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Ein Wolf hat ein Rind gerissen!!!

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Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Naja, es bestreitet ja keiner, dass ein Wolf, ein Bär, oder sonst was auch gefährlich sein können. So ist das halt: Wir Menschen leben in und mit der Natur und so haben wir uns damit zu arrangieren. Im Gegensatz zum Wolf oder zum Rind haben wir jedoch die Möglichkeit uns aktiv zu schützen, also sollten wir das halt tun und unsere Kinder eben nicht im Wolfgebiet nachts rumlaufen lassen und unser Vieh zu schützen. Ich halte es für eine der bedenklichsten "Zivilisationskrankheiten" überhaupt, dass man nicht mehr lernt, sich selber zu schützen. Nein, alles muss uns so geebnet werden, dass wir garnix selber machen müssen.
Mir hat man als Kind noch gesagt: Tu dies nicht und geh nicht dort hin. Warum gibt es Märchen wie Peter und der Wolf? Damit man eben sowas lernt.
Man würde doch nicht sagen: Jährlich sterben so und so viele bei Bergunglücken, also lasst uns die bösen Berge sprengen. Der Mensch muss eben lernen, sich mit der Natur und ihren Regeln vertraut zu machen (nicht umgekehrt!). Wer auf den Berg geht muss vorsichtig sein, den Fels, und das Wetter kennen. Leider sehen das viele heute nicht mehr so und deswegen steigt die Zahl der Bergunglücke.
Ich halte das für arrogant: Wir sind ja so zivilisiert, dass wir uns nicht mehr selber schützen müssen (haben wir doch garnicht nötig!) und wenn dann mal was passiert, dann ist das Geschrei groß.
Klar ist es für den betreffenden Bauern und die Kuh schlimm, aber ein kluger Bauer lernt daraus und sichert seine Weide besser. Das ist eben Eigenverantwortung. da hilft es nicht nur zu jammern und zu warten, bis die zweite Kuh fällig ist.
Wir haben Jäger, die aufpassen, dass sich kein Tierbestand übermäßig ausbreitet, aber mehr kann und sollte man auch nicht tun. Panikmache ist jedenfalls immer sinnlos und hilft keinem.
 

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P

Phelia

Gast
Nichts für ungut, aber der KITA meiner Kinder drohen schlimmere Gefahren als ein Bär.
Ich verharmlose auch keine Wildtiere in menschlichen Siedlungen, aber man sollte Ursache und Wirkung nicht verwechseln.
Das alles würde nicht passieren, wenn wir den Tieren den Platz lassen würden, der ihnen zusteht und den sie brauchen.
Der böse Wolf der ganze Schafherden reißt ist ein bekanntes Gräuelmärchen, das gerne und oft erzählt, gerne geglaubt wird und dennoch nicht stimmt.
Befasse Dich wenn dann doch mal mit seriösen Quellen dazu!
Und ehrlich gesagt, mein Mitleid mit dem Bauern, dem das Rind gerissen wurde das er ohnehin schlachten lassen wollte (was oft ohne Betäubung passiert) hält sich wirklich in Grenzen.
Und was das aufregen ohne betroffen zu sein anbetrifft: Cuxhaven ist eine halbe Stunde entfernt und meine Panik hält sich ebenfalls in starken Grenzen.
Selbst wenn meine Familie betroffen gewesen wäre (darunter gibt es durchaus noch Viehhalter) dann wäre mein Beitrag genau der selbe.
Du kannst gerne in die Panik mit einsteigen. Ich denke nach wie vor, dass meinen Kindern und mir ganz andere Gefahren drohen ( Exotische Krankheiten, Terror, Amokläufer etc.) als ein Wolf oder ein Bär.
Alle genannten Gefahren sind schon unwahrscheinlich. Der Angriff eines Tieres um so mehr!
Auch dass ein Bär oder ein Wolf im meinem Vorgarten steht ist fast ausgeschlossen, da der Mensch fast alle Tiere dieser Gattungen ausgerottet hat und durch gezieltes Töten auch verhindert, dass wilde Tiere sich wieder ansiedeln.
Gestern wurde sich noch gefreut, dass es den Wolf endlich wieder gibt, heute wird er wieder verteufelt.
Nein, vor mir stand noch kein Bär, dafür aber ein vorbestrafter Totschläger. Wieso ist der eigentlich nicht gleich erschossen worden?
Hoffentich gibt es nicht bald einen Schießbefehl für Autofahrer. Durch Autounfälle kommen wesentlich mehr Menschen ums Leben als durch Wildtiere...
 
Zuletzt bearbeitet:

Der_um_den_Baum_tanzt

Namhaftes Mitglied
Dem Menschen tut er nichts, dafür ist er viel zu scheu.
Wenn wir seinen Lebensraum einschränken, müssen wir uns nicht wundern, wenn er an unser Vieh geht.
Hunger macht erfinderisch.
Der Wolf ist ein lernfähiges Raubtier.

Ob der Mensch oder sein Vieh zur Beute auserkoren wird hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Das Verhalten der Menschen dem Wolf gegenüber ist sicherlich solch ein Faktor.

Grundsätzlich auszuschließen ist es natürlich nicht.

Die Scheu des Wolfes vor dem Menschen ist nicht unbegründet - denn es gehört schon Einiges dazu eine ganze Art so weit zu dezimieren, dass sie in vielen Gegenden als nahezu ausgerottet gilt.
Dieser Erfahrungsschatz dürfte so schnell nicht in Vergessenheit geraten.

Wäre der Mensch eine leichte Beute, so gäbe es für den Wolf keinen Grund sich mit Beute zu beschäftigen die schwieriger zu erlegen ist - und seine natürliche Scheu wäre gänzlich unbegründet.
Das Dümmste was Menschen tun können wäre es dem Wolf den Eindruck zu vermitteln, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht.

Kurz und gut:
Wenn wir dem Wolf wieder erlauben sich in Deutschland in der freien Wildbahn auszubreiten, dann sollte er auch weiterhin in einem angemessenen Umfang bejagt werden, damit seine begründete Scheu vor dem Menschen erhalten bleibt und seine Entscheidung den Menschen zur Beute zu wählen lediglich eine allerletzte Option darstellt.

Doch diese Option wird unter entsprechend ungünstigen Bedingungen stets Bestand haben.
 
B

bekk

Gast
Alle genannten Gefahren sind schon unwahrscheinlich. Der Angriff eines Tieres um so mehr!
Auch dass ein Bär oder ein Wolf im meinem Vorgarten steht ist fast ausgeschlossen, da der Mensch fast alle Tiere dieser Gattungen ausgerottet hat und durch gezieltes Töten auch verhindert, dass wilde Tiere sich wieder ansiedeln.
Der böse Wolf der ganze Schafherden reißt ist ein bekanntes Gräuelmärchen, das gerne und oft erzählt, gerne geglaubt wird und dennoch nicht stimmt.Befasse Dich wenn dann doch mal mit seriösen Quellen dazu!
Du moechtest doch, dass wilde Tiere und Menschen Tuer an Tuer leben. Falls es denn mal so weit kommen sollte, sind die von mir beschriebenen Szenarien auch bei dir vor der Haustuer nicht weit hergeholt.

Im uebrigen: Ich wohne in "so einem Land": was ich geschrieben habe, habe ich alles selbst erlebt / gesehen. Der Bauer mit der um die Haelfte dezimierte Herde ist nicht der einzige, davon gibt es hundert oder tausende.

Du vermischst Panik mit Tatsachenbeschreibung. Ich habe keine Panik, denn ich lebe in so einer Umgebung und komme damit klar. Dennoch sehe ich die Problematiken, wenn wilde Tiere ihren Lebensraum zurueckerobern. Du siehst diese wilden Tiere viel zu romantisch.
 
S

SchlabberEis

Gast
Da plärren wohl eher die Stadtleute am lautesten auf! Weil auf dem Land würden die Leute nicht gleich den Lauten gegen den Wolf machen.
 
T

Thilo123

Gast
"Die Naturvölker die mit und in der Natur leben lassen auch nicht ihre Sterbende zurück etc. Ganz im Gegenteil und die würden sich ebenso mit Sicherheit nicht über eine hungrigen Wolf aufregen."

Nö.Die würden ihn sofort töten, um sich und die ihren zu schützen.
 

Fenris85

Aktives Mitglied
Diese Vorstellung von der guten Natur, von der sich der Mensch ja definitiv entfernt hat und somit nicht mehr Teil des "Guten" ist, oder auch die Idee vom lieben Wolf/Bären (das sind Raubtiere!) extrem romantisiert.
Ebenso die Einstellung einiger Vegetarier dass kein Fleisch zu essen moralisch hochwertiger wäre als es zu tun. Für mich ist übrigens das Gegenteil der Fall, da meiner Meinung nach der Mensch vom Raubtier abstammt und alles andere eine Verleugnung der eigenen Herkunft wäre. Aber anderes Thema

Schlachten ohne Betäubung ist in Deutschland verboten, mit einer Ausnahme: Beim islamischen Hallal-Schlachten wird lebenden Tieren die Kehle aufgeschlitzt, damit sie über Minuten qualvoll verbluten. Das ist damit gemeint, wenn auf einer Salamie in deutlichen Lettern "Hallal" prangt.
Merkwürdig nur dass da nie ein Tierschutzverein was gegen sagt bzw. unternimmt...

Wenn ich ein Tier wäre und mich zwischen diesen Todesarten entscheiden müsste, würde ich definitiv mit Betäubung, also kurz und schmerzlos, bevorzugen. Diese Tiere haben ja sogar den Vorteil dass sie gar nicht wissen was sie erwartet, also auch keine Angst.
Fleisch schmeckt übrigens angeblich schlechter wenn das Tier mit Stress- bzw. Angsthormonen im Blut ablebt, also werden ihm selbst die letzten Minuten so angenehm wie unter den Umständen eben möglich gemacht.

Nach meiner Definition haben auch Naturvölker bereits zivilisatorische Errungenschaften die über die Tierwelt hinaus gehen. Nur halt sehr wenige, im Vergleich zur westlichen Zivilisation. Auch sie besitzen in der Regel bereits Solidarität, eine Form von Moral, Kultur, ein Bewusstsein für Gemeinschaft, eine eigene Sprache, Handel bzw. Tauschgeschäfte, hergestellte Werkzeuge usw.
Nur sind sie den Widrigkeiten der Natur noch viel mehr ausgeliefert als wir, mit fließend Wasser und ärztlicher Versorung etc. Und ich wette, wenn sie könnten, würden sie sich ebenfalls noch weiter von "der Natur" entfernen.

Ich vermuete der Irrglaube von der guten Natur rührt genau daher wie Violetta Valerie es bereits indirekt angedeutet hat, nämlich dass wir Menschen es geschafft haben uns ein Biotop zu errichten, welches es uns erlaubt so behütet zu leben, dass wir verlernt haben Eigenverantwortung zu übernehmen.
Für mich eher unwahrscheinlich dass jemand beginnt eine Widrigkeit zu romantisieren, der er akut ausgesetzt ist.


Was den Schießbefehl für Autofahrer angeht, wegen der vielen Todesfälle: Davor müssten aber erst die Raucher dran sein. Die sind in der Regel auch wesentlich leichter zu erwischen ;)
 
G

Gast

Gast
Ja, dass ist der Aufreißer für eine Grundsatzdiskussion über die wilden, ach so gefährlichen Wölfe in Deutschland. Hua!
Hab grade die Bilder von dem gerissenen Jungrind gesehen. Niemalsnicht war das ein Wolf. Ist viel zu groß für die kleine Variante, die aus dem Osten zu uns abgewandert ist. Die sind ziemlich klein und schmächtiger noch als ein ausgewachsener Schäferhund; können solche Bißwunden nicht verursachen. Besucht einmal ein Wildgehege, das eurasische Wölfe hat, dann seht ihrs selbst.
 

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