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Einen Begriff richtigstellen!

Tyra

Sehr aktives Mitglied
wieso ist der Begriff Selbstmörder völlig blödsinnig? Fakt ist ja dass sich jemand selber ermordet. Also Selbst-Tötung mit Vorsatz..also macht der Begriff Selbstmörder schon irgendwo Sinn.

Und klar haftet diesem Begriff was Negatives an, eine solche Handlung riecht nach Verzweiflung, Wegrennen, Schwäche und Menschen sind halt auch nur Tiere, die Schwäche nicht mögen und negativ bewerten..weil und Schäche evolutionär gesehen nix nutzt, sondern der Gesamtpopulation eher schadet. Es braucht ausreichend starke Menschen die mit dem Leben klar kommen anstatt Wege zu suchen davor wegzurennen. Klar kann jeder mal nen Durchhänger haben und schwach sein..sofern man das wieder in den Griff kriegt und wieder hochkommt ist das kein Thema.

Oft ist der Auslöser für Selbstmordgedanken oder Selbstmordversuche eine psychische Krankheit, Depression z.B...klar meiden die Menschen instinktiv kranke Mitglieder in ihrer Mitte zunächst...es sei denn diese verhalten sich mit Restvernunft und suchen sich ärztliche Hilfe um die Krankheit in den Griff zu kriegen. Jedes normale Wesen will Leben und unnormales Verhalten freiwillig vor Ablauf des natürlichen Haltbarkeitsdatums in den Tod zu gehen irritiert und schreckt ab.
Das sind die Fakten aus der Wissenschaft.

Ich finde es schon sehr gewaltsam und auch grausam sich gegen sich selber zu richten und zu versuchen sich das Leben zu nehmen. Autoaggressiv.... und man sollte gucken wo die Auslöser liegen und ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt seinen inneren Konflikt zu lösen. Dann ist eine Begriffsrichtigstellung ohnehin ggf. überflüssig.

Tyra
 

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Weisswolf

Mitglied
Einen Menschen der einen Suizid unternommen hat, als Mörder zu bezeichnen ist Menschenverachtend. Denkt doch mal an die Hinterbliebenen. Man bezeichnet deren Kind, oder den Partner als Mörder. Wie würde man sich fühlen, zum Beispiel als Vater, dessen Kind sich das Leben genommen hat, wenn man zu ihm sagt Dein Kind ist ein Mörder.

Würde man sich nicht vehement wehren, wenn man fälschlicherweise als Dieb bezeichnet wird? Wie würden Menschen reagieren denen dies passiert? Würden sie still bleiben und sagen, nun ja ist halt so?

Ein Mensch der zum Beispiel einen Suizidversuch unternommen hat, ihn dann als Mörder abzustempeln, treibt man diesen nicht noch weiter in die Enge? Ist solch ein Mensch im eigentlichen Sinne nicht ein Opfer? Ein Opfer seiner Krankheit? Und dieser soll als Mörder, sprich als Täter verurteilt werden? Weiß man eigentlich was man solch einem Menschen da antut?

Wie sensibel sind wir Mitmenschen eigentlich? Meine persönliche Meinung ist, dass Menschen die diesen Begriff bewusst und in voller Absicht verwenden nicht einen Funken Sensibilität in sich haben. Sie verurteilen, wo es nichts zu verurteilen gibt. Sie reden schlecht über Menschen, ohne vielleicht den Hintergrund zu kennen. Abgestempelt ist ein Mensch schnell. Und wenn andere Menschen hören, „was dein sein Sohn ist ein Mörder“, wird in der Regel nicht hinterfragt, sondern akzeptiert. Und das bleibt dann ewig haften. Dies betrifft doch alle Straftäter die einmal fälschlicherweise betitelt wurden. Das bleibt ewig haften. Und sind diese Menschen nach dem Deutschen Rechtsgesetz Täter? Nein selbst hier sagt der Gesetzgeber ein klares nein. Aber der Pöbel, ich benutze mit voller Absicht diesen Begriff, nicht um Offtopic zu sein, sondern um einfach zu zeigen wie man sich fühlt, wenn man fälschlicher weise so bezeichnet wird, und genauso ist es ein Begriff von früher, also Sprachgebrauch. kennt es nicht anders als einen Menschen der am Boden liegt dann noch drauf zutreten. Und genau das ist es was man tut.

Ein Mensch mit klarem Verstand kann und wird diesen Begriff in diesem Zusammenhang niemals verwenden. Versetzt Euch in die Opfer, versetzt Euch in die Hinterbliebenen, wenn man diesen Begriff verwendet.
 

Sori

Sehr aktives Mitglied
also ich bezweifle, dass sich die meisten Angehörigen von Selbstgetöteten an dem Wort "Selbstmörder" stören. Die haben weiß Gott andere Probleme als die Begrifflichkeit.
Und man sagt ja auch nicht Mörder, sondern Selbstmörder, wenn überhaupt. In der Regel nennt man die Toten beim Namen oder verwendet Begriffe wie "Dein Sohn", "Deine Frau", etc.

Im Übrigen verwenden Suizidgefährdete diesen Begriff selbst oft genug. So dramatisch kanns also nicht sein.

Niemand würde ernsthaft behaupten, dass ein Suizid den juristischen Tatbestand des Mordes erfüllt. Aber der Volksmund nennt auch die meisten Menschen, die "nur" Totschlag oder Ähnliches gegangen haben "Mörder".

Idioten, die sich über Selbstmörder negativ äußern oder deren Angehörige angreifen, wirds immer geben. Egal wie man sie nennt. Man kann auch das Wort Suizid verachtend aussprechen.
 
F

Flowerlady

Gast
Ich nehm das Wort selbstmörder nur in denn Mund wenn jemand sich und damit auch andere in denn Tod mitnimmt zb bei attentaten , weil da für mich auch Mord drinn steckt , aber wenn sich einer das leben nimmt weil er aus egal welchen gründen nicht mehr leben möchte , finde ich es unangebracht , es gibt ja für vieles mehre ausdrucksweisen , und welche jeder für sich persönlich nimmt hängt auch von der Denkweise und dem Charakter ab .

Lg Flowerlady
 

Weisswolf

Mitglied
also ich bezweifle, dass sich die meisten Angehörigen von Selbstgetöteten an dem Wort "Selbstmörder" stören. Die haben weiß Gott andere Probleme als die Begrifflichkeit.
Und man sagt ja auch nicht Mörder, sondern Selbstmörder, wenn überhaupt.
Sori,
Du gehst letztendlich von Deiner Meinung aus, nicht von den betroffenen.

Ich selber bin ein betroffener, da ich einen Suizidversuch unternommen habe und mich der Begriff tief verletzt. Es fällt mir in diesem Moment bestimmt nicht leicht das zuzugeben.

Hast Du denn schon einmal Hinterbliebene gefragt, ob sie dieser Begriff stört? Laut Deinem geschriebenen Text nicht.

Das Menschen die einen Suizidversuch unternommen haben, diesen Begriff selber nehmen, ist eigentlich mehr darauf zurückzuführen, dass sie noch zu sehr verzweifelt sind, um den Begriff eigentlich zu verarbeiten. So ist es auch mir Anfangs gegangen. Man hat nicht darüber nachgedacht. Später, wenn einem bewusst wird, was eigentlich da abgelaufen ist, vermeidet man solche Begriffe. Ich habe Kontakt zu Opfern und Hinterbliebenen. Diese stören sich an dem Begriff. Und ist es denn nicht simpel einfach diesen Begriff einfach nicht mehr zu verwenden, ihn zu tilgen. Oder liegt es mehr daran, dass Ihr Außenstehenden Bewusst, mit voller Absicht diese Menschen als „M…“ abstempeln wollt. Ich weiß, diese Worte klingen hart. Aber zu dieser Auffassung komme ich langsam. Sonst würdet Ihr Euch nicht vehement dafür aussprechen, diese Menschen als, besagter Begriff, zu bezeichnen.

Zum anderen Widersprichst Du Dich in Deinem Satz. „Man sagt ja auch nicht „M…..“, sondern Selbst-M…..“ Wo bitte liegt hier der Unterschied? Nur weil Du das Wort Selbst davor hängst? Entschuldige Bitte, aber bist Du so naiv. Ich weiß, ich bin jetzt Offtopic. Aber das ist mir in diesem Moment wurscht. Denn so langsam werde ich Stinksauer. Vor soviel Ignoranz, und das in einem Hilfeforum, dass eigentlich mit Sensibilität umgehen sollte.

Mehr fällt mir zu diesem Thema langsam nicht mehr ein. Ich finde es nur gut, dass es den einen oder anderen hier gibt, der hinter solchen Menschen steht, dies akzeptiert und der gleichen Meinung ist. Vielen Dank an diese Menschen.

Und entschuldigt meine harten Worte.

Lg Weisswolf
 

Sori

Sehr aktives Mitglied
@ Weißwolf:

ja, ich weiß, wovon ich rede. Ich verstehe, dass Du das alles sehr ernst nimmst und Dich an dem Wort Mord aufhängst, aber ich halte das für übertrieben.
Ich war selbst suizidal und mich hat der Begriff nie gestört. Meine Tante hat auch wirklich andere Sorgen, als sich über den Begriff "Selbstmörder" Gedanken zu machen. Ihr Mann ist tot, da ist sie ausreichend mit beschäftigt. Sie stört nicht das Wort, sie stört die Verzweiflung, das Fehlen des Mannes, wie sie das ihren Kindern erklärt. DAS sind ihre Probleme, nicht ob das Ganze ein Suizid oder ein Selbstmord war. das WARUM ist entscheidend, nicht das Wort dafür. Das ist ihr echt egal.
Sie verletzen die Worte der anderen, wenn ihr vorgeworfen wird, schuld zu sein, sie verletzt das vergetäuschte Mitleid, wo sie am Ende doch alleine da steht, sie verletzt der Blick der Alten, die über die "Sünde" lästern und sich das Maul zerreissen.
Aber der Begriff, der ist doch wirklich Makalatur. Entscheidend ist das, was dahinter steht. In meinen Augen ist es genau der falsche Weg, nur über den Begriff zu debattieren und sich NICHT um diese Menschen zu kümmern.
Ich respektiere, wenn mir jemand das direkt sagt (so wie Du z.B.) und bemühe mich dann, der Person gegenüber auf den Begriff zu verzichten. Aber generell kann ich das nicht so sehen.

Und natürlich ist im Sprachgebrauch ein Unterschied zwischen "Mörder" und "Selbstmörder". Das Wort macht jede Menge aus. (man vergleiche Worte wie Frieden und Unfrieden, Kopf und Dummkopf, herrlich und selbstherrlich... - die Worte bekommen eine ganz andere Bedeutung). Ich stempel sicher niemanden als Mörder ab, auch wenn ich inzwischen weiß, dass es der falsche Weg ist, sein Leben zu beenden.

Es kommt doch auf das WIE an, nicht auf das Wort.
Reduziere das doch nicht auf den Begriff. Wenn Du meine Beiträge hier lesen würdest oder mich auch nur ansatzweise kennen würdest, wüsstest Du, dass ich alles andere als naiv und alles andere ignorant und unsensibel bin.

Es hält sich lediglich mein Verständnis für Begriffsspitzfindigkeiten in Grenzen...
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
also ich denke schon dass da ein wenig Heimtücke und Kalkül hinterliegt wenn jemand sich selber ermordet. Z.B das Kalkül vor Problemen davon zu laufen. Oder bei einigen aus dem Kalkül heraus eine Botschaft an einen anderen Menschen zu schicken..ein schlechtes Gewissen zu kreieren oder zu hinterlassen...sowas kommt nicht selten vor...also Selbstmordandrohung oder Ausführung um andere Menschen zu treffen oder zu beherrschen. Natürlich steckt hinter Selbstmordabsichten auch immer ein großes Maß an Verzweiflung, jedoch bestimmt teilweise auch mehr oder weniger bewusst Verbocktheit, Uneinsichtigkeit, Unwillen, ein Nichtsehenwollen anderer Möglichkeiten um innere Konflikte zu bewältigen.

Ich denke in sehr vielen Fällen sind Selbstmordabsichten durch psychische Krankheit entstanden...aber ist es nicht auch dann ein wenig heimtückisch oder auch tragisch wenn man direkt an der Quelle von Hilfsmöglichkeiten (kostenfreie Therapien etc.) sitzt um diese Krankheit (z.B Depression) zu überwinden und jemand sich diese SElbsthilfe selber untersagt und stattdessen selber ermordet oder tötet?? Anstatt Arbeit am Leben zu leisten, Tötung mit Vorsatz durchführt, womit wir wieder beim Mord sind...man dreht sich da im Kreis.

Ein Selbstmörder sollte dazu stehen sich selber zu ermorden...er kann damit ja an sich leben, wenn er tot ist, oder? Ihm kann doch scheissegal sein was dann die anderen denken. Er hat sein Ziel erreicht, sein Ding durchgezogen fertig. Und der der einen Selbstmordversuch halbherzig durchgeführt und überlebt hat dem sage ich: BRAVO..da scheinen ja doch die Überlebensinstinkte doch noch zu funktionieren und da ist noch nicht Hopfen und Malz verloren..darauf kann man aufbauen.

Was die Verwandten/Hinterbliebenden von Selbstmördern angeht etc...klar fällt da, wenn Mist passiert auch Mist auf die Hinterbliebenen zurück. Und wenn ein Depressiv-Suizidaler Therapie verweigert, sich weigert zu leben, dem wertvollen Geschenk des Lebens (aus was für Gründen auch immer) keine Achtung entgegenbringt, sondern es einfach mit Füssen tritt und wegwirft nun: dann muss er halt mit dieser Schande leben bzw. sterben. Eine selbstbewusste abgegrenzte Familie kommt mit sowas jedoch gut klar....der Selbstmörder wird mit möglichst wenig Aufhebens begraben und in den blinden Fleck der Wahrnehmung geschoben,aus der Familienchronik gestrichen und die Sache ist abgeschlossen. Das passiert schon deshalb um unbequeme Schuldgefühle zu vermeiden.

@ Weisswolf: ich bin sozusagen erwiesen ein Mensch mit überdurchschnittlich klarem Verstand und sehr emphatisch, kann mich gut in die Opfer hineinversetzen aber d.h. nicht dass ich aus Mitleid lügen und psychologische oder anthropologische oder andere Tatsachen verdrehen würde. Meine Auslegung ist klar heraus, was manchen nicht gefallen mag, die das Licht der Wahrheit ggf blendet, was jedoch ganz gut zum Wachbleiben ist.....Ich finde klare verstandesmäßige Analyse wichtig um den Opfern klarzumachen: es geht auch anders und SElbstmord ist und bleibt Mord an sich selber und ist keine würdige und keine akzeptable Lösung, sollte halt TABU sein. Wenn man mit Weichzeichner kaschiert und sagt: oh, wir verstehen euch und billigen euer Tun...und lügen würde dass es sich bei Selbstmord nicht klar um Mord an sich selber dreht, dann sehe ich das als Freibrief für unakzeptables Handeln an. Und sowas fände ich unfair ggü den Opfern, sie haben meiner Ansicht nach die Wahrheit verdient und sollten auch nicht mit Samthandschuhen angefaßt werden was ich als unwürdige Herabsetzung ansehen würde. Ich finde es besser alle Menschen gleichberechtigt zu behandeln. Und wichtig, dass die Welt sich nicht an die Opferbedürfnisse anpasst*, sondern die Anpassung seitens der Opfer auf Lebensnormalnieveau (also auch gewisse Wahrheiten ertragen lernen etc.) passiert.
Wenn Opfer sich in ihrer Würde verletzt fühlen wenn man ihnen die Wahrheit sagt liegt das an den Opfern selber und ihrer unrealistischen Erwartungshaltung, dass sich alles nach ihrer (oft pathologischen und verdrehten) Denkhaltung und Wertung drehen sollte...So funktioniert es jedoch nicht! Nur wenn die Opfer rauskommen aus dieser Denkhaltung und sich an eine normale Auffassung (so wie meine...wurde in einem psycholog. Seminar gecheckt ;)) anpassen kann ein Opfer seine lebensgefährliche Opferhaltung überwinden. Und das sollte Ziel sein!
Es muss da ein Lern- und Veränderungsprozess laufen und der läuft nur indem Reibung/Ergänzung/Auseinandersetzung mit anderer und normaler Meinung passiert...

Ich denke es gibt nur extrem wenige Ausnahmen in denen Selbstmord akzeptabel ist, bei unheilbarer Krankheit und der Aussicht zu unerträglichem Siechtum z.B und wenn jemand das aus freiem Willen entschließt, was kein normaler gesunder Mensch tun würde! Kranke Menschen, z.B Depressive haben keinen freien Willen sondern krankheitsbedingten Nebel und daraus resultierende schräge Gedanken, u.a. Selbstmordgedanken in der Birne! Die man mit Medikation auch leicht heilen kann!

Was die Verarbeitung angeht sollte man (genau wie gesunde Menschen es machen müssen) offen zu seinen Fehlern (Hier: Selbstmordversuch) stehen, sonst wird das nix mit Verarbeitung und zusehen wie man es hinkriegt fortan diesen Fehler nie wieder zu machen, sprich wenn man depressiv-suizidal veranlagt ist durch Therapie und Ordnung seines Lebens so viel Stabilität reinbringt nicht wieder akut zu werden bzw. für neuen Akutschub direkt vorher nen Notfallplan ausgearbeitet hat wie man alte Fehler (Selbsmordversuche) vermeiden kann. Indem man z.B direkt den sozialpsychiatrischen Dienst einschaltet und sich selber in eine Klinik einweist etc. Und zur Prävention seine Auslöser kennt und meidet und gesund lebt, damit man nicht mehr so leicht akut (=selbstmörderisch denkend durch biochemisches Ungleichgewicht im Kopp) wird.
Verarbeitung bedeutet auch, dass dich das Wort Suizid oder Selbstmord nicht mehr verletzt, sondern du lernst dich und deine Fehler zu akzeptieren, lernst dich abzugrenzen etc.

Und lernen deinen Willen zum Leben (und das biochemische Gleichgewicht seines Hirnes) zu pflegen und stark zu machen (durch harte Therapiearbeit, viel Sport, wenig Internet und Medienkonsum, Pflege von Sozialkontakten, artgerechter Behandlung seiner selbst etc.) anstatt dem Willen zum Tod allzu willfährig und ohne ihm was entgegenzusetzen zu dienen.
Ich akzeptiere Selbstmord (außer in den benannten Sonderfällen) nicht und lüge auch nicht indem ich einen Mord oder Selbstmord zu etwas anderem runterstufe nur um es den Opfern leichter zu machen mit ihren Fehlern klarzukommen. Jeder Mensch hat Fehler und sollte die sich verzeihen können und es liegt an den Opfern selber zu lernen sich diesen Fehler zu verzeihen und daran zu arbeiten ihn künftig zu vermeiden.

Tyra

Wer sich an dem an sich gerechtfertigten Begriff Selbst-MORD aufhängt (hoffentlich nicht wortwörtlich) dem rate ich dazu an seinem Selbstbewusstsein und Abgrenzungsvermögen zu arbeiten..*anstatt von der Welt zu erwarten dass sie für ihn die Begriffe ändert, damit er/sie besser mit sich selbst klar kommt

Und was den Begriff: Opfer angeht: Opfer forever gibt es nicht, es sei denn man wählt diese Haltung für sich aus und verhält sich so, dass man immer Opfer bleibt.
Jeder Mensch ist Architekt seines Lebens und voll verantwortlich für das was er erlebt und wie er handelt!
Keiner ist (für immer) Opfer irgend eines Gottes- oder Menschenwillen sondern voll verantwortlich für das was man erlebt oder wie man handelt, agiert. Also entweder so agiert um immer wieder Opfer zu sein oder anders agiert um kein Opfer mehr zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
F

Flowerlady

Gast
um was geht es hier eigentlich :confused:
schön Tyra das du das allerwelt Rezept hast , für jeden suizidgefährdeten , depressiven psychich kranken oder einfach lebensmüden Menschen hast , du solltest eine klink aufmachen und deine Wunderpille die das alles heilt denn Menschen verabreichen , kein Mensch leidet gerne oder ist zu faul sich hilfe zu holen , oder wenn er für sich einen weg hat denn zu gehen , und es ist richtig , (das sind kranke Menschen ) ich finde es sehr oberflächlich wie du mit dem Thema umgehst nach dem Motto wer will der ist nie gefährdet und macht sowas nicht , ich bin geschockt und sprachlos über soviel unsensibilität.
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
nein Flowerlady,

ich habe kein Rezept für alle....jeder muss sich selber mit harter Arbeit sein eigenes Rezept für sich selber herstellen!
Eine Klinik aufmachen: nee danke, ich arbeite lieber weiter an meinem James-Bond-Forschungsauftrag..macht mehr Laune ;) Man trifft holt sich hier ein paar kreative Ideen ab und läßt ein paar Gedanken/Beiträge ab und lernt woanders im realen Leben interessante Leute kennen, die einen auch mal auf andere Ideen bringen..es lebe die Abwechslung..und irgendwovon muss man ja auch schließlich leben..sein Geld verdienen.

Leider gibt es keine besseren Nachrichten, außer die das letztlich jeder selber sein Rezept für sein Leben finden muss.
Entweder man behandelt sich selber schlecht und verweigert sich Hilfen (z.B aus Therapie und Organisation seines Lebens etc.) oder aber man übernimmt die Verantwortung für sein Leben und versucht sein Bestes...jeden Tat mit erneuter Mühe und Arbeit..was für viele ggf.zu unbequem ist??

Depressive fühlen sich natürlich aufgrund ihrer krankheit oft überbelastet und daher sind Therapien umsowichtiger für sie um wieder zu Kräften zu kommen.

Ich kenne Depressionskranke, die sich hängen liessen (und denen leider niemand mal die Warheit auf den Tisch geknallt hat wie ich, die niemand beachtet hat oder für wert empfunden ihnen mal die Wahrheit vor Augen zu führen) und untergingen aber auch welche, die sich aufraffen konnten (u.a. weil solche Motivatoren wie ich auch dabeiwaren um gewisse Dinge klarzustellen) und heute stabil und glücklich sind, die sehr viel geleistet haben um da hin zu kommen. Diese Menschen, die es geschafft haben haben meine Hochachtung.

Oberflächlichkeit? Hmmm also eher das Gegenteil denke ich..ggf. ein wenig zu viel Tiefgang sogar noch unter den Schlüpfer menschlicher Gedanken zu gehen...was ein Hobbie von mir ist? Ich denke ich gehe sehr sehr überlegt mit dem Thema um...das ich bei dir da einen Nerv getroffen habe zeigt mir dass ich wohl ganz richtig liege. ;)
Sollte man Kranken die Wahrheit verwehren und sie anlügen und sie ständig in Watte packen? Meiner Erfahrung nach leistet das einer Funktionalisierung von Krankheit oft Vorschub und stellt in meinen Augen auch sone Art Diskriminierung dar.

Ich finde es bedauerlich, dass manche Menschen mache Wahrheiten (Eigenverantwortung etc.) nicht so gerne zu hören scheinen..aber leider kann ich nix anderes schreiben als das was ich aus meiner reichlichen Erfahrung (auch mit psychisch Kranken) oder wissenschaftlichen Arbeit so rausgefunden habe.

Du verwechselst hier wissenschaftlich-sachliche Darstellung mit Unsensibilität. Lies mal genauer. Mein Anliegen kommt von Herzen ist gemäß meiner Ausbildung sachlich gehalten..was mit einigen wenigen Ausnahmen (absichtlich oder unabsichtlich) zunächst missverstanden wird.

Über was genau bist du geschockt? Über welche These genau? Die der Eigenverantwortung oder das Selbstmord Mord an sich selber ist? Oder mein offener und direkter Umgang mit diesem Thema, das ich direkt analytisch in den Kern vordringe etc.? Oder dir die Auslegung von mir zu viel Realität auf einmal auf den Tisch knallt? Ist ggf. ein wenig ungewohnt für dich? Unbehaglich? Warum?

Tyra

P.S ich lese gerade, du hast hier einen thread mit dem Titel: Das Leben sollte mit dem Tod beginnen geschrieben...oha..das sagt ja schonmal einiges...oder auch nicht, lese da gleich mal kurz durch....aha....nein doch nicht todverliebt, sondern ein sehr lustiger Einfall. Du scheinst eine kreative Ader zu haben.
Und an sich beginnt das Leben ja auch mit dem Tod...;)

achja zu deiner Frage worum es hier geht: hier ist jemand aufgetaucht den der Begriff Selbstmord gestört hat und der erwartet hat, dass andere diese Meinung teilen. Ich teile die Meinung nicht, da ich denke der Begriff gibt die Realität ausreichend zutreffend wieder.
 
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