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Ein mentaler Lagebericht

jiphulir

Neues Mitglied
15.6.2021 23:52


Bereits seit mehreren Monaten habe ich Probleme wirkliche Freude zu finden, einen Antrieb im Leben zu sehen. Besonders abends, wenn ich allein mit meinen Gedanken in meinem Bett liege, da frage ich mich, wofür wir eigentlich hier existieren, was alles für einen Sinn hat, wo wir doch täglich leiden und Probleme haben und Schmerzen anderen hinzufügen und selber bekommen.

Und diese ganzen Gedankengänge kommen mir, trotzdessen ich ein eigentlich glücklicher Teenager sein sollte. Ich besitze eine sehr gute Familie, habe Zugang zu aller Technologie, allen Klamotten und aller freien Zeit, die ich möchte. Ich habe Freunde, so würde ich diese Menschen zumindest nennen, insgesamt gibt es nicht viele die mich nicht mögen, ich bin ein durch und durch durchschnittlicher Typ.
Und doch fühle ich mich einsam auf eine Art, ich selber schotte mich ab. Zwar könnte ich Feste machen und Freunde treffen und das will ich auch, doch trotzdem unternehme ich keine Versuche in diese Richtung.
Das ist schon länger so, aber besonders seit Corona und noch extremer seit letzten Dezember.
Der Auslöser ist zum einen die Corona Beschränkung, auch wenn die nur eine Tarnung ist, da ich trotz dieser Einschränkung Freunde treffen könnte.
Zum anderen ist dort aber, so glaube ich zumindest, meine Klammerung an M, ein Mädchen, welches ich über das Internet kennengelernt habe und mich mit ihr über einige Monate täglichen Kontaktes angefreundet habe.
Dies war nur eine Internetfreundschaft, trotzdem hatte ich einen sehr hohen Freudenfaktor, sie zu sehen und mit ihr zu kommunizieren. Ich habe lange überlegt, ob es dem Begriff Liebe am nächsten kommt, dessen bin ich mir jedoch nicht sicher, da ich keinen Referenzpunkt habe, mit dem ich das Wort Liebe vergleichen könnte.
Jedenfalls brach unsere Kommunikation ab, ich glaube es war einige meiner Taten geschuldet, unter anderem meiner Art sich zu beschweren und auszuheulen und zum anderen einfach der Zeit, die alles zerreist.

Dieser Abbruch machte mich zeitweise sehr traurig, doch ich schaffe es bis heute mich abzulenken, hauptsächlich mit Computerspielen.
Doch es beeinflusst mich, ich will nicht auf Feiern mit Freunden gehen, ich traue mich teilweise nicht mit anderen Leuten zu reden, ich kann mich nicht auf das lernen konzentrieren.

Natürlich sind das alles nur Teilfaktoren, das mangelnde Lernen hat noch viele andere Ursachen, aber doch fühle ich dies als Teil davon.

Außerdem fühle ich mich in letzter Zeit sehr unwohl in meinem Körper.
Eigentlich hab ich einen sehr guten Körper, ich bin nicht unsportlich, nicht zu dünn oder zu dick, alles eigentlich okay.
Aber ich habe mit Sachen wie dauerhaftem Schwitzen und damit begleitetem Riechen zu kämpfen, welches mich sehr unsicher macht. Und außerdem sind meine Füße ein großes Problem, ich habe eine Fehlstellung und damit verbundene Schmerzen, ich weiß woher diese Probleme kommen, aber wie bei allem anderen kriege ich es nicht hin, etwas dagegen zu tun.

Und das ist glaube ich das größte Problem, ich erkenne die meisten Probleme, aber habe keine Kraft und oder Motivation, diese zu lösen und etwas durchzuziehen, was mir helfen könnte.

Ein jeder Mensch, dem ich diese Probleme schildere guckt mich dumm an und sagt "Dein Problem, wenn du so faul bist" oder ähnliches und doch kann ich nichts machen.
Das ist glaube ich ein weit verbreitetes Problem, trotzdem ist es Problem, welches mich persöhnlich nicht geringfügig belastet.


Das alles sind lose Gedankenaufzeichnungen, Zusammenhänge können teils verzweifelt gesucht werden.
Ich selber weiß nicht, ob mir jemand außer ich selbst helfen kann, aber in dieser doch wieder verzweifelten Nacht habe ich mich dazu entschieden, hier einen Versuch zu starten. Ich hoffe ich habe das richtige Unterforum gewählt, der Text geht über alles und nichts gleichzeitig, was es schwer macht ihn einzuordnen.

Ich hoffe euch gehts gut
 

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Santor

Neues Mitglied
Ich bin da wohl nicht der beste Ratgeber, weil ich auch oft ähnliche Gefühle habe, aber vielleicht ein paar Sachen, die mir einfallen.

- Wenn du viel Zeit hast, nutze sie. Computerspiele können ein schönes Hobby sein, aber wenn man sich zu sehr auf sie einschließt und als ständigen bequemen Rückzugsort nutzt, entgehen einem womöglich wertvollere Erfahrungen. Ich bereue auch irgendwie vor ein paar Jahren in der Jugend nicht mehr gemacht zu haben, weil ich mich zu sehr zurückgezogen habe und recht passiv war. Muss natürlich nicht auf dich zutreffen, aber ich könnte es mir vorstellen.

- Solche existenziellen Grüblereien im Bett kennen glaube ich viele, und meistens führen sie zu nichts und rauben nur Kraft. Mir hilft es da einen klaren gedanklichen Stopp zu setzen, wenn ich merke wieder in so einen Strudel zu geraten. Direkt aufstehen und eine halbe Stunde konsequent was anderes machen bis man noch müder ist, und sei es nur aufräumen. Das zwingt den Geist wieder in aktivere, pragmatischere Bahnen. Trotzdem hier mal noch ein Video, das ich in dieser Frage nach dem Sinn der Existenz inspirierend fand: https://www.youtube.com/watch?v=-9xNrBQpFt4
Ansonsten kann es bei solchen Gedanken auch helfen, sie erst mal unsortiert niederzuschreiben, so wie du es mit deinem Beitrag getan hast. Mit der Zeit kann sich vielleicht eine Ordnung offenbaren, die man durch reines nachdenken nicht erreichen kann.
 

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