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entwurzelt

Ich bin hier, aber nichts hält mich fest. Ich weiß nicht, wohin ich gehen soll. Ich bin unschlüssig, ohne Ziel, weiß nicht, ob ich hier bleiben, oder wohin ich gehen soll. Ich bin fertig mit einem langen Ausbildungsweg, aber ich fühle mich noch so unwissend, so unfertig. Ich will Erfahrungen, will leben, will entdecken, will die Welt sehen.

Ich überlege schon einige Monate, bin generell nicht bei der Sache, kann mich zu keinem neuen Ziel bekennen, das Leben fließt nicht, sondern es stagniert. Ich weiß, ich sollte einfach einen Weg einschlagen, ausprobieren, dann entscheiden, es ist ja nichts für die Ewigkeit. Aber ich denke, ich mache damit einen Fehler, will abwarten, will erst eine Entscheidung treffen, dann mit Vollgas den neuen Weg gehen. Aber das Ziel stellt sich nicht ein. Ich weiß mir kein neues Ziel zu geben.

Was mir fehlt, ist ein emotionaler Halt. Ich denke, ich könnte so manchen Job machen, an so manchem Ort leben, wenn das Umfeld stimmt, wenn ich mich geborgen fühle, wenn da jemand wäre, mit dem ich leben wollen würde. Aber ich gehe meine Wege allein, seelisch zumindest. Mir fehlt jemand, mit dem ich mich tiefer austauschen kann. Was wieder zu meiner instabilen Lage führt, wo ich weder weiß, was ich machen, noch wo ich hingehen soll.

Ich will mir Zeit geben und stoße dabei an meine eigene Ungeduld, genau wie an die der anderen.
 

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G

Gast

Gast
Ich kann dich gut verstehen, eine tiefergehende Beziehung zu einem Menschen würde ich auch gerne mal haben, aber ich glaube einfach das es sowas in unserer heutigen Zeit nicht mehr gibt, da sowieso jeder Mensch immer darauf bedacht ist sich selbst zu schützen und sich nicht allzu sehr einem fremden zu öffnen, aus angst verletzt zu werden. Es ist schon traurig, zudem kommt noch das wir teilweise verlernt haben Soziale Kontakte aufzubauen, und wenn man dann mal wirklich jemand neues kennenlernt muss man schon wieder soviel beachten und darf sich keine fehler leisten da man ja seinem gegenüber perfekt scheinen soll. Hmm ok vll hat das noch nichtmal was mit deiner Situation zu tun, da das eher ein Punkt ist der mich zur Zeit beschäftigt, und daran sieht man mal wieder der Mensch ist ein Egomane hält nur sich selbst für den wichtigsten Mittelpunkt. Schlimm das ganze elend. Aber um auf dein beschriebenes zurück zu kommen. Mach dir genaue gedanken über deinen weiteren Werdegang, Überleg dir genau was du mit deinem Leben anfangen willst und was du alles noch lernen und wissen willst. Erst dann kannst du einen Schritt weitergehen, werde dir darüber bewusst das es auch mal negative Aspekte geben wird, denn alles hat seine Schattenseiten. Doch dann wenn du dir über die Negativität sowie das Positive an dem für das du dich dann letztlich entscheidest abgewägt hast kannst du ruhigen gewissens weiter schreiten und es wird gut werden. Vielleicht findest du auf diesem Pfad dann sogar einen Menschen der dir ähnelt oder der mit dir diesen Weg bestreitet.

Naja alles gute ciao

Gruß M.
 
Danke M.,

es ist immer gut, wenn man eine außenstehende Meinung bekommt. Ich kann zwar gut andere Leute verstehen und deren Probleme lösen, aber bei mir selbst bin ich aufgeschmissen. :)

Ich habe überlegt, warum ich so ziellos bin. Es ist weniger die beendete Ausbildung, sondern die Einsamkeit. Ich bin kein Zugtier, ich sehe mich lieber als "Beifahrer". Da geht es mir gut und ich kann mich entfalten. Ich entscheide lieber kleine Dinge, als das große Ganze. Das bedeutet, mir fehlt ein "Fahrer".

Bis letztes Jahr Sommer war alles in Ordnung für mich. Nicht optimal, aber gut. Ich lebte in einer ruhigen, harmonischen WG. Dort hatte ich einen super Mitbewohner, der schnell zu meinem besten Freund wurde. Gemeinsame Essen, geteilte Freuden, geteiltes Leid, Unterstützung bei allen schwierigen Lebenslagen, er war meine Familie. Wir waren uns charakterlich extrem ähnlich. Mit ihm zu leben war angenehm, ich habe die Stunden mit ihm genossen. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte es ruhig mehr zwischen uns sein können. Aber daraus wurde nichts und nun ist er weit weg im Ausland mit seinem Partner. Er fehlt mir, und ich bin ohne ihn sehr einsam und planlos. Nicht, dass ich vorher einen großen Plan gehabt hätte, aber das Leben war schön und es hätte gerne so bleiben dürfen.

Ich fühle mich irgendwo verlassen, obwohl mir dieses Gefühl nicht zusteht, da wir nie zusammen waren. Und wenn man verlassen wurde, da muss man neue Freunde suchen. Aber da komme ich wieder dahin, dass ich nicht weiß, ob ich hier an diesem alten Ort neue Leute haben will. Wäre jetzt nicht ein guter Moment zu gehen, neu anzufangen? Aber wohin, wenn ich immer nur dahin gehen will, wo ich nette Leute kenne?
Ein dummer Kreisverkehr!

Grüße,
Salome
 
D

Der M.

Gast
Hmm...
ich verstehe schon was du meinst, durch deinen Mitbewohner hast du dich wenigstens nicht ganz allein gefühlt, und es war jemand da der deine Gedanken und deine täglichen Erlebnisse verstehen und miterleben konnte. Doch nun ist das vorbei, und vielleicht solltest du dir genau das klar machen, alles geht nun mal zuende, ich kann natürlich verstehen das der ein oder andere das nicht ganz so leicht über sich bringt, aber du sagstest du hast deine Ausbildung beendet, und dein Freund ist weg also frage ich dich einfach ganz Plump aus dem Bauch heraus was hält dich noch da? Du sagst selber das es keine neuen Leute gibt und das du dich alleine verloren fühlst. Also daraus folgt nur eine logische Konsequenz, geh weiter. Wohin? Das weiß ich nicht du momentan auch noch nicht! Doch es wird dir einfallen wenn du dir bewusst machst das der momentane Zustand auch keine Zukunft haben wird, nein ganz im gegenteil es wird dich noch viel mehr ins grübeln bringen und in die Verzweiflung stürzen. Mache dir bewusst was du mit deinem Leben anfangen willst, ich weiß das ist immer leichter gesagt als getan, doch so läuft es halt. Ok du sagst du bist eher ein introvertierter Mensch der an sich mit ein paar wenigen aber dafür guten Freunden zufrieden ist, (falls ich das richtig heraus gelesen habe) und auch sonst scheinst du ganz zufrieden zu sein mit dem was du so bisher in deinem Leben geleistet und erlebt hast, natürlich will man hin und wieder das eine oder andere gerne aus seinem Gedächnis löschen doch es geht weiter. Dein problem ist halt momentan vor oder zurück? Natürlich zurück kannst du nicht gehen, deine Ausbildung ist vorbei und anscheinend war diese auch nicht dein Lebenstraum, also möchtest du nun etwas neues haben, tja wäge alles ab kann ich da nur sagen fang an dich selbst zu analysieren, sprich was liegt dir am meisten? Würdest du gerne mit Menschen zusammenarbeiten oder sich gar um diese kümmern, wäre es vielleicht Sinnvoll in einem Krankehaus anzufangen. Sagst du eher ich hab garkeinen Bock mich um irgendwelche Menschen zu kümmern, auch gut such dir nen Job wo man nur mit 1-2 Leuten zwanghaft kommunizieren muss. Oder sagst du gar, ok ich will später nen vernünftigen Job haben und mir selbst was beweisen dann geh und mach dein Abitur (falls du dies nicht schon besitzt) und geh dannach studieren, vor allem hast du dann noch Zeit um darüber nachzudenken was du studieren möchtest. Verstehst du, es gibt genug möglichkeiten, man muss diese nur sehen und verstehen. Naja warum mir das so leicht von den Lippen geht, keine ahnung ich hab selber ne Ausbildung hinter mir die vor kurzem geendet ist, und worüber ich auch sehr froh bin und schon während der Ausbildungszeit habe ich mir selber geschworen das das hier nicht mein Leben wird. Naja, klar das ist alles immer mit Überwindung und einem inneren Konflikt verbunden doch, wir sollten immer bedenken dass hier ist unsere einzige Chance. Irgendwann ist es vorbei und dann heulen wir, warum wir es nicht besser gemacht haben ;)

So das wars.

Gruß M.
 
Hallo M,

ja, was hält mich? Die Gewöhnung an das ganze Umfeld hier. Ich kenne hier alles, die Straßen, die Leute, die Dinge, die man Abends machen kann. Es ist angenehm, es fühlt sich heimisch an. Ich fühle mich wohl. - Aber dadurch, dass ich bleibe, kann auch nichts neues passieren.

Zurück, ja, du hast recht. Ich würde die Zeit gern zurück drehen. Die weggezogenen Freunde wiederholen. Da das nicht geht, denke ich sogar daran, wieder bei meinen Eltern einzuziehen. Noch größerer Quatsch! Anstatt der erhofften familiären Stabilität wird es Streß geben. Ich weiß es ja. Das ist wirklich "zurück". Aber was ist weiter? Meinen Traum leben? Ich hatte einen Traum. Ich habe mich zwei Jahre lang für ein Projekt für behinderte Kinder aufgeopfert. Ich dachte, ich hätte es gefunden, wofür ich da bin. Aber zum Ende, war ich mit dem Ding nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, und selber völlig ausgebrannt. Das Projekt hat sich nicht getragen, mein Geld war auch aufgebraucht und damit war die Aktion zu Ende. Früher wollte ich gern Künstlerin werden. Aber ich habe es mir nicht getraut. Heute möchte ich durch die Welt reisen, aber auch dazu fehlt mir der Mut.

Hey M, du hast Recht. Introvertiert, zurückgezogen, aber relativ zufrieden mit dem bisherigen Weg. Der Schwung zum nächsten Schritt fehlt, weil der Weg unklar ist. Aber beim Schreiben ist mir eine Ahnung gekommen.

Gruß,
Salome
 
G

Gast

Gast
Und das ist schonmal der erste Schritt, niemand kann von einem Menschen behaupten das er von jetzt auf gleich weiß was er mit seinem Leben und seiner Zukunft anfangen soll, darüber gehört gründlich nachgedacht und abgewägt, denn wenn man sich für das falsche entscheidet kann das meist noch schlimmere auswirkungen haben als wenn man sich garnicht entscheidet. Um es mal im extremfall darzustellen. Und so musst du schritt für schritt weitergehen, hier mal ne idee da mal ein Gedanke, so steckt sich das Puzzle von selbst zusammen. Du kannst halt auch nicht erwarten das jemand deinen Weg vorbestimmt. Das weißt du aber selber.
Ich weiß auch das es oft nicht leicht ist in so einer Situation einen klaren Kopf zu bekommen, denn es deprimiert einen auf eine komische art und weise, und das ist ok, denn man darf auch mal down sein, doch zum Leben gehört halt genauso dazu das es weiter geht. Du alleine entscheidest das, und wenn du momentan noch keinen Plan hast, ok dann schieb´s auf nimm dir noch ein bisschen bedenk Zeit. Und wenn du erst in 1-2-3 Monaten dir darüber klar wirst ist das auch in Ordnung.
Ok ein Projekt in deiner Vergangenheit was dir am Herzen lag ist gescheitert, das ist scheiße, aber du lernst daraus und trägst das gelernte in dir um es in Zukunft zu verhindern. Ok ich weiß nicht wie talentiert du als Künstlerin bist oder warst, und in welchem Bereich deine künstlerischen Fähigkeiten ausgeprägt sind, aber da würde ich auch eher von abraten das ist denk ich mal keine Lebenserfüllung. Das muss man ganz realistisch sehen.
Naja und reisen kannst du immernoch vielleicht kombinierst du deine Bedenkzeit mit deiner Welterkundungszeit, mittlerweile gibt es auch Bahnkarten von der Deutschen Bahn für 400 € mit denen man ganz Europa bereisen kann, dass hat mir heute noch ein Freund erzählt, dass wäre doch schonmal ein anfang.

Naja viel Glück dabei


Gruß M.
 
Hallo M.

Danke. Das hilft. Ich sollte mehr Geduld mit mir haben. :) Und finds auch gut, dass du mir sagst, dass man auch schnell mal den falschen Weg geht, und da besser vorher nachdenken sollte. - Auf so einem Holzweg war ich auch schon, nur ist man schneller drauf, als man wieder runterkommt. Dieses "ausprobieren", was alle ständig von mir fordern, das kostet ja auch viel Zeit. Ich will nur noch probieren, was ich wirklich will.

Zudem kommen mir langsam Ideen, was aus mir werden kann. Das macht die Sonne, und ich hoffe, der Frühling kommt schnell, denn gutes Wetter macht mir gute Laune und dann geht alles besser.

Das Ticket ist zwar eine super Idee, nur leider ist mein Budget derzeit viel zu klein. Aber rauskommen muss trotzdem sein. Ich werd es erst mal mit radfahren und wandern machen. :) Alles wird gut.

Liebe Grüße und nochmals danke fürs aufheitern und Ruhe reinbringen!
Salome
 

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