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Erbitte Hilfe bei CMD!

forever234

Neues Mitglied
Hallo :),
ich bin jetzt 20 Jahre alt und vor 3 Monaten wurde bei mir CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) diagnostiziert.
Ich fange am besten ganz vorne an:
Letztes Jahr habe ich mein Abitur gemacht, was für mich eine sehr stressige Zeit war. Ein paar Monate später begannen dann vereinzelt Schwindelanfälle und Kopfschmerzen. Mit der Zeit wurden diese dann immer häufiger und andere Symptome, wie Sehstörungen und Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich kamen hinzu.
Anfangs dachte ich, dass wäre nur die Reaktion meines Körpers auf diese stressige Situation, trotzdem ging ich dann zu einigen Ärzten. Mittlerweile war ich beim HNO-Arzt, Augenarzt, Neurologen und ich habe ein MRT machen lassen. Da wurde jedoch nichts gefunden. Als ich wegen vermehrtem nächtlichen Zähnepressen beim Zahnarzt war, verwies mich dieser auf einen Kieferorthopäden . Dieser sagte mir, dass mein Becken schief sei und ich eine Kieferfehlstellung (Überbiss und nicht mittig) habe.
Eine Schiene wurde angefertigt (Relaxationsschiene), die ich 24/7 tragen muss und ich gehe nun alle 3 Wochen zur Manuellen Therapie, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich neben meinem schiefen Becken eine HWS- und eine BWS blockade hätte. Mein KO sagte mir, dass diese Therapie (MT und Schiene) ein halbes Jahr minimum dauert und es dann besser sein könnte. Bislang war ich 2 Mal bei der MT, jedoch habe ich noch keinen allzu großen Unterschied gemerkt und ich bin ehrlich gesagt etwas verzweifelt. Ich weiß natürlich, dass das alles seit sehr kurzer Zeit läuft und ich möglicherweise einfach nur Geduld brauche, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand weiterhelfen. :)
Hier meine Symptome:
- Kopfschmerzen
- Schwindel/ Benommenheit
- Nacken-Schulter-Schmerzen
- Kieferschmerzen
- Sehstörungen ( Flimmern, Gefühl von "Betrunken sein")
- Licht- und Geräuschempfindlichkeit
- Konzentrationsstörung
- Tinnitus
Vor allem die Sehstörungen und der Schwindel belasten mich im Alltag sehr, wenn ich nach draußen gehe, gerate ich in regelrecht panische Zustände. Ich würde also gerne wissen, ob jemand eine Ahnung hat was wirklich hilft (z.B. Übungen etc.) bzw. was jemandem geholfen hat und was ich dagegen auch selbst tun kann, damit alles so schnell wie möglich wieder vorbei ist.
Mir würde jede Antwort helfen und vielen Dank im Voraus! :)
 

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Daoga

Sehr aktives Mitglied
Gegen das schiefe Becken, vermutlich die Hauptursache von der alles andere kommt, hilft keine Schiene im Kiefer. Auch die Kieferfehlstellung dürfte eine Folge und nicht die Ursache sein. Einen Überbiß haben viele Leute, der stört nur beim Essen und Pfeifen aber verursacht garantiert nicht Deine ganzen Symptome.
Geh zum Orthopäden, der Deine Beine ausmißt (schiefes Becken = vermutlich unterschiedlich lange Beine), damit Dir passendes Schuhwerk angemessen werden kann, mit Einlagen oder unterschiedlich dicken Sohlen, so daß sich das Becken von selber begradigt. Das muß ein Spezialist machen, weil es da auf Millimeter ankommt. Und dann beweg Dich viel, damit Deine Muskeln, Sehnen und die Wirbelsäule ordentlich in Bewegung geraten und sich von selber über die Bewegung einrenken und neu trainieren können, denn wenn Du die ganzen Jahre mit einem schiefen Becken und somit komplett schiefen Körper gelebt hast, dann haben sich alle Muskeln, Sehnen etc. entsprechend verzogen, verkrampft und verkürzt. Das zu reparieren wird einige Zeit in Anspruch nehmen, daher mach Sport (in Maßen aber regelmäßig, nicht übertreiben), geh schwimmen (immer gut bei Problemen mit der Wirbelsäule) und gönn Dir ggf. auch einen guten Masseur, der die verkrampften Muskeln und Sehnen lockern kann.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wahrscheinlich haben sich im letzten Wachstumsschub in der Pubertät Deine Beine unterschiedlich entwickelt, oder gab es mal eine Störung, z. B. einen Beinbruch? Auf jeden Fall würde ich Dir dringend orthopädisches Schuhwerk empfehlen. Ist teuer aber bei schiefem Becken, das Störungen quer durch den ganzen Körper verursacht die einzige wirksame Hilfe. Such Dir einen guten Spezialisten in Deiner Gegend!
 

forever234

Neues Mitglied
Vielen dank für Ihre Antwort @Daoga !
Vor dem Termin beim Kieferorthopäden hatte ich noch nie Probleme mit meinem Becken und ich wüsste auch nicht, dass meine Beine ungleich sind. Auf die Idee, dass die Kieferfehlstellung von dem schiefen Becken kommt, kam ich ehrlich gesagt garnicht, da mir der Kieferorthopäde damals diese Wattebausche in den Mund steckte und dann war mein Becken plötzlich gerade. Aber was Sie sagen klingt ehrlich gesagt sehr plausibel, ich werde es mal in Angriff nehmen. Hätten Sie denn vielleicht eine Empfehlung was ich persönlich dagegen tun könnte, bzw. welche Übungen? :) Und wäre es denn auch möglich, dass das Becken dann solchen Einfluss auf die HWS hat? Anders kann ich mir sonst den Schwindel und die Sehstörungen nicht erklären.
LG :)
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Das Becken hat absolut Auswirkungen auf die HWS, weil ja durch dessen Schiefstand der ganze Körper schief ist und überall Verspannungen sind, Muskeln und Sehnen entweder überspannt oder gestaucht und somit überall auf Nervenknotenpunkte drücken, wo normalerweise nichts drücken sollte, und dann brauchst Du Dich nicht wundern, daß Dein Körper vergrätzt mit Tinnitus, Augenflimmern, Schwindel und allem darauf reagiert, das sind typische Symptome wenn Nerven überreizt sind.
Und von Wattebauschen im Mund wird ein Becken garantiert nicht gerade. Entweder ist es schief oder nicht, das muß der Orthopäde sagen, der Dich genau ausmessen wird. Dein "Fahrgestell", also alles was mit Becken, Beinen und Füßen zu tun hat. Wenn das krumm steht, kann der Rest gar nicht funzen.

So eine Schiefstellung muß übrigens nicht so gewaltig groß sein, daß man sie auf den ersten Blick sieht, das eine Bein 10 Zentimeter länger als das andere, da kann schon ein halber Zentimeter Differenz auf die Dauer ziemliche Verspannungen erzeugen.
Die Symptome sind ja nicht über Nacht aufgetaucht, und wenn Dein Fahrgestell richtig eingestellt ist, werden die Symptome auch nicht über Nacht verschwinden, das wird dann Wochen bis Monate in Anspruch nehmen, und am Anfang darfst Du auch mit unerwartetem Muskelkater schon bei ganz normalen Bewegungen rechnen, weil sich Dein Körper dann erst auf die neuen Zug- und Spannungskräfte einstellen muß. Beweg Dich aber trotzdem viel, nicht übertrieben aber immer ein bißchen, damit sich alles neu einrenkt und auch trainiert. Der Orthopäde hat dazu garantiert ein paar Tipps auf Lager.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Also, ich kenne diese Tricks aus der Praxis mit dem Wattebausch und all das. Gibt auch noch ein paar andere. Leider sagt das nicht so viel aus wie viele Leute denken. Aber das wird einem so beigebracht. Die Physikalische Therapie, Physios, Masseure, Orthopäden, all das ist längst nicht so evidenzbasiert, wie man denkt. Und gerade Medizinprodukte sind eine gute Einnahmequelle.

Die CMD ist so ein Ding, das seit Jahren ausgeschlachtet wird. Klar gibt es das, aber eigentlich ist das eine Ausschlussdiagnose, vor allem, wenn auf dem MRT und Co nichts zu sehen war. Und der Beckenschiefstand verursacht das eigentlich nicht. Umgekehrt wird es behauptet, allerdings ist die Lösung sicher keine Schiene, denn wieso sollte dein Körper das brauchen?
Manchen Leuten helfen Aufbissschienen, weil sie dann ihre Zähne nicht mehr so belasten, aber wenn die Schiene unangenehm ist, würde ich sie nicht tragen. Es gibt auch Übungen mit denen man das Kiefer lockern kann und wenn man das regelmäßig macht, besonders vorm Schlafengehen, dann bleibt es meist auch nachts entspannt und man kann sich das nach einigen Wochen sparen mit der Schiene oder sie einfach gleich weglassen, wenn sie drückt oder schmerzt. Man kann nämlich auch mit Schiene kräftig zubeißen. Und die Aufbissschienen, die nur die Zähne schonen sollen, sind ganz billig und versuchen nicht irgendeine Stellung zu korrigieren.

Wenn das Becken schief ist, wäre es schon angebracht zu wissen, ob es eine Beinlängendifferenz gibt, die erheblich ist oder nicht. Ungleichlange Beine haben alle. Wenn es sehr viel ist, wird es ein Problem. Das Becken muss sich dann sogar schiefstellen, das ist Teil der Kompensation. Das Becken dann stur gerade richten zu wollen, bringt nichts, dann die Beine bleiben ungleich lang. Ist es aber nur funktionell kann man natürlich die Übungen machen. Im Grunde ist ein schiefes Becken aber auch ziemlich normal und weit verbreitet. Wichtig ist vor allem, dass es sich weiter frei bewegen kann zum Kreuzbein hin. Auch dafür gibt es Übungen.
Das Ganze kann natürlich die ganze Wirbelsäule beeinflussen.

Deine Symptome können aber auch auf Migräne oder Spannungskopfschmerzen hindeuten. Das kann theoretisch auch in die andere Richtung gehen. Man fängt an mit Kopfschmerzen, deswegen verspannt sich Kiefer und Nacken und dann gehts dahin.
Die manuelle Therapie sollte aber, wenn sie halbwegs gut gemacht wird, sehr schnell Wirkung zeigen. HWS, Kiefer und Co kann man manuell sehr gut behandeln. Tut sich da nichts?
 

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