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Einsturz des Kölner Stadtarchivs - Merkwürdigkeiten

E

EuFrank

Gast
Hallo Leser!

Ist es nicht merkwürdig, dass ausgerechnet ein so exponiertes Gebäude wie das Stadtarchiv vernichtet wurde?

Sehr erfreulich ist die geringe Anzahl an Verletzen oder Toten. Auch dies scheint ein großer Zufall zu sein. Hätte es einen besseren Zeitpunkt für den Einsturz geben können? Weiß jemand noch den genauen Einsturzzeitpunkt?
 

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määäx

Mitglied
Hallo Leser!

Ist es nicht merkwürdig, dass ausgerechnet ein so exponiertes Gebäude wie das Stadtarchiv vernichtet wurde?

Sehr erfreulich ist die geringe Anzahl an Verletzen oder Toten. Auch dies scheint ein großer Zufall zu sein. Hätte es einen besseren Zeitpunkt für den Einsturz geben können? Weiß jemand noch den genauen Einsturzzeitpunkt?
hey frank ... gebäude haben meiner meinung nach auch ein verfallsdatum sie halten auch nicht ewig, obs jetzt nun ein stadtarchiv oder ein familienhaus ist spielt meines erachtens keine rolle ... und naja erfreulich kann die anzahl der toten, wenn sie auch gering ist, in meinen augen nicht sein ...

lg
 
B

Benjamin-29

Gast
Hallo EuFrank,

von der Sache her ist es nicht erstaunlich. Wenn der Untergrund nachgibt, stürzen auch nicht exponierte Gebäude ein. Auch wenn es Neubauten wären.

Köln liegt ja am Rhein. Und weil Flüsse ihr Flussbett im Laufe der Zeit verändern, steht die Stadt auf den Sanden und Schottern, die der Rhein in den letzten Jahrtausenden dort abgelagert hat.
Auf Sand kann man -entgegen dem Sprichwort- wunderbar bauen, solange man Häuser oben drauf stellt.
Wenn man aber anfängt im Sand zu graben, dann fallen die Seiten der Grube immer wieder zu. Das kennt man ja, wenn man am Strand ein Loch buddeln will. Genau das ist dort auch passiert.

Die Baugrube der U-Bahn, direkt vor dem Stadtarchiv war nun fast 30 Meter tief und musste senkrecht abgeschachtet werden. Die Seitenwände waren zwar gesichert, aber durch den starken Regen hat diese Sicherung wohl nicht gehalten - und wenn nasser Sand erstmal anfängt zu rutschen, dann rutscht es richtig. Das Gebäude ist dann sozusagen hinterhergekippt.


Ich hatte mal ein Projekt, bei dem unter einem Kölner Schwimmbad ein paar neue Fundamente gesetzt werden sollten. Die Bauarbeiter haben im Keller Löcher in die Bodenplatte geschnitten und angefangen für die Fundamentgruben den Sand unter dem Gebäude auszubaggern. Die Löcher sollten nur je 1 mal 1 m groß werden, aber der Sand rieselte von den Seiten nach - so dass unter jedem Loch ein Trichter entstand, der immer größer wurde. Dort hat man es rechtzeitig gemerkt und aufgehört zu baggern. Man sieht daran aber, wie schnell so etwas gehen kann.
 
B

Benjamin-29

Gast
Man kippt möglichst schnell Beton in das Loch, damit der Trichter nicht mehr grösser wird. Zusätzlich bohrt man rund um den Trichter Löcher und steckt Lanzen in den Untergrund. Dann wird durch die Lanzen so lange Beton eingepresst, bis es alle Hohlräume aufgefüllt sind. Das machen die in Köln gerade auch so ähnlich.
 
H

hablo

Gast
köln liegt geologisch nicht all zu günstig, das stimmt.
die ganze gegend liegt ja an einer verwerfung, wenn ich mich nicht täusche.....

man sagt, ein mitarbeiter habe im sommer im keller des archivs einen riss oder risse bemerkt, und dies an seine vorgesetzten weitergeleitet (dienstweg halt). anscheinend ist da nichts passiert.
vllt. hat der vorgesetzte angst gehabt vor all möglichen gutachten, sonstigen maßnahmen bis hin zu räumungen....
jetzt hat man den salat.....
angesichts der hohen bevölkerungsdichte, des publikumsverkehrs sowie der eingelagerten 'schätze' war das todschweigen unverantwortlich.

aber wenn das kind in den brunnen gefallen ist, lassen sich halt leicht unkenrufe ausstoßen.....

klar, die zahl der toten/verletzten hätte höher sein können.
aber ob ein einsturz um drei uhr nachts (kein publikumsverkehr, keine angestellten) noch etwas weniger fatal gewesen wäre, ist schwer zu sagen.
war einer der toten nicht aus einer wohnung nebenan?
da um drei uhr nachts die meisten leute schlafen, hätte es auch mehr verschüttete geben können.
 
B

Benjamin-29

Gast
vllt. hat der vorgesetzte angst gehabt vor all möglichen gutachten, sonstigen maßnahmen bis hin zu räumungen....
jetzt hat man den salat.....
angesichts der hohen bevölkerungsdichte, des publikumsverkehrs sowie der eingelagerten 'schätze' war das todschweigen unverantwortlich.
Schwer zu sagen. Risse gibts eigentlich immer, wenn neben Gebäuden gebuddelt wird. Die können aber auch von harmlosen Senkungen im cm-Bereich kommen. Darum müssen die Risse aus dem Sommer nichts mit dem Abrutschen zu tun haben. Es könnte auch sein, dass die Baugrube nur wegen dem Regen eingefallen ist. Oder dass einfach der Verbau einen Fehler hatte. Oder alles zusammen. Möglicherweise fällt das unter die paar Prozent Restrisiko, die es immer gibt.
 

mikenull

Urgestein
Mich wundert´s das unsere Gläubigen nichts dazu sagen. Na? Könnte der Einsturz nicht auch eine Strafe Gottes ein? Weil vielleicht zuviele Abtreibungskliniken in der Nähe sind?
Ich finde es jedenfalls begeisternd wie die Behörden jegliche Schuld von sich weisen.....
 
E

EuFrank

Gast
Aber warum hat es unter den sigtausenden von Kölner Häusern ausgerechnet das Stadtarchiv getroffen?
 
H

hablo

Gast
das gebäude einstürzen oder abrutschen, ist ja nicht das erste mal.
aber meist trifft es ganz profane bauten ohne spezielle funktionen, so dass diese vorfälle nicht so stark in der öffentlichen wahrnehmung sind....
 

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