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Flucht aus Deutschland wegen Heimunterrichts

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BlueScreen

Gast
Allerdings frage ich mich, ob solche Eltern ihre Kinder überhaupt fragen, ob sie nach diesem Glauben und auf diese Weise leben wollen.

Wenn nein (wenn sie ihren Kindern also den Glauben aufzwingen), sollten solche Eltern keine Kinder haben dürfen - meiner Meinung nach.
 

soulfire

Aktives Mitglied
Finde ich mehr als ungünstig weil in der Schule nicht nur das vermitteln von Bildung erfolgt, sondern auch wesentliche Prozesse der Sozialisation.

Zur Glaubensdiskussion: alle religiösen Eltern erziehen ihre Eltern in ihrem eigenen Glauben, zumidnest bis zu einem bestimmten Alter. das ist ihr gutes Recht und fällt unter das Stichwort Religionsfreiheit (Grundgesetz).
 
E

EuFrank

Gast
Unglaublich.

Heimunterricht: Deutsche Schul-Boykotteure wollen Asyl in den USA - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

Christliche Fundamentalisten flüchten aus Deutschland, um ihre Kinder zu Hause zu "unterrichten".......
Warum sollte man seine Kinder nicht zu Hause erziehen dürfen? Das ist doch die Urform des Lernens überhaupt. Viele Kinder wären in Deutschland zuhause besser aufgehoben als in den staatlichen Schulen - und würden teilweise auch länger leben.
 
D

Dr. House

Gast
In Deutschland gibt es nun mal eine Schulpflicht, EuFrank.
Außerdem sind die meisten Eltern doch gar nicht in der Lage, ihre Kinder so zu bilden, wie es eben ausgebildete Lehrer machen könnten.

Ganz zu schweigen davon, wie Soulfire es schon sagte, ist die Schule für wichtige Prozesse der Sozialisation verantwortlich.

Menschen sind wie Steine, EuFrank, die sich gegenseitig abschleifen müssen.
 
B

BlueScreen

Gast
Zur Glaubensdiskussion: alle religiösen Eltern erziehen ihre Eltern in ihrem eigenen Glauben, zumidnest bis zu einem bestimmten Alter. das ist ihr gutes Recht und fällt unter das Stichwort Religionsfreiheit (Grundgesetz).
Natürlich leben Eltern ihren Kindern zwangsläufig ihren Glauben vor.

Aber wenn z.B. ein 10 jähriges Kind nicht beten möchte oder lieber mit anderen Kindern zusammen in einer Schule lernen möchte und nicht zu Hause, halte ich es für absolut schrecklich, das dem Kind aufzuzwingen.

Da ist es mir vollkommen egal, was das Gesetz sagt.
Es sind für mich dann schlechte Eltern.
 

soulfire

Aktives Mitglied
Weil das gegen das gesetz der Schulpflich verstößt.
(Die allgemeine Schulpflicht - in Preußen schon im 18. Jahrhundert eingeführt - gilt für alle Kinder ab dem sechsten Lebensjahr und hat sich historisch mehr als Recht auf Bildung denn als Zwang entwickelt. Unzufriedene Eltern können allenfalls eine Privatschule gründen, brauchen dafür aber die staatliche Anerkennung. Wer seine Kinder einfach zu Hause unterrichtet, macht sich strafbar.)

ich fidne es eigentlich recht sinnvoll, dass Kinder ausser den religiösen,politischen udn sonstigen weltanschaulichen Ansichten der Eltern auch noch mit anderen Konfrontiert werden.
Dass sie lernen, zu argumentieren. Sich mit und teilweise auch gegen gleichaltrige auszutauschen.

Wie viele menschen verfügen über eine so umfassende Bildung, dass sie ihre Kinder unbenachteiligt gegenüber den staatlich oder privatbeschulten zuhause für das Abitur fit machen können?
Selbst wenn man sich alle Bücher besorgt: was ist mit all den Fragen, die immer wieder auftauchen?

Wie lernen die Kidds, in gruppen zu arbeiten?

Was ist beispielsweise mit Schulsport? da schnuppert man in sehr viele verschiedene Sportarten rein, ist zuhause gar nicht möglich.

Und, aus meiner Sicht auch total wichtig: zuhause beschulte Kinder haben doch ausser der eigenen Geschwister wahrscheinlich kaum Freundschaften und Bekanntschaften.
Da is dann nix mit zusammen Baumhäuser bauen oder auf Kindergeburtstage gehen.
Für mich klingt das recht isoliert.

ich glaube, mir würden noch 20 Dinge einfallen, warum ich es für nicht gut halte, Kinder zuhause zu unterichten.
Ganz abgesehen davon, dass mir wohler dabei ist, wenn's auffällt, wenn ein Kind wochenlang nirgendwo mehr auftaucht...

Ich hätte total Angst, dass mein Kind gar keine Chance im Arbeitsleben hat, wenn ich es zuhause beschult habe. Und das nicht, weil ich davon ausgehe, dass es bei mir dümmer rauskäme, als bei anderen Eltern ;)
 
E

EuFrank

Gast
In Deutschland gibt es nun mal eine Schulpflicht, EuFrank.
Außerdem sind die meisten Eltern doch gar nicht in der Lage, ihre Kinder so zu bilden, wie es eben ausgebildete Lehrer machen könnten.

Ganz zu schweigen davon, wie Soulfire es schon sagte, ist die Schule für wichtige Prozesse der Sozialisation verantwortlich.

Menschen sind wie Steine, EuFrank, die sich gegenseitig abschleifen müssen.
Ja, es gibt einen Schulzwang in Deutschland, den ich für zweifelhaft halte. Es gibt durchaus in Einzelfällen Eltern, die in der Lage wären, ihre Kinder zu unterrichten. Und sie könnten es meines Erachtens auch besser als die staatlichen Schulen. Dies trifft sicher nur auf eine Minderheit zu. Aber warum sollte man es fähigen Eltern verwehren, ihre Kinder selbst zu unterrichten?

Was spricht dagegen, wenn sich mehrere fähige Eltern zusammentun, wodurch die Größe der Unterrichtsgruppen auch die Möglichkeit der Sozialisation bieten würde?

Meines Erachtens geht dies ja auch in anderen Ländern. ZB kann man in Österreich sein Kind zum häuslichen Unterricht abmelden. Davon machen immerhin 0,5 % aller Eltern Gebrauch. Australien, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, USA und die Schweiz verfahren ähnlich.
 
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