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essstörung mit übergewicht - erfahrungsaustausch

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zitronenfalterin

Gast
Hallo liebe Leute!

ich dachte, ich eröffne mal einen thread, wo man erfahrungen austauschen und ich helfen und mutmachen kann. ich persönlich habe die erfahrung gemacht, dass zwar bulimie und magersucht allgemein anerkannt sind und es (zum glück) viele selbsthilfegruppen und therapiemöglichkeiten gibt, jedoch nicht für esstörungen, die übergewicht verursachen.

es wird einem so oft gesagt "ess doch einfach weniger", das ist ungefähr so effektiv wie einem alkoholiker zu sagen "trink doch einfach nichtmehr".
ich habe die essstörung seit meinem ca. 8. lebensjahr. was der auslöser ist, weis ich nicht. jedenfalls habe ich depressionen und in diesen phasen nehme ich dann auch mal locker 20 kg zu. in den guten phasen nehme ich die dann wieder ab. wie meine haut aussieht kann man sich ja vorstellen :(. nun habe ich mal wieder meine 20 kg mehr auf den hüften und mittlerweile habe ich diabetes und bluthochdruck. den diabetes bekäme ich nach einer schulung allein mit einer ernährungsumstellung in den griff. ist für mich auch garkein problem- bis die nächste fressattacke kommt. zum glück geht meine therapeutensuche gut voran, die erste probesitzung war sehr positiv.
man kommt aleine einfach aus diesem kreislauf nicht raus - man ist depressiv, nimmt dadurch zu, was einen wieder depressiv macht...

ich rate allen, die ähnliche probleme haben: lasst euch nicht einreden, ihr könntet einfach so aufhören zu essen oder ihr wärt zu doof zum abnehmen. diese essstörung hat genauso ein recht auf anerkennung wie alle anderen psychischen störungen auch. gebt euch nicht auf, es gibt einen weg da raus!

ich würde mich freuen, wenn hier noch einige andere ihre erfahrungen schildern bzw, zu dem thema stellung nehmen!

liebe grüße, falterin:)
 

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Dr. House

Gast
Ich lehne es kategorisch ab, dass man "dick sein", neuerdings als Störung oder Krankheit ansieht. Denn das ist es in den aller meisten Fällen eben nicht.

Der Rat "Iss einfach weniger", mag banal klingen, ist aber genau das, was korrekt ist.

Lasst mich nachdenken.....
Bis zum 16 Lebensjahr war ich übergewichtig. Dann hat es auf einmal "klick" gemacht und ich habe mit einer Radikaldiät und massivem Sport, gut 40 - 50 Kilo abgenommen. Mein Gewicht hab ich dann ungefähr 1 Jahr gehalten, bis es dann langsam wieder hoch hing. Auf deutsch: Ich hab wie ein Scheunendrescher gefressen.

Dann - bei 115 Kilo - hat es zweites mal "klick" gemacht und hab mit dem selben Rezept wie vorher, wieder abgenommen und zwar bis auf 85 Kilo.

Das gleiche Spiel wie vorher: ca. 1 Jahr gehalten, und dann stetig wieder zugelegt.

Jetzt im Januar hab ich 110 Kilo gewogen und es hat "klick" gemacht, aber irgendwie nur halbherzig. Hab bis jetzt 5 Kilo abgenommen, mach aber keinen Sport und esse gelegentlich wieder so wie vorher.

Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber ich "spüre" irgendwie, dass es bald wieder richtig "klick" machen wird und ich wieder in eine Phase des Abnehmens tauchen werde.

Worauf ich hinaus will ist, dass man mit Willenskraft, auch abnehmen kann.
Es ist keine Krankheit.

Zur Ergänzung: Glücklicherweise hab ich immer Sport gemacht und bin auch relativ jung. Von daher hab ich die berühmten Hautlappen nicht.
 
Z

zitronenfalterin

Gast
klar kann man mit willenskraft abnehmen, aber nur wenn man nicht krank ist.

warum ist denn deiner meinung nach magersucht eine krakheit und meine essstörung nicht? die könnten ja dann doch auch einfach mehr essen.

ich habe ja nicht gesagt, dass jeder der dick ist eine esstörung hat. aber es gibt viel zu viele deren essstörung nicht entdeckt wird, weil diese esstörung nicht anerkannt wird. ich finde es traurig wenn in einem hilfe-forum ein gutgemeinter beitrag als nonsense hingestellt wird und man die kranken noch kränker macht. genau soche beiträge tragen dazu bei, dass man sich selbst einredet, man sei nicht krank.
 
D

Dr. House

Gast
Weil Magersucht auch viel, sehr viel, mit Psychologie zu tun.
Magersüchtige haben ein gestörtes Verhältnis zum Körper. Sie betrachten sich als objektiv zu dick.

Bei Dicken ist das nicht so. Ich kenne keinen Dicken, der nicht wirklich weiß, dass er zu dick ist. Die wirklich aller meisten haben noch ein Gespür für ihren Körper.

Magersüchtige haben dieses Gespür nicht. Sie glauben tatsächlich, dass sie zu dick sind. Ich allerdings kenne keinen Dicken, der glaubt, dass er zu dünn ist.

Übrigens ist es egal, ob man sein Anliegen in einem Hilfe Forum darlegt.
Ich halte die Einstellung für falsch, weil ich es selbst an mir oft genug gesehen habe. Wenn man wirklich will, dann schafft man es auch.

Wenn man sich allerdings denkt "Och, heute eine Tafel Schokolade, dafür faste ich morgen doppelt so hart", oder das berühmte "Mist, ich mach grad eine Diät und hab trotzdem genascht..... Jetzt ist eh alles egal und ich kann auch richtig fressen", dann wird nix draus mit dem abnehmen.
 
Z

zitronenfalterin

Gast
Weil Magersucht auch viel, sehr viel, mit Psychologie zu tun
essucht auch!

Wenn man sich allerdings denkt "Och, heute eine Tafel Schokolade, dafür faste ich morgen doppelt so hart", oder das berühmte "Mist, ich mach grad eine Diät und hab trotzdem genascht..... Jetzt ist eh alles egal und ich kann auch richtig fressen", dann wird nix draus mit dem abnehmen.
so ist es ja bei esssüchtigen auch nicht! sie essen und haben keine kontrolle darüber. sie wissen nicht essen zu dürfen und tun es trotzdem, wie bei jeder anderen sucht auch!
 
C

Catherine

Gast
Hallo Zitronenfalterin,

lass Dich von Dr. House nicht ärgern - so isser halt ;) Er meints auch net böse - glaub ich wenigstens :rolleyes:

Was bedeutet eigentlich "Krankheit"?
Bei der Magersucht z.B. - was ist das krankhafte daran? Das verzerrte Selbstbild? Das Nichtessen-Können? Der ausgezehrte Körper? Die Folgeerkrankungen?

Dann kann man schaun was bei Dir -bei mir auch- "krankhaft" ist.

Eigentlich war ich immer "gertenschlank" bis zeitweise dünn. Dicke Menschen konnte ich nicht verstehen, wie auch?

Dann vor ca 10 Jahren fing das Zunehmen an und heute hab ich locker 25kg zu viel. Es belastet mich, aber abzunehmen schaffe ich nicht. Bin Stressfresserin.

Sorry, kann momentan nicht weiterschreiben - meine Tastatur spinnt. Bis später
 
D

Dr. House

Gast
Warum können denn Dicke nicht mit dem essen aufhören?!
Auch wenn essen eine Sucht ist, bedarf wie bei jedem kleinen Straßenjunkie, zuerst der Wille, damit aufzuhören!

Und wo bliebt der Wille?
Das ist ja das perfide daran, dick sein als Krankheit zu bezeichnen: Es entlässt die Dicken aus der Verantwortung. Eine Krankheit kann man mit Willen nicht heilen. Oder hast du mal eine Aidskranken gesehen, der mit reiner Willenskraft Aids besiegt hat?

Man gibt ihnen die bequeme Illusion, dass sie nichts unternehmen können und das ist falsch!!!
 
L

lumiere_de_ciel

Gast
Also ich habe auch einige Kilo zu viel auf den Rippen und habe seit dem Spätsommer irgendwas zwischen 10 und 20 Kilo zugelegt, ich weiß es nicht genau, weil ich keinen Bock mehr habe mich auf die Waage zu stellen.
Der Rat "Iss einfach weniger", mag banal klingen, ist aber genau das, was korrekt ist.
Wenn es bei mir nach dem gehen würde, wäre ich schlank wie eine Tanne, denn ich esse wirklich nicht viel und versuche mich so ausgewogen wie möglich zu ernähren.
Sprich 5 kleine Mahlzeiten, viel Obst, viel Gemüse wenig Fett.
Klar ab und an auch mal was süßes, aber in einem Rahmen, dass es nicht zu Übergewicht führt und selbst wenn ich das weggelassen habe, habe ich zugenommen.

Bei manchen Menschen ist das dick sein eine Begleiterscheinung einer Krankheit.
Von daher ist es da auch nicht mit Willenskraft getan.
Ich hab auch schon oft genug zu hören bekommen, dass ich mich gesünder ernähren soll, aber was soll ich denn bitte noch anders machen?
Bei mir liegt es z.B. an einer Erkrankung.

Ich finde schon, dass es auch irgendwie eine Krankheit ist und auch behandelt werden sollte.
Die magersüchtigen Menschen werden ja auch behandelt.
Da ist es ja auch nicht damit getan ihnen einen Teller mit einer Kalorienhaltigen Mahrlzeit hinzustellen und zu sagen so jetzt ess.
Genau so ist es bei den Menschen die dick sind, es ist nicht damit getan ihnen einfach das Essen wegzunehmen.
Die, bei denen eine Essstörung vorliegt, gehören genau so therapiert wie die Magersüchtigen, denn die einen Essen eben aus Kummer und die anderen Hungern aus Kummer.
 
D

Dr. House

Gast
Und wie soll dann die angebliche Krankheit behandelt werden?
Mit Therapie? Was lernt man dann? Dort wird einem doch nur vor Augen geführt, was man eigentlich schon längst weiß: Man isst wenn man gestresst ist, sich einsam fühlt, um Frust abzubauen usw.

Sublimierung. Essen als Ersatzbefriedigung.
Aber das wissen doch alle Dicken schon längst.....

Ich geb ja gerne zu, dass manche Menschen vielleicht eine Veranlagung haben, schneller dick zu werden, als andere.
Mein Bruder kann so viel essen, wie er will und wird niemals dick werden. Er macht übrigens auch kein Sport.

Ich dagegen würde zulegen, wenn ich nur ein 30 Prozent von dem esse, was er täglich ist. Der Punkt ist aber, dass solche Veranlagungen keine Entschuldigungen sind.

Dann muss man eben mehr auf die Ernährung achten, etwas mehr Sport machen usw.
 

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