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Erschöpft und lebensmüde

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Anonymi

Aktives Mitglied
Hallo Splitterseele,

was du schreibst beschreibt mein Leben gerade :(
Ich bin 20, hocke in Klasse 12, weil ich immer in der Klinik war, ich bin voll tief in der Depression & schaffe es seit Mitte letzter Woche nicht mehr aus dem Bett & in die Schule. Eigentlich gehöre ich in eine Klinik, aber das Schuljahr hat doch geradee erst angefangen- Wieder alles hinschmeißen?

Kannst du nicht vielleicht in den Herbstferien in eine Klinik? Das wären schon mal 2 Wochen und wenn du noch 2 Wochen dranhängst hast du ja nur 2 Wochen versäumt. Da du bereits in Therapie ist denke ich das könnte reichen, denn was wirlich neues erzählen die einem in der Klinik ja nicht.

Ansonsten bist du in der 13? Hast du dein Fachabitur? Was sind deine Ziele im Leben? Brauchst du dafür Abi, oder reicht dir die FH-Reife?

Theoretisch geht die Gesundheit immer vor, aber es nutzt ja nix, wenn man seelisch labil ist, die Schule abbricht, um gesund zu werden, sich aber dann dadurch wie ein Versager vorkommt und somit der Depression neuen Stoff liefert.
 

Anonymi

Aktives Mitglied
@Anonymi
Es tut mir leid, dass es dir gerade sehr ähnlich geht... Ich werde auch bald 20 und gehe auf ein normales Gymnasium, wobei mir der Altersunterschied zwischen meinen Mitschülern und mir sehr zu schaffen macht, zumal ich das Leben einer Studentin führe (allein aus der Heimatstadt raus, eigene Wohnung, ...)
Auch ich habe an einen kurzen Klinikaufenthalt gedacht, aber die erste Woche der Herbstferien ist schon vorüber und ich habe dieses Jahr bereits einige Fehlstunden angesammelt. Für meine Ziele brauche ich auf jeden Fall das Abi und ebenso einen guten Schnitt.
Wie gehst du mit deiner Situation um?
Ich habe nicht bedacht, dass in anderen Bundesländern die Ferien anders fallen.
Aber wenn du morgen als Krise in die Klinik gehst und dann noch 3 Wochen bleibst? In dieser Hinsicht musst du schnell entscheiden und entsprechend handeln.

Ich wohne übrigens auch nicht mehr daheim und deswegen kann ich verstehen, dass man dann einfach anders und reifer ist. Bei mir in der Klasse haben viele noch Zahnspangen & freuen sich, wenn sie ihre Tupperdose öffnen, weil die Mama denen ja immer was ganz tolles reinlegt. Da bin ich schon bisschen neidisch, weil es schon anstrengend ist sein Leben zu meistern + Schule, wenn man niemanden hat & psychisch angeschlagen ist.

Im Moment könnte ich mich morgen 'einfach zusammenreissen' & alles wäre wie immer.
Aber ich plane tatsächlich einen Schulabbruch, weil ich mich einfach nicht konzentrieren kann & es eh keinen Wert hat und informiere mich gerade über Optionen & mein Ergebnis ist: Alles geht.

Es spricht nichts dagegen gesund zu werden, eine Ausbildung zu machen & anschließend das zu studieren, was man möchte. Du kannst zB. ohne Abitur Medizin in Mainz studieren.

Berufsoberschule ist irgendwann auch denkbar, wenn die Psyche wieder mitmacht.

Warst du mal bei einer Berufsberatung? Diese würde ich auf jeden Fall aufsuchen.
Ich zB. wäre am liebsten Lehrerin, deswegen überlege ich vielleicht eine Pflegeausbildung zu machen und danach Pflegepädagogik zu studieren an einer FH.

Ich weiß nicht wie es bei dir auf der Schule zugeht, aber meine Erfahrung ist, dass Gymnasiasten schon bisschen arrogant sind. Und auf mich hatte das ziemlich viel abgefärbt, vielleicht weißt du, was ich meine.
Mittlerweile kann ich auch gut mit dem Gedanken leben 'nur' an einer FH zu studieren und 'nur' eine Ausbildung zu machen. Auch wenn es mich schmerzt unter meinen Möglichkeiten zu bleiben, nur weil ich krank bin.

Schnatti ging auf dein Seelenleben ein, ich auf deine schulische Situation. Aber ich denke, dass es sich mit Plan B besser lebt. Und deswegen muss dieser her.
 

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