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Es ist kompliziert...oder doch nicht?

Paxit

Aktives Mitglied
Liebes Forum,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Und ich weiß auch nicht ob das hier überhaupt noch einen Sinn macht… . Es ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen und ziemlich komplex. Aber ich versuche es mal. Ich hoffe ihr habt Zeit und Lust sie zu lesen. Es wird lang.

Aber zuerst ein paar Details zu mir und meiner (Ex-) Partnerin, mit der ich 7 Jahre zusammen war.

Ich (31):
  • Habe ADS, introvertiert
  • Etwas chaotisch, verpeilt, liebenswert, sehr Werteorientiert
  • Erste Beziehung
  • Depressiv seit der Jugend
  • Etwas unsicherer Mensch, gutherzig,
  • Habe lange nach meinem Weg gesucht, jetzt arbeite ich als Erzieher in einer Kita und denke, dass es das Richtige ist, wenn auch nicht immer leicht.

Meine (Ex-) Partnerin (31):

  • Mischung aus intro & extrovertiert
  • sehr unsicherer Mensch, gutherzig, sehr perfektionistisch wenn es um sich geht
  • Zweite Beziehung, davor nach 7 Jahren betrogen worden und direkt mit mir zusammen gekommen
  • Ebenfalls depressiv seit langer Zeit
  • Hat / sucht seit Ewigkeiten nach ihrem Weg, arbeitet jetzt seit kurzem wieder als Erzieherin
Wie gesagt, vor 7 Jahren hat alles angefangen. Ich habe sie online kennengelernt und war laut ihren Worten, ihr Retter. Nachdem ihre erste Beziehung in die Brüche gegangen war und sie am Boden war.

Sie hing total in der Luft und wusste nicht wohin mit sich, wohnte auch mehrere Hundert Kilometer entfernt und wir kamen uns mit jedem Chat näher, bis wir uns trafen, sie bei meinen Eltern und mir lebte und schlussendlich irgendwann dann auch ganz einzog.

Ihre neue berufliche Perspektive war es Erzieherin zu werden, das gefiel ihr zumindest früher schon in einem Praktikum. Doch damit fingen auch die Probleme in unserer Beziehung an.
Damit sie Erzieherin werden konnte brauchte sie eine Art Vorerfahrung, hat also erste eine Ausbildung über 2 Jahre zum Sozialassistenten gemacht. In dem Zeitraum würde ich sagen lief es noch gut in der Beziehung, sie schloss die Ausbildung auch sehr gut ab und startete dann die Erzieherausbildung 2017. Zu dem Zeitpunkt waren wir rund 3 Jahre zusammen.

Doch gefühlt ging es von da an oft auf und ab. Wie schon oben erwähnt, ist sie ein sehr perfektionistischer Mensch wenn es um sich selbst geht, setzt sich dementsprechend auch unter Druck - sie war unter anderem auch eine der besten ihres Jahrgangs. Die Ausbildung war für sie die reinste Hölle, wollte sie auch oft abbrechen und sich wieder neu orientieren. Sie hat ständig gesagt das sie es nicht mehr kann und wirklich darunter gelitten. Sie veränderte sich in der Zeit sehr stark. Wurde immer instabiler, extremst gereizt, es kam auch zu Handgreiflichkeiten ihrerseits. Ich habe vieles abbekommen, aber durchgehalten - ich habe an uns und unsere Beziehung, unsere Liebe immer geglaubt und tue es heute noch...Doch hat dies natürlich auch irgendwo seine Spuren hinterlassen. Auch wenn ich ihr und mir immer vor Augen halte, dass es eine besondere Situation war in der sie sich befand.

Ich habe sie versucht immer zu unterstützen, immer aufgefangen, versucht sie zu trösten. Sie blockte ziemlich oft ab. Ich fühlte mich oft hilflos. Ich wollte ihr helfen. Doch ich konnte nicht. Ich, ich mit meinen eigenen ganzen Problemen. Wobei ich denke ich noch um einiges gefestigter und sicherer als sie bin/war.

Das was mich immer aufgefangen hat und “zu ihr” zurück geführt hat, waren unter anderem die Urlaube mit ihr. Auch wenn es den ein oder anderen gab, bei dem sie den Stress mitnahm. Es gab trotzdem sehr schöne Momente dort.

Schlussendlich schloss sie die Ausbildung mit sehr guten Noten letztes Jahr ab. Fand auch eine Stelle, welche aber der totale Reinfall war und ihr, sowie unserer Beziehung noch mehr schadete. Und das, direkt nach ihrem Anerkennungsjahr, was ebenfalls nicht so einfach war. Es ging so weit, dass sie sich nach rund drei Monaten krank schreiben ließ. Die Stelle wurde dann natürlich irgendwann gekündigt.
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Jetzt kommt der spannende, schmerzhafte und extremst verstrickte Teil der Geschichte. Es war Winter 2019, wir wohnten seit 2017 in unserer eigenen Wohnung.
Unsere Beziehung plätscherte zuvor schon etwas vor sich hin, es gab ziemlich häufig Ausflüge die nicht zufriedenstellend waren, sie war ständig gestresst, ständig von den Gedanken begleitet: “Was soll ich tun, was mache ich jetzt, ich kann nicht mehr” .
Ich versuchte ihr soweit ich es konnte immer zu helfen… Anscheinend war es nicht genug oder nicht die Hilfe die sie brauchte. Ich war häufig überfordert.

Sie hatte schon vor mir immer Kontakt zu einem “Zocker”-Freund. Nie romantisch. Er stand aber schon immer irgendwie auf sie. Hat die Büchse der Pandora aber nie geöffnet. Bis er ihr vorletztes Jahr ihre Gefühle beichtete. Sie kommunizierte dies auch direkt mit mir, was ich sehr stark von ihr fand. Doch ich Idiot habe mich zu sicher gefühlt. Ich hatte einfach Scheuklappen vor den Augen…

Anfang 2020 ging sie dann in eine Klinik um ihre Depressionen zu bekämpfen...der Aufenthalt dauerte aber nicht lange an, ich meine es waren vier Wochen. Ihr Vater wurde in dem Zeitraum ein Pflegefall und Corona kam. Sie musste den Aufenthalt dann abbrechen und ich habe sie nur ein einziges Mal besucht. Wobei zu sagen ist, dass die Klinik rund vier Stunden von mir entfernt ist. Ich habe sie im Stich gelassen...

...und ein anderer hat die Chance ergriffen. Ihr Zocker-Freund war zu der schweren Zeit anscheinend mehr für sie da. Sie hat seine Gefühle zu Beginn nicht erwidert und auch häufigere Annäherungsversuche blockiert. Ist dann irgendwann aber doch schwach geworden und wollte anscheinend wieder einen Wandel in ihrem Leben. Zumindest glaubte sie zu dem Zeitpunkt, dass es das richtige wäre.

Nach und nach wurde ihre Beziehung mehr oder weniger hinter meinem Rücken ausgebaut. Sie war schon vorher öfter bei ihm bzw. gemeinsamen Zocker-Freunden. Ich konnte ihr auch schlecht den Kontakt verbieten. Die Freundschaft existierte ja auch schon vor mir. Doch ich wurde immer misstrauischer und eifersüchtiger. 2020 in unserem Italienurlaub nahm ich ihr Handy und las ihren Chatverlauf mit ihm. Ich kann mich nicht mehr ganz daran erinnern was drin stand. Aber es war ziemlich eindeutig.

Schon vorher “entfernte” sie sich langsam aber sicher auch immer weiter von mir. Weniger Küsse, weniger Sex, weniger Umarmungen. Wobei wir eigentlich beide Menschen sind die nicht ohne können. Ich habe das auch gemerkt, doch ich kam nicht mehr an sie ran, schon nach dem Klinikaufenthalt Anfang 2020 nicht. Sie blockte immer häufiger ab. Was mich sehr belastete und verletzte.

Doch sie befand sich zwischen zwei Stühlen, war ständig hin und her gerissen, versuchte jedem gerecht zu werden. Es tat ihr alles extremst Leid. Was ich ihr auch abkaufe. Sie suchte das, was ich ihr nicht geben konnte oder gab, weil ich vermutlich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war. Sicherheit, Aufmerksamkeit, Anerkennung.

Ich verstehe es irgendwo. Aber wieso nicht bei mir? Ich brauchte es genauso wie sie. Dazu ist zu sagen, was auch sehr wichtig in der Sache ist, dass wir uns Beide noch lieben und immer geliebt haben. Wir wollen einander nie verlieren, wir stehen uns trotz all dem sehr sehr nahe. Ich bitte euch daher auch bezogen auf sie Gnade walten zu lassen.

Klar gab es dann auch Stress dadurch. Wir blieben dann aber auch vorerst zusammen. Bis sich im Februar 2021 die Lage dann zuspitzte. Sie konnte & wollte nicht mehr uns beiden Kerlen gerecht werden, war hin und her gerissen und entschied sich zu ihm zu ziehen.

Doch auch dort “drüben” rund 150km entfernt bei ihrem Zocker-Freund, welcher noch zu Hause wohnte und studierte lief es nicht immer wie geschmiert. Sie war sich unsicher, wusste nicht ob es wirklich das richtige war, was sie getan hat. Bereute es auch immer wieder mal. Vor allem weil er zu dem Zeitpunkt noch bei seiner Familie wohnte und das Familienleben natürlich auch Probleme mit sich brachte. Zudem störte sie sich dann doch an Kleinigkeiten von ihm... . Ich weiss auch nicht ob ihre Gefühle genauso groß für ihn sind, als für mich. Hatte ich zumindest nie das Gefühl. Sie sagte einmal, dass “Liebe wächst”... .

Spätestens zu dem Zeitpunkt gingen bei mir endgültig alle meine Alarmglocken an und ich entwickelte so viel Energie, wie ich noch nie hatte. Traurig das man immer erst am Abgrund stehen muss, damit sowas passiert. Ich habe mich seitdem total auf sie / mich fokussiert. Ganz weg war sie noch nicht für mich...da wir zwei Kater haben, die wir sehr sehr lieben und bei mir wohnen, und natürlich uns nicht verlieren wollen.

Ich plane regelmäßig Ausflüge, schrieb ihr dort drüben sehr oft, schickte Fotos hin und her und treffen uns regelmäßig am WE. (wovon er zum Großteil wusste - er weiss über nahezu alles was noch zwischen uns ist bescheid. Und er würde sie auch “gehen” lassen, wenn sie wollen würde).

Die Beziehung zwischen uns wurde wieder stabiler, und sie viel viel lockerer und fröhlicher. Sie lachte wieder mehr, war entspannter. Es erinnerte mich alles so sehr an unsere Anfangszeit. Als ob ich mich noch einmal in sie verliebte. Brauchte unsere Beziehung einfach nur eine Pause? Brauchte "sie" eine Pause von allem um sich zu regenerieren? ( Zu dem Zeitpunkt war sie noch immer krankgeschrieben).

Ich wollte um sie kämpfen. Sie ist für mich das wichtigste in meinem Leben und ich kann mir heute meine ganze Zukunft mit ihr vorstellen…Warum wurde mir das alles so spät “so” bewusst… klar, etwas vorstellen konnte ich mir schon immer. Wir haben natürlich auch über Kinder etc. öfters gesprochen… aber “so” vorstellen… .

Auch ich habe mich versucht zu ändern wo ich nur konnte, natürlich ohne mein Gesicht zu verlieren.
 

Paxit

Aktives Mitglied
Zur Zeit ist es ein hin und her. Derzeit wohnt sie ca. 3 ½ Std. entfernt von mir, da die Beiden vor kurzem in eine eigene Wohnung an seinem Uni Standort gezogen sind. Wo sie zuerst auch nicht wirklich hin ziehen wollte, da es wieder Veränderung und Stress bedeutet. Es gibt sogar Tage, da fahre ich sieben Stunden täglich, nur um sie zu sehen. Sie kommt wenn sie es einrichten kann am Wochenende vorbei.

Vor kurzem hat sie wieder angefangen zu arbeiten, in Teilzeit. Was mich immer fertiger macht. Weil es ein “zurückkommen” immer unwahrscheinlicher macht. Die Stelle, gefällt ihr diesmal auch ziemlich gut. Im Gegensatz zu ihrer ersten sehr schlechten Erfahrung. Klar, gönne ich es ihr irgendwo. Es gibt ihr halt Sicherheit etc. doch warum keine Stelle bei mir? Wozu zu sagen, ist, dass sie die Stelle eher aus Glück bekommen hat. Da sie zum Zeitpunkt der Stellenausschreibung in einer Therapie war und Bewerbungstraining ein Teil dieser gewesen ist. Sprich es sollte nur ein Testlauf werden...

Klar ist mir bewusst dass das ewig nicht so weitergehen kann. Es ist extremst belastend für alle Seiten. Vor allem für mich. Doch wie sagt man so schön… “Die Hoffnung stirbt zuletzt”...oder man selbst...haha.

Ihr denkt euch bestimmt auch...ist es das Wert...die haben doch eine Vollmeise. Ganz ehrlich, ich denke schon. Wir wollen uns nicht verlieren...nie. Doch das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Liebe so stark meinerseits ist. Ich denke ich würde es nicht aushalten mich mit ihr zu treffen sofern sie mit ihm zusammen wäre. Ich will sie immer noch...und sie hat mich auch nicht ganz abgeschrieben…

Ihr denkt jetzt bestimmt… da muss ein klarer Schnitt her. Den habe ich gestern versucht. Es waren die schlimmsten vier Stunden meines Lebens. Ich habe sie nach einer kurzen Verabschiedung auf allen Kanälen blockiert. Ich weiss, es klingt total lächerlich und erbärmlich...der Kerl hat nur vier Stunden ausgehalten… doch alleine der “bewusste” Gedanke in den vier Stunden, dass ich sie nie mehr sehen werde, hat mich einfach nur fertig gemacht. Ja, wir sind irgendwo emotional abhängig voneinander.

Naja, ich hoffe ich habe nichts vergessen und ich habe euch gewarnt. Es ist lang geworden. Hoffentlich blickt ihr hier noch durch und habt einen Rat für mich. Wobei ich mir schon vorstellen kann wie dieser aussehen wird… aber ich lasse mich mal überraschen.

Danke euch schonmal.
 

Pfandsammler

Mitglied
So hart es auch klingen mag, aber sie will dich nicht mehr, jedenfalls nicht mehr als Lebenspartner. Und anstatt diese Tatsache zu akzeptieren läufst du ihr nach wie ein Hündchen.

Du musst jetzt einen neuen Lebensabschnitt beginnen, einen Abschnitt in dem diese Frau keinen Platz mehr haben darf.
 

Paxit

Aktives Mitglied
@Pfandsammler Sie weiß es selbst nicht genau, das ist ihr aktueller Stand. Sie hat Angst sich irgendwie festzulegen. Es ist alles total festgefahren.

Und was ich noch vergessen habe zu erwähnen... Wir haben auch oft natürlich darüber gesprochen, wie es wäre wieder zurück zu kommen. Nur hat sie auch große Angst davor. Das was sie in den letzten Monaten "aufgebaut" hat wieder zu verlieren und irgendwo auch abzustürzen. Sprich wieder eine Umstellung... ein nie endendes hin und her... .Das ist ihre größte Sorge...
 
Zuletzt bearbeitet:

Fetzbold

Mitglied
Also zusammengefasst lief die Beziehung die ersten 2-3 Jahre ganz okay und die Jahre danach waren toxisch. Jetzt läufst du ihr hinterher und sie hält sich alle Optionen offen, weil sie alles und zugleich nichts will. Für diesen Zustand bist du natürlich ein starker Faktor, da du ihn aufrecht erhältst.

Ein Sprichwort sagt: Du kannst nicht loslassen, was du nicht angenommen hast. Stelle dir einen Staffelläufer vor, der das Holz nicht bei Übergabe übernimmt. So geht es dir. Du hast du Trennung einfach nicht angenommen, daher hast du absolut 0 Chance weiterzuleben. Du hängst dich an jeder noch so kleine Hoffnung auf und hast dadurch keine Möglichkeit dein Leben fortzuführen. Dadurch fehlt jegliche Perspektive und weil da nichts mehr kommt, kannst du auch nicht mehr als 4 Stunden Kontaktabbruch aushalten.

Höre auf dich an irgendein "Vielleicht" zu klammern oder noch an diese Beziehung zu glauben. Sie will die Trennung und will kein zurück. Sie hat einen neuen Freund, sie wohnt hunderte Kilometer weit weg, sie hat einen neuen Job und hält dich noch als Schoßhündchen für ihr Ego. Das sind harte Worte, aber das ist die Realität, der Rest in deinem Kopf ist Illusion.

Des Weiteren hat diese Frau eine Menge Probleme, die du nicht für sie lösen kannst, die sie aber auch nicht für sich selbst löst. Statt echter Arbeit an der Ursache scheint sie immer nur eine Änderung bzw. ein Drehen von Stellschrauben irgendwelche Symptome vorzunehmen und ändert äußere Lebensumstände in der Hoffnung, dass sie sich damit ändern könnte. Der Grund, warum es auch im neuen Umfeld nicht anders ist, liegt darin, dass die Ursachen ihrer Probleme in ihrem Inneren liegt und sie ihr Inneres überall mit hin nimmt, egal wie oft sie den Job wechselt, Freunde austauscht, umzieht etc.

Als letztes Argument möchte ich das "Was wäre wenn?" mal durchspielen. Stelle dir vor sie kommt zurück zu dir: Die Beziehung ist für immer korrumpiert. Vielleicht wärst du zuerst froh sie wieder zu haben, aber in der schnell zurückkehrenden Routine würden deine Gedanken um den anderen Typen/Betrug/Fremdgehen kreisen und dein Misstrauen würde wachsen. Du wärst weiterhin mit ihren Probleme konfrontiert, die sie nicht löst (und selbst wenn dauert das Jahre). Dabei fliegt immer der Gedanke mit im Kopf: "Was passiert beim nächsten Beziehungstief?" --> Alle paar Jahre bzw. bei jedem Tief eine Trennung mit Auszug, neuem Partner, Job etc., um dann zurückzukehren?

Ohne dich zu kennen stelle ich die Behauptung auf, dass du mehr verdient hast, als in diesem Kreislauf auf Enttäuschung, Trauer und Wut zu leben.

Also mein Rat an dich: Hak die Frau ab. Schau auf die real vorliegenden Umstände und bewerte die Situation (schau nicht auf die Hoffnungen und vielleichts). Leb dein Leben weiter und konzentriere dich darauf die weitere Säulen aufzubauen, auf denen dein Lebensglück fußt, damit die nächste Beziehung nur das i-Tüpfelchen ist und nicht mehr die Rettung aus dem Dunkel.
 

Paxit

Aktives Mitglied
Danke @Fetzbold erstmal das du dir den Text angetan hast du dann auch noch so ausführlich antwortest.

Du hast du Trennung einfach nicht angenommen, daher hast du absolut 0 Chance weiterzuleben. Du hängst dich an jeder noch so kleine Hoffnung auf und hast dadurch keine Möglichkeit dein Leben fortzuführen. Dadurch fehlt jegliche Perspektive und weil da nichts mehr kommt, kannst du auch nicht mehr als 4 Stunden Kontaktabbruch aushalten.
Ja, da hast du vollkommen recht. Ich habe die Trennung nicht angenommen. Und das mit den Hoffnungen stimmt auch zu1000%. Ich klammere mich an allem fest was kommt.

Höre auf dich an irgendein "Vielleicht" zu klammern oder noch an diese Beziehung zu glauben. Sie will die Trennung und will kein zurück. Sie hat einen neuen Freund, sie wohnt hunderte Kilometer weit weg, sie hat einen neuen Job und hält dich noch als Schoßhündchen für ihr Ego. Das sind harte Worte, aber das ist die Realität, der Rest in deinem Kopf ist Illusion.
Da bin ich mir, und sie sich nun mal sehr unsicher. Aber ich verstehe dich total.

Des Weiteren hat diese Frau eine Menge Probleme, die du nicht für sie lösen kannst, die sie aber auch nicht für sich selbst löst. Statt echter Arbeit an der Ursache scheint sie immer nur eine Änderung bzw. ein Drehen von Stellschrauben irgendwelche Symptome vorzunehmen und ändert äußere Lebensumstände in der Hoffnung, dass sie sich damit ändern könnte. Der Grund, warum es auch im neuen Umfeld nicht anders ist, liegt darin, dass die Ursachen ihrer Probleme in ihrem Inneren liegt und sie ihr Inneres überall mit hin nimmt, egal wie oft sie den Job wechselt, Freunde austauscht, umzieht etc.
Ja, die Ursache ist mit Sicherheit ein Problem an dem Ganzen. Doch sie versucht auch daran zu arbeiten. Hat es immer wieder versucht. Das letzte Mal vor kurzem als sie eine acht-wöchige ambulante Therapie gemacht hat.

Und ich verstehe auch dein "Was wäre wenn" Szenario. Welches uns beiden auch viele Sorgen bereitet. Ich kann es mir zwar nicht so krass vorstellen, doch sollte man es im Hinterkopf behalten. Ich für meinen Teil, auch wenn das nun großkotzig klingt, will das wie es jetzt ist ,also mein Engagement für die Beziehung beibehalten. Ich fühle mich damit wohl, und habe das Gefühl das wir das in den letzten Jahren nie so hatten. Es ging einfach total unter...
 
Zuletzt bearbeitet:
K

KlausSeibold

Gast
Ja, die Ursache ist mit Sicherheit ein Problem an dem Ganzen.
Und ich verstehe auch dein "Was wäre wenn" Szenario.
Es ging einfach total unter...
Große Ereignisse haben auch oft kleine Ursachen.
Was wirkt, hat Auswirkungen, auch wenn du nichts tust, es als Gerechtes Unrecht anklagst!
Auch die menschlichen Schwächen sind ein Naturrecht.
Dass sie Unrecht erzeugen, muss hingenommen werden.
Worte sind so vielseitig einsetzbar und ihre Wirkung ist oft entsprechend stark.
Nicht immer zum Vorteil an denjenigen an den sie gerichtet sind.
Worte sind nur ein Teil der Erkenntnis zur Lösung.
Es ist faszinierend zu sehen, was passiert, wenn man in Geduld abwartet.
Bringt einen nur nicht weiter!
Wenn sich Probleme in Aufgaben wandeln lassen, dann ist man der Lösung schon ein großes Stück näher.
Wo Ratschläge nicht helfen, gibt man Hinweise.
Optimismus und Hoffnung sind alleine nicht hilfreich.
Das Handeln und die Konsequenzen sind entscheidend.;)
 
L

Lwlsl

Gast
Sorry, aber sie hat sich getrennt ohne es auszusprechen. Und das solltest du endlich einsehen. Das was sie macht ist nur hinhalten nicht mehr. Sie hat die Beziehung abgeschlossen und traut sich einfach nicht. Ist natürlich nicht fair aber solche Menschen gibt es halt auch.
Du weißt es auch, sie zieht weg, hat sogar einen Job da angenommen, usw.
Und wenn ihr in einer Partnerschaft leben würdet, würde sie dich in den Plänen miteinbeziehen. Statt so zu tun als ob sie zerrissen ist.
Du solltest deine Energie in dich investieren. Statt auf ihre offizielle Entscheidung zu warten. Hör auf so passiv zu sein und trenn dich für dich offiziell. Und starte endlich dein Leben.
 

Paxit

Aktives Mitglied
Große Ereignisse haben auch oft kleine Ursachen.
Was wirkt, hat Auswirkungen, auch wenn du nichts tust, es als Gerechtes Unrecht anklagst!
Auch die menschlichen Schwächen sind ein Naturrecht.
Dass sie Unrecht erzeugen, muss hingenommen werden.
Worte sind so vielseitig einsetzbar und ihre Wirkung ist oft entsprechend stark.
Nicht immer zum Vorteil an denjenigen an den sie gerichtet sind.
Worte sind nur ein Teil der Erkenntnis zur Lösung.
Es ist faszinierend zu sehen, was passiert, wenn man in Geduld abwartet.
Bringt einen nur nicht weiter!
Wenn sich Probleme in Aufgaben wandeln lassen, dann ist man der Lösung schon ein großes Stück näher.
Wo Ratschläge nicht helfen, gibt man Hinweise.
Optimismus und Hoffnung sind alleine nicht hilfreich.
Das Handeln und die Konsequenzen sind entscheidend.;)
Ja, am Handeln und den Konsequenzen hapert es schon die ganze Zeit leider...
 

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