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Eltern verwahrlosen und lehnen Hilfe ab

FlamboJango

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,
Ich wende mich an euch in der Hoffnung, das vielleicht Jemand eine Idee hat was ich noch tun kann.

Kurze Vorgeschichte: Mein Vater (57 Jahre alt) hat vor einem Jahr seinen Job verloren, leider hat der Verlust seines Jobs ihn komplett ruiniert und er ist erst stark depressiv geworden, dann in eine Psychose gerutscht. Meine Mutter leidet an einer Persönlichkeitsstörung (Borderline mit Narzissmus) ist Alkoholikerin, Essgestört und verletzt sich selbst. Die Beiden ziehen sich gegenseitig runter und die Lage wird immer schlimmer.

Mein Vater wurde bereits letztes Jahr für 6 Monate eingewiesen, leider hat es nicht wirklich geholfen und er wurde einfach ohne Plan entlassen. Er hat seit ein paar Monaten einen gesetzlichen Betreuer, allerdings war die Dame in 3 Monaten nur ein einziges Mal zu besuch und kümmert sich nicht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, er weigert sich seine Medikamente zu nehmen, lehnt jede Hilfe ab und verwahrlost zunehmend. (Er wäscht sich nicht, putzt keine Zähne, liegt eigentlich 24 Stunden am Tag im Bett) Meine Mutter schreit ihn tagtäglich an, macht ihm Vorwürfe und sagt ihm jeden Tag wie nutzlos und ekelhaft er ist usw. es ist eine Katastrophe. Ich habe wirklich alles versucht.. die Wohnung ist verdreckt und die beiden verwahrlosen immer mehr.

Letztes Jahr hatten wir bei der Polizei angerufen, beim sozialen Dienst, dann hatten wir noch einen Krankenwagen gerufen (daraufhin wurde er dann eingewiesen). Jetzt geht wieder alles von vorne los und ich schaffe es nicht mehr. Ich bin selber psychisch krank, da es sehr schwer war mit solchen Eltern aufzuwachsen.

Hat noch jemand eine Idee? Ich habe Angst, dass ich bald einen Anruf bekomme und er sich und meine Mutter umgebracht hat (er hat dies auch schon mehrmals im letzten Jahr angedroht)
Ich wohne auch leider sehr weit weg und kann mich nicht mehr um alles kümmern.

Hat Jemand eine Idee? Ich weiß wirklich nicht weiter. Muss ich einfach zusehen wie die Beiden untergehen? Es ist schrecklich... Entschuldigt Bitte meine Schreibweise etc. Bin ganz schön durch den Wind und gestresst. Über jeden kleinen Denkanstoß würde ich mich freuen. Vielen Dank
 

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D

Die Queen

Gast
Kümmere dich lieber um dich selbst.

Deine Eltern sind für sich selbst verantwortlich und du bist nicht in der Verantwortung sie vor eigenen Dummheiten zu bewahren.

Es mag für dich vielleicht schwer sein, aber wenn sie nicht wollen, dann lass sie einfach. Lass dich besser nicht weiter runterziehen. Rette dich selbst.
 
K

Kathykat

Gast
Kenne ich. Habe genau gleiche Erfahrung mit meinen eigenen Eltern gemacht. Mir hat der Sozialdienst gesagt, das jeder Mensch ein Recht auf Verwahrlosung hätte, weil sich meine Eltern nicht helfen lassen wollen.
 

Eva

Aktives Mitglied
Oh je, dass hört sich alles echt schlimm an. Du hast mein Mitgefühl.

Ideen habe ich nicht wirklich, aber vielleicht könntest du mal bei der Stelle anrufen, die den ges. Betreuer geschickt hat, und dich da beschweren. 1 Besuch in 3 Monaten ist ja gar nichts.

Hoffe sehr, dass noch einige hilfreiche Beiträge kommen.
 

FlamboJango

Neues Mitglied
Danke für die Antworten. Das ist eine Gute Idee und ich versuche mal herauszufinden wie ich das machen kann. Meine Eltern verschweigen leider vieles vor mir. Puh okay, ich schreib mal an das Amtsgericht. Hoffentlich bringt das was, echt schlimm wie alles läuft. Vielen Dank für den Beistand, bedeutet mir viel :)
 
W

Weiß nix

Gast
Wende dich als erstes an das zuständige Amtsgericht und berichte von der unzureichenden Arbeit des gesetzlichen Vormundes.
Und achte gut auf DICH - keinem ist damit gedient, wenn du auch untergehst.
Wobei sich die Frage stellt, zu welchen Zweck der gesetzliche Betreuer durch das Gericht bestellt wurde. Wenn es um finanzielles geht, kann man ihn deswegen nicht an den Karren fahren. Daher wären mehr Infos zweckmäßig.
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Ich habe dieses Problem mit meiner Mutter und ihrem Partner auch.
Sie verwahrlosen extrem...und saufen Alkohol täglich, sind dement, inkontinent und Kettenraucher.
Ausser Haus können sie sich nicht mehr bewegen.
Meine Mutter fällt schnell hin..z.B. auf der Strasse und kann nur schreien...aber sie kann nicht mehr aufstehen.
Ihr Partner kann nur auf allen Vieren laufen.
Sie verweigern ärztliche Hilfe und wollen in kein Heim.
Ich finanziere ihnen eine Haushaltskraft mit starken Nerven, welche auch für sie kocht..
Das Finanzielle regele ich für sie.
Solche Eltern sind eine extreme psychische Belastung.
Es ist wichtig ein eigenes Leben zu haben.....man darf es nicht zu nahe an sich herankommen lassen sonst geht man selber unter.
Mir wurde gesagt, dass ich erst in ihr Leben eingreifen kann...wenn ihr Leben gefährdet ist oder das Leben anderer Leute.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

du hast hier schon gute Beträge bekommen.
Der beste war wohl deine Eltern sich selbst zu überlassen und das du dir eingesteht das du da nicht mehr helfen kannst.

Jetzt Mal ehrlich, wo willst du bei deinen Eltern anfangen?
Welches Problem als erstes lösen, denn davon gibt es so viele.
Solltest du das wirklich in Angriff nehmen kannst du dein eigenes Leben komplett vergessen und du wirst trotzdem bei deinen Eltern keinen Erfolg sehen, egal was du auch immer machst. Du wirst im Hamsterrand stecken und nichts erreichen. Und oben drauf wirst du selbst sehr sehr krank werden. Psychisch wie Physisch.

Vermutlich weiß das auch der Betreuer das er da nichts mehr machen kann. Wo soll der denn ansetzen? Es gibt auch hoffnungslose Fälle, davon sieht er in Ausübung seines Berufes bestimmt eine Menge von.

Ich bin auch überzeugt daß sich deine Eltern mit ihrem Leben so eingerichtet haben und es gar nicht mehr anders haben wollen oder auch nichts anderes mehr kennen.

Deinen Eltern könnte nur geholfen werden wenn sie das zu 100% auch wollten. Denn kleinsten Willen etwas zu ändern sehe ich in deinen Schilderungen aber nicht und somit geht da gar nichts.

Beschränke dich auf einen telefonischen Kontakt.
Falls dich das Gewissen plagt, sage dir selbst, du kannst nicht das geringste machen und nur der Zeit ihren Lauf lassen, wie auch immer das ausgeht, vermutlich nicht gut.
Mit Hilfe und Unterstützung hätte man vermutlich vor Jahrzehnten schon anfangen müssen.

Ich denke eine Therapie würde dir gut tun wo du dein vermutlich schlechtes Gewissen das du deinen Eltern gegenüber hast, nichts mehr tun zu können, so verarbeitest, dass deine Bedenken und Sorgen und das schlechte Gewissen, dass du im übrigen nicht haben musst, zumindest verarbeitest kannst. Das du dein Leben auch wieder unbeschwert genießen kannst und nicht deine Zeit dafür her gibst dich um deine Eltern zu sorgen. Du möchtest doch sicher auch eine schöne Zukunft haben.

Viele Grüße und alles Gut,
Muir
 

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