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Frauenarztwechsel - Ja oder Nein?

Seriem

Mitglied
Guten Morgen ihr Lieben,

Momentan bin ich ein bisschen hin- und hergerissen, ob ich meinen Frauenarzt wechseln sollte oder nicht. Achtung, der Text wird lang - sorry ������.

Also ich war erst bei einer Gemeinschafts-Frauenarztpraxis hier bei uns in der Stadt (bestehend aus 4 Ärztinnen). Mit ihnen war ich auch immer zufrieden, sie waren freundlich - bis auf eine vielleicht - und erschienen mir auch sonst kompetent. Da ich aber immer mal wieder mit Scheidenpilz zutun habe/hatte und mir die Ärztin, bei der ich meistens war, immer nur Cremes verschrieben und m. E. nach nicht wirklich auf Ursachensuche gegangen ist, dachte ich zum ersten Mal über einen Frauenarztwechsel nach. Außerdem war sie der Pille gegenüber meiner Meinung nach etwas zu unkritisch eingestellt, oft hatte ich das Gefühl, dass sie mir die Pille "aufschwatzen" bzw. mich dazu überreden will, sie zu nehmen.

Also schaute ich im Internet nach Frauenärzten und stieß auf einen afrikanischen (kamerunischen) Frauenarzt - ich will die Nationalität hier nur nebenbei und völlig wertfrei erwähnen - dessen Praxis allerdings ca. 45 km von meinem Wohnort entfernt ist und die Anfahrt mit dem ÖPNV würde knapp zwei Stunden dauern. Trotzdem erschien er mir sehr sympathisch und ich wollte ihn gerne "ausprobieren". Ich bekam auch einen Termin, in einem Monat allerdings erst. Beim ersten Termin erschien er mir wirklich sehr, sehr nett, er nahm sich Zeit und hörte mir zu. Was ich nur etwas anstrengend fand war die Tatsache, dass er immer wieder ganz leise und ganz schnell redete, man konnte ihn dann kaum verstehen. Aber das nur am Rande - und sicherlich kein wirkliches Problem. Auch die Untersuchung war wesentlich weniger schmerzhaft als bei meinen vorherigen Ärztinnen, er ging vorsichtiger vor (ja, Klischee voll bestätigt :D). Allerdings machte er die Tastuntersuchung der Brust nicht mit, das wurde bei meiner "alten" Gynäkologin bei den Vorsorgeuntersuchungen immer mitgemacht. Das machte mich schon ein bisschen stutzig.

Ein paar Monate später machte ich mir einen neuen Termin bei ihm, weil ich eine Verhütungsberatung brauchte. Ich musste zum wiederholten Male die Pille danach nehmen und dachte, das könne so nicht weitergehen (hatte bis dato nur mit Kondom verhütet). Er stellte mir erstmal die verschiedenen Verhütungsmittel vor und nahm sich auch hierfür wirklich Zeit, das muss man sagen. Allerdings hatte ich hier das erste Mal das Gefühl, dass ich ihm auf die Nerven gehe. Er wirkte nicht mehr ganz so freundlich und irgendwie genervt, weil er mir immer mal wieder ins Wort fiel und einen wesentlich "kühleren" Tonfall und Gesichtsausdruck an den Tag legte als beim ersten Termin. Dazu kommt noch, dass ich ihm erzählte, dass ich seit einigen Wochen schmerzhafte Knubbel in der Brust hätte (zyklusunabhängig) und ob das evtl. mit meiner Gewichtszunahme zusammenhängen könnte. Kurz zur Erklärung: Ich habe in den letzten Monaten bewusst 6-8 Kilo zugenommen, weil ich mich zu dünn fand, dadurch haben sich meine Brüste von einem B-Körbchen auf ein C-Körbchen vergrößert. Er meinte nur, das würde wahrscheinlich
mit der Zunahme zusammenhängen und wollte mich wegschicken. Ich fragte ihn, ob keine Brustuntersuchung gemacht werden würde. Es kam nur: "Nein, das bringt nichts. Wenn Sie das Ende November immer noch haben, dann untersuchen wir die Brust mit". Am Ende des Termins hatte ich mich nämlich dazu entschieden, die Pille (Evaluna 30) auszuprobieren. Und ea hieß von ihm, ich solle nach 9-10 Wochen wiederkommen, um zu schauen, wie ich dieses Präparat vertragen habe. Als ich die Packungsbeilage jedoch las und ich sah, dass Depressionen (ich habe momentan eine "mittelgradige depressive Episode") und Rauchen eher Kontraindikationen für dieses Präparat seien, rief ich in der Praxis an und fragte, ob ich ihn irgendwann telefonisch erreichen könnte, um das mit ihm zu klären - wegen des langen Anfahrtswegs und weil ich nicht schon wieder bei ihm auf der Matte stehen wollte. Ich hatte ihm beim ersten Termin nicht erzählt bzw. auf dem Fragebogen zur Vorgeschichte nicht angegeben, dass ich vermutlich unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung und einer depressiven Episode leide, weil ich mich geschämt hatte. Außerdem hatten sie diesen Anamnese-Zettel von mir irgendwie verloren, denn ich wurde beim zweiten Termin gefragt, ob ich so einen Zettel ausgefüllt hätte. Es gäbe von mir keinen, ich hatte aber definitiv einen ausgefüllt.
Die Arzthelferin meinte, das mit dem Telefonieren sei schwierig und ein persönlicher Termin wäre besser. Zufällig war zwei Tage später einer frei geworden. Also nahm ich dieses Angebot an und machte mich zwei Tage später erneut auf den Weg, diesmal mit einem neu ausgefüllten Anamnesebogen, der mir beim zweiten Termin mitgegeben worden war. Darauf hatte ich jetzt auch die mögliche posttraumatische Belastungsstörung und die depressive Episode erwähnt.


Als von ihm aufgerufen wurde, hieß es "Ich grüße sie wieder". Das "wieder" mit leichtem Nachdruck. Ganz am Anfang erzählte ich ihm, dass ich eben diese posttraumatische Belastungsstörung und depressive Episode hätte, weil ich bis vor 3 Monaten über 3 Jahre lang mit einem gewalttätigen Mann zusammen war. Dieses Mal erschien er mir noch genervter: seine freundliche Art hatte er fast gänzlich verloren, er lächelte kaum noch, wenn ich etwas nochmals nachfragte, sagte er in einem sehr ungeduldigen, genervten und fast schon unhöflichem Ton "Jaa, habe ich doch gesagt". Er könne mir nicht sagen, welches Verhütungsmittel das Richtige für mich sei. Er hätte "keine Zauberkugel, in die er reinschauen könnte". Wenn ich nur eine depressive Episode hätte und es eher in Richtung Trauma bei mir ginge, spreche nichts wirklich dagegen. Als ich versuchte, ihm etwas mehr über meine Vorgeschichte zu erzählen, - ich erzählte ihm kurz, dass dieser Mann mich regelmäßig geschlagen und vergewaltigt hat - unterbrach er mich und meinte, darum ginge es ja nicht. Es ginge nur um das richtige Verhütungsmittel. Auch wenn er damit natürlich recht hat, fand ich das keine besonders sensible und empathische Reaktion von ihm. Außerdem ging es mir auch nur darum, ihm zu erklären, warum ich aktuell unter diesen Krankheiten leide.
Am Schluss entschied ich mich dazu, ihn direkt mit meinen Wahrnehmungen zu konfrontieren und sagte ihm, ich hätte das Gefühl, ihm total auf die Nerven zu gehen und ob das stimmen würde. Ich weiß nicht warum, aber diese Situation machte mich so fertig, dass ich anfing zu weinen - vor ihm. Er reagierte erschrocken, fast schon geschockt und meinte, nein, würde ich überhaupt nicht. Es sei nur so, dass es keine neuen Informationen gäbe, er wiederhole sich oft, er hätte immer 30-40 Minuten mit mir zusammengesessen und er hätte auch noch andere Patientinnen und müsste außerdem auf eine Fortbildung. Außerdem hätte ich ihm das mit meiner Posttraumatischen Belastungsstörung und der depressiven Episode nicht sofort gesagt, das sei auch nicht aufrichtig. Er sagte dann noch mehrere Dinge, an die ich mich nicht mehr erinnere, aber auch dabei war er m. E. nicht besonders freundlich.
Er hatte sich auch nach meinem eben erwähnten, kleinen "Gefühlsausbruch" nochmal hingesetzt und mir Taschentücher gereicht, mir gesagt, alles sei gut.

Seit diesem dritten Termin habe ich ein ganz ungutes Gefühl, wenn ich daran denke, wieder zu ihm zu gehen. Ich verstehe gut, dass er unter Zeitdruck steht und dass ich ihm einfach etwas zu "zeitraubend" war. Auch finde ich es sehr gut, dass er sich trotzdem die Zeit genommen hat. Trotzdem habe ich total das Vertrauen in ihn verloren und traue mich auch fast gar nicht mehr, nochmal zu ihm zu gehen. Nicht nur wegen seines Tonfalls und Ungeduld/Unfreundlichkeit, sondern auch, weil ich mich mit meinen Beschwerden (Knubbel in der Brust) nicht wirklich ernst genommen fühlte. Es stimmt natürlich auch, dass es nicht aufrichtig war, ihm meine aktuellen Krankheiten zu verschweigen. Das habe ich aber nicht getan, weil ich unehrlich sein wollte, sondern einfach weil ich mich für diese Krankheiten und die Geschichte dahinter schäme.

Was meint ihr? Soll ich ihm noch "eine Chance geben" oder soll ich lieber wieder den Arzt wechseln und evtl zu meiner vorherigen Ärztin zurückgehen? Sehe ich das Ganze vielleicht auch völlig falsch oder interpretiere ich zuviel darein? Rein rational besteht vielleicht kein Grund, nicht mehr zu ihm zu gehen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir eben etwas anderes.

Vielen Dank an alle, die sich diesen Mammuts-Text durchgelesen haben und mir einen Rat geben können :).
 
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julala

Aktives Mitglied
30 - 40 Minuten ist eine lange Zeit.
Es sei denn, du bist Privatpatientin und er kann das abrechnen.
Für Kassenpatienten wird nur eine Quartalspauschale bezahlt, meist zwischen 60 - 100 E, je nach Fachgebiet.
Toller Arzt, der sich so viel Zeit nimmt.
Kein Wunder also, dass er ungeduldig wurde.
 

Farnmausi

Aktives Mitglied
Hallo, also das ist jetzt nicht böse gemeint aber überlege mal. ;)

Alle Informationen hättest du dir mit einigen klicks anlesen können, gut vorbereitet die noch offenen Fragen notieren und dann rasch abfragen können.

Der Arzt bekommt nur eine Fall-pauschale pro Quartal und du hast ihn somit viel Zeit und Geld gekostet, das war unnötig.

Mehr solcher Patienten und der Arzt kann weder Termine noch die Praxis aufrecht erhalten. Das dieser genervt war kann ich verstehen.

Gehe besser wieder zu Gemeinschaftspraxis, die sind da direkter.

Umfassend informieren kannst du dich auf serösen Seite wie onmeda.de oder aber auch eine Beratungsstelle der profamilia aufsuchen. Für umfassende Beratung habe Ärzte keine Zeit dank unserem Systems. Farnmausi
 

Blaumeise

Namhaftes Mitglied
Allerdings machte er die Tastuntersuchung der Brust nicht mit, das wurde bei meiner "alten" Gynäkologin bei den Vorsorgeuntersuchungen immer mitgemacht. Das machte mich schon ein bisschen stutzig.
Wie alt bist du denn? Bei mir wurde die Brust erst ab einem bestimmten Alter (ich glaub 30) abgetastet. Davor ist es keine Kassenleistung.

Ein paar Monate später machte ich mir einen neuen Termin bei ihm, weil ich eine Verhütungsberatung brauchte.

Darüber kann man sich, meiner Meinung nach, recht gut selbst informieren.

Ich musste zum wiederholten Male die Pille danach nehmen und dachte, das könne so nicht weitergehen (hatte bis dato nur mit Kondom verhütet).
Wenn Verhütungspannen bei der Anwendung von Kondomen passieren, liegt meist ein Anwendungsfehler vor: Nicht die richtige Kondomgröße verwendet, Scheide zu trocken beim Sex, Fingernagel unbewusst ins Kondom geritzt o.ä. Bei richtiger Anwendung sind Kondome nämlich so sicher wie die Pille.

Dazu kommt noch, dass ich ihm erzählte, dass ich seit einigen Wochen schmerzhafte Knubbel in der Brust hätte
Das klingt nach Zysten. Da hätte er schon mal genauer untersuchen sollen. Aber gut, will er dann ja vermutlich im November. Von daher ist ja alles gut.

Und ea hieß von ihm, ich solle nach 9-10 Wochen wiederkommen, um zu schauen, wie ich dieses Präparat vertragen habe. Als ich die Packungsbeilage jedoch las und ich sah, dass Depressionen (ich habe momentan eine "mittelgradige depressive Episode") und Rauchen eher Kontraindikationen für dieses Präparat seien, rief ich in der Praxis an und fragte, ob ich ihn irgendwann telefonisch erreichen könnte, um das mit ihm zu klären - wegen des langen Anfahrtswegs und weil ich nicht schon wieder bei ihm auf der Matte stehen wollte. Ich hatte ihm beim ersten Termin nicht erzählt bzw. auf dem Fragebogen zur Vorgeschichte nicht angegeben, dass ich vermutlich unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung und einer depressiven Episode leide, weil ich mich geschämt hatte.
Wenn du Fragen zu möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zu einem Medikament hast, kannst du auch in einer Apotheke nachfragen. Apotheker kennen sich mit sowas sogar noch besser aus als ein Arzt. Das sind ausgebildete Pharmazeuten. Ärzte haben sich im Studium nicht so intensiv mit Pharmazie befasst.
Ich kann dir aber auch gleich sagen, dass Hormone bei Depressionen und Rauchern wirklich gemieden werden sollten. Also überlege dir gut, was du dann damit deinem Körper zumutest! Zudem kann ich dir versichern, dass du dann höchstwahrscheinlich noch öfter mit Scheidenpilzen zu tun haben wirst, wenn du hormonell verhütest (das schließt auch Hormonspirale, Stäbchen, Nuvaring o.ä. mit ein).

Er könne mir nicht sagen, welches Verhütungsmittel das Richtige für mich sei. Er hätte "keine Zauberkugel, in die er reinschauen könnte".
Da hat er recht, auch wenn er es hätte anders sagen können.

Was meint ihr? Soll ich ihm noch "eine Chance geben" oder soll ich lieber wieder den Arzt wechseln und evtl zu meiner vorherigen Ärztin zurückgehen? Sehe ich das Ganze vielleicht auch völlig falsch oder interpretiere ich zuviel darein? Rein rational besteht vielleicht kein Grund, nicht mehr zu ihm zu gehen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir eben etwas anderes.
Ihr hattet einen schwierigen Start. Ich würde das jetzt aber nicht überbewerten. Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir.
 

Seriem

Mitglied
Hallo, also das ist jetzt nicht böse gemeint aber überlege mal. ;)

Hallo und danke für deine Antwort. Ich werde versuchen, sie Punkt für Punkt zurück zu beantworten.

Alle Informationen hättest du dir mit einigen klicks anlesen können, gut vorbereitet die noch offenen Fragen notieren und dann rasch abfragen können.

Natürlich hätte ich mir noch einiges mehr darüber im Internet anlesen können - was ich auch getan habe. Allerdings halte ich nicht viel von diesem gefährlichen Halbwissen, das mittlerweile viel im Internet kursiert und hinterfrage deshalb das, was ich zu solchen Themen im Internet lese, immer genau. Und ich halte es einfach generell für besser, mit einem Fachmann, sprich einem Arzt, über so etwas zu reden.

Der Arzt bekommt nur eine Fall-pauschale pro Quartal und du hast ihn somit viel Zeit und Geld gekostet, das war unnötig.
Mehr solcher Patienten und der Arzt kann weder Termine noch die Praxis aufrecht erhalten. Das dieser genervt war kann ich verstehen.

Erstens habe ich schon in meinem Text gesagt, dass ich den Zeitdruck und seine damit verbundene Ungeduld sehr gut nachvollziehen kann. Zweitens hatte er mir mehrmals gesagt, er wäre nicht genervt (wenn es denn die Wahrheit war). Nur nebenbei gesagt - ich möchte dich jetzt wirklich nicht negativ angehen oder kritisieren, sondern nur mein Empfinden zum Ausdruck bringen - finde ich deine Formulierungen "mehr solcher Patienten" und "du hast ihn viel Zeit und Geld gekostet" etwas wertend. Als hätte ich ihm etwas böses gewollt.

Gehe besser wieder zu Gemeinschaftspraxis, die sind da direkter.

Was soll das heißen "die sind da direkter"? Direkter mit was? Oder in was? Was meinst du?

Umfassend informieren kannst du dich auf serösen Seite wie onmeda.de oder aber auch eine Beratungsstelle der profamilia aufsuchen. Für umfassende Beratung habe Ärzte keine Zeit dank unserem Systems.
Vielen Dank für den Hinweis :). Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Farnmausi

LG
 
Zuletzt bearbeitet:

Seriem

Mitglied
30 - 40 Minuten ist eine lange Zeit.
Es sei denn, du bist Privatpatientin und er kann das abrechnen.
Für Kassenpatienten wird nur eine Quartalspauschale bezahlt, meist zwischen 60 - 100 E, je nach Fachgebiet.
Toller Arzt, der sich so viel Zeit nimmt.
Kein Wunder also, dass er ungeduldig wurde.
Nein, Privatpatientin bin ich nicht. Wie in meinem Text schon erwähnt finde ich es auch sehr gut, dass er sich trotzdem so viel Zeit genommen hat. Das weiß ich sehr zu schätzen. Auch kann ich seine daraus resultierende Ungeduld sehr gut verstehen und ich glaube auch nicht, dass das böswillig war. Trotzdem bleibt dieses ungute Gefühl, das ich habe, wenn ich an einen neuen Termin bei ihm denke. Ich weiß nicht wieso.
Das ist ja auch der Grund, warum ich hier gefragt habe, was ich am ehesten machen könnte oder sollte. Die entgültige Entscheidung bleibt natürlich bei mir.

LG
 

julala

Aktives Mitglied
Ich würde weiter zu ihm gehen, aber ihm nicht die Zeit rauben.
Informiere dich - wie schon vorgeschlagen wurde - über banale Fragen im Internet oder in der Apotheke.

Du könntest ihm auch sagen, dass du es sehr zu schätzen weißt wie viel Zeit er sich genommen hat.

Das Abtasten der Brust ist mit 21 Jahren nicht üblich - auch das macht er ja beim nächsten Termin.
Ich finde er hat alles richtig gemacht und du kannst ihm vertrauen.
 

Seriem

Mitglied
Hallo seriem,

tja, ich kann eigentlich nur bestätigen, was die anderen gesagt haben. Dein Arzt hat sich wirklich sehr viel Zeit für dich genommen, auf Dauer kann er das nicht machen.

Ich habe es zwar schon unter mehreren Antworten geschrieben, aber ja, das hat er. Und das finde ich auch sehr bemerkenswert.

Normalerwesie nehmen sich alle Ärzte immer weniger Zeit für ihre Patienten. Das sehe ich auch bei meinem Hausarzt so. Vor 10, 20 Jahren hat er sich noch mehr Zeit genommen, jetzt wird alles im Schnellverfahren abgewickelt, das heißt, so in ca. 5 Minuten. Das bedeutet für mich, dass ich eine kompetente Patientin sein muss, das heißt, so viel informiert zu sein, wie möglich und meine Beschwerden, Fragen usw. kurz und knapp formulieren.

Ja, das habe ich schon oft gehört und auch selbst zu spüren bekommen. Umso bewundernswerter finde ich es, dass er sich trotzdem diese Zeit genommen hat. Nichtsdestotrotz habe ich kein gutes Gefühl bei dem Gedanken daran, wieder zu ihm zu gehen.

Das gefällt mir auch nicht, ich hätte gerne einen "Dr. Kleist", wie er in der Fernsehserie heißt, diese ist allerdings meilenweit von der Realität enfernt.

Was mich an deiner Stelle davon abhalten würde, weiterhin zu diesem Gynäkologen zu gehen, ist, dass er bei der Krebsvorsorge nicht die Brust mit untersucht, denn das gehört dazu, und dass der Fahrtweg so lang ist.

Genau das ist es. Der lange Anfahrtsweg ist ein eindeutiger Kontrapunkt. Aber auch die Tatsache, dass er die Brust nicht mituntersucht hat, auch bei akuten Beschwerden, ist einer. Meine Oma mütterlicherseits hatte vor 8 Jahren Brustkrebs (was er auch weiß), deswegen war/bin ich umso besorgter.

Ansonsten finde ich den Hinweis auf Beratungsstellen gut, den du hier im Forum bekommen hast.

LG
 

Seriem

Mitglied
Hallo seriem,

tja, ich kann eigentlich nur bestätigen, was die anderen gesagt haben. Dein Arzt hat sich wirklich sehr viel Zeit für dich genommen, auf Dauer kann er das nicht machen.

Normalerwesie nehmen sich alle Ärzte immer weniger Zeit für ihre Patienten. Das sehe ich auch bei meinem Hausarzt so. Vor 10, 20 Jahren hat er sich noch mehr Zeit genommen, jetzt wird alles im Schnellverfahren abgewickelt, das heißt, so in ca. 5 Minuten. Das bedeutet für mich, dass ich eine kompetente Patientin sein muss, das heißt, so viel informiert zu sein, wie möglich und meine Beschwerden, Fragen usw. kurz und knapp formulieren.

Das gefällt mir auch nicht, ich hätte gerne einen "Dr. Kleist", wie er in der Fernsehserie heißt, diese ist allerdings meilenweit von der Realität enfernt.

Was mich an deiner Stelle davon abhalten würde, weiterhin zu diesem Gynäkologen zu gehen, ist, dass er bei der Krebsvorsorge nicht die Brust mit untersucht, denn das gehört dazu, und dass der Fahrtweg so lang ist.

Ansonsten finde ich den Hinweis auf Beratungsstellen gut, den du hier im Forum bekommen hast.
Wie alt bist du denn? Bei mir wurde die Brust erst ab einem bestimmten Alter (ich glaub 30) abgetastet. Davor ist es keine Kassenleistung.
Ich bin 21 Jahre alt. Ich habe im Internet, u.a. auf den Seiten verschiedener Krankenkassen, nachgeschaut, allerdings stehen dort widersprüchliche Informationen. Ich habe schon häufiger gehört und gelesen, dass die Brustuntersuchung ab dem 20. Lebensjahr mitgemacht wird. Auf anderen Seiten ist vom 30. Lebensjahr die Rede. Jedenfalls wurde es bei meiner vorherigen Gynäkologin immer mitgemacht, bei ihm aber eben nicht. Als ich ihm erzählte, dass meine Oma mütterlicherseits vor 8 Jahren Brustkrebs hatte, meinte er, man müsse dann bei mir ab dem 26. oder 27. Lebensjahr die Brust mituntersuchen.

Darüber kann man sich, meiner Meinung nach, recht gut selbst informieren.


Wenn Verhütungspannen bei der Anwendung von Kondomen passieren, liegt meist ein Anwendungsfehler vor: Nicht die richtige Kondomgröße verwendet, Scheide zu trocken beim Sex, Fingernagel unbewusst ins Kondom geritzt o.ä. Bei richtiger Anwendung sind Kondome nämlich so sicher wie die Pille.

Das ist interessant zu lesen. Denn mein Frauenarzt meinte bei meinem ersten Termin, das Kondom sei das unsicherste Verhütungsmittel überhaupt und ich sollte auf ein neues umsteigen, es sei denn ich würde jetzt schon Kinder haben wollen. Woher nimmst du diese Informationen?

Das klingt nach Zysten. Da hätte er schon mal genauer untersuchen sollen. Aber gut, will er dann ja vermutlich im November. Von daher ist ja alles gut.
Naja, ganz so gut fand ich das besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass meine Oma schonmal an Brustkrebs erkrankt war, nicht. Auch wenn das in meinem Alter natürlich sehr unwahrscheinlich ist. Aber ich dachte ok, er ist der Fachmann von uns beiden, er sollte es wissen. Allerdings gehen diese Knubbel nicht weg und deswegen überlege ich, nicht wirklich doch nochmal zu einem anderem Arzt/Ärztin oder meiner vorherigen Ärztin zu gehen.


Wenn du Fragen zu möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zu einem Medikament hast, kannst du auch in einer Apotheke nachfragen. Apotheker kennen sich mit sowas sogar noch besser aus als ein Arzt. Das sind ausgebildete Pharmazeuten. Ärzte haben sich im Studium nicht so intensiv mit Pharmazie befasst.
Ich kann dir aber auch gleich sagen, dass Hormone bei Depressionen und Rauchern wirklich gemieden werden sollten. Also überlege dir gut, was du dann damit deinem Körper zumutest! Zudem kann ich dir versichern, dass du dann höchstwahrscheinlich noch öfter mit Scheidenpilzen zu tun haben wirst, wenn du hormonell verhütest (das schließt auch Hormonspirale, Stäbchen, Nuvaring o.ä. mit ein).

Hab vielen Dank für diese Infos :). Ja, gerade unter diesem Aspekt habe ich mich nach einigem Überlegen doch gegen die Pille entschieden (das hatte ich im Text ganz vergessen zu erwähnen). Mein Frauenarzt hatte mir noch die Kupferspirale vorgeschlagen, das wäre meine nächste Wahl.


Da hat er recht, auch wenn er es hätte anders sagen können.


Ihr hattet einen schwierigen Start. Ich würde das jetzt aber nicht überbewerten. Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir.
LG und vielen Dank für deine ausführliche Antwort :).
 

Seriem

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Ich würde weiter zu ihm gehen, aber ihm nicht die Zeit rauben.
Informiere dich - wie schon vorgeschlagen wurde - über banale Fragen im Internet oder in der Apotheke.

Du könntest ihm auch sagen, dass du es sehr zu schätzen weißt wie viel Zeit er sich genommen hat.

Das Abtasten der Brust ist mit 21 Jahren nicht üblich - auch das macht er ja beim nächsten Termin.
Ich finde er hat alles richtig gemacht und du kannst ihm vertrauen.
Nochmal danke :). Ich denke, du hast Recht. Ihm das zu sagen hatte ich auch vor. Auch wollte ich ihm evtl. sagen, dass er mir sehr sympathisch ist und ich nicht möchte, dass unser gerade erst aufgebautes Verhältnis jetzt daran kaputt geht. Und was ich oder wir beide tun könnenn, damit es nicht mehr zu solchen Situationen kommt. Das dürfte ja in zwei Minuten geklärt sein, oder? Oder ist das nicht nötig?
 

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