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Eltern haben mit Erzeihung das Gegenteil erreicht

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Gast

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Ich bin streng gläubisch erzogen wirden. Abe rirgendwann is es mir zuviel geworden und ich bin ausgestiegen.
Man kennnt ja das ganze, es gibt nur einen Gott es gibt Regeln usw.
Ich stelle die letzten Jahre nun eine beunruhigende Entwicklung fest.
Mich zieht genau das Gegenteil, also das Böse ehr an. Ich kann inzwischen irgendwie mehr mit der dunklen Seite als mit der hellen Seite anfangen. Also jetzt nicht extrem, aber mich zieht es wie ein Magnet an.
Ich habe mich schon Jahre mit allen möglich Religionen oder Ansichten beschäftigt, eigentlich hat mir nix davon zugesagt. Ich würde die Welt als Neutral beachten. Dennoch habe mich gern eine zeitlang mit themen wie Grenzwissen, oder Parapsyhcologie beschäftigt. Das uinatürliche fasziniert mich einfach.
Haben mein Eltern jetzt versagt und ein Monster aus mir gemacht?
 
Du bist doch kein Monster weil du nicht an Gott glaubst und dich für Übernatürliches+ Grenzwissen interessierst . Tust du nur weil du nicht gläubig bist irgendjemandem bewusst weh, sind dir deine Mitmenschen egal , freust du dich wenn es anderen schlecht geht ? Wenn nein dann bist du absolut normal, die Erziehung deiner Eltern ging halt nach hinten los.
MEine Mutter hat auch versucht mich streng katholisch zu erziehen, jeden Samstag ab in die Kirhce, mein Onkel war Pfarrer, Im Urlaub musste jede Kirche angeschaut werden etc.pp. ICh konnte damit auch nie was anfangen und bin daher vor kurzem aus der Kirche ausgetreten, deswegen würde ich mich aber SIcherheit nicht als schlechten MEnschen sehen. Mir ist mein enges Umfeld extrem wichtig, wenn's Freuden schlecht geht bin ich immer für sie da und ich spende auch regelmässig an Institutionen bei denen ich glaube daß mein Geld auch gut gebraucht weerden kann.
UAch die dunklere Seite ist interessant und hat seine daseinsberechtigung, solange man MEnsch bleibt ist das doch vollkommen egal. Ab eiem gewissen ALter entwickelt man eben seine eigenen Gedankengänge
 
Hallo Gast!

Ich vermute, dass deine Eltern dir ein falsches Bild von Gott und vom Glauben im Allgemeinen vermittelt haben. Sie haben zu sehr die "Regeln" betont, die man, ohne den Sinn zu verstehen, angeblich befolgen "müsse", aber dabei die Geborgenheit, innere Kraft und Orientierung vernachlässigt, die man durch den Glauben an Gott finden kann. Meine Eltern waren auch gläubig (katholisch). Mein Vater ging relativ häufig zur Kirche, machte im Kirchenchor und im Pfarrgemeinderat mit und war Kolpingmitglied. Meine Mutter ging dagegen nur höchst selten zur Messe, sondern sah sich lieber den Fernsehgottesdienst an. Dennoch war auch sie sehr von ihrem Glauben geprägt, betete auch regelmäßig, allerdings im Stillen für sich, wie sie sagte. Beide waren aber nicht unkritisch. Insbesondere meine Mutter hielt nichts davon, Wasser zu predigen und selber Wein zu trinken. Sie war - aus dem Glauben heraus - sehr sozial und hilfsbereit eingestellt und konnte Heuchler und überfrommes Getue, ohne entsprechend zu handeln, nicht ausstehen. Meine Tante wiederum, die Schwester meines Vaters, die mit uns im Hause wohnte, hatte das größte Gottvertrauen.

Zwang, zur Kirche zu gehen, zu beichten oder sonstwas, wurde aber bei uns nicht ausgeübt. Meine Schwester zum Beispiel war nie eine große Kirchgängerin, bis heute nicht.

Dass ich in der Kirche geblieben bin und relativ häufig zum Gottesdienst gehe, mich insgesamt sehr für Glaubensfragen interessiere und meinen Glauben immer wieder zu vertiefen suche, ist ausschließlich meine eigene, ganz bewusste Entscheidung. Niemand hat in der Hinsicht Druck auf mich ausgeübt. Ich habe eben von Kindheit an überwiegend positive Erfahrungen mit dem Glauben, gläubigen Menschen und - man höre und staune - sogar mit Priestern und Ordensleuten gemacht. Auch wenn das nichts ist, was dem heutigen Zeitgeist entspricht. 😉

Ich bin sehr froh darüber, gläubig zu sein, und lasse mich auch durch nichts und niemanden davon abbringen. Der Glaube ist das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte. Ein Austritt aus der Kirche käme für mich nie infrage.

Aber dennoch kann man ein guter Mensch sein, ohne gläubig zu sein. Das einzige, was man nicht tun darf, ist, sich durch irgendeine komische Weltanschauung fanatisieren zu lassen und Dinge zu tun, die moralisch einfach nicht vertretbar sind. Dass dich das Böse eher anzieht als das Gute, finde ich in der Tat bedenklich. Das ist aber unabhängig davon, ob du gläubig bist oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube so eine Zwanghafte Erziehung in diese Richtung...geht sehr oft nach hinten los.

Meine Mutter wollte mir vorallem meine Kindheit lang eintrichtern, dass das Christentum das non-plus-ultra ist...das ist nicht lache! Mittlerweile bin ich Atheist und sehr glücklich und zufrieden damit.
Dennoch habe ich z.B. einen äusserst sozialen Beruf gewählt und würde mich auch sonst nicht als schadhaft für andere bezeichnen.

Nur dieses Christentum k**** mich an.
 
Meine Eltern hatten es auch, als ich Kind war, maßlos übertrieben, jeden Sonntag musste ich in die Kirche, ständig vor irgendwelchen Feiertagen wurde gebeichtet (hatte immer den selben Zettel mit😛) an Feiertagen war alles nochmal schlimmer.
Ja, das ist natürlich gar keine gute religiöse Erziehung, wenn Äußerlichkeiten und Formalismen so in den Vordergrund gestellt werden, ohne den Glauben kindgerecht auch inhaltlich nahe zu bringen. Das führt dann leider zu solchen Resultaten und bewirkt genau das Gegenteil.
 
der Schein musste immer gewahrt werden.
Aber ich muss sagen auch der Religionsunterricht in der Schule konnte mich letztendlich nicht überzeugen.
Glauben, um den Schein zu wahren, gab es in meiner Familie nicht. Entweder ist man gläubig, dann steht man auch dazu, oder man ist nicht gläubig, dann steht man aber auch dazu und tut nicht so, als ob es umgekehrt wäre. Wenn man lügt, ist es kein wahrer Glaube. Du sollst kein falsches Zeugnis sagen wider deinen Nächsten, heißt eines der Zehn Gebote.

Ja, auch die Qualität des Religionsunterrichts ist eben Glückssache. Ich hatte das Glück, in jeder Phase meiner Entwicklung ganz überwiegend gute Religionslehrer zu haben. Einer hat mich allerdings, als ich zwölf war, auch mal in eine Glaubenskrise gestürzt, die ich dann aber aus eigener Kraft überwunden habe. Kurz vor meinem Abitur habe ich mal fünf Tage mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einem Kloster verbracht, das waren Besinnungstage für Jugendliche unter Leistung von Franziskanern und einer angehenden Gemeindereferentin. Daran denke ich bis heute sehr gern zurück. Ich bin dankbar dafür, dass ich trotz mancher harter Schicksalsschläge bis heute nichts erlebt habe, was mich vom Glauben abgebracht hätte, und hoffe auch, dass das so bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin in die Kirche etc. weil ich musste, nicht weil ich glaubte.
Das sollte man nicht tun. Ich gehe bis heute in die Kirche, weil ich glaube, nicht, weil ich "muss". Würde ich nicht glauben, ginge ich auch nicht dorthin. Bei den meisten Menschen kann man doch sowieso keinen Blumenpott damit gewinnen, dass man gläubig ist, das weiß ich sehr wohl. Ist mir aber egal. Darauf kommt es mir nicht an, was andere Menschen davon halten. Ich stehe zu meiner Überzeugung. Meine Eltern hätten mich aber auch nicht gezwungen, zur Kirche zu gehen, wenn ich nicht gewollt hätte. Sie wären zwar wahrscheinlich traurig oder besorgt deshalb gewesen, aber gezwungen hätten sie mich nicht.

Was ich auch nicht verstehe und für völlig inkonsequent halte, ist, dass manche überzeugt Nichtgläubige dennoch nicht aus der Kirche austreten, nur um später "feierlich" im weißen Brautkleid, mit Orgelspiel und Blumenschmuck etc. pp. dort heiraten zu können. An einen Gott, der ihre Ehe segnet, oder gar - als Katholiken - an einen sakramentalen Charakter der Ehe glauben sie aber nicht, machen dem Pfarrer beim Brautgespräch nur was vor. Das ist in meinen Augen pure Heuchelei. Käme mir nie in den Sinn. Wäre ich nicht gläubig, würde ich aus der Kirche austreten und mich im Falle einer Heirat dann eben mit einem weniger feierlichen Rahmen beim Standesamt begnügen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt kein Gut und kein Böse. Das Gute ist aus Sicht des Bösen böse, genauso wie das Böse aus Sicht des Guten böse ist.

Für jede Person an sich, wird immer das eigene das Gute sein, auch wenn es offiziell als Böse gilt. Aber wen interressiert schon die offizielle Meinung.

In Bezug auf Religion: Nichts anderes hat mehr Kriege und Leid über unsere Welt gebracht, als die 2 Wörter "Religion" und "Glauben" in Verbindung mit "Gut" und "Böse".
 
Es gibt kein Gut und kein Böse.
Doch, das gibt es sehr wohl, und zwar völlig unabhängig vom Glauben. Jeder Mensch, der halbwegs normal-menschlich und guten Willens ist, trägt einen moralischen Kompass in sich. Auch, wer nicht gläubig ist, wird in seinem tiefsten Inneren wohl wissen, dass es zutiefst böse ist, einen anderen Menschen zu töten, es sei denn, man handelt in Notwehr oder Nothilfe. Der Staat ist weltanschaulich neutral, legt aber auch fest, was böse und damit strafwürdig ist und was nicht. Ich denke, selbst in betont atheistischen Staaten, wie etwa früher den kommunistischen, waren Taten wie Mord, Totschlag und Körperverletzung ebenso wie Eigentumsdelikte strafbar. Selbst ein Verbrecher wird seine Taten nicht wirklich für moralisch gut halten, setzt sich aber aus niederen, egoistischen Motiven darüber hinweg.
 
Doch, das gibt es sehr wohl, und zwar völlig unabhängig vom Glauben. Jeder Mensch, der halbwegs normal-menschlich und guten Willens ist, trägt einen moralischen Kompass in sich. Auch, wer nicht gläubig ist, wird in seinem tiefsten Inneren wohl wissen, dass es zutiefst böse ist, einen anderen Menschen zu töten, es sei denn, man handelt in Notwehr oder Nothilfe. Der Staat ist weltanschaulich neutral, legt aber auch fest, was böse und damit strafwürdig ist und was nicht. Ich denke, selbst in betont atheistischen Staaten, wie etwa früher den kommunistischen, waren Taten wie Mord, Totschlag und Körperverletzung ebenso wie Eigentumsdelikte strafbar. Selbst ein Verbrecher wird seine Taten nicht wirklich für moralisch gut halten, setzt sich aber aus niederen, egoistischen Motiven darüber hinweg.
Ich wurde übrigens (wie du dir nach meinem vorherigem Post sicher denken kannst) komplett atheistisch erzogen. Und auch bei uns gab es eine Definition von "Gut" und "Böse", wie du schon sagtest.
Und genau dieses "Gut" und "Böse" hat auch in unserem Denken die gleichen Konsequenzen gehabt, wie bei der Religion (auch wenn es auf anderen Grundlagen basierte). Es gab aber quasi ein Feindbild. Und auch damit sind wir wieder am Rande dessen, woraus später Mord oder zumindest Gewalt erwachsen kann.
Das war bei erwähnten sozialistischen Staaten übrigens genauso. Klar gibt es in jedem System interne Regeln und Gesetze, diese sind aber häufig nur unter "gleichen" gültig, und wer sich davon distanziert ...

Deswegen lehne ich "Gut" und "Böse" dem Grundsatz nach ab. Aber in einem hast du Recht, auch ich habe meinen moralischen Kompass: Ich denke, was wirklich von einem Menschen zu halten ist, zeigt sich daran, ob die Menschen, die ihm vertrauen, sich auch auf ihn verlassen können oder nicht.
 

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