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Es musste einfach mal raus...

Rici

Mitglied
Ich musste es einfach mal loswerden...

Ich weiß der Text ist lang. Aber es ist mir wichtig dass ihr es lest. Bitte! Meine Leben im Moment.

Ich bin er schöpft. Es ist fast 3 Uhr morgens und ich habe keine Lust zu schlafen. So aufgewühlt bin ich. Der ganze Frust hat im Sommer angefangen. Wir waren in Kroatien im Urlaub und haben ein Katzenbaby gefunden. Das haben wir dann nach Deutschland geschmuggelt und wollten es hier aufziehen. Sie bekam den Namen Donnatella. Sie hatte Würmer und Parasiten. Ich kümmerte mich täglich um sie und schlief sogar nachts im Wohnzimmer um bei ihr zu sein. Ihr zustand verbesserte sich und am nächsten tag verschlimmerte er sich wieder. Ich hatte Angst. Es war sogar so schlimm, dass sie um Katzenklo umgekippt ist. Meine Mutter und ich haben sie immer wieder auf die Beine gestellt aber es hat nichts mehr gebracht. Ich habe gebetet und gebetet und geweint. Dann hat sie sich in den Garten geschleppt und ist immer wieder umgekippt. Bis sie dann irgendwann unter einem Busch lag. Meine Mutter sagte Katzen sterben immer im Dunkeln und am liebsten draußen. Die fliegen kamen schon. Wir haben sie dann in eine Kiste gelegt und ein netz drüber gespannt damit die fliegen meinen schatz in ruhe lassen. Und weil es anfing zu regnen noch einen schirm aufgespannt. Ich hab mich vor die Kiste gesetzt und ihr beim sterben zu gesehen. Ich habe nur geweint. Sie hat sich richtig gequält und es war schwer mit anzusehen. Dann wurde sie begraben und ich habe noch lange da gesessen und geweint. Noch tage später. Auch jetzt rollen die tränen über meine Wangen.
Dann ist jetzt vor kurzem mein kleiner bester Freund Nico gestorben. Es hat angefangen vor 2 Jahren bei der WM oder EM ich weiß nicht mehr genau. Da kam die Diagnose: Hirntumor, Inoperabel. Das war schon krass. Er war der wundervollste Junge den ich kannte. Er hat nie aufgehört zu lächeln und sich auch richtig auf den Himmel gefreut. Er wusste dass er nicht ewig leben würde aber er hatte trotzdem Freude am Leben. Ich weiß nicht warum aber er war ein echtes Vorbild für mich weil er einfach nie aufgehört hat zu hoffen und zu kämpfen… Es war immer so ein auf und ab. Da war der Tumor mal kleiner und dann wieder größer. Doch dann ruft mich auf einmal meine Freundin die Schwester von Nico an und sagt mir dass er jetzt im Himmel ist. Ich konnte im ersten Moment nicht atmen. Dann hab ich aufgelegt und die Tränen kamen. Ich konnte nichts mehr tun. Meine Mutter wollte mich trösten aber ich wollte alleine sein. An dem Wochenende kam eine Freundin von mir über Sylvester zu mir. Sie wollte die ganze zeit über Nicos Tod reden aber ich wollte nicht. Ich war zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich hab das Soßenglas fallen gelassen und bei REWE die Bionade. Ich konnte nicht mehr klar denken. Ich hätte mich am liebsten nur noch betrunken und in eine ecke gesetzt und geweint.
Dann begann eine Zeit wo mein Papa angefangen hat zu spinnen. Und es ist immer noch so. er rastet total schnell aus knallt Türen, schreit meine Mutter an und beleidigt sie. Auch mir gegenüber verhält er sich nicht fair. Wenn er meine Mutter beleidigt schreie ich ihn manchmal an und sag ihm wie asozial er sich benimmt aber es bringt nichts. Aber ich merke dass mich das innerlich total kaputt macht wenn er so mit uns umgeht. Heute am 22.03 hat er Geburtstag. Aber wir werden ihn nicht feiern ihm ist es egal. Meine Mutter und ich haben uns viel mühe gemacht wegen dem Geschenk und dem Kuchen. Aber als er gestern wieder so scheiße drauf war, hab ich gesagt dass ich nichts mehr für seinen Geburtstag mache. Ihm ist es egal und dafür mach ich mir keine mühe wenn ich dann riskieren muss dass er sein Geschenk kaputt macht oder den Kuchen wegschmeißt für wenn ich mich 2 stunden in die Küche gestellt habe. Nein das mach ich nicht! Das Problem ist: Er arbeitet im Moment sehr viel und will jedem helfen macht bei einem musical mit und hat mehrere Wochenenden Leuten beim Umzug geholfen. Aber für seine Familie hat er keine zeit mehr. Das kann es nicht sein.
Seit dieser Zeit hab ich mich viel mehr zurückgezogen. Ich bin viel alleine im meinem Zimmer höre Musik oder weine. Und ich bin viel sensibler geworden ich weine viel in letzter zeit was ich früher nie gemacht habe. Meine Freunde interessiert das nicht. Sie hören sich das vielleicht mal an und dann ist auch gut. Sie sind auch gar nicht immer für mich da. Eine Freundin ist immer für mich da sie hat mich auch nachts unterstützt als ich wegen Nico so geweint habe. Aber sie wohnt weit weg und ich habe sie lange nicht mehr gesehen. Und ich bin so ein Mensch ich fresse alles in mich hinein. Ich sitze heulend in meinem Zimmer und niemand kriegt es mit. Ich rede da nicht drüber. Auch als ich bei dem Grab von Nico war. Ich musste da alleine hingehen mit meinen Eltern ging das nicht. Wenn ich mit anderen zusammen bin kann ich nicht weinen. Ich habe so eine Körperbeherrschung dass ich nicht weine kann wenn andere dabei sind. Deshalb bin ich gerne alleine. Dann kann ich meine Gefühle am besten ausdrücken.

Ich weiß nicht ob ihr mir helfen könnt, aber ich musste das einfach mal rauslassen, weil mich das alles immer wieder einholt.
 
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Schlaflied

Mitglied
Hi Rici,

Das höhrt sich voll traurig an. Vlt. gehts dir besser wenn du mit einer guten Freundinnd darüber sprichst auch wenn du deine Gefühle bei ihr nicht so zum Ausdruck bringen kannst...helfen könnte es trotzdem :)
Ich wünsche dir alles gute..

Gruß Nikki
 

brandonf.

Aktives Mitglied
Bezüglich des Katzenbabys ist es schon eine ganz große Unverschämtheit das man anscheinend keinen Tierarzt aufgesucht hat. ( das entnehme ich dem Beitrag)
Meines Erachtens gibt es eigentlich fast nichts, was man mit einem Tierarztbesuch nicht wieder hinkriegen kann, insbesondere wenn es um Parasiten, Würmer usw. geht.
Übrigens dann auch toll das Tier einfach qualvoll sterben zu lassen, anstatt es wenn es überhaupt hätte sein müssen durch Einschläfern zu erlösen.
Saubere Leistung. Wegen so etwas würde ich mich dann auch schlecht fühlen.
 

Rici

Mitglied
Brandof: Meine Mutter ist Tierheilpraktikerin und sie hat alles dafür getan um ihr zu helfen. es hätte nichts mehr genützt wir haben bis zur letzten minute um ihr leben gekämpft. aber irgendwann hat sie das essen verweigert. glaub mir wir haben alles versucht. der tierarzt hätte sie auch nicht heilen können.
 

brandonf.

Aktives Mitglied
Brandof: Meine Mutter ist Tierheilpraktikerin und sie hat alles dafür getan um ihr zu helfen. es hätte nichts mehr genützt wir haben bis zur letzten minute um ihr leben gekämpft. aber irgendwann hat sie das essen verweigert. glaub mir wir haben alles versucht. der tierarzt hätte sie auch nicht heilen können.
Nun, dann tut es mir leid, dass ich überreagiert habe. Ich hatte deinen Beitrag auch nur bis zum Tod des Katzenbabys gelesen und beim weiterlesen festgestellt, dass ich mit meiner Antwort übertrieben habe. Und dann muss ich feststellen, dass ich eine Vierzehnjährige angegriffen habe, die gerade wirklich in einer schlimmen Situation steckt. Also Entschuldigung dafür und
alles Gute noch für dich.
 

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