ihr Stunden verbringen. Soll ich auf Jahre und Jahrzehnte verzichten, nur weil ich als Alpha-Affe auch noch so nen Besitz-Trieb in mir spüre?

Wenn man so nen Besitzanspruch an den Partner hegt, gerade wenns von Kerlen gegenüber der Frau so ist, lebt man doch noch viel instinktgeleiteter. Wir sind aber freie Menschen des 21.Jhd, und entscheiden uns souverän andere zu lieben, und jeder sollte froh sein, wenn er geliebt wird, und nicht den Liebenden als "Dank" mit Ansprüchen an sein Verhalten stressen.

EDIT: Dein Paartherapeut spricht von Liebesaffairen, das ist nochmal nen anderes Ding, weil es da ja auch noch um ein gefühlsmäßiges Verabschieden aus der Beziehung geht. Aber es gibt ja auch rein körperlich geleitetes Fremdgehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
B

Blues

Gast
Hallo Maximilian

"Die Sache ist jetzt nur noch, was man diskutieren muss, auf welcher Basis entscheidet denn das Bewusstsein darüber, ob man die Gedanken in Taten umsetzt. Das geschieht doch auch nur auf der Basis der eigenen Veranlagungen und Erziehungen. Man hat sich seine Persönlichkeit doch nicht selbst erschaffen."

Sehr richtig. Und übrigens ist doch klar, dass man andere Menschen attraktiv findet, körperlich anziehend und ähnliches auch wenn man in einer Beziehung lebt. Das ist bei Frauen übrigens auch so mit körperlich und so. Die Frage ist was man draus macht und was man so denkt dabei.

Und da kommt die Moral ins Spiel. Die Stars und oberen Zehntausend zum Beispiel haben eine Scheiß Moral. Ne hübsche Frau zum Präsentieren und zehn andere fürs Bett hintenrum. Das ist nicht meine Moral, ich will mit meinem Partner gemeinsam durchs Leben gehen und ihn nicht nur benutzen. Leider wird diese Einstellung in Funk und Fernsehen nicht propagiert, sondern genau die andere Moral.

Übrigens: Männer haben beim Fremdgehen meistens sexuelle Motive während Frauen mehr auf der Gefühlsebene handeln. Das stimmt schon. Das liegt aber auch daran was uns jeweils so eingetrichtert wurde.

"rein körperlich gesteuertes Fremdgehen"

Da sollten die Menschen sich erstmal eingestehen, dass es in der Beziehung auch "körperliche" Probleme gibt. Wie gesagt Erwartungen und Realität. Und beim Sex können beide das ganze Leben lang lernen. Warum dann deswegen fremdgehen. Ach so, ist ja viel einfacher als Probleme zu wälzen und etwas zu ändern. Meine Meinung ist: Veränderung macht Spaß!

Liebe Grüße von Blues
 
Zuletzt bearbeitet:

maximilian

Aktives Mitglied
Ich hab persönlich auch so ne Moral dass ich nicht fremdgehen würde. Ich rede dann eher mit meinem Partner über meine Gedanken. Da sprang für mich schonmal nen Dreier raus, weil die Freundin mir den Gefallen tun wollte.
[EDIT]In der Beziehung hatten wir wunderbaren Sex, aber das zur Seite schauen kam trotzdem.[/EDIT]

Aber ich lehne es ab, meine Moral anderen Menschen aufzuzwingen.

Und ich finde Menschen die das machen, auch mit ihrem Partner, unangenehm.

Es gibt so viele verschiedene Weisen glücklich zu werden.
Ein Beispiel: In Westafrikanischen Ländern hatten sich Studentinnen in Großstädten von unserem in Filmen,etc. seriell polygamen Beziehungsverständnis anstecken lassen, und wählten sich auch nur einen Freund, bzw. der nur eine Frau.

Deren Erfahrungen waren, dass sie damit meist total unglücklich wurden. Weil, sie waren emotional zu sehr abhängig von ihrem Mann, von einem Gegenüber, und sie waren zu sehr gestresst ihm die Partnerin zu sein, ihre Freiheit wurde zu sehr eingeschränkt.
In Afrika, und speziell in den Ländern, ist es oft so, dass die Frauen eher die wirtschaftlich aktiven sind. Aber wenn der Kerl nur eine Frau hatte, hatte die nicht mehr genug Zeit sich zu verwirklichen, durch Mann, Haushalt und Kinder.

Viele wechselten wieder zum alten parallel polygamen Beziehungsbild. Also ein Kerl im Haushalt und bei drei Frauen sieht dann die Aufteilung z.B. so aus, dass sich eine Frau je 2 Tage um Mann, Haushalt und Kinder (auch die der anderen Frauen), kümmert, und die restlichen Tage ihre Kinder in guten Händen weiß (sie hat ja auch deren Kinder in Betreuung), und komplett frei ist, ihren wirtschaftlichen Aktivitäten nachgehen kann, bzw. sich mit unverheirateten Liebhabern treffen. So sind sie unabhängiger vom Mann, emotional und finanziell.

Die Menschen werden so glücklicher als mit unserem Beziehungsmodell. Willst du da auch drüber urteilen?
 
B

Blues

Gast
Hallo Maximilian

Versteh ich nicht aufzwingen??

Tagtäglich wird uns doch die Moral aus Funk und Fernsehen, die herrschende Moral aufgezwungen und nahe gebracht.

Und tatsächlich ist es so, dass die Moral und die Beziehungsmodelle von der herrschenden Gesellschaft geprägt sind. Viel mehr als von den Hormonen übrigens. Und Westafrika beweist, dass man nicht einfach so leben kann wie man will.

Dort herrschen sehr patriachalische Strukturen. Von wegen Freiheit und so. Die Frauen müssen ranklotzen wenn es der Mann will, wenn er gerade Lust hat. Seine Frauen erledigen alles und er ist der Großkotz. Nein Danke! Wie du siehst, ich urteile.

Die westliche, moderne klein/bürgerliche Familie ist aber auch nicht das Non Plus Ultra. Da gibt es auch Abhängigkeiten, Unfreiheit und so weiter....... Zum Beispiel sind Frauen oft wirtschaftlich abhängig vom Mann in unserer wohlfeilen Gesellschaft, verdienen Frauen immer noch weniger wie Männer....... Und oft werden die Partnerschaften von gesellschaftlichen Bedingungen zerstört. Schichtarbeit, Wochenendarbeit, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Kinderbetreuung, Sorgen um die Zukunft oder ums Geld........ Und nebenbei läuft im Fernsehen Deutschland sucht den Superstar oder Rosamunde Pilchelsteiner.

Alleine der Gedanke mit dem oder jenem Beziehungsmodell, mit dem Traummann oder der großen Liebe glücklich werden zu können ist doch eine Lebenslüge. Die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse spielen zumindest ein große Rolle, eine größere wie die Hormone.

Also, wer zwingt hier wem was auf?

Liebe Grüße von Blues
 

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