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Familienhebamme aufgezwungen , was tun ?

  • Starter*in Starter*in Rudi1965
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Rudi1965

Gast
Hallo, schön das es ein Forum wie dieses gibt.

Es geht um meine 27 jährige Tochter die bei uns im Haushalt lebt und ledig ist.

Vor einigen Tagen hat sie mein Enkelkind bekommen, sie kennt zwar den Vater des Kindes hat ihn jedoch nicht angegeben.

Das Krankenhaus macht nun Probleme und ist der Meinung das Kindeswohl wäre gefährdet und will das Kind erst rausgeben wenn eine Familien Hebamme vom Jugendamt das sie informieren wollen, gestellt wird.

Die Sozialtante und Ärzte sind der Meinung das meine Tochter noch nicht in der Lage ist das Kind anständig zu versorgen. Sie ist eben langsam und übervorsichtig.

Meine Tochter ist 27 Jahre und lebt in unserem Haushalt
Sie hat Hauswirtschafterin gelernt und einen mittleren Bildungsabschluss (mittlere Reife)
Sie ist ledig , trinkt keinen Alkohol und raucht nicht auch Drogen sind kein Thema
Sie ist nicht vorbestraft
Sie hat erfolgreich mehrere Praktikas in Kindergärten absolviert
Ist z.Zt. arbeitslos
Nie Probleme mit dem Gesetz

Wir, meine Frau und ich

Haben ein eigenes Haus in einem Dorf in einer 30er Zone
Wir haben 6 Kinder groß gezogen alle mit guten Schulabschluss
Wir haben noch 2 Kinder zu Hause außer meiner Tochter die das Gymnasium besuchen
Meine Frau ist Bürokauffrau von Beruf (meine Frau ist derzeit nicht berufstätig)
Ich bin leitender Angestellter von Beruf
Keine Vorstrafen
Kein Alkohol oder Drogen (auch keines unserer Kinder)
Meine Frau würde ihr auch zur Seite stehen.

Wir waren heute zu einem Gespräch in der Klinik was auch nichts brachte, die Sozialtante will das Jugendamt informieren und eine Familienhebamme anfordern.

Wir haben eine Hebamme die die Nachsorge übernimmt.

Das Kind ist gesund dennoch soll es jetzt noch 1 Woche in der Klinik bleiben, allerdings wird erwartet das meine Tochter bereits um 7.00 Uhr morgens bis 23.00 Uhr abend das Kind in der Klinik versorgt, bei 20 km einfache Fahrt ohne Führerschein und Auto.

Was kann man tun ? Das kann es doch im Leben nicht geben.
 
Ihr habt doch eine Hebamme. Warum darf es nicht diese sein? Auch von mir die Frage, wie die Klinik dieses Kindbehalten begründet.

Letztlich ist Eure Tochter sorgeberechtigt und kann ihr Kind aus der Klinik gegen Unterschrift abholen. Niemand (auch keine Klinik!) darf ihr ohne richterlichen Beschluss ihr Kind vorenthalten, das wäre Kindesentziehung und strafbar. Wenn sie dort die Herausgabe des Kindes verlangt und die Klinik dies verweigert, könnte Eure Tochter die Polizei zur Unterstützung holen.

So ein Vorgehen wäre natürlich sehr eskalierend. Aber vielleicht könnte man in der Klinik zumindest darauf hinweisen.

Die Klinik wird ja nicht aus Dummdeidelei auf sowas kommen. Besser wäre es doch, genau zu klären, welche Befürchtungen die Klinik hat. Und vielleicht direkt und selbstständig das Jugendamt dazu holen.
 
Danke für euere Antworten, bin sehr angetan davon.

Die Klinik begründet ihren Schritt damit das unsere Tochter nach deren Meinung noch nicht in der Lage ist das Kind selbst Ordnungsgemäß zu versorgen.

Unsere Tochter ist eben sehr langsam in Dingen die sie noch nicht kann, sie möchte keine Fehler machen ..lernt aber schnell und ist besonders Kinderlieb , sie ist einfach ein liebes nettes Wesen.

Obwohl meine Frau ja da ist die 6 Kinder richtig toll erzogen hat (wir sind stolz auf unsere Kinder) und ihr hilft und alles zeigt , geht die Klinik davon aus das meine Frau ja schließlich auch ein eigenes Leben hat und keine 24 Std. das Kind überwachen könnte, so die Sozialtante.

Das Kind selbst ist nun 1 1/2 Wochen alt und keine Frühgeburt , es hat einen kleinen Infekt der jedoch vorbei ist, dennoch wollen sie das Kind dortbehalten und boten an, meine Tochter könne ja bis zur Entlassung des Kindes in eine Mutterstation mit Selbstversorgung die vielleicht von der Krankenkasse bezuschusst werden könnte, damit sie den ganzen Tag in der Klinik das Kind versorgen könne, also baden,füttern,wickeln u.s.w.

Ich finde die ganze Sache sehr seltsam , mir passt es auch nicht das hier jeden Tag eine Hebamme vom Amt kommen soll, die Leute werden sicherlich noch dazu reden.

Was kann oder was soll ich tun ?
 
Ihr solltet jedoch auch mal selbstreflektiert drüber nachdenken, ob an den Argumenten von offenbar MEHREREN Ärzten UND einer Sozialarbeiterin nicht was dran sein können. Ohne euch sofort angegriffen zu fühlen. Sprich, was genau ist ihre Sorge, und bei was genau soll die Hebamme euch helfen? Die werden ja in mehreren Gesprächen auch mehr gesagt haben als “überfürsorglich und langsam“.

Und was genau wäre an der Familienhebamme so schlimm? Das sagst du auch nicht. Denn eigentlich soll die nur deiner Tochter dabei helfen, in ihre Rolle als Mutter hineinzuwachsen. Ist das eine so schreckliche Vorstellung?
 
Lieber Rudi,

du betonst ja andauernd wie langsam deine Tochter ist. Da stellt sich mir die Frage, wie genau du das meinst? Ist sie vom Wesen her einfach etwas verstreut manchmal, oder liegt es an einer geistigen Einschränkung?

Was sagt das KH denn genau? Ich bezweifel, dass sie euch nur sagen "Ihre Tochter ist im Kopf etwas zu lahm für ein Kind".

Da muss doch etwas mehr gekommen sein?
 
Hm, das wundert mich aber auch sehr: OK, wenn Deine Tochter vielleicht "langsam" ist- ist sie schusslig? Wirkt sie vielleicht sehr unbeholfen?- ist das dennoch kein Grund, zumal ja Großeltern im Haus sind. Habt ihr erwähnt, dass sie bei euch lebt und Deine Frau eine erfahrene Mutter ist?
DAS finde ich nämlich echt strange: Was gibt es denn für eine bessere Hilfe, als die Großmutter?
Ich wittere da ehrlich gesagt Geldmacherei! Hast Du die Möglichkeit, Dich umzuhören, ob sowas anderen Familien auch schon passiert ist? Man kann leider nicht ausschließen, dass diese Klinik mit dem JA zusammenarbeitet und man sich gerne mal kleine "Gefallen" tut.
Sobald das JA auf dem Plan steht heißt es: Ab zum Anwalt! Das würde ich Dir dringend raten: Als Laie hast Du keine Ahnung, ob die es wirklich gut meinen, oder sonst was im Sinn haben. Ich will DIr keine Angst machen, aber ich denke, alle Eltern sollten, sobald das JA im Spiel ist, oder nur erwähnt wird, zum Anwalt gehen. Der wird dem Spuk schnell ein Ende machen!
Rufe am besten HEUTE noch einen Anwalt an und frage ihn nach seiner Einschätzung.
Außerdem frage im Krankenhaus nach der genauen Begründung, warum ihr drei nicht in der Lage sein sollt, ein gesundes Baby zu versorgen...
 
Eine Familienhebamme ist eine tolle Sache und nichts vor dem man Angst haben muss. Meine Tochter hatte bei meiner großen Enkelin auch eine solche "aufgebrummt" bekommen und hat viele wertvolle Tips und Hilfen sowie sehr viel Sicherheit von dieser vermittelt bekommen. Bei meinem kleinen Enkel hat sie von sich aus wieder eine Familienhebamme beantragt, weil sie das als äußerst hilfreich empfunden hat.
Es gibt soooo viele Unsicherheiten mit so einem kleinen Würmchen und sooo viele neue Erkenntnisse, wo auch ich als Oma noch ganz andere Infos (oder auch gar keine) über den Umgang mit solchen Situationen hatte. Und auch für meine Enkelkinder ist ihr erstes Lebensjahr mit Familienhebamme einfach viel entspannter gewesen, als wenn meine Tochter keine kompetente Ansprechpartnerin gehabt hätte.
 
Selbst wenn die Tochter geistig behindert wäre, darf man das Kind nicht der Mutter einfach so entziehen und Krankenhäuser schon gar nicht. Krankenhäuser sind zum heilen und nicht zum betreuen von Kindern da!

Zudem steht in der Familie Unterstützung bereit.

Für mich sieht das ganz nach einem Fall aus, wo eine Klinik eine erwachsene junge Frau wieder zur Teenagerin degradieren will, um daraus Geld zu scheffeln.

Kaum zu glauben, aber sowas gibts. War bei mir auch so. Die wollten mich ständig in die Kinder- und Jugendpsychiatrie schicken und haben mir auch nur eine Diagnostik für Jugendliche angeboten, obwohl ich schon längst erwachsen war.
Ich konnte da Gott sei dann den Kontakt abbrechen, aber in dem Fall geht das natürlich nicht ohne das Kind.


Ich würde das Kind einfach nehmen und wenn man es mir nicht geben will, würden die so schnell die Polizei da haben, das denen hören und sehen vergehen würde. Auch die Großeltern dürfen das Kind abholen.
Und wenn die Polizei nicht käme, ich würde mit dem Kind einfach gehen und wenn ich dort das Personal verprügeln müsste, dass wäre in dem Moment für mich Notwehr.
Bei sowas hört allerlei Verständnis bei mir auf.
 
Sie wollen ihr das Kind doch überhaupt nicht entziehen? Wo liest du denn sowas?

Und wer soll bitte Geld dabei scheffeln? Die Familie zahlt doch keinen Cent für die Hebamme, ganz im Gegenteil, der Staat zahlt die (über den sozialen Träger). Die geben also nur Geld aus.
 

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