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Einweisung in die Jugendpsychiatrie, wie gehe ich das an und was muss ich vorlegen?

Sizzur

Mitglied
Mir geht es schlecht und aufgrund dessen möchte ich mich in die Jugendpsychiatrie einweisen lassen, ich bin 15 Jahre alt, habe mich aber noch nie einer diagnose unterziehen lassen, das habe ich aber in der Psychiatrie vor. Jetzt frage ich mich, wie ich das angehen sollte, also was im Normalfall erlaubt ist, ob man oft durchsucht wird (ich habe keinesfalls vor etwas einzuschmuggeln, ich werde bloß unglaublich ungern angefasst), was man mitbringen sollte und muss, was man um jeden preis zu Hause lassen sollte. Ich bitte um eine ausfühliche antwort, erfahrungsberichte sind ebenfalls erwünscht, bestehen weitere fragen, werde ich diese in Form eines Kommentares gerne beantworten.
 

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Enjoy97

Mitglied
Geht es dir denn wirklich so schlecht dass du direkt in eine klinik gehen willst? Meiner meinung nach wäre es sinnvoller erstmal einen psychologen oder hausarzt aufzusuchen, die können erstmal eine klare diagnose stellen und dir sagen wie der weitere verlauf sein sollte. Die können dir dann auch mehr darüber berichten, wie es in der Psychiatrie ist und was man da beachten sollte.
 
L

LinusVanPelt

Gast
Ich kenne mich mit dem genauen Ablauf nicht aus, vermute aber, dass Du nur bei einer akuten Selbstgefährdung direkt in die Jugendpsychiatrie eingewiesen wirst. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du wirklich akut selbst gefährdet bist (Du dir also konkret etwas antun möchtest), dann musst Du dich für dieses Gefühl nicht schämen; erzähle deinen Eltern davon und bitte deine Eltern, mit dir sofort in eine Klinik zu fahren, damit ein Arzt dich einweisen kann.

Wenn Du nicht akut selbstgefährdet bist, solltest Du deinen Eltern dennoch von deinen Gefühlen (insbesondere der Diagnosebedürftigkeit) erzählen und ihr solltet schnellstmöglich einen Termin bei deinem Hausarzt vereinbaren; der wird dann beurteilen können, welche weiteren Schritte angebracht sind (ggf. ist eine stationäre Behandlung zunächst nicht erforderlich, sondern lediglich eine ambulante).

Du kannst dich - auch heute am Sonntag - bei dringendem Redebedarf im Übrigen auch anonym an die Telefon-Seelsorge wenden: 0800/111 0 111
 

Sizzur

Mitglied
Geht es dir denn wirklich so schlecht dass du direkt in eine klinik gehen willst? Meiner meinung nach wäre es sinnvoller erstmal einen psychologen oder hausarzt aufzusuchen, die können erstmal eine klare diagnose stellen und dir sagen wie der weitere verlauf sein sollte. Die können dir dann auch mehr darüber berichten, wie es in der Psychiatrie ist und was man da beachten sollte.
ich brauche eine Auszeit, ich bin mir sicher, dass es besser wäre in die psychiatrie zu gehen.
 

Sizzur

Mitglied
Hallo Sizzur,

es ist gut, dass du etwas für dich tun willst. Zur Aufnahme in eine Kinder-und Jugendpsychiatrie musst du - außer in Fällen akuter Selbst-und Fremdgefährdung- den Einweisungsschein deines Arztes vorlegen.
Es empfiehlt sich generell ein ausführliches Vorgespräch mit dem Arzt, da es eventuell sinnvollere Alternativen als die KJP gibt. Zum Beispiel eine psychosomatische Klinik.
Die KJP eignet sich nicht gerade für eine "Auszeit".
Dankeschön, ich wüsste nicht dass es in meinem umfeld psychosomatische kliniken gibt. Ich möchte wirklich nicht *ne runde chillen*, ich habe den drang mich selbst zu verletzen und ich sollte auf jeden fall beobachtet werden.
 

Sizzur

Mitglied
Hi,

ich wollte dir nicht unterstellen, dass du chillen willst. Aber die Jugendlichen, die von der KJP erzählen, betonen die "stressigen" Seiten, die anstrengenden Mitpatienten, die Medikamente, die Kontaktsperre zu Familie und Freunden und die klinikinterne Schule bei längeren Aufenthalten.
Es ist egal, ob eine Psychosomatik bei dir in der Nähe ist oder nicht. Für eine gute Einrichtung lohnt sich auch eine weite Fahrt.
Warum willst du direkt in die Vollen gehen und redest nicht zunächst mal ambulant mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin?
ich denke, dass wenn ich nicht aufs ganze gehe, ich das nicht schaffe und ich mich von der hilfe abwende, ich hatte das schon mal, aber jetzt möchte ich mir nicht mehr selbst im weg stehen.
 
G

Gast

Gast
In die KJP kommt man ohne akute Selbstmordgefährdung nicht einfach rein.
Selbst mit Überweisung eines Arztes bestehen Wartezeiten von 3-6 Monaten.
Wenn Du dazu neigst, Dich zu verletzen ( ritzen?), geh bitte zum Hausarzt oder Kinderarzt, der Dich vorerst an eine niedergelassene Fachkraft überweisen wird. aber auch da gibt es Wartezeiten.
Ich weiß nicht, wie es bei Deinen Eltern finanziell aussieht.
Privat geht es schneller.
Als erstes solltest Du überhaupt mit Deinen Eltern sprechen.
Wenn Dir das Vertrauen da fehlt, sprich in der Schule den Schulsozialarbeit an.
Der oder die wird mit Dir die notwendigen Schritte gehen!
 

Sizzur

Mitglied
OK, verstehe ich. Du willst dir einen eventuellen Rückzug unmöglich machen. Das ist klug. Möchtest du ohne Vorgespräch direkt dort hingehen und bleiben? Willst du deine Eltern informieren oder soll die Klinik das machen?
ich möchte mit meiner mutter dort hingehen, aber sie wird mich nicht verstehen, deshalb weiss ich nicht ob es eine gute idee ist, andererseits, wenn ich mich nicht verabschiede, .. verletzt es sie. es ist eine zwickmühle.
 

estrelle

Mitglied
Ich denke wenn man aber das Gefühl hat man möchte dorthin, dann ist das definitiv ein guter Gedanke, der einen zu einem Ort des Schutzsuchens und der Hilfe führt - letztlich haben die dort ja eh auch ein erstgespräch und da wird sich zeigen ob du bleibst, letztlich musst du aber wissen ob du gerne alleine dorthin magst oder mit Begelitung, denk trotzdem zu allererst an dich.
 

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