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einfach keine Lust mehr

N

Nur-ein-Gast

Gast
Hallo,
ich wollte hier nur mein kleines Problem schildern, da ich nichts besseres zu tun habe und es mir mal wieder sehr schlecht geht.
Zu mir: bin w und 27 Jahre alt.
Also kurz gesagt: ich habe einfach keine Lust zu leben.
Ich habe keine Interessen und keine Freunde...ich finde einfach alles unnötig und langweilig (damit meine ich auch die Menschen in meiner Umgebung...mich übrigens auch).
Ich wollte mir ein Hobby suchen, doch das klappte nicht, weil ich nirgendwo ein Sinn darin sah.
Ich habe zwar einen gut bezahlten Job, doch davon habe ich nichts...ich gebe das Geld nur für die Miete etc. aus und für das bisschen Essen, das ich brauche.Somit verwahrlost das Geld auf meinen Konto (klingt geizig und komisch, ich weiß).

Inzwischen lasse ich mich ziemlich gehen:
- Trage verschlissene bzw. völlig verwaschene Klamotten, war seit Jahren nicht beim Friseur (nur duschen tu ich Gott sei dank noch xD ...das war's aber auch schon).
- Am Wochenende liege ich nur im Bett und esse bzw. trinke nur wenn's unbedingt nötig ist ( Ich habe inzwischen schon leichtes Untergewicht.)


Ich weiß gar nicht, wie ich da wieder rauskomme.
Von Psychiater halte ich nichts. Ich glaube mir ist nicht mehr zu helfen...
 

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G

Gast

Gast
Ich glaube mir ist nicht mehr zu helfen...
Wieso schreibst Du dann hier?
Was können wir Dir empfehlen, wenn Du nichts von Psychiatern hältst? Vermute mal, da sind auch Psychologen eingeschlossen...
Was Du schreibst klingt nach Depressionen. Die gehören in Behandlung, genauso wie eine Grippe, ein Beinbruch oder Krebs! Was sagt denn Dein Arzt zu Deinem Untergewicht?
 

fiile

Mitglied
Ging es dir schon immer so? Gab es einen Auslöser dafür, dass es dir jetzt so geht? Hast du schon mal mit jemanden darüber geredet oder geschrieben? Vielleicht Hilft dir ja Sport? Nach dem Laufen kriegt man Glückshormone und so, vielleicht tun sie dir gut :) Kannst dir ja ein Ziel setzen.. und daran arbeiten und dann erscheint vielleicht alles nicht mehr so Sinnlos..
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Ich glaube mir ist nicht mehr zu helfen...
Doch das glaube ich wohl.

Es ist Teil deiner Krankheit, daß Du Hilfe, Genesung, Heilung für ausgeschlossen hälst. Aber sie ist da und Du darfst sie Dir auch holen.

Geh zu den Profis. Stell Dich da vor, laß Dich untersuchen und hör, wozu sie Dir raten.


Als ich in einer ähnlichen Situation war, habe ich mir vorgestellt, was würde ich machen, wenn mein geliebter Hund so eine Wesensveränderung hätte und trübsinnig würde? Erstmal Tierarzt und abklären, ob es eine körperliche Ursache dafür gibt und wenn nicht, dann vielleicht Tiertrainer. Und genauso habe ich es auch bei mir gemacht: Hausarzt, Gynäkologe, Heilpraktiker und letztendlich Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.


Sei es Dir selbst wert, Deine Lebensumstände zu verbessern.

Ich wünsche Dir die Einsicht und die Zuversicht, zu erkennen, daß Hilfe möglich ist. Und die Kraft und die Selbstwertschätzung, Dir diese zu nehmen.
 
Z

Zargabas

Gast
Selbstverständlich wäre irgendeine Art von Theraphie das sinnvollste, jedoch wer will das in einer Situation wie deiner schon hören? Das würde heißen man müsse zugeben, dass man krank ist und professionelle Hilfe braucht, das kostet Überwindung und verdammt viel Kraft.

Fürs erste wäre es für dich wichtig herauszufinden woran es liegt, warum du dein Leben für sinnlos erachtest. Offen und ehrlich mit dir selber sein, zurückzublicken und nach Problemen schauen, die dich jetzt wieder eingeholt haben könnten.(Familie,Mobbing,traumatische Vorfälle..etc.)

Dir selber auch ein Paar wichtige Fragen stellen: Warum finde ich die Menschen aus meiner Umgebung so schrecklich langweilig? Hatte ich das Gefühl schon immer oder ist es erst neulich aufgetreten? Gab es nicht vielleicht früher etwas was ich gerne getan habe und es jetzt einfach vernachlässigt habe?(Hobbies,Leidenschaften,whatever) Gibt es nichts auf der Welt das ich machen wollen würde?(scheiß egal wie schwer es zu kriegen, zu erreichen ist oder wieviel Kraft es mich kostet)

Kurz gesagt..ein wenig Selbstreflektion üben und dir darüber im klaren werden wer du bist, was du willst und warum du dich gerade so beschissen fühlst. Es gibt immer einen Grund, auch wenn dieser nicht sofort sichtbar wird.

Scheinbar willst du noch nicht, das alles vorbei ist. Du hast deine Hand ausgestreckt und irgendwo nach Hilfe gefragt. Ein Teil von dir glaubt immer noch daran, dass sich was ändern kann, so klein auch dieser sein mag. Das ist gut, das ist ein Anfang.

Auf einer persönlichen Ebene kann ich deine Gleichgültigkeit und Träge nur zu gut verstehen. Wenn man nicht gerade religiös ist, dann ist es ziemlich warscheinlich, dass das Leben nicht wirklich einen Sinn macht. Viele Fakten sprechen dafür, dass unsere Ableben in völliger Leere endet und all das was wir bis dahin getan haben kaum Bedeutung hatte: Jegliche Interaktionen mit Menschen, all unsere Gefühle, Worte die wir sagten, Worte die wir bereuten haben nicht gesagt zu haben, Leidenschaften gelebt oder nie gefunden haben. Der Gedanke mag sehr demotivierend erscheinen und nicht wirklich viel Spielraum für Optimismus bieten, allerdings -was bleibt uns anderes übrig als das Leben so zu nehmen wie es ist und das beste aus dem Scheiß zu machen? Dieser simple Gedankengang gab mir oft viel Kraft und schwächte meine Furcht vor vielen Dingen ab.

Dennoch müssen wir unserem Leben selbstständig einen Sinn geben, egal was es am Ende dabei rauskommt, solange wir alleine damit zufrieden sind. Willst du das? Du musst dir doch oft die Frage stellen: ''Wars das? Ist das alles was mein Leben zu bieten hat?'' NEIN! Noch nicht, du hast noch nicht alles versucht.

Such dir ein offenes Ohr. Einen offenen und aufrichtigen Menschen, der dich nicht mit langweiligen Clichês zuquatscht und erwartet, dass es dir dann aufeinmal besser geht oder dich in irgendeiner Weise anregt über etwas nachzudenken. (Selbst mit Menschen im Netz schreiben kann ein solider Anfang sein)

Und wenn du eines Tages bereit dazu bist, suche dir einen Therapeuten, um all deine Probleme weitaus professioneller und langfristiger lösen zu können.
 

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