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einsamer und depressiver Student versucht seine Video-Spielsucht zu bekämpfen

Geronimo0302

Neues Mitglied
Hallo,

ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir einen Ratschlag auf meine aktuelle Situation geben könntet. :)
Um sich eine Vorstellung über meine Krankheitsgeschichte machen zu können, stelle ich Sie im Folgenden dar:

In meiner Jugend war ich sehr lange lebensmüde, sodass ich sehr oft zu Hause war. Es gab sehr viele Tiefpunkte in meinem Leben, die mit Schmerz, Trauer, Angst und Einsamkeit verbunden waren. :(:(
Ich denke, dass ich aus diesen und weiteren Gründen anfing, stundenlang Videospiele zu spielen. (oft 4-12 Stunden an einem Tag)
Nachdem ich glücklicherweise mein Abitur bestanden hatte, fing ich das Studium mit 21 Jahren in diesem Semester an.

Ich habe ein paar Fortschritte in meiner persönlichen Entwicklung machen können, worüber ich sehr glücklich bin. (mehr Kontakt mit Menschen, Vereinssport, etc.)
Leider schaffe ich es nicht mit dem Computerspielen aufzuhören. ( Das Spiel "Magic" weist hohes Suchtpotenzial auf)
Wenn mir langweilig ist oder wenn ich ein paar Stunden Nichts zu tun habe, spiele ich oft bis in die späte Nacht hinein.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir ein paar Ratschläge geben könnt, wie ich mit dem Computerspielen aufhören kann.
Zudem sind auch andere Meinungen, Kommentare oder Erfahrungsberichte erwünscht, die sich auf meinen dargestellten Bericht beziehen.
 

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G

Gelöscht 75067

Gast
Spiel deinstallieren, da sich deine Sucht nur auf ein Spiel beschränkt. Hat bei mir und League of Legends Wunder bewirkt :D
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich habe es bei mir nie als Sucht bezeichnet, aber es gab Zeiten, zu denen ich auch 10 Stunden am Tag spiele konnte. Damals waren es vor allem Dark Age of Camelot und später World of Warcraft.

Die Frage ist: ist es eine Sucht?
Wenn es eine Sucht ist, die die von Dingen abhält, ist es schlecht. Man sollte neben Spielen auch Schule, Studium, Arbeit, Haushalt und Sozialleben hinbekommen.

Ich frage das deswegen so offen, weil ich seit zig Jahren nun weit weniger spiele, aber das nicht automatisch zu einem erfüllten Real Life geführt hat. Es ist nicht damit getan, das Spiel wegzuwerfen, sondern man muss sich ein Leben aufbauen, was erfüllend ist: Beruf, Partnerschaft oder was auch immer.

Mir geht es heute manchmal so, dass ich mich an die zeit damals zurücksehne. Ich hatte in den Spielen eine Beschäftigung, ein Ziel, Freunde, Erfolge. Ich war ehrlich glücklich. Nicht immer, aber es ist keine Zeit, die ich bereue.

Du schreibst ja selbst "du spielst wenn du nichts zu tun hast". Und genau das ist der Knackpunkt. Das Spielen ist garnicht unbedingt das Problem, sondern dass du scheinbar nichts besseres zu tun weißt. Schaffe dir ein schönes erfülltes Leben. Wenn du dann am Abend noch ne Stunde spielst, ist das ok.
 

roman12

Aktives Mitglied
Die Spiele mit dem stärkten Suchtpotenzial sind oft diejenigen, wo man etwas freischaltet, eine Highscore knackt und/oder wo man möglichst oft online und wachsam bleiben muss, damit man nicht überrannt wird von Leuten, die noch deutlich öfter on sind ;)

Spiele ohne diese Features haben dieses hohe Suchtpotenzial eher nicht.
 

VieleAlsEins

Mitglied
Hallo Geronimo,

es freut mich, dass Du so wunderbare Fortschritte gemacht hast. Du hast damit das geschafft, was im Leben das Schwierigste ist. Und warum es ja eigentlich auch geht.

Du hast das bestimmt, was Du nicht willst und hast Dich bewusst auch gegen Widerstände durchgerungen zielgerichtet zu handeln. Zielgerichtet auf etwas was Du Deinem eigenen wertvollen und wunderbarem Gefühl nach als für Dich richtig erkannt hast!

Ich freue mich so sehr, dass Du das geschafft hast!

Auch ich habe dies vor langer Zeit bei mir erkannt. Ich habe erkannt, dass ich falschen Neigungen nach lebe. Auch ich habe zu lange und zu viele Videospiele gespielt und damit wertvolle Energie und Zeit vergeudet mit der ich meinen Geist, meinen Körper und mein Leben hätte aufbauen können.

Ich habe diesen Missstand erkannt und wollte mich und mein Leben ändern. Daraufhin habe ich einen Beschluss gefasst und einen Tag buchstäblich als Anfang einer neuen, persönlichen Zeitrechnung gesetzt.

Ich habe durch das Hinterfragen der Welt, des Weltalls, der Situation in der sich die Menschen auf dieser Welt befinden und meiner eigenen Lage ein eigenes Gedankenmodell und daraus einen eigenen Glauben und eine dazugehörige Zielsetzung entwickelt.

Ich empfehle Dir mit einer Tafel und einem Board-Marker zu arbeiten.

Ich stehe Dir mit meinem Rat zur Seite, wenn Du ihn willst und wünsche Dir einen guten Abend mein Freund im Geiste.

Bis dahin - fühle Dich erhellt, ermutigt und gestärkt im Wissen, dass ich an Dich in Deinem Kampf, dem Kampf den wir alle alleine kämpfen müssen, denke und Dir meine Energie und Sympathie sende.

Fühl Dich umarmt, mein Bruder.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ursu

Mitglied
Ich kann deine Situation ein bisschen nachvollziehen.
Zu Schulzeiten hatte ich nicht viele Freunde und suchte nach einer Quelle für Bestätigung. Ich hab schon als Kind hin und wieder gespielt, nur irgendwann wurde das immer mehr, sodass ich nach der Schule bis zum schlafen gehen durchgängig gezockt habe. Dafür habe ich mich gehasst, es war wie eine Sucht, die mir gleichzeitig die von meinen Mitschülern vermisste Bestätigung schenkte. Zum Glück hatte ich nie Probleme in der Schule, aber ich wusste, dass das Studium nicht so 'einfach' werden würde.

Ich wusste das ich was ändern muss. Also hab ich meinen PC vor meinem Umzug fürs Studium an meinem Bruder verschenkt und mir einen Laptop ohne Grafikkarte gekauft, so dass spielen schlicht weg unmöglich für mich wurde. Ich wusste nur so kann ich es schaffen davon wegzukommen. Deinstallieren hat bei mir nie auf Dauer geholfen.

In der neuen Stadt habe ich dann das erste Mal viele neue Leute kennengelernt, habe so etwas wie einen Freundeskreis bekommen. Allerdings musste ich noch mehrfach täglich ans zocken denken, dass Monate lang! Da es aber keine Möglichkeit gab zu zocken, gab es für mich nur eins: weiter machen! Und so bin ich jetzt im 3ten Semester und habe es geschafft vom spielen komplett loszukommen. Ich weiß jetzt, dass spielen schädlich ist für mich.

Früher hab ich mir immer eingeredet, dass ich auch nur zocke, wenn ich nichts anderes habe. Aber ich habe mitlerweile gemerkt, dass ich mich nur selbst belogen habe. Man macht sich immer irgendwie Zeit frei fürs zocken, ob man es merkt oder nicht. Mal nicht zocken und langeweile haben und schon finden sich Ideen was man machen könnte. Nur bei dir gibt es immer den ausweg PC, so dass du dir nie alternativen überlegst. Bücher lesen, mal ne Runde laufen gehen, abends auf der Couch mit den Eltern Fernseh schauen (auch das ist besser als Zocken), fragen ob ein paar Kumpels auf den Zocker wollen. Überleg dir was, es gibt tausende Dinge.

Deshalb auch an dich. Werd die scheiß Kiste los. Und falls nicht, versuche dir selber die Möglichkeiten zum spielen zu nehmen. Rede mit deinen Eltern darüber, sag ihnen was du vorhast. Ich habe mich nie an meine Eltern damit gewandt und bereue es bis heute! Die werden nichts lieber tun, als dir zu helfen.

Du hast erkannt, dass es nicht so weiter gehen kann, du bist auf den richtigen Weg!
 

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