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Ernsthaftes in Fragestellen was das Weiterleben betrifft

michael31

Neues Mitglied
Guten Abend.

Ich bin Michael und mittlerweile 32 Jahre alt.

Ich frage mich tagein tagaus ob es das Wert ist so weiterzumachen.

Meine Familie (Vater, Mutter, 2 Schwestern) scheren sich einen Dreck um mich und das war schon immer der Fall.

Ich lebe schon lange alleine und hasse die Frauen da ich von ihnen mehrfach enttäuscht worden bin.
Hatte schon relativ viele Beziehungen (um die 20)
Das Beste war die Eine die meinte das sie auf ihr verstorbenes Baby (Tod im Mutterleib 2 Wochen vor der Geburt, nicht mein Kind) schwört das sie mir nicht fremd geht. Trotzdem bekam sie eine SMS auf ihr Handy von ihrem Ex-Freund "Vergess deine Zahnbürste nicht" die ich las.

Die Freundin die ich davor hatte mit der ich über 3 Jahre zusammen war hintergang mich als ich am Wochenende ausser Haus war um Geld für die bevorstehende gemeinsame Wohnung zu verdienen.

Meine Mutter hatte mich in den Jugendjahren jahrelang misshandelt in Form von Nahrungsentzug, Heizöl nicht auffüllen, Alleine-Lassen. Musste auf einer rostigen Couch schlafen.... Wie ich im Nachinein erfahren habe war genug Geld im Haushalt vorhanden. Sie war nicht zuhause und hat das Geld für ihre "Freuden" ausgegeben und mich belogen.
Durch den jahrelangen Nahrungsentzug habe ich heute eine kaputte Schilddrüse und massive psychische Probleme.

Mein Vater ist ausgezogen als ich 10 jahre alt war und hatte seitdem kein Interesse mehr daran Kontakt aufzunehmen.

Meine Schwestern kommen direkt nach dem Vater. Sie ignorieren mich.

Vielleicht bin ich das Problem, ich weiss es nicht.

Auf jedenfall habe ich Angst und das Täglich und zwar seit vielen Jahren. Ich habe Angst zu sterben. Angst an Allergischen Schocks zu sterben. Angst vorm Ersticken. Angst das niemand in meiner Gegenwart ist um rechtzeitig den Notruf zu wählen. Angst das ich im Falle des Erstickens nicht mehr rechtzeitig in die Notaufnahme gebracht werden kann. Ich war in den letzten 5 Jahren 3-4 mal dort weil ich dachte ich muss sterben aber Fehlanzeige. Ich habe (leider) überlebt.

Ich habe keine Freunde (Wirklich 0!), Trinke täglich Alkohol um mich von der Angst zu befreien und habe viele Schulden. Ich ertrage den Druck nicht mehr und halte es rational für den richtigen Weg auszusteigen.

Lohnt es sich den freitod zu wählen? Wie würdet ihr es anstellen? Bitte um Tipps
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Michael31,
Diskussionen über Freitod sind in diesem Forum
nicht gestattet, aber Tipps dafür, wie man wieder
ein lebenswertes Leben hinbekommt, schon ...

Was wäre denn für dich der erste Anfang in Richtung
eines Lebens, das sich zu leben lohnt? Wobei könnte
dich jemand hier unterstützen?

Gruß, Werner
 

Nordrheiner

Urgestein
Lieber Michael,

Dein Bericht klingt weitgehend als nüchterne Bestandaufnahme - und sehr traurig. Das tut mir sehr leid, gerne will ich Dir helfen, wenn und soweit ich kann.

Man kann feststellen: Deine Eltern haben Dir den Halt, die Geborgenheit und die Liebe nicht gegeben, die jedes Kind benötigt, die Du benötigst. Dieses Fehlen ist aus meiner Sicht ein Grund für Deine Ängste.
Dieses Fehlen ist auch der Grund für Versagen und Versagensängste.
Dieses Fehlen ist auch vermutlich der Grund für Deine 20 Fehlversuche, eine Partnerin zu finden, die wertvoll für Dich ist und Dich nicht betrügt. Woran erkennt man die Partnerin, bei der es sich lohnt, gemeinsam zusammenzubleiben?

Wir können jetzt und hier nicht alle Deine Probleme auf einmal lösen. Lass uns langsam anfangen, ein Problem nach dem anderen. Fangen wir mit Deinen Ängsten an. OK?

Du wurdest oft schon belogen und betrogen. Die größte Lüge ist jedoch noch in Dir. Es ist die Lüge, dass es besser ist, den Freitod zu suchen, als um sein Lebensglück zu kämpfen. Diese Lüge hat auf ihrer Seite als Argument die vielen Fehlversuche und Enttäuschungen. Auf der anderen Seite gibt es zuviele Menschen, die viel Leid erfahren haben, die eine schlimme Kindheit hatten, die sich "momentan" in einer Ausweglos scheinenden Situation befanden. Und doch haben sehr viele von ihnen es geschafft, sich ein glückliches Leben zu erkämpfen.

Die Frage, die Du Dir stellen solltest, lautet: Wenn ich Hilfe bekomme, will ich dann für mich und für mein Glück kämpfen?

Glaub' mir. Ein "Ja" lohnt sich. Aber das ist Deine Entscheidung. Entscheide Dich für Dich. Vertraue nicht der Lüge.

LG, Nordrheiner
 
hallo michael,

deine nachricht trifft mich sehr. auch ich habe in letzter zeit wieder zeit oft mit suizidgedanken gespielt/zu kämpfen gehabt.

meine eltern sind geschieden, wir kümmern uns aber umeinander, auch wenn wir uns teilweise hart und viel streiten. das ist aber dennoch eine vollkommen andere ausgangssituation als deine.

aber zumindest hab ich auch ein drogenproblem, ich rauche mariohanna:):( aber ich glaube da gibt es auch noch einen unterschied zu alkohol.

aber ich will trotzdem versuchen zu helfen. ich finde es immer etwas sinnlos, einem menschen, der so ernsthaft über den freitod nachdenkt wie michael, zu sagen: "es lohnt sich! tu es nicht!" ich glaube solche leute haben keine ahnung von ernsthaften suizidgedanken. es lohnt sich eben nicht.

1. Schließe alles und jeden, was dir weh tut und dich noch weiter runterzieht, knallhart aus deinem leben aus! soweit es geht. das mit dem alkohol: versuch dich da irgendwelchen selbshilfegruppen anzuschließen vieleicht.. aber davon habe ich keine ahnung, habe selber mit meiner drogensucht zu kämpfen, wie gesagt.

2. unternimm sachen! mit menschen! du trinkst gerne alkohol? dann geh in ne bar und trink da. da sind menschen die auch alkohol trinken. volksdroge. du hast keine freunde sagst du? such dir foren, gruppen, unternehmungen, hobbys.. fang an zu malen! lesen, schreiben! was tut dir gut?

3. du willst sterben? ok. gut. dann setz wenigstens noch EINMAL alles auf eine karte und zieh um! in eine andere stadt. in einen anderen kontinent. informier dich im internet. guck dir orte an. träum von ihnen. besuch sie. zieh hin. was hast du zu verlieren? aber besonders: was hast du zu gewinnen? oder verkauf alles was du hast und mach ne weltreise. es gibt leute die für ein jahr mit null euro nach australien fliegen und dort ein jahr lang durch die gegend jobben und leben.

4. Filme. Guck dir Filme an. Und zwar alles. Geh auf moviepilot und guck dir da die besten 600 filme an! oder die der letzten 20 jahre. filme, aber auch bücher, musik haben mir sehr geholfen manche sachen, lebensweisheiten visualisiert zu bekommen..

5. lern ein instrument! ohne scheiß. ein instrument zu lernen kann unheimlich motivierend sein. weil es eigtl leichter ist als man denkt. kauf dir ne ukulele für 30 euro auf amzon wie ich und bring dir über youtube videos ukulele spielen bei. es macht spaß! oder nimm musikstunden.

ich hoffe ich konnte dich etwas motivieren oder sogar helfen und meine ausdrucksweise hat dich nicht angegriffen oder so.

ich würde mich dir auch anbieten um einfach mal zu quatschen.

als letztes vlt noch, was mir so zum schluss noch einfällt: versuch, die paar positiven dinge in deinem leben, die passiert sind, auch dafür anzuerkennen.

ja du hattest viele beziehungen die scheiße gelaufen sind.. aber gabs da echt nicht ein oder zwei die gut gelaufen sind? oder an die du wenigstens etwas gute erinnerungen hast? zumindest an die zeit wo alles toll war?

ich bin 27 jahre alt und wurde mit 19 jahren ein jahr lang sehr extrem geliebt und ich habe noch extremer zurückgeliebt.. und es war die darauffolgenden vier jahre die schlimmsten meines lebens. und alles war eine lüge eigentlich.. aber dennoch.. dieses eine jahr.. hat sie mich geliebt.. zwar eine ganz kranke, komische vorstellung von liebe.. aber so sehr geliebt habe ich mich von einer anderen person noch nie gefühlt. du wurdest geliebt. und kannst es auch wieder werden. und ja viele frauen sind kaputt und krank und heuchlerisch.. na und mann.. davon lassen wir uns doch nicht runterhaun mann;)

peace und schönen abend noch:)
 
L

Lenja

Gast
Ich habe Angst zu sterben.
Vielleicht, weil du noch nicht richtig gelebt hast, Michael ..? Und weil, dessen bin ich mir sicher, du richtig leben willst bevor du stirbst.

Gerade erkennst du es wahrscheinlich, dass du, durch die erlebte in der Kindheit massive Entmutigung, dazu noch nicht gekommen bist .. Lasse bitte statt Resignation in dir lieber Entsetzen, Mitgefühl mit dir selbst, Trauer und trotzige Wut entstehen, - Gefühle, die dich beleben und antreiben können. Sie sind, finde ich, die richtige Antwort darauf, und dich vielleicht allmählich zum Leben, Lebenswillen und Lebensfreude befreien könnten, die auf dich warten. :)

Alles Gute für dich!
Lenja
 
G

Gast

Gast
Hallo michael31,
es tut mir Leid, dass es dir gerade so schlecht geht.
Trotzdem, geb bitte nicht auf! Woher weißt du denn, dass nicht in 1-2 Jahren alles besser sein wird. Auch wenn das jetzt für dich wahrscheinlich unvorstellbar ist. Manchmal muss man einfach durchhalten.
Lass Enttäuschungen, die du erfahren hast, nicht dein Leben bestimmen.
Ich kann dir ein gutes buch empfehlen, dass ich selber während einer schweren Zeit, in der ich auch über Suizid nachgedacht habe, gelesen habe. Es heißt Suicide-The forever decision (ist leider auf englisch, auf deutsch ist es glaub ich nicht mehr erhältlich) Gibt es soweit ich weiß, als kostenlose pdf, wenn du es googlest. Das Buch hat meine Probleme zwar nicht gelöst, aber es ging mir da wirklich besser und ich habe sehr viel von dem was der Autor geschrieben hat im Kopf behalten, hin und wieder, lese ich es sogar, wenn es mir schlechter geht. Ich denke es könnte gut zu deinen problemen passen.
Ich wünsche dir alles Gute:)
 

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