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Exfreund totkrank und selbstmordgefährdet.

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Gast

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Seit ca. einem Monat bin ich von meinem Ex getrennt, was sehr viele Gründe hatte. Wir waren 8 Monate ein Paar.
Er hat mir nicht vertraut, mein Handy kontrolliert, mich geschlagen, gewürgt, mich betrogen und noch vieles mehr. Wenn ich die Beziehung beenden wollte, wurde er aggressiv und hat mich geschlagen, hat mich nicht gehen lassen und mich so lange eingeschüchtert bzw meine Gutmütigkeit ausgenutzt und mein Mitleid geweckt. Ich sollte erwähnen, dass er Schizophren ist und an Borderline leidet und noch vieles mehr. Er hatte eine sehr traumatische Kindheit. Mit ihm hab ich Sachen erlebt, von denen andere nicht mal zu träumen wagen.
Die Trennung war ziemlich dramatisch, er war wieder kurz davor auf mich einzuschlagen, als mein Vater heimkam und ihm Hausverbot erteilte. Ich durfte lange nicht alleine raus, da er mich immer wieder abgefangen hat.
Jetzt denkt man sich natürlich, wie kann man für so jemanden Gefühle haben, geschweige denn ihn vermissen? Ich bin ein furchtbar gutherziger Mensch, versuche immer alle glücklich zu machen und das auch bei Leuten, die mich nur ausnutzen. Ich leide sehr an dieser Eigenschaft, die er oft gnadenlos ausnutzte. Aber wir hatten auch schöne Momente und er konnte so furchtbar süß sein. Er war ein ziemliches Kind im Innern.
Jedenfalls habe ich ihn dann blockiert, wenig später schrieb er mich mit einer neuen Nummer an. Innerhalb einer Woche nach der Trennung ist seine Oma, sowie sein Onkel gestorben, an denen er sehr hing. Klar hat das mein Mitleid geweckt und ich wollte zu ihm.. Hatte aber Kontaktverbot und schrieb nur heimlich mit ihm. Wenn ich ihm nicht antwortete spamte er mich regelrecht zu, da waren 100 Nachrichten in einer Stunde schon drin. Jedenfalls schrieb er mir irgendwann, dass bei ihm der selbe Krebs festgestellt wurde wie bei seiner toten Oma, schon sehr weit fortgeschritten. Ich konnte mir das beim besten Willen nicht vorstellen, wollte es auch gar nicht. Bis sein Vater mir irgendwann schrieb dass er versucht habe sich umzubringen und nun im Krankenhaus läge. Er hat mir ein Bild von ihm geschickt, mit Glatze.. Die Chemotherapie wurde schon begonnen. Er hatte vorher sehr langes Haar. Jedenfalls hat dieses Bild mein Herz zerrissen und ich wollte ihn so schnell wie möglich besuchen. Hab ich auch getan, was wohl ein ziemlicher Fehler war. Er machte sich riesige Hoffnungen, dass wir wieder ein Paar werden würden. Als ich am nächsten Tag wieder daheim war und er mich wieder zuspamte, teilweise mit üblen Beleidigungen, habe ich ihn blockiert. Sein Vater schrieb mir ein paar Stunden später dass er nur noch 5 Monate zu leben hätte, was mich schon zum weinen bringt, wenn ich nur daran denke... Ich wurde gebeten, ihn nochmal zu besuchen, was ich aber abgelehnt hatte. Daraufhin wurde ich erneut als herzlos und kalt bezeichnet, nur vom Vater. Ich habe nun beide blockiert.

Ich weiß nicht mehr weiter. Ich kann ihn nicht besuchen, er würde sich Hoffnungen machen und ich würde vermutlich schwach werden und mich wieder auf ihn einlassen. Ich kann seinen Anblick nicht noch einmal ertragen, dieses schwache, hilflose Häufchen Elend. Er tut mir so furchtbar leid und ich vermisse ihn so sehr.. Aber irgendwo hasse ich ihn auch für das, was er mir angetan hat. Er ist erst 17 und muss schon sterben.. Das tut sehr weh.

Zu meiner Person, ich bin 16 Jahre alt und ein Transmann. Ich bin eher schwächlich gebaut und konnte mich nie wirklich wiedersetzen, wenn er wütend wurde.

Was soll ich jetzt tun? Mein Herz sagt mir, dass ich zu ihm soll bevor er nie mehr wieder kommt, aber mein Kopf sagt nein.. Ich bin so verzweifelt...
 

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Gast

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"Er hat mir nicht vertraut, mein Handy kontrolliert, mich geschlagen, gewürgt, mich betrogen und noch vieles mehr. Wenn ich die Beziehung beenden wollte, wurde er aggressiv und hat mich geschlagen,"

Dann solltest du dich freuen, ihn loszusein. Egal, ob er krank ist oder nicht.
DU kannst ihn nicht heilen. Und es ist nicht dein Job, zu springen, wenn er oder sein Vater pfeifen.
Sooo sterbenskrank ist er übrigens nicht, wenn er dich nach wie vor zuspamt und beleidigt.
Sei froh, dass du da raus bist.
 

Möpp Mööp

Mitglied
Hallo du :blume:

Ich kann mir vorstellen, dass es dir jetzt nicht gut geht und ich fühle mit dir.

Er ist krank und wird sehr wahrscheinlich sterben. Das ist traurig und nicht seine Schuld, auch die Reaktion des Vaters, der angst hat und vermutlich nichts von den Taten seines Sohnes weiß, ist verständlich, aber ich kann dir nur abraten, ihn weiterhin zu besuchen. Er tut dir nicht gut und du tust dir nur selber weh damit. Du redest dir die Zeit mit ihm nur schön. Er ist krank, sowohl körperlich als auch geistig. Er tut dir weh und erpresst dich emotional. Ein guter Freund oder Partner tut so etwas nicht und du musst dafür auch kein Verständnis haben.

Ich möchte dir raten, selber eine Therapie in Erwägung zu ziehen. Sich dermaßen von einem so kranken Menschen einlullen und benutzen zu lassen, ist definitiv nicht gesund und ich glaube, dass auch du Hilfe brauchst, um von ihm los zu kommen und nicht mehr von ähnlich gepolten Menschen angezogen zu werden.

Besorg dir bitte auch eine neue Nummer.
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
@ weidebirke

war das jetzt eine Vermutung das hierw as nicht stimmt ? Ist das nicht ein Verstoß gegen die Forenregel ?

@ TE

das ist natürlich sehr traurig , grade hat man einen Menschen noch als gesund und putzmunter in Erinnerung und dann zack , sieht man ein Häufchen Elend vor sich .

Einem Bruder meines Bekannten ging es ähnlich , bei ihm , ich muß dazu sagen, er ging eigentlich nie zum Arzt, wurde ein bösartiger Hirntumor festgestellt als ihn seine Frau ins Krankenhaus einliefern ließ nachdem er Zuhause zusammengebrochen war .

Die Ärzte konnten den Tumor nicht operieren, also Chemotherapie mit einer Erfolgsaussicht von nahezu Null Prozent , weil der Tumor gestreut hatte .

Ich hatte zu deisem Menschen nie ein gutes Verhältnis und er hatte sich den einen oder anderen heftigen Patzer auf seine Kappe zu schreiben , ich habe ihn nicht alleine besucht , sonst wäre ich sicher nicht so ruhig geblieben, sondern ihn mit seinem Bruder zusammen besucht , was soll ich Dir sagen , fünf Monate später verstarb er und ich habe ihn nach zwei Monaten kaum wiedererkannt. Er hat sich aber bei mir entschuldigt . Das hat ihm glaube ich gut getan .

Vielleicht solltest Du nicht alleine dahin gehen.
 
G

Gast

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Das alles muß Dich sehr mitgenommen haben, von daher würde ich es nicht so sehen, daß es "sich erledigt" hat. Du hast während der Beziehung sehr gelitten, und Du hast danach weiter gelitten. Ich kann Dir nur raten, Dir für die Bewältigung dieser ganzen Geschichte Hilfe zu holen.
 

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