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Einsam wegen Versetzung in eine neue Stadt

Knuddelth

Mitglied
Hallo zusammen,

ich wurde vor ca. 7 Monaten nach HB versetzt und bin total unglücklich.

Vorgeschichte:
Ich habe einmal mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich habe bei einer öffentlichen Behörde die auch im Einsatzdienst bundesweit tätig ist meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten gemacht.
Ich wurde danach für zwei Jahre in eine Abteilung übernommen, wo mir die Arbeit auch viel spass gemacht hat.Es hat etw. mit der Verwaltung von Fahrzeugen und Ausstattung in dieser Organisation zu tun.
Als das neue Dienststellenkomzept verabschiedet wurde gab es auch weiterhin meine Stelle in diesem Bereich, jedoch mit der TvÖD 8( Tarifvertrag Öffentlicher Dienst) Ich hatte zu diesem Zeitpunkt die Entgeldgruppe 5. Der neue Dienststellenleiter sagte mir in einem Gespräch, dass diese Entgeldgruppe für mich aufgrund meiner EG 5 ein ziehmlicher Sprung wäre. Diese EG 8 wäre etwas für langjährige Mitarbeiter. Ich erfülle zwar die Vorraussetzungen aber ich soll mal rauskommen und in eine andere untergeortnete Diensstelle wechseln. Ich betonte schon damals meine Bedenken, da ich kein Mensch bin den man verpflanzen kann. Hierzu gab er mir die Auskunft ich kann ja auch den Vertrag auslaufen lassen und den dabei entstehenden Vertrag nicht annehmen.:mad::mad::mad:
Es verging ein Jahr und viele Gespräche dazu, wo ich immer sagte ich habe es nicht auf die hohe Gruppierung angesetzt, sondern darauf das ich zu Hause bleiben kann. Meine Kollegen waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden und auch mein Sachbearbeiter wollte mich behalten. Alles hat nichts genutzt und die Stelle wurde ausgeschrieben. Ich habe mich natürlich drauf beworben. Es kam zum Auswahlverfahren, wo ich nicht genommen wurde, sondern jem. aus Süddeutschland mit der selben EG 5 wie ich. Der Herr war Arbeiter in einer Geschäftsstelle und nun wirklich nicht besser als ich und hat noch nicht mal eine Verwaltungsausbildung. Der Personalrat hatte mich auch verraten und die Interessen sogar der anderen beiden Kollegen aus unserem Länderverband wurden nicht genommen, wo auch eine Kollegin mit einem Zeitvertrag unterzubringen war. Toll und der Macker aus Süddeutschland war unbefristet. Schön so einen Personalrat zu haben!!!!!!! Oder.....?
Begründung unsere Cheffs war er kann mehrer Sprachen und hat die IATA-Qualifikation. Und das ist garnicht Vorraussetzung für diese Stelle.
Mein Sachbearbeiter war sehr bestürtzt über diese Entscheidung aber was soll er schon anrichten.
Naja ich erhielt meinen Vertrag für Bremen, selbe Tätigkeit und die Entgeldgruppe 6.
Im Gespräch sagte der Dienststellenleiter noch zu mir "Sie müssen den Vertrag nicht annehmen" Er wusste ja genau das mein 2 Jahresvertrag auslaufen würde. Für den Spruch hätte ich ihn am liebsten zusammengeschlagen, damit er weiss was er getan hat. Aber was blieb mir anderes, als das Angebot anzunehmen.

Ich musste alles Aufgeben Freunde in der Woche, Familie und alles was mir lieb war.
Meine Aufgabe als Einheitsführer "Hobby" musste ich auch aufgeben, somit hatte ich keine Aufgabe mehr.

Neue Arbeitsstelle:
Ich zog also von Hannover nach Bremen. Am Anfang als alles neu war, hatte ich meinen Frust, Kummer und alles was für mich schlimm war in dieser zeit vergessen.
Aber es dauerte nicht lange und ich wurde gefrusteter den je. An den Wochenenden wo ich arbeiten musste, fühlte ich mich sehr einsam. Ich beschloss dieses zu ändern und wollte in eine neu Einheit eintreten um wieder eine Aufgabe zu haben. Doch ich stellte fest, dies ist nicht meine Welt und Menschen.
Die Arbeit war ganz ok. Die Kollegen nett usw. Mein mir unterstellter Kollege steht kurz vor der Rente und hasst den Laden auch. Weil man damals die Kraftfahrer abgeschafft hatte und er auf wirklich viel Geld verzichten musste dadurch.
Ich wurde immer sturer und eigensinniger und begann mich zu verändern im negativen Sinne. Ich denke die ganze Zeit an zu Hause und an mein altes Leben, dass ich jetzt nurnoch am Wochenende habe.
Ich drücke mich nur noch vor Wochenenddiensten damit ich nach Hause kann. Ich habe angst vor dem Wochenende hier, da ich mich sehr einsam und gefrustet fühle.
Manchmal passiert es so, ich sitze vor dem Comtuper z.B und die Wut packt mich total. Das endet damit das ich Gedanken hege meine Vorgesetzten die mir das angetan haben, nach dem Dienst abzufangen und zu verprügeln, damit sie wissen wie das ist. Ich höre sehr oft traurige Musik wie I'm draming of home.
Ich hasse diese Stadt und alles was damit zu tun hat. An alle Bremer bitte nehmt das nicht persönlich, es hat nichts mit Euch zu tun.
Ich lebe nurnoch am Wochenende, dann muss ich meistens mich ins Auto setzten und durch die Stadt fahren, um meine Stadt und meine Heimat "zu Hause" zu sehen, sonst geht es mir nicht mehr gut.
Oft gehe ich mit dem Hund spazieren und schaue mir meine gegend an und denke wie schön mein Leben einmal war.
Jeden Sonntag bekomme ich einen kotzreitz wenn ich wieder weg muss und der HASS steigt in mir. Ich beneide die Menschen auf der Starße, dass sie hier bleiben können.:(:(

Meine Freunde helfen mir das alles zu verarbeiten, ich finde das total lieb.

Wenn mein ehm. Sachbearbeiter auf Dienststelleninspektion bei uns ist, werde ich voll Eifersüchtig wenn er den Hof verlässt. Ich schaue oft hinterher und möchte gerne mitfahren.
Mein Blick hinter dem Auto her reicht sogar meistens 10min danach aus und ich denke an zu Hause.

Mittlerweile ist mir hier alles SCHEIßEGAL und ich schmeiße wirklich ummich damit. Und meine Motivation singt von Tag zu Tag. Ich rechne schon die Stunden aus bis ich wieder nach Hause kann und weine viel dabei. Hat aber auch damit zu tun das meine Cheffin nie zufrieden ist.

Am Freitag habe ich nen Einlauf bekommen weil ich zu einer Anstehenden Tagung mir einfach Urlaub nehme, was mir denn einfiel!!!!:mad:
Ich explodierte und schrie, das ich nie wieder mein Leben nach diesem scheiß laden richten würde. Naja im ÖD kann man sich sowas erlauben, in der wirtschaft hätte ich mir das nie getraut. Und das von uns dort dann keiner ist, ist dann halt so es ist alles so gewollt.

Ich will hier nurnoch weg!!!!!!!!!!!!!!!! Ich halte das nicht mehr aus!!! Ich kenne mich selber nicht mehr. Ich will wieder lachen. Ich habe Angst nie wieder in Hannover zu leben.

Ich merke wie das Leben an mir vorbeizieht und ich jeden Tag zu Hause verpasse.

Ich hoffe nur bald einen neuen Job zu finden in Hannover.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in meinen traurigsten Lebensabschnitt geben, den ich auch bald wieder vergessen möchte.

Ich bin kein Mensch für ein anderes Leben in einer anderen Stadt und die A********* meinen " Es wäre gut für meine persönliche Entwickelung" HA, dass ich nicht lache. Ich verachte diese Leute wenn ich sie sehe und lasse sie an meinem unmut teilhaben und teile blöde Sprüche zu ihnen ab.

Ich fahre jedes Wochenende nach Hause und es kostet mich viel Geld, aber ich mache es um meine Seele zu trösten.

Danke für Euer zuhören!!!!
 

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Beate

Sehr aktives Mitglied
Hallo Knuddelth,
ich kann nachempfinden wie Du Dich fühlst. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation wäre es ein Risiko wenn Du kündigen würdest; andererseits ist Dein jetziges Leben nicht schön. Gibt es eine Möglichkeit für Dich wieder nach Hannover zu ziehen? Selbst wenn Du weniger verdienen würdest in einem anderen Job, solltest Du überlegen Dir eine andere Arbeit in H zu suchen.
 

Knuddelth

Mitglied
Hallo Beate,

danke Dir für Deine Antwort. Ich suche schon momentan einen neuen Job in Hannover. Aber das Warten und kein Ende des Tunnels zu sehen macht mich fertig.

LG

Knuddelth
 

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