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Fahrangst/Angst Führerschein nicht zu schaffen

Jane1721

Mitglied
Hey, ich hab über dieses Thema schon einiges gelesen und YT Videos geschaut, aber nichts hat mir wirklich geholfen und keiner in meinem Umfeld versteht es.
Vielleicht ist es besser, wenn ich direktes Feedback erhalte.

Es geht um folgendes:
Ich bin eig ein umweltbewusster Mensch, wollte aber den Führerschein machen, weil ich ein Erfolgserlebnis haben wollte, um mich 'erwachsen' zu fühlen - was auch immer das heißen mag.
Ich fühle mich wie ein Versager und wollte meiner Mutter das Gegenteil beweisen, außerdem, gibt es mehr Arbeitsplätze und Möglichkeiten mit Führerschein die ich mir gerne offen lassen möchte.
Aber ich gebe zu, dass ich es nicht so sehr will, wie z. B. Zu studieren.

Nun ist es so, dass meine Mutter und ich schon Geld rein gesteckt haben und für uns ist 400-500€ viel, weil wir nie viel Geld hatte und ich habe auch schon die Theorieprüfung im letzten Jahr abgelegt.
Dann kam der Lockdown ab Dezember und ich hatte so viele und schwere Schulaufträge zu bearbeiten und hab kaum noch Schlaf bekommen oder gegessen und da hatte ich keine Zeit. Erst im Juli durften wir wieder in die Schule und ich hatte weniger zu tun, na ja bis auf die Prüfungen.

Ich habe ca schon 6 Fahrstunden genommen (3 doppelstunden).
Schon bei der 1. Stunde, obwohl ich ein wenig mit meiner Mutter trainiert hatte, hatte ich ein schlechtes Gefühl im Auto zu sitzen, weil ich weiß, dass es hier um etwas geht, es geht um Menschenleben - ein Fehler und ich bin für immer traumatisiert - ich verkrafte Fehler und Traumata ganz schlecht.

Und dieser Druck, meiner Mutter gefallen zu wollen (was ja jedes Kind will), die Geldsorgen, der Druck keinen Fehler machen zu dürfen, keine Menschen zu gefährden, und der Druck des Fahrlehrers sind zu viel für mich.

Aber ich hab schon so vieles im Leben abgebrochen und es würde mich beschämen hinzuschmeißen, außerdem hätte meine Familie dann recht und meine Glaubhaftigkeit wäre am A****. Ich weiß, dass meine Familie es mir unter die Nase reiben würde und mir Schuldgefühle machen würde.

Mein Lehrer ist zwar nett, aber auch Autoritär, womit ich nicht gut klarkomme. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht verstehe was er meint. Schon in der ersten Stunde hat er Dinge von mir verlangt und ich hab ihn nicht verstanden und so ging das 90min lang.
Aus Verzweiflung fange ich dann manchmal an zu weinen, aber ich wollte nicht, dass er schlecht von mir denkt und musste mich so zusammenreißen.
Bei der 2. Stunde war es auch scheiße. Bei der 3. Stunde gingen wir von der Innenstadt weg und dann hab ich Panik bekommen, weil wir fast auf der Autobahn waren und dann hat er gesagt, dass wir zur Tankstelle fahren und dort eine Pause machen, aber dennoch hat er es nicht kapiert.

Das komische ist, ich schwitze zwar jedes Mal vor nervösität, wenn ich in ein Auto einsteige, aber wenn ich mit meiner Mutter auf dem Übungsplatz war, bin ich meiner Meinung nach gut und weniger angespannt gefahren. Außer wenn sie mich angeschrien hat, dann verfalle ich immer in Panik.

Und ich frage mich, ob man es mir wirklich nicht ansieht, wenn ich Angst und Panik habe. Das bezweifle ich sehr oder sind die Menschen so ignorant?

Es fällt mir sehr schwer das zu kommunizieren. Ich fühle mich so unwohl. Z. B. Wollte er auch dass wir uns duzen und ich was sagt man da? Da sagt man ja nicht nein, aber es ist mir total unangenehm einen älteren Menschen den ich nicht kenne zu Duzen! Deshalb viel es mir auch schwer mit ihm zu kommunizieren.
Ich habe mich schon nach neuen Schulen umgesehen, da ich gerne eine Fahrlehrerin hätte, aber meine Stadt ist klein und die Preise haben sich bei allen so sehr erhöht, dass ich es mir nicht mehr leisten könnte.

Also seit dieser letzten Stunde habe ich so eine Angst. Ich nehme mir jeden Tag vor, ihn zu kontaktieren, tue es aber dann doch nicht und so sind schon Wochen vergangen.

Hat jemand das selbe durchgemacht bei den es ein gutes Ende genommen hat?
Habt ihr welche praktischen Tipps?
Was würdet ihr tun? Weitermachen oder abbrechen?

Bitte kein: "Dann geh zum Therapeuten" Das funktioniert nicht für mich. Und es wäre mir zu peinlich.

Würde mich unheimlich über positive Ratschläge freuen.
 

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Bumblebee*

Aktives Mitglied
Kannst du die Fahrschule wechseln? Es wäre vielleicht gut. Als ich meinen Führerschein machte, mir ging es ähnlich. Aber ein Jahr zuvor etwa verstarb mein Vater durch einen Unfall. Ich hatte sehr viel Angst und war unsicher. Mein Fahrlehrer war, entschuldige den Ausdruck, ein A****. Er war selbst durch einige Unfälle mit dem Fahrschulauto belastet. Und dann wurde er selber schon nervös, wenn man noch viele Meter vor der Kreuzung war. Das alles hat mir wenig geholfen. Heute denke ich oft, ich hatte die Fahrschule wechseln sollen. Ich habe zwar auf Anhieb bestanden, bin seitdem, 17 Jahre inzwischen, aber vielleicht gerade mal 10x gefahren. Erspare dir das, rede mit deinem Lehrer, schaue dir andere Fahrschulen an. Und versuche so oft es geht zu üben. Du packst das :) Kein Meister ist vom Himmel gefallen.
 

Jane1721

Mitglied
"Heute denke ich oft, ich hatte die Fahrschule wechseln sollen."

Danke erstmal für die Antwort. Das ist eine sehr nette Antwort und auch hilfreich.

Hab ja geschrieben, dass ich mich bei mehreren anderen Fahrschulen erkundigt habe, aber die Preise wurden erhöht. Eine normale Fahrstunde kostet jetzt 50€, bei anderen sogar 60€! Sogar bei kleinen Fahrschulen.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ich möchte ehrlich zu dir sein:

Gemäß dem, was du preisgibst wirst du scheitern.

Du machst den Führerschein nicht für dich, sondern für jemand anderes (Mutter, generell äußere Bestätigung). Und du tust dies offensichtlich entgegen innerer Überzeugungen und Ängste.

Man mag über deine Lebenseinstellung denken wie man will, aber du sagst selber, dass Autofahren nicht mit deinen Werten übereinstimmt (Umweltschutz, Verantwortung etc.).

Da du Hilfe in Form von Therapien bezüglich deinen Ängsten oder Überzeugungen auschließt, kann ich dir nur dazu raten die Reißleine zu ziehen und den Schaden gering zu halten. Ja, es ist eine hohe Summe Geld im Spiel, doch diese Summe wird höher und höher, je mehr Fahrstunden / Prüfungsversuche du brauchst. Das Gleiche gilt für den Druck. Auch dieser steigt exponentiell mit den Rückschläge (ich denke, diese Erfahrung hast du schon gemacht).

Selbst wenn du den Führerschein bestehen solltest, sind ängstliche Fahrer (mit wenig Praxis) mit einer der höchsten Risiken im Straßenverkehr und die Wahrscheinlichkeit, dass du später mal in einen Unfall verwickelt wirst, ist entsprechend hoch.

Ich sehe bei dir wenig Resilienz. Du nimmst dir vieles sehr zu Herzen, überbewertest Risiken und bist eigentlich bereits jetzt so ängstlich, dass du dich nicht mal mehr wirklich an die nächste Fahrstunde (!) traust, von Prüfung oder alleine fahren ganz zu schweigen.

Warum kommt für dich hier keine Therapie in Frage? Diese Leute unterliegen einer Schweigepflicht, peinlich muss dir da gar nichts sein...

Und warum postest du derart "peinliche" Probleme dann unter einem Real-Foto, welches man dir im Familien / Bekanntenkreis problemlos zuordnen kann, statt dich anonymisiert zu schützen? Ist dir die Reichweite dieses Forum bekannt? Weiß du, wer alles mitliest? Die Wahrscheinlichkeit, dass es mindestens einer aus deinem Bekanntenkreis kennt ist sehr hoch...

Solltest du also bei deiner konkreten Weigerung bleiben, keine professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann ich meinen obigen Ratschlag nur nochmals betonen.
 

Bumblebee*

Aktives Mitglied
Nimm es mir nicht übel, aber ich halte Die welche, die sich zu sicher sind, sich von Anfang an selbst überschätzen, nicht sicher, sondern riskant fahren und das ggf. sogar noch besoffen, weil man es ja "im Griff" hat, für deutlich gefährlicher im Verkehr. Jeder fängt mal an und ist am Anfang noch kein Profi. Daher auch vorausschauendes Fahren. Mit einem Fahrlehrer, der mit solchen Berührungsängsten vertraut ist, Geduld beweist und selber sicher ist, sehe ich da jetzt keine größere Gefährdung als bei anderen Fahranfängern.
TE, ja teuer ist der Lappen schon. Wenn du ihn nicht für dich machen willst, dann rede doch mit deiner Mutter. Es gibt viele Firmen inzwischen, für die ein Führerschein nicht mehr so wichtig ist. Da musst du am Ende für dich entscheiden. Rede mit deiner Mama und deinem Fahrlehrer und dann überlege was du machen willst. :)
 

Polarfuchs

Aktives Mitglied
Zieh es durch. Ich denke, dass es wichtig für dich ist zu sehen, dass deine Ängste unbegründet sind und du dir auch was zutrauen darfst. Erlange vllt etwas Sicherheit und Selbstvertrauen dadurch, dass du mit dem Auto von Freunden übst. Solltest du mit deinem Fahrlehrer weiterhin nicht klar kommen, such dir eventuell einen anderen.

Und auch wenn du vllt nie selbst Auto fährst, so steigert es deine Jobchancen ungemein, bzw. vllt brauchst du ihn im Job auch einfach mal
 

Jane1721

Mitglied
Ich hab ja auch schon mit ihr geredet und sie sagt dann immer :"Ist mir egal. Es ist deine Sache was du machst."

Aber wie mit den anderen Dingen, die ich wegen meiner Angst und meiner Depression nicht durchziehen konnte, wird sie mir auch das unter die Nase reiben.
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Ich würde dir auch raten, die Fahrschule zu wechseln. Es stimmt zwar, dass ein Problem wohl ist, dass du den Lappen nicht für dich machen möchtest, sondern für deine Mutter. Aber genauso ist klar, dass dein Fahrlehrer null Empathie hat. Und nur mit Druck nach dem Motto, klare Ansagen...das geht nicht. Er muss auch seine Methode hinterfragen, wenn es bei dir nichts bringt.
Eventuell, reine Vermutung von mir, würdest du dich mit einer Fahrlehrerin leichter tun. Klar, erstmal ist das teurer, aber wenn es dann dort besser klappt, ist es langfristig billiger, weil du, wenn die Cvehmie stimmt, weniger Stunden brauchst.

Kannst du die Angst nennen? Also vor was genau hast du Angst? Angst vor der Ansage des Fahrlehrers, wenn du einen Fehler machst? Angst vor der Reaktion anderer Autofahrer? Oder beides? Oder weitere Ängste?

Ich wünsche dir alles Gute und verzweifle nicht. Ich glaube nicht, dass du die Einzige bist, der es so geht.
 

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