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Emotionale Abhängigkeit von einer Buchreihe

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Gast

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Klingt im ersten Moment wie ein albernes Teenieproblem, ist aber ein wenig umfangreicher als es scheint. Alles hat dieses Jahr im Januar angefangen, als ich ein Buch einer Reihe gelesen habe in dem viele meiner Lieblingscharaktere urplötzlich gestorben sind und alles auf einmal eine andere Wendung nahm. Mich hat das unheimlich mitgenommen, (hab sogar wegen den fiktiven charas geheult und finde es auch immer noch traurig) aber ich dachte das geht nach ner Woche wieder weg. Doch auch nach 2 Wochen war ich immer noch in einem "Tief" gefangen und auch nach einem Monat war es nicht besser. Ich hatte das erst einmal gehabt dass mich ein Buch so berühr, aber davon hatte ich mich dann auch recht schnell erholt. Ich hatte keine Lust auf nichts, außer über dieses Buch zu reden (das zu meinem pech auch noch keiner meiner freunde kannte, also stand ich allein da) oder traurige Musik zu hören. Wenn nicht ständig irgendwer um mich herum gewesen wäre hätte ich wahrscheinlich durchgehend geheult, weil mir einfach so traurig zumute war. Es ist dann so im April ein wenig verblasst, weil wir dann ne Klassenfahrt hatten und ich auf andere Gedanken kam und so was und ich hab in der Zeit auch einfach gar nichts gelesen. Vor 3 Wochen dachte ich mir dann so, jaaa komm das ist jetzt ja schon 8 Monate her, da kannst du mal wieder was lesen. Aaaaber, die ganze Sache fing wieder von vorne an! Als ich auch nur ein bisschen tiefer in die Buchreihe eingetauchte, wurde ich so abhängig davon dass ich mich seitdem nur gut fühle wenn es in den Büchern gut läuft, aber sobald irgendwas Schlimmes passiert, geht es mir dermaßen schlecht, dass ich wieder tagelang depri bin und ständig bei jeder Kleinigkeit nur weinen möchte. Ich lass einfach alles schleifen, also Schule, Familie etc. Bis vor nem Jahr kannte ich dieses Gefühl noch gar nicht, aber seit diesem Jahr lässt es mich nicht mehr los und ich weiß absolut nicht wie ich da raus kommen kann!!

Kennt das vllt einer und kann mir helfen??
 

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Herr Flug

Aktives Mitglied
Auch wenn es jetzt komisch klingen mag, aber ich verstehe deine Situation

Bei mir war es Harry Potter, der mit meinen Gefühlen gespielt hat. Im zweiten Band als Ron, Harry von zuhause befreite habe ich gejubelt das sich meine Mum richtig erschreckte :D
Und als Dumbledor starb....habe ich auf der fiktiven Beerdigung mit geweint als ob ein guter Freund von mir gestorben wäre.

Meine Freude, meine Trauer all das war echt. Nicht so die Figuren über die ich lass (zum Glück, so viele sind im letzten Band gestorben, so viele...)

Bücher sind toll, sie lassen dich in ferne Länder reisen, Figuren werden Lebendig und wir identifizieren uns mit ihnen. Und das alles in eine Welt meist schöner als die Realität.
Und Bücher haben noch ein vorteil, die Welten in den sie dich reißen, sind immer da wenn du das Buch auf schlägst. Und genauso verschlossen sind sie nach dem Lesen.

Vielleicht solltest du das erste Buch noch mal lesen, mir hat das geholfen. Ich finde es immer noch blöd das Harry die Leute die er liebt sterben sehen muss, aber trauern muss ich nicht mehr, da Dumbeldor wenn ich anfange zu lesen ja noch lebt und die witzigen Momente (Fasel dasel Schmikschmack Quieck) diese eine traurige Stelle überwiegen und jedes mal wenn ich wieder anfange zu lesen, ist auch er wieder da...:rolleyes:

Ein Buch und Fantasy Fan

Herr Flug
 

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