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ehe für alle - was hat sich geändert?

D

Dr. Rock

Gast
warum habt ihr eigentlich geheiratet? oder wollt heiraten? vielleicht mag jemand auch erzählen.
Noch bin ich´s nicht, aber denke sehr viel darüber nach.

Eine Ehe einzugehen ist für mich wie eine Art "Gelübde", die geliebte bessere Hälfte unbedingt und um jeden Preis so nah wie möglich im Leben dabeihaben zu wollen und alles miteinander durchzustehen und zu erleben. Nicht dass man 24/7 aufeinander rumhängt, aber es ist doch ein festes Bündnis was die Leben beider bereichert und zusammenschweißt.

Und ich finde, nach Möglichkeiten sollte eine Ehe eine einmalige Sache sein, mein "Samenspender" ist mittlerweile zum vierten Mal verheiratet, für den scheint eine Ehe so etwas zu sein wie als wenn man sich alle 5 Jahre ein neues Auto kauft, es hat für solche Leute anscheinend keine echte Bedeutung, kein Wert, das finde ich nicht in Ordnung.

Eine Ehe sollte, finde ich zumindest, etwas Besonderes sein und nicht etwas was man - beinah wie fast Food - unzählige Male im Leben vollzieht.
 

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grisou

Aktives Mitglied
danke euch für die Rückmeldungen.

Das finde ich schön, dass es eben doch noch was bedeutet, so ein gelübde. Weil mir ist das auch total wichtig.

im moment habe ich knatsch mit micha. nun hat er wieder eine woche das handy abgestellt. ich konnte ihn nicht erreichen. also nur über die arbeit und das mag ich nicht. und dann meldet er sich, sagt, hey, ich brauche eine auszeit. und wieder handy aus. einen tag später bekomme ich dann mühsam aus ihm raus, nein, er mag nicht mit mir auf das konzert gehen. kein "danke, du hast an mich gedacht" und kein "was machst du jetzt mit der zweiten karte".

und bei dem kätzchen ist seine reaktion frei übersetzt. sie stirbt nicht, also alles gut. :eek::rolleyes:

ich habe überlegt, was fange ich an damit.

ich weiß, er liebt mich, ich bin ihm wichtig, das kätzchen ist ihm wichtig. die sache ist nur die. er hat überall druck, viel verantwortung, lässt sich einspannen. er weiß, er kann sich verlassen auf mich, also schiebt er es weg.

nur ihm jetzt auch druck machen, ärger machen womöglich, das ist nicht meins. und ich will nicht über meine grenzen gehen. ich kann allerdings auch nicht dauernd energie reinstecken und dann enttäuscht werden.

hab ihm dann heute eine mail geschickt (ich kann es ihm ja nicht mal sagen, erwische ihn ja nicht).

ich habe ihm gesagt, ich brauche jetzt auch eine auszeit. und wenn da wieder raum ist in seinem leben. er soll sich dann melden. ich freue mich drüber. sehr.

der kann sich jetzt mal sortieren, was ihm wichtig ist. und er braucht glaube ich mal raum damit er mich vermissen kann.

immer wieder umeinanander und füreinander kämpfen, das ist sehr anstregend. freiheit lassen, mit den verletzungen klar kommen.

ich weiß gar nicht, warum sind die leute überhaupt so scharf auf eine beziehung???

ich merke, je mehr ich fordere, meinen raum nehme, das tut der beziehung gut. micha nicht so. das war vorher einfacher für ihn. aber uns tut es gut. :D

und vielleicht sind solche kämpfe auch einfacher, wenn man verheiratet ist? kann ich mir vorstellen. weil es dann offiziell ist.

unsere basis ist einfach, wir mussten ganz oft füreinander kämpfen. uns entscheiden unter gefahr, wir mussten eineinander vertrauen, immer wieder. ich weiß, ich kann mich auf ihn verlassen. der kommt schon. er muss jetzt einfach mal wieder auf die schnauze fliegen. dann tröste ich ihn wieder. und dann geht es besser.

ich frage mich gerade ob sich die ansprüche ändern, wenn man heiratet. ob ich ihm dann mehr auf die nerven gehen würde. sagen würde: wir sind verheiratet, hör mit dem scheiß auf. oder vielleicht wäre ich mir dann noch ein bisschen sicherer dass er einfach freiheit braucht. wie der fuchs beim kleinen prinz. man soll schon besser vorsichtig sein, was man sich da so vertraut macht :D
 
D

Dr. Rock

Gast
Ich kann nicht einschätzen ob solche Kämpfe nachlassen oder womöglich sogar ganz aufhören wenn man miteinander verheiratet ist, letzteres wahrscheinlich eher nicht. Diejenigen Paare die ich früher kannte bzw. heute noch kenne, tragen immer noch hier und da ihre Kämpfe aus. ist vielleicht normal, denn man bleibt ja trotz Ehe ein Individuum mit eigenen Ansichten, Stärken, Schwächen, usw.

Ich möchte aber schon davon ausgehen dass die Art bzw. Intensität der Kämpfe nachlassen, wenn man die Ehe wirklich als ein Gelübde betrachtet was einander zusammenschweißt und Vertrauen sowie Nähe intensiviert. Will sagen, man kann einen Kampf dann vielleicht entspannter ausfechten wenn man weiß dass er (der Kampf) nicht dazu führen wird das Gelübde zu zerstören.

Ein Ehegelübde sollte stärker sein als irgendein Kampf den man ausfechtet, nur weil irgendwelche Umstände oder Launen ihn ausgelöst haben.

So denke ich mir das zumindest - und hoffe dass es zutrifft.
 

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