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Ekel vor der eigenen Mutter (bei seltsamer Äußerung)

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
ich (20) bin schon seit einigen jahren von meiner alleinerziehenden mutter weggezogen, weil ich es dort nicht mehr ausgehalten habe. ich habe so gut wie keinen kontakt zu ihr, es sei denn sie schickt mir briefe, die ich aber nicht lese.

heute habe ich erfahren, dass sie einer freundin (auf deren frage hin ob es was neues von mir gibt) gegenüber geäußert hat "alles was sie[=meine mutter] im moment wolle sei mich (wieder) in einer art "tragesäckchen" mit sich herum tragen".

als ich das gelesen hatte ist in mir ekel der übelsten sorte aufgestiegen, mit sich streuben und brechreiz. ich finde diese formulierung/diese aussage irgendwie so abartig und widerwärtig, ich kann es gar nicht sagen und auch nicht erklären.

einige von euch wissen schon, dass ich von meiner mutter zeit lebens missbraucht worden bin. ich finde das könnte ein grund dafür sein. weil ich dann keine nähe von ihr mehr haben möchte, das wäre logisch.
aber ich finde komisch, dass ich gerade diese tragesäckchen-sache so abstoßend finde,
wenn sie gesagt hätte "ich würde meine tochter gerne umarmen oder auf die wange küssen" dann wäre das ja auch ein zeichen von suche nach körperlicher nähe gewesen. das wollte ich von ihr zwar auch nicht, aber das mit diesem trages*ckch*n, dass ekelt mich aus irgendeinem grund viel, viel mehr an als hätte sie so was gesagt.:eek:

könnt ihr euch darauf einen reim machen wieso ich so empfinde?
 

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Kannja

Aktives Mitglied
Hmmm... ich kenne Deine genauere Vorgeschichte nicht, aber ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen heraus zumindest gut nachfühlen, dass Dich Nähe zu Deiner Mutter "abschreckt" bis hin zu Ekel. Meine Mutter hat mich nicht körperlich missbraucht, "nur" seelisch. Sie war unberechenbar: Zuckerbrot und Peitsche. Im Wechsel mit aufdringlich-besitzergreifenden Liebesäußerungen einerseits, folgten von einem Moment zum anderen psychische Misshandlungen, pure Willkür und Bösartigkeiten, Beleidigungen und Gemeinheiten... Ich wurde im inen Moment gedrückt, dann geschlagen und terrorisiert...

Jedenfalls ist es bei mir wohl auch ein ähnlich ambivalentes Verhalten einer Mutter zu ihrem Kind wie es wohl bei Dir der Fall war. - Ich glaube gerade das macht den Ekel aus... das Gefühl sich vor Nähe der Mutter schützen zu müssen und der Art von Nähe die von Ihr kommt zu misstrauen. Weil sie verlogen ist. Wenn nun Du die Äußerung Deiner Mutter als regelrecht ekelhaft empfindest, dann könnte ich mir vorstellen, das liegt an dieser künstlichen Süßlichkeit mit der sie Dritten gegenüber ihre Mutterliebe zu Dir derartig beschönigt und sich selbst sogar regelrecht glorifiziert- total unreflektiert und unrealistisch angesichts dessen was sie Dir angetan hat. Sie benutzt ja eine Metapher die an eine Über-Tiermutter (Beuteltier) erinnert, die sich regelrecht für ihr "Kleines" aufopfert... Das würde mich - so verlogen und mies wie es angesichts Eurer tatsächlichen Vergangenheit ist - an Deiner Stelle auch ankotzen.
 

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Jedenfalls ist es bei mir wohl auch ein ähnlich ambivalentes Verhalten einer Mutter zu ihrem Kind wie es wohl bei Dir der Fall war. - Ich glaube gerade das macht den Ekel aus... das Gefühl sich vor Nähe der Mutter schützen zu müssen und der Art von Nähe die von Ihr kommt zu misstrauen. Weil sie verlogen ist. Wenn nun Du die Äußerung Deiner Mutter als regelrecht ekelhaft empfindest, dann könnte ich mir vorstellen, das liegt an dieser künstlichen Süßlichkeit mit der sie Dritten gegenüber ihre Mutterliebe zu Dir derartig beschönigt und sich selbst sogar regelrecht glorifiziert- total unreflektiert und unrealistisch angesichts dessen was sie Dir angetan hat. Sie benutzt ja eine Metapher die an eine Über-Tiermutter (Beuteltier) erinnert, die sich regelrecht für ihr "Kleines" aufopfert... Das würde mich - so verlogen und mies wie es angesichts Eurer tatsächlichen Vergangenheit ist - an Deiner Stelle auch ankotzen.
hallo kannja,
das könnte wirklich auch der grund sein, die art und weise wie sie dritten gegenüber von unserer beziehung zueinander redet. das ist sowieso ein punkt, der mich schon lange quält, dass andere menschen die mich früher gekannt haben immer nur diese einseitigen berichte ihrerseits zu hören bekommen. es wird nie einer die wahrheit erfahren und immer ich werde die schuld zu tragen haben. das kotzt mich an.

stimmt, und dieses absolute verdrehen der tatsachen mit dem bild der kanguru-mutter empfinde ich auch als absolut abstoßend.

kannst du mal beispiele von deinen erfahrungen erzählen?
 

Kannja

Aktives Mitglied
Ja, genau das kenne ich auch: Leute aus der Familie, die mich kaum kennen und NICHTS über die Realität dessen wissen was meine Mutter mir angetan hat, die verurteilen mich heute, weil ich keine "Gute Tochter" sei... Ich solle mich schämen, dass ich mich so wenig um meine Mutter kümmere und wie undankbar ich sei. Ein ganzer Teil ihrer Familie sind zudem Katholiken für die das Prinzip "Du sollst Deine Mutter ehren" noch ganz hoch steht und immer betont wird - auch von meiner selbstherrlichen Mutter selbst. Meine Mutter erzählt natürlich auch überall ihre Kinder würden sie schlicht aus Gleichgültigkeit im Stich lassen, während sie sich ja ach so sehr aufgeopfert habe. Sie geht sogar heute so weit herumzuerzählen, dass sie mir für mein Studium Unterhalt zahlen würde... was zwar auch nur eine dreiste Lüge ist, mir dann von ihrer Familie aber dennoch doppelt zum Strick gedreht wird: Meine Mutter ist das von mir ausgenommene, zu gutmütige Opfer. Nichts könnte der Realität ferner sein...

Als ich noch ein kind war, erzählte meine Mutter mir permanent was für eine Belastung ich sei und welch "unverschämte Forderungen" ich hätte (selbst wenn dies eigentlich nur die bescheidensten, normalsten Kinderwünsche waren). Sie war unglaublich geizig zu mir (trotz eines sehr guten Einkommens und viel Kindesunterhalt den sie für mich seitens meines Vaters bekam, wie ich heute weiß!) und als ich mir schließlich eine Reitstunde pro Woche erbettelt hatte die damals 12 D-Mark kosteten, erzählte sie mir permanent sie müsse nun meinetwegen auf ihr eigenes Wohl verzichten und sich komplett krumlegen - so egoistisch sei ich. Manchmal bekam sie jedoch plötzlich einen Anfall von scheinbarer Großzügigkeit und kaufte mir etwas was ich mir wünschte - nur um es mir dann anschließend zuhaus bitter zum Vorwurf zu machen und auszurasten - ich hätte es mir erschlichen, sei ja so ein mieser Charakter und sie ach so sehr gutmütig und von ihren Kindern ausgenutzt. Dann schloss sie das Gekaufte im Schrank weg. Das schlimmste für mich war, dass sie mir auch immer erzählte, dass ja ihre Kolleginnen auf ihre Erzählungen hin auch immer meinen würden ich sei ja so ein verzogenes, egomanisches Kind und sie müsse endlich mal an sich denken... Auch ihre Familie glaubt sie habe sich als allein erziehende, arme Mutter aufgeopfert.

Meine Erfahrungen im einzelnen würden hier den Rahmen sprengen... Ich kann Dir nur wenige Beispiele aus tausenden nennen: Meine Mutter erzählte mir aber z.B. ständig ich sei komplett verkehrt... sie weckte mich nachts mit Ohrfeigen und Gebrülle weil ich angäblich etwas getan hätte während ich doch nur schlief. Oder aber sie hielt mich nächtelang wach um mir Monologe darüber wie mies ich allgemein sei zu halten auf die ich KEIN einziges Wort erwidern durfte.... die kleinsten Dinge die einem Kind mal passieren können waren unendlich große Dramen... ich lebte in ständiger Angst. Einmal diktierte sie mir einen Aufsatz darüber was für ein übles, verkehrtes Kind ich sei und der musste dann als Strafe für mich monatelang im Eingangsbereich unserer Wohnung hängen - für jeden Besucher sichtbar. Oder sie erzählte mir dass sie sich in der Öffntlichkeit für mich schäme weil ich so fett sei als ich in der Pubertät ein paar Pfund zunahm... Zugeschlagen und beschimpft hat sie mich ebenso alltäglich. Aber sie hatte mich ja soooo lieb und war so eine tolle Mutter!!

Tatsächlich hat meine Mutter NUR an sich selbst gedacht und ihre Kinder einerseits vernachlässigt, sich andererseits auch von mir bemuttern lassen und mir ihre Lasten aufgebürdet als ich noch viel zu jung dafür war. Sie war durch ihr willkürliches Verhalten und ihre bösen Worte unglaublich gemein und hat bewirkt dass ich noch heute null Selbstwertgefühl habe und total unsicher in Bezug auf alle anderen Menschen bin. Dann aber widerum sagte sie mir und meinem Bruder geschätzte 100 mal pro Tag wie sehr sie uns lieben würde... und nötigte uns das umgekehrt ebenso oft zu sagen. Ich habe aufgrund dessen so ein unnatürliches, gehemmtes Gefühl bei diesen Worten, dass ich sie selbst meinem Vater (den ich tatsächlich immer über alles geliebt habe) kein einziges Mal sagen konnte.

Das wesentlichste bei meiner Mutter war (und ist) ihr Machtmissbrauch. Wenn sie die Möglichkeit hatte und Macht in den Händen hielt, dann nutzte sie die gern um mich damit zu erpressen und auf fiese Art Katz und Maus mit mir zu spielen.. Sie versprach mir z.B. etwas was ich mir sehr wünschte und ließ sich dafür ewig selbst feiern und forderte unendlichen Dank - nur um dann kurz darauf genüßlich und ohne erkennbaren Grund zu sagen "Ach, ich habe es mir jetzt doch anders überlegt, Du bekommst nichts"... Das habe ich auch vor kurzer Zeit immer noch mit ihr erlebt. Als ich z.B. vor einem Jahr in meinem Studium einmal so in die finanzielle Krise geriet, dass ich die Gebühren nicht zahlen konnte und daher exmatrikuliert wurde. Man muss sich das mal vorstellen: Ich verlor damit von einem Tag auf den anderen meinen Studienkredit, meine Krankenversicherung, meine Zukunft... ich hatte von heute auf morgen nichtmal einen Cent für Miete und für Essen schon gar nicht. Als ich mich sehr widerwillig und nur aus purer Verzweifelung an meine Mutter (die gutes Geld hat) wandte versprach sie mir Hilfe, ich solle nur zu ihr kommen. Und als ich das dann tat, nutze sie meine Schwäche nur um mich zappeln zu lassen, mich mit meiner Angst und Bedürftigkeit zu quälen und mir dann genüsslich zu zeigen, dass sie mich in der Hand hat... sie ließ mich erst betteln und erniedrigte mich, nur um mir dann zu offenbaren, dass sie gar keine Lust habe mir zu helfen... In dem Moment bin ich gegangen und habe ihr ihre Macht damit genommen. Es hat mich so verletzt wie gleichgültig und sogar fies meine eigene Mutter gegenüber meiner Not war - also beschloss ich endlich an meinen Selbstschutz zu denken und brach den Kontakt ab. Es war ja nur eines von 100 Malen, dass ich ähnlich schlimmes von ihr erlebt hatte... Mein Gewissen packte mich leider wieder als mein Vater vor ein paar Monaten starb - ich brachte es nicht fertig in der Situation abzulehnen mit ihr zu reden - auch weil ich so einsam mit der Trauer war. Aber glaubt nur nicht, dass meine Mutter mir auch nur eine Sekunde ihre Hilfe anbat! Sie kam nicht um mich zu trösten oder Beistand anzubieten (sie selbst war seit über 20 Jahren von ihm geschieden und litt somit nicht selbst), nutzte meine Schwäche aber dafür, dass ich nun als Einzige der Familie wieder bereit war mit ihr zu reden. Seither ruft sie fast täglich an um mit jemandem plaudern zu können.

Jetzt bin ich ja vor ein paar Tagen umgezogen... ich war mit allem komplett allein und finanziell bin ich an der äußersten Grenze (bin nicht freiwillig umgezogen). Da ich nebenbei auch noch das Haus meines Vaters allein in schuss halten muss, habe ich nun einen sehr schmerzhaft verletzten Arm durch Überlastung. Meine Mutter rief ja wieder täglich an um pseudo-interessiert zu fragen wie es denn liefe - sie wusste nun also dass ich unter Schmerzen und in Panik es nicht zu schaffen allein weiter packen, organisieren und schleppen musste. Glaubst Du sie hätte mir aber nur eine Sekunde lang Hilfe angeboten? Natürlich nicht! Aber überall erzählt sie was für eine liebende, nette und besorgte Mutter von leider eiskalten Charakterschwein-Kindern sie sei. Wenn sie mich nun also anruft und mich süßlich-fröhlich mit dem Kosenamen den eigentlich nur mein Vater für mich hatte begrüßt, dann empfinde ich auch regelrecht Ekel...
 

Rufender

Aktives Mitglied
Hmmm... ich kenne Deine genauere Vorgeschichte nicht, aber ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen heraus zumindest gut nachfühlen, dass Dich Nähe zu Deiner Mutter "abschreckt" bis hin zu Ekel. Meine Mutter hat mich nicht körperlich missbraucht, "nur" seelisch. Sie war unberechenbar: Zuckerbrot und Peitsche. Im Wechsel mit aufdringlich-besitzergreifenden Liebesäußerungen einerseits, folgten von einem Moment zum anderen psychische Misshandlungen, pure Willkür und Bösartigkeiten, Beleidigungen und Gemeinheiten... Ich wurde im inen Moment gedrückt, dann geschlagen und terrorisiert...
Schwester, bist Du das?

Hat man bei Deiner Mutter eine Krankheit diagnostiziert?
 
A

+Atsirhc*

Gast
ich (20) bin schon seit einigen jahren von meiner alleinerziehenden mutter weggezogen, weil ich es dort nicht mehr ausgehalten habe. ich habe so gut wie keinen kontakt zu ihr, es sei denn sie schickt mir briefe, die ich aber nicht lese.

heute habe ich erfahren, dass sie einer freundin (auf deren frage hin ob es was neues von mir gibt) gegenüber geäußert hat "alles was sie[=meine mutter] im moment wolle sei mich (wieder) in einer art "tragesäckchen" mit sich herum tragen".

als ich das gelesen hatte ist in mir ekel der übelsten sorte aufgestiegen, mit sich streuben und brechreiz. ich finde diese formulierung/diese aussage irgendwie so abartig und widerwärtig, ich kann es gar nicht sagen und auch nicht erklären.

einige von euch wissen schon, dass ich von meiner mutter zeit lebens missbraucht worden bin. ich finde das könnte ein grund dafür sein. weil ich dann keine nähe von ihr mehr haben möchte, das wäre logisch.
aber ich finde komisch, dass ich gerade diese tragesäckchen-sache so abstoßend finde,
wenn sie gesagt hätte "ich würde meine tochter gerne umarmen oder auf die wange küssen" dann wäre das ja auch ein zeichen von suche nach körperlicher nähe gewesen. das wollte ich von ihr zwar auch nicht, aber das mit diesem trages*ckch*n, dass ekelt mich aus irgendeinem grund viel, viel mehr an als hätte sie so was gesagt.:eek:

könnt ihr euch darauf einen reim machen wieso ich so empfinde?


Tragesäckchen???:confused: Was bitte meinst du/meint sie damit???
 

lauren

Mitglied
Oh Gott ich wusste nicht, dass es noch mehr solcher Mütter gibt... Meine Mutter hat mich zwar nie umarmt oder mir gesagt, sie würde mich lieben. Manchmal hat sie mir Dinge gesagt, die klangen wie Vorwürfe, zwischen den Zeilen konnte ich aber lesen, dass sie alles nur aus Liebe tat. Aber diese öffentlichen Kundgebungen, wie toll sie sei und wie undankbar alle anderen, insbesondere ihre Tochter sei...- GENAU SO!
Sie hat sich so sehr aufgeopfert! So viel investiert! Und ich böse, böse Tochter lasse sie nun im Stich, verhalte mich seit Jahren unangemessen und undankbar. Ich solle froh sein, dass sie mir das Leben schenkte und ihr am Besten zeitlebens für ihre ganzen Bemühungen danken: Schläge, Beleidigungen, Undankbarkeit für jede Hilfe, die ich ihr bot, grundloser Rausschmiss, Verbote über Verbote, Drohungen, Blamage.
Als ich ihr nach dem Rausschmiss den Rücken kehrte, verbreitete sich schnell die Annahme aller ihrer Freundinnen, ich hätte es verdient, ich sei undankbar, frech und streitsüchtig.:rolleyes:

Am Besten fand ich noch, als sich meine Mutter bei mir ausheulte, dass sie ein Mädchen auf der Straße gesehen hätte, was ihre Mutter im Rollstuhl schob und mit ihr einkaufen war. Sowas würde ihre eigene Tochter ja niemals machen und im Alter würde sie sie ja ins Heim stecken, weil sie so kaltherzig ist.

Ja, ich gebe zu, sowas würde ich niemals tun. Bei dem Gedanken an Mutter-Tochterhaftes zusammen shoppen gehen und Rollsstuhlschieben und am Besten noch liebevolles Gekichere miteinander - Da kräuseln sich meine Fußnägel. Ich kann deinen Ekel verstehen!
 

Kralle

Mitglied
Ich kann deinen Ekel auch gut nachempfinden und könnte mir vorstellen, dass der Ekel v.a. dadurch hochkommt, dass deine Mutter nur ihr eigenes Bedürfnis im Blick hat. Wie ein kleines Kind, das seine Lieblingspuppe beim Spaziergang dabeihaben möchte. Was du bräuchtest, nämlich endlich Autonomie und Respekt, das kann sie gar nicht nachempfinden. Ich vermute bei ihr eine Empathiestörung.
"Tragesäckchen" hat für mich auch so etwas von "Einkaufstüte", also die umweltfreundliche Jute-Version. Dies könnte bedeuten, dass sie nicht einmal in der Lage ist, dich wie einen Menschen wahrzunehmen sondern eher wie ein Ding, das man im Supermarkt kauft.
Dein Ekel ist in meinen Augen ein gesunder Ausdruck von Distanzwünschen. Hätte ich auch bei einer Mutter, die nur ihre eigenen Bedürfnisse kennt und die Tochter nur als Teil ihrer Wunschphantasiewelt wahrnehmen kann.
Sag ihr doch mal, dass du dich irgendwie verar*cht fühlst, wenn du solche Dinge über eure Beziehung hörst und gerne wie ein erwachsener Mensch behandelt werden willst.
 

Stadtäffchen

Sehr aktives Mitglied
Ich gehöre auch zu denen die einen Ekel hat vor der eigenen Mutter. Es kostet mich eine dermaßige Überwindung sie nah neben mir sitzen zu haben, geschweige sie zu berühren.

Von ihr bin ich seelisch missbraucht worden, von deinteresse bis zur Abstreitung vor anderen meine Mutter zu sein.

Ich kann das Gefühl nachvollziehen.
 

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