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Frage zur Gastronomie

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Portion Control

Urgestein
Guten Morgen,
ein Arbeitskollege von mir eröffnet in seinem kleinen Wohnort eine Gastronomie und die Belege sind zuvor natürlich nur so reingeflattert. Da kommt gerade am Anfang eine Menge zusammen, da der Warenbestand und die Ausstattung komplett aufgebaut werden müssen. Ebenso Kaffeemaschine, vom FA akzeptierte Registrierkasse, etc.! Er dachte alles was er bezahlt hat, könnte er auch so einsetzen. Den Zahn habe ich ihm gleich gezogen. Hab ihm mal erklärt was Abschreibung bedeutet. ^^
Jetzt ist er heillos überfordert und ich habe ihm dann gesagt das er sich keine Sorgen machen soll. Ich alter Bilanzbuchhalter stelle das mit ihm auf die Beine. Jetzt hat er mich beim Wort genommen und kommt täglich mit einem üppigen Fragenkatalog. :oops: :LOL:

Ich habe halt keine vielseitige Buchhaltung mehr gesehen seit ich aus dem Steuerbüro weg bin. Seither bin ich in Industriebetrieben. Er hat halt auch gedacht er könnte seinen BMW gegen einen Vito eintauschen weil er ja jetzt Ware einkaufen muss und die Anschaffungskosten und vor allem die laufenden Kosten für den Vito wollte er komplett in der Gastro unterbringen. Hat aber kein anderes Auto um auf seine normale Arbeitstelle zu kommen oder mit der Familie mal einen Ausflug zu machen. Gut, letzteres hat sich zeittechnisch jetzt erstmal eh erledigt. ;) Jedenfalls habe ich ihm dann von Privatanteilen erzählt, auch zb. was Telefonkosten angeht. Jedenfalls hat er halt überhaupt keine Ahnung.

Alles im Detail, weiss ich aber auch nicht mehr genau ohne nochmal nachlesen zu müssen.
Wenn er kein Fahrtenbuch führt, gibt es da aktuell pauschalen die ein Steuerpflichtiger nutzen kann? Ich denke ähnlich beim Telefon? Gibt doch bestimmt noch Leute die im Steuerbüro arbeiten und ein Restaurant oder einen Bäcker als Mandanten haben. Oder hatten? Kasio?

Was fällt mir noch adhock ein? Achso, kann auch die Gastro erstmal auf Kleingewerbe machen ( bis 17.500 Umsatz ) und die Bons für die Kunden sind dann ohne Steuer? Oder geht das in der Gastro nicht? Ich weiss nicht genau weshalb ich dies überhaupt in Frage stelle, vielleicht weil automatisch ein Bon erzeugt wird...?

Diese beiden Punkte fallen mir jetzt so spontan ein, die ich gerne nochmal diskutiert hätte.
Danke für Feedback. (y)
 

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Jolina87

Aktives Mitglied
Ganz ehrlich, ich würde den Kollegen in ein Gründerseminar schicken.
Er ist sicher nicht der erste der in D ohne Vorkenntnisse und mit vielen Fragen in so ein unternehmen startet.
Ich würde zumindest erwarten das ein spezialisiertes Seminar nicht nur auf die Fragen vorbereitet ist die da kommen sondern ggf auch Fragen die er bisher noch garnicht hat vorgreifen kann weil die eben immer kommen.

Mmn wird es Problematisch wenn er Infos bekommt die du von dritten bekommst deren Vorkenntnisse und erfahrungen du nicht einschätzen kannst.
Du kennst dein eigenes Wissen und dein Kollege kann dir Vertrauen. Aber was von einem dritten kommt der ggf Ahnung hat, aber ggf eben auch nicht müsste immer irgendwo gegen geprüft werden oder blind geglaubt werden.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Seit 1.1.20 liegt die Kleinunternehmer Grenze bei 22k€.
Wenn der Kollege Kleinunternehmer in der Gründungsphase sein will, bekommt er keine Anrechnung /Erstattung seiner gezahlten MWSt.
Das sollte man sich dann aber überlegen.

Hoffentlich kriegt er ansonsten die diversen Steuersätze hin :)
Immerhin kenne ich 6 (sechs!) , die grundsätzlich möglich sein könnten, und die man in einen shake einbauen könnte :)
 
G

Gelöscht 54649

Gast
Bevor Du Dir jetzt Tipps in Laienforen holst und Deinen Freund damit losschickst, würde ich lieber zugeben, dass Du Dich mit Deinem Hilfsangebot etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hast und wissenstechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand bist.
Da ist er mit einem Steuerberater sicher besser bedient.
 

Portion Control

Urgestein
Bevor Du Dir jetzt Tipps in Laienforen holst und Deinen Freund damit losschickst, würde ich lieber zugeben, dass Du Dich mit Deinem Hilfsangebot etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hast und wissenstechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand bist.
Da ist er mit einem Steuerberater sicher besser bedient.
Wieso lehne ich mich zu weit aus dem Fenster nur weil ich Detailfragen habe?
Im Steuerwesen blättert man permanent etwas nach das man nicht täglich auf dem Schreibtisch hat.

Klar, man ist immer mit einem Profi besser bedient wenn man Lust hat dafür tausende Euro zu bezahlen...und selbst da gibt es Spezialisten die häufig falsch beraten oder zumindest nicht effektiv genug für den Steuerpflichtigen. Sowas muss man abwägen. Und für einen Steuerberater entscheidet man sich dann vielleicht wenn man selbst null Ahnung hat und auch überhaupt niemanden kennt der im Steuerwesen arbeitet.
Und wenn man nicht weiterkommt ist man auch nicht gezwungen weiterhin in einem Laienforum nachzufragen. Es gibt auch genug Rechnungswesen Foren. Es gibt genug Möglichkeiten einen Steuerberater zu sparen. Gerade als Kleinunternehmer.
 
Zuletzt bearbeitet:

Portion Control

Urgestein
Wenn er den Telefonanschluss nur für das Geschäft gebucht hat und auch von dort aus betreibt, braucht er keinen Privatverbrauch davon abziehen.
Nein. Das ist natürlich das Mobiltelefon das er sowieso hat. Er meldet für das Geschäft ja keinen extra neuen Anschluss an. Nur wickelt er ja jetzt auch Dinge mit dem Privattelefon ab die fürs Geschäft sind. Da sollte ja normalerweise ein Teil des Grundpreises den er monatlich zahlt dann geschäftlich abgesetzt werden können. Dachte da gibt es evtl. eine Pauschale. 30 Prozent oder so.
Einen extra Anschluss nur für die Gastro wäre kostentechnisch absolut uninteressant und doppelt gezahlt.

Was den Vito angeht so kann er natürlich die ganzen Tankbelege geltend machen und die Abschreibung auf das Auto.
Dagegen muss er aber die 1% des Listenpreises plus 0,3 % für jeweil An- und Abfahrt zum Geschäft als Privatentnahmen buchen.
Also Tankbelege komplett kann nicht sein da er täglich auf die Arbeit fährt. Das wird schwierig.
Die Gastro ist schon eher eine Nebeneinkunft. Er wird auch eher nicht die ganze Woche abends geöffnet haben weil er eben wie gesagt, eine ganz normale Hauptbeschäftigung hat. Am WE brummt er natürlich viele Stunden im Restaurant dann. AfA wird auch nicht komplett gehen da er ja nur einen Bruchteil davon geschäftlich bewegt wird. Einkaufen, zum Restaurant fahren.
Ich denke es wird eher umgekehrt sein. Hauptsächlich private Nutzung und die einzelnen Fahrten fürs Geschäft rausrechnen und ansetzen?

Er kann das Gastro als Kleingewerbe machen. Aber warum sollte er das denn tun? Grade wenn er so hohe Anschaffungskosten hat?
Das habe ich auch gesagt. Ihn schreckt aber der Aufwand ab und es ist auch (noch) nicht klar, ob ich ein bißchen am Anfang beim einrichten dieser Dinge helfe oder monatlich was an Arbeit für ihn erledigen soll. Ich helfe ihm halt für Umme.
Wenn die monatliche USt-VA an ihm hängenbleibt wird es lustig. ^^
Dann muss ich ihn soweit fit machen das er auch die Fristen berücksichtigt, etc.

Also was die Pacht angeht: Es fällt keine an weil das ein Gemeindehaus ist und früher mal eine Gaststätte drin war. Dann viele Jahre leer. Die Bürger wünschen sich eine schon lange. Und er ist jetzt derjenige der es macht. Klar muss man dann nochmal den Pachtvertrag genau anschauen. Wie lange Pachtfrei? An Jahre gebunden oder bis er sich einnahmentechnisch etabliert hat, etc?. Dazu befrage ich ihn nochmal. NK zahlt er natürlich. Das sind 150 euro.

Übrigens - den Brutto-Listen-Preis des Autos erfragt man am besten beim Händler. Der ist nämlich nicht zwingend gleich mit dem Anschaffungspreis.
Ja, das ist richtig. Danke.

Falls es irgendwann mal gut läuft kann er auch seine Frau als Minijobberin anmelden, so fließt dann ein Teil direkt in die Familienkasse.
Wird er bestimmt. Die helfen eh schon alle. Gerade zur Eröffnung in Kürze braucht er natürlich jede Hand.
 
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