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Emetophobie

Honey Cool

Mitglied
Hallo,

ich bin ganz neu hier und habe mich hier eigentlich angemeldet, weil ich Menschen suche, die an der selben Phobie leiden, wie ich. Nämlich Emetophobie. Ich selber leide daran seit ungefähr 1,5 Jahren. Bin momentan auf einem ganz guten Weg wieder Angstfreier zu leben, aber erlebe trotzdem noch ständig herbe Rückschläge.

Ich würde mich über jede Antwort freuen, da es mich sehr interessiert, wie abdere Menschen damit leben und umgehen. Möchte mich einfach mal austauschen.

Liebe Grüße
Honey Cool
 

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Q

*quasi*

Gast
Ich musste mich erstmal schlau machen, was das überhaupt ist - dein thread gab darüber keine Infos her.
Nachdem ich es nachgelesen hatte, ist mir auch klar, warum.
Jetzt stellt sich für mich das Problem und die daraus resultierende Frage, wie offen deine Phobie hier angesprochen werden kann und sollte, denn offenbar ist allein die Erwähnung schon ggf. auslösend.
Lass es uns bitte wissen.
Gruß quasimodo
 

Honey Cool

Mitglied
Hallo Quasimodo,

es ist nett, dass du dich dafür interessierst.

Ich kann gut darüber reden und schreiben. Bei mir ist es eher so, dass die Angst eintritt, sobald ich das Haus verlasse. Dann gehts mir eigentlich grundsätzlich schlecht. Auch wenn ich in Situationen bin, in denen ich mit vielen Menschen zusammen bin, habe ich ständig Angst, dass jemand einen Magen-Darm-Virus hat. Im Fernsehen kann ich es nicht sehen, wenn jemand erbricht. Nur die Andeutung reicht, dass ich umschalte.

Inzwischen kann ich mit meinen Ängsten besser umgehen, aber kann trotzdem noch nicht völlig "frei" leben. Momentan habe ich eigentlich wieder ein ziemliches Tief, da so viele Viren umgehen und ich bei jedem Kontakt außer Haus Angst habe mich anzustecken.

Vielleicht finde ich hier ja Leute, denen es ähnlich geht.

Liebe Grüße
Honey
 
G

Gast

Gast
wow das ist ja wahnsinn...ich habe es auch extrem...ich hab angst vor schwangeren,volksfesten,party,bahnen und und und...ich meide echt fast alles.nehme auch jeden tag anti brechmittel und magentropfen...ich wünsche mir so sehr jemanden zu kennen der das gleiche hat.bin 25,stuttgart.würde mich freuen wenn mir jemand schreibt.
bis bald
 

romantikerin25

Neues Mitglied
hallo,

ich habe gearda die beiträge gelesen und ich kann genauch nachvollziehen was du fühlst ich selber leide seid 2 jahren an emetophobie wusste nicht wie ich raus komme habe verzweifelt nach antworten gesucht......man sagte immer wieder mach eine therapie aber mein herz wusste das ich es schaffe hatte viele höhen und tiefen aber nie aufgegeben,denn du musst an dich glauben es geht wenn du es willst es ist ne sachen deines kopfes!habe so viel ausprobiert an medis aber nix half wirklich auf dauer bis ich sagte nehme es selber in die hand ok hat nicht immer geklappt aber ging!nun habe ich mir für eine hypnose entschlossen und mus sagen die 1 sitzung hat mich weggehauen war wie neugeboren,sicher dauert auch da etwas aber alles geht wenn man will. kann dir gerne mehr darüber erzählen,dir tips geben und dich aufmuntern.vielleicht hast du einen messenger und magst schreiben denn es ist alleine schon gut zu wissen das man nicht alleine ist.
würde mich freuen von dir zu lesen
liebe grüsse nichky

ACHTE AUF DEINE GEDANKEN,
SIE SIND DER ANFANG DEINER TATEN!
 
Q

*quasi*

Gast
Schade, der thread ist irgendwie zum Erliegen gekommen. Kannst du therapeutisch damit umgehen lernen? Denn es ist ja ätzend, so leben zu müssen, die Folgen sind ja viel weitreichender, als sich ein davon nicht Betroffener vorzustellen vermag....
 

Airyfairy

Neues Mitglied
Hallo Leser,

Das Thema Emetophobie beschäftigt mich schon seit 19 jahren. Also mein Leben lang. Ich bin quasi damit auf die Welt gekommen, einen bestimmten Auslöser für diese Angststörung ist mir nicht bekannt. Mein Leben verlief fast Problemlos denn ich hatte eine sorgenfreie Kindheit. Woran ich mich erinnere sind ständige Fragen an meine Mutter ob dieses Essen und das Essen noch gut sei oder ob es mir bekommen würde. Ich hatte Angst vor Medikamenten weil ich dachte sie bekommen mir nicht und ich muss mich übergeben. Das letzte mal als das passiert ist war ich ca. 4 jahre alt. Ich erinnere mich also kaum noch an dieses Erlebnis. Als Kind kotzt man eben hin und wieder^^ Des öfteren sass ich ängstlich was weinerlich in der Ecke weil ich glaubte mir sei schlecht. Meine Mutter hat mir dann immer Homeopatische Kügelchen gegeben und "Notfalltropfen" die mich beruigen sollten. Diese Tropfen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Sie sind nichts anderes als bestimmte Bachblüten.

Ich wurde Älter und die Phobie wuchs heran.

Es gab eine Zeit in meinem Leben in der ich nicht von ihr eingeschränkt wurde. ich konnte weggehen spass haben ohne daran zu denken. Ich hatte einfach eine geile Zeit. Nur eins hab ich beachtet: Alkohol nicht über die Grenzen zu trinken. Ich musste noch nie davon kotzen egal wie betrunken ich war. Ich hab mich geweigert.
Als das ganze dann ausser Kontrolle gerit war ich mit meiner besten Freundin im Urlaub auf Malle.
Es ging mir von Tag zu Tag schlechter, ständig hatte ich Panikattaken konnte nichts essen, kein Alkohol trinken und bin Nachts verwirrt und voller Panik aufgewacht. Der Rückflug war der reinste Höllentrip für mich, denn ich hab 2 Stunden damit verbracht mich darauf zu konzentrieren ob ich nun Kotzen muss oder nicht. Und wenn doch dann wäre es für mich das schlimmste was hätte passieren können. Es passierte nichts.
vor einem Jahr dann passierte es: Ich bekam mitten im Unterricht eine Panikattake vom feinsten. Ich hab gezittert mein Herz hat geklopft ich konnte keine Minute ruhig sitzen, die Luft im Klassenzimmer schien kein Sauerstoff zu haben und ich hatte das Gefühl jeder wartet darauf dass ich mich Übergebe. Wieso auch immer ich das tun sollte... Ich beschloss sofort nachhause zu gehen und meldete mir sei es nicht gut.
Ich verlies das Gebäude und brach in Tränen aus. plötzlich war mir nicht mehr schlecht. Was ist hier los?

Zuhause erkundigte ich mich im Internet denn eins war klar: ich hatte ein psychisches Problem.
Natürlich war ich gleich fündig und beschäftigte mich mit den ganzen Foren in der Hoffnung Hilfe zu finden. Es erleichterte mich zu sehen dass es anderen auch so geht doch was mich beängstige war die Tatsache, dass ich eine Angststörung hatte, die einen Namen trug. Emetophobie.
Damit klar zu kommen und es mir einzugestehen war schwer. Ich setzte mich mit meiner lehrerin zusammen die mich sofort zum schulpsychologen schickte. Was ich natürlich nicht wollte. Ich war der Meinung es auch selber in den Griff zu bekommen. Aber das bekam ich nicht. Ich konnte mein Klassenzimmer nicht mehr betreten. Ständig verlies ich den Unterricht und kam nicht mehr wieder. In Arbeiten musste ich den Raum wechseln (zum Glück hatte ich verständnisvolle Lehrer) ich konnte diese Stille in einem geschlossenen Raum mit 25 menschen nicht aushalten. Ich konnte nicht ohne Panik im vollen Bus sitzen oder in der Bahn. Ich konnte keine Clubs mehr besuchen und hatte angst mich an orte zu begeben, wo Menschen betrunken waren und und und.. ihr kennt das ja alles selber. Ich dachte darüber nach, dass ich nie Schwanger werden kann, denn ich würde das Gefühl 9 Monate nicht ertragen können kotzen zu müssen. ich hatte eigentlich keine grosse lust, das Problem weiter zu Leben. So wollte ich nicht mehr Leben. Die Prüfungen standen vor der Tür und es musste was passieren. Ich war einfach nur am Ende. Also packte ich es doch an, ich suchte mir einen Therapeuten.

Er hat mir viel geholfen und mir klar gemacht was los ist und was ich zu tun habe. Zusätzlich war ich bei einer Heilpraktikerin die mir letzendlcih den Schlüssel gegeben hat.
Jetzt bin ich schon ein halbes Jahr in Therapie und auf dem guten Weg zur besserung. Vor einem Jahr hätte ich diesen Satz nicht glauben können aber - es ist zu schaffen.

Meine Prüfungen hab ich relativ gut geschafft. Mein Ziel war mehr zu erreichen aber da mir die Phobie dazwischen kam musste ich mit 14 Prüfungen zum erlangen der FHreife und dem Assistenten für Produktdesign extrem Gas geben. Aber ich habs geschafft. Es war eine sehr harte Zeit aber ich kann sagen ich habs geschafft und hab mich den Situationen gestellt vor denen ich Angst hatte. Alle Prüfungen geschafft ohne Panik und eine Abschlusspräsentation vor ca. 50 Leuten und den Prüfern mit 1,0 abgelegt.
Also nochmal: Es ist zu schaffen. Zähne zusammen beissen und den Willen haben. Nie aufgeben. Ein erfolgserlebnis macht einen stark für das nächste.

Fast jeder Mensch hat eine Angststörung. Bei einem schlimmer beim anderen nicht. Im Endeffekt ist es etwas "normales". Und man kann sich helfen lassen. Zwar bin ich nicht geheilt aber ich denke das wird sich noch entwickeln.
Immerhin ist diese Angststörung nur eine automatische Reaktion meiner Gedanken und das seit 19 Jahren. Meine Gedanken umzulenken dauert da eben nicht nur ein Tag.

Kleiner Tipp:
Lucinda Bassett - Angstfrei Leben
(Das erfolgreiche Selbsthilfeprogramm gegen stress und Panik)
Ein Buch dass einem die Gedanken liest;)
 

Shari123

Neues Mitglied
Ich bin jetzt 15 und leide unter der phobie seit ca. 10-11 jahren.
ich hab die angst also schon 2 drittel meines lebens und hab eigentlich kein problem damit da ich mein leben nur so kenn... ich weiß aber dass ich ohne die phobie ein ganz anderer mensch wäre ich wär bei nichts so vorsichtig... mein glaube wär schwach und alles mögliche!
was mich an der sache auch stört, ist dass mich niemmand versteht...nichtmal meine beste freundin...wenn ich ihr versuch das du erklären hält sie mich wahrscheinlich für total bescheuert:D:D
aber ich versteh schon dass die keine ahnung davon hat und keinen plan hat wie sich des anfühlt es ist nich so wie die angst vor gefährlichen tieren oder so... die jeder mensch hat...klar es gibt menschen die haben zum beispiel ne schmertterlingsphobie oder rattenphobie aber die meisten mädels in meinem alter haben "angst" vor spinnen und nicht vorm ****** :D
ich hab es sehr lange zeit vor meinen freunden und meiner klasse verheimlicht aber irgendwann hab ichs ihnen halt gesagt aber die haben mich damit verarscht und immer so würgegrtäusche und bewegungen gemacht....ich hab nich drauf reagiert..schon wenn jemand irgendwann sagt dass ihm schlecht sei oder so bekomme ich schon panik oder wenn mir selber schlecht ist...ich mag die emetophobie eigentlich:D
ich hab sie immer im hinterkopf aber so belastend find ich sie nicht weil ich dadurch mit meinem leben vorsichtiger bin! :)
ich hab mich in den jahren mit ihr angefreundet :D
ich hoffe wenn ich mal nen mann und kinder hab haben die verständnis dafür und so:p
 
N

Nutzerin

Gast
Interessant, habe davon noch nie gehört und mich mal kurz bei Wikipedia informiert muss sehr schlimm für dich sein, da dieser beitrag jetzt 9 Monate her ist, wie geht es dir heute? hast du mittlerweile gleichgesinnte gefunden?
 

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J Emetophobie überwinden Gesundheit 2

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