ich denke, was bei all diesen Überlegungen zu kruz kommt ist derr MENSCH: Wenn ich einen Partner suche, so suche ich einen Menschen und keine Zahl in einer Statistik oder? Also werden statistische Überlegungen auch niemals helfen, eine Partnerschaft zu finden. In all diesen Gedanken zum angeblichen Frauenmangel fehlt mir die Überlegung, welche Wünsche man überhaupt an eine beziehung hat und wie man sich dieser vorstellt: daraus resultieren ja auch Überlegungen, wo man einen Partner für so eine Beziehung finden würde. aber diese bloße: ich finde keine Frau- fürht doch zu nichts, weil es eine viel zu theoretische Herangehensweise ist.
Das mag vielleicht in China so funktionieren, weil dort das Geld eben das entscheidende Kriterium ist: Wie viel "Frau" kann ich mir leisten?
🙁 Traurige Verhältnisse, weil dort eben der Heiratsmarkt wirklich ein markt ist und ziemlich ausschließlich vom Geld bestimmt wird.
Aber zum Glück ist das bei uns nicht so: Fruan und Männer können ihre partner aussuchen und dazu sollte man sich schon mal überlegen, welche Art partnerschaft man überhaupt anstrebt: Dann kann man nämlich auch Aussagen über die Wahrscheinlichkeit treffen, diese an einem bestimmten Ort zu finden.
Und man kann sich selber auch mal klar machen, ob man überhaupt mit den Methoden, mit denen man sucht, Erfolg haben KANN.
ich habe zB eine Freundin, die findet einfach keinen partner weil ihre Suchweise in keiner Weise zu dem passt, was sie eigentlich will.
Also sie will im Grunde eine feste und treue partnerschaft, jedoch ist sie der festen Überzeugung, so eine Partnerschaft MÜSSTE sich aus einem ONS ergeben: Sie will zB nicht im Bekanntenkreis oder über Hobby suchen sondern meint: Sie wird bestimmt mal irgendwo im Club oder in einer Bar den Mann fürs Leben treffen. Und sie ist auch der Meinung, dass man seinen zukünftigen Ehemann und Vater der Kinder am besten gleich in der ersten Nacht "testen" muss, denn wenn er nicht sofort ins Bett will, ist er ja eh nicht interessiert.
Natürlich findet sie so öfer ONS aber aus denen wird halt nie ne Beziehung, sondern sie bleiben ONS. Auf die Idee, dass ihre herangehensweise einfach falsch ist, kommt sie aber nicht: Im Gegenteil: Sie ist überzeugt: Alle Männer sind eh nur blöd und wollen nur das eine. Und das sieht sie ja auch bestätigt: Aber ist das die Schuld der Männer? Sind Männer wirklich alle so? NEIN: Aber wenn man eben dort hingeht, wo solche Männer sind und solche Männer anspricht/sich ansprecchen lässt, dann braucht man sich eigentlich nicht wundern.
Würde meine Freundin vielleicht NICHT nur in Clubs und co suchen und vielleicht NICH gleich am errsten Abend mit den Typen in die Kiste springen (bzw von Typen die sowas wollen ganz Abstand nehmen) würde sie vielleicht Männer kennenlernen, die was festes wollen: Dann wäre die Bahn frei für solche Männer.
Sie sabotiert sich also gezielt und anstatt das zu hinterfragen zieht sie den Schluss: Die männer sind schuld, weil es keine Beziehungsfähigen Männer gibt.
Und ich denke, viele menschen ohne Partnerschaft sitzen einem solchen Denkfehler auf.
Die meinen: ich MUSS A machen, damit ich B bekomme: Aber vielleicht folgt B ja nicht aus A sondern A verhindert B?