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Entwicklung meiner Familie

Hallo zusammen

Es ist schon sehr lange her.

Ich war hier schon einmal registriert, aber ich wurde gesperrt, da mein Verhalten sehr unberechenbar war.

Meine Situation war mehr als kritisch, jedoch wurde ich von niemanden ernst genommen. Erst als das Jugendamt drohte uns die Kinder wegzunehmen erst da kam eine Reaktion von einer Leiterin eines heilpädagogischen Kindergarten und hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, dass mein Sohn einen Notplatz für die Vollzeitbetreuung bekam. Meine Tochter hatte das Glück, dass sie als sehr pflegeleicht galt und deswegen auch bis 16.15 Uhr in der Kita war.

Zum Glück hat meine Betreuerin vom Jugendamt mir auch geglaubt, dass ich mich in Behandlung begeben will, da gleichzeitig auch eine Beraterin für Psychologie anwesend war. Ich habe dieser Dame erzählt, dass ich von der Psychiatrie mit starken Beruigungsmitteln weggeschickt wurde. Da hat diese Frau erklärt, dass ich zur damaligen Zeit für die Einweisung nicht genug suizidgefährdet war.

Aber ich bekam einen Platz in der Tagesklinik, wo ich die Hilfe bekam, die ich brauchte.

Zusätzlich hatte ich eine Familienhelferin für 2 mal die Woche.

Inzwischen weiß ich, dass ich die ADHS an meine Kinder vererbt habe.

Als das Jugendamt merkte, dass ich etwas ändern will, da dauerte es nicht lange und kam schnell vom Status "Gefährdung" zum "Leistungsbereich" und irgendwann traute man mir zu den Alltag ohne Betreuung des Jugendamtes zu meistern.

Gerade in der Corona Krise hatte ich das Gefühl mein Familienleben richtig genießen zu können, da mein Sohn momentan sehr verschmust ist und meine Tochter auch mehr meine Nähe sucht.

Im Moment kann ich meine ambulanten Therapien nicht wahrnehmen wegen des noch Lockdowns. Deswegen habe ich mit der Acrylgießtechnik begonnen, um die Zeit zu überbrücken.

Was mich noch sehr traurig stimmt, dass meine Kinder jetzt auf eine Förderschule gehen und die Logopädin meiner Kleinen deswegen die Behandlung abgebrochen.

Jedoch werde ich meine Kinder nicht aufgeben nur, weil der Schuldirektor der Förderschule alle Perspektiven für meine Kinder ausgeschlossen hat und weder Abschluss noch Lehre in Aussicht stehen.

Leider muss der das sagen, weil alle Lehrkräfte heutzutage den Anwalt fürchten müssen, wenn nur eine falsche Silbe fällt.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Jedoch werde ich meine Kinder nicht aufgeben nur, weil der Schuldirektor der Förderschule alle Perspektiven für meine Kinder ausgeschlossen hat und weder Abschluss noch Lehre in Aussicht stehen.
Das bedeutet lediglich, dass sie zieldifferent unterrichtet werden. Sie können nach der Schule eine reha-spezifische Ausbildung absolvieren. Die Förderschulen werden da von Jobcoaches beraten; es heißt NICHT, dass deine Kinder zeitlebens abhängig bleiben.
 
Das bedeutet lediglich, dass sie zieldifferent unterrichtet werden. Sie können nach der Schule eine reha-spezifische Ausbildung absolvieren. Die Förderschulen werden da von Jobcoaches beraten; es heißt NICHT, dass deine Kinder zeitlebens abhängig bleiben.
Ich weiß, dass ich meine Zeit nicht mit der heutigen vergleichen darf. Dennoch ist es immer noch so, dass jemand, der auf einer Förderschule war, sofort als minderbegabt eingestuft wird. Nicht nur von den Lehrkräften, sondern auch vom Umfeld.

Einerseits wird gejubelt wie super Förderschulen sind, aber sobald ein Mensch sich damit outet, dann plötzlich sinkt das Interesse diese Person richtig kennenzulernen sprunghaft, weil sich die Vorstellung einblendet, dass eine Konversation mit Qualität ausgeschlossen ist.

Man hat auch mir und meinem Mann das Gefühl gegeben, dass es absolut keine Rolle spielt, was wir, trotz unserer Defizite, erreicht haben. Mit unseren Erfahrungen können wir angeblich keine positive Entwicklung bewirken.

Ich bin sehr entsetzt darüber, dass Eltern auch heute noch nicht über die Option einer Berufsfachschule bzw. Berufskolleg aufgeklärt werden. Das Arbeitsamt verschweigt bewusst diese Möglichkeit, weil sich der Mythos hartnäckig hält, dass ein Mensch von der Förderschule niemals den Übergang zum regulären Schulalltag schafft.

Zu meiner Zeit war auch die Rede von den sogenannten "leichten Berufen", die man nach der Förderschule lernen kann.

Frage: Seit ihr auch davon überzeugt, dass eine Kassiererin bzw. ein Kassierer einen Easy-Job hat, wenn dieser sich permanent mit dem Vorruteil auseinander setzen muss, dass dieser Mensch kein Hirn braucht für diese Tätigkeit?
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ich bin sehr entsetzt darüber, dass Eltern auch heute noch nicht über die Option einer Berufsfachschule bzw. Berufskolleg aufgeklärt werden. Das Arbeitsamt verschweigt bewusst diese Möglichkeit,
Ich weiß nicht, wo ihr wohnt, aber bei uns ist das ganz anders. Es wird großer Wert darauf gelegt, Schulabgänger in die Ausbildung zu begleiten - egal, von welcher Schulform sie kommen.
und im Jobcenter gibt es spezialisierte SB für die Reha-Fälle. Sie vermitteln Ausbildungsplätze für Förderschüler oder Plätze am passenden Berufsbildungswerk.
Man hat auch mir und meinem Mann das Gefühl gegeben, dass es absolut keine Rolle spielt, was wir, trotz unserer Defizite, erreicht haben. Mit unseren Erfahrungen können wir angeblich keine positive Entwicklung bewirken.
Sehr destruktiv. meide Menschen, die dir solchen Quatsch erzählen.
Ich habe mehr Respekt vor einem Menschen, der sich aus schwieriger Lage hochkämpft, als vor einem, der mit dem goldenen Löffel im Maul geboren wurde.
 
Menschen, die aus reichen Verhältnissen stammen, haben auch Respekt verdient wenn diese ihre Leistungen erbringen.

Wenn Eltern das Geld haben, um ihrem Kind eine gute Ausbildung zu ermöglichen, dann sollen diese es auch tun.

Mein Vater hat mich meine Studiengebühren von 170 € monatlich stets vorstrecken lassen, um sicher zu gehen, dass ich keinen Unfug treibe.

Heute beklagt er sich darüber, dass ich viel zu strikt auf die Preise schaue und meint ich wäre richtig geizig.
 

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