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Dynamik und Problematik Taufe , mal Eure Meinungen dazu bitte.

Lorett

Mitglied
Ich habe 3 minderjährige Kinder ,

im Sorgerechtsstreit ..nicht bei mir lebend .

Nun kam der Wunsch auf,

das unsere Kinder getauft werden sollen.

2 leben beim Vater
1 bei Pflegeeltern

Pflegeeltern sind ev
KV katholisch
ich nix

weder Pflegeeltern noch Kv praktizieren Ihren *Glauben*.
Sprich unsere Kinder sollen getauft werden, weil das heute so üblich ist.

Ich denke allerdings , das jedes Kind ein Recht darauf hat , sich selbst mit der Materie auseinander zu setzten , seinen eigenen Weg zu gehen um selber zu entscheiden ,
welchen Glauben , wenn es den einen praktizieren will .

Mein Freund meinte , das es die Aufgabe der Eltern ist ,
den jungen Menschen Bahnen vorzugeben,
mit besten Gewissen und Wissen zu führen,

wo ich ihm grundsätzlich Recht gebe, allerdings die Meinung im Hinblick auf den Glauben nicht teile.

Wie würdet Ihr in dieser bunten Mischung entscheiden.

Was mich bei den Pflegeeltern erschüttert hat, waren das Grundwissen der Bibel , wie zum beispiel
das Urteil des Salamon nicht bekannt sind.

Und alles sträubt sich innerlich bei mir , bei diesem ja wir sind ev und wollen das alle Pflegekinder getauft sind zuzustimmen, da ja hier nix an Grundwissen mitgegeben wird ,
sich nicht mit Relegionen auseinander gesetzt wird dem zuzustimmen.

Und das mache ich nicht aus Garstigkeit oder um den Pflegeeltern eins auszuwischen,
sondern weil ich einfach nicht überzeugt bin.

Herzlichen Dank für Eure Meinungen.

Lorett
 

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Hexe46

Aktives Mitglied
Hallo Lorett,

bin selbst katholisch aber habe mit der Kirche so gar nichts am Hut.
Meine Kinder habe ich aus vollgenden Gründen taufen lassen.
1. der kath. Kindergarten war hier besser als die Anderen...als kath. Kind waren die Aufnahmebedingungen besser
2. bin selbst auf die kath. Grundschule gegangen und habe meinen Kindern durch die Taufe ermöglicht, dass sie dort einen sicheren Platz haben. Kath. Kinder wurden dort bevorzugt.
3. in den Schulen wird Religionsunterricht erteilt. Ein Kind das nicht getauft ist, muß sich spätestens dann entscheiden, an welchen Unterricht es teilnehmen möchte bzw. die Eltern entscheiden dann.

Die Taufe hat meinen Kindern nicht geschadet.
Mein Großer war damals 2 Jahre und fand das alles richtig gut, der Kleine konnte sich nicht wehren, war noch ein Baby..;)
Im Alter von 14 Jahren ist man im Sinne der Kirche erwachsen und entscheidet sich dann erst bewusst für seinen Glauben.
Bei den ev. durch die Konfirmation und bei den kath. durch die Firmung.
Meine Jungs haben die Firmung abgelehnt. Sie können sich mit dieser Religion bzw. Kirche nicht identifizieren.

Auf der anderen Seite kenne ich auch genug Menschen, die erst im Teenageralter sich ganz bewusst für die Taufe entschieden haben.

Ich glaube auch, man muß nicht unbedingt "Bibelfest" sein um die Kinder im christlichen Sinne zu erziehen.

l.g. Hexe
 

Lorett

Mitglied
Die Pflegeeltern möchten die Kinder taufen? Benötigen die eure Zustimmung?

Ja sie benötigen meine Zustimmung und wenn ich für das Kind irgend ein Gewinn sehen würde,
hätten sie diese auch schon längst bekommen.
die Gedankengänge von Hexe waren schon genial.

Was sagt denn der leibliche Vater dazu?

Der hat nix zu melden , selbst wenn er ist katholisch Pflegeeltern ev. auch eine Problematik
wo ich mir nicht zu helfen , weiß... es kommt einfach keine Linie bzw Ordnung die *Kirchendynamik*


Ich persönlich würde nicht zustimmen, weil Pflegeeltern ziehen ein Kind groß und bekommen Geld dafür - fertig. Die Religion zu bestimmen gehört nicht in ihr Aufgabengebiet. Stell dir vor dein Kind wäre bei muslimischen oder buddistischen Pflegeeltern, und dann?
Wenn mein Zwerg bei Pflegeeltern in diesen Relegionen *beheimatet* wären , würde ich mich auch damit auseinander setzten .

Und im übrigen bauen Pflegeeltern auch Bindungen zu Kindern auf, die sie großziehen...
auch wenn Sie Geld dafür bekommen.:eek:
Es von vorn herein abzuwürgen , ist auch nicht so ganz das was ich mir vorstelle.

Im Gegenteil , ich finde Relegionen fazinierend und spannend auch wenn ich persönl keiner angehören möchte.
 
M

Manuel+

Gast
Lorett,

aus religiösen Gründen ist eine Taufe sicherlich nicht notwendig. Mir ist klar, dass ich mich damit natürlich nicht im Einvernehmen mit dem vor allem katholischen Sakramentsverständnis befinde.

Aus Klugheitsgründen kann gelegentlich einiges für eine Taufe sprechen: Aufnahme in einen konfessionell gebundenen Kindergarten, NichtAusDemRahmenFallen beim Religionsunterricht an staatlichen Schulen etc. Eine konfessionell gebundene Schule (oder Kindergarten) ist manchmal eben dennoch besser als eine, die ihre Kinder nur verwaltet.

Auch ich meine, wie bereits eine Vorrednerin, dass die Taufe jedenfalls in Ihrem konkreten Falle Ihrem Kind wohl kaum schaden würde. Wenn Sie scheinheiliges Verhalten hinter den Pflegeeltern vermuten, dann ist dies ausschliesslich deren Problem. Das Wohl Ihres Kindes dürfte davon wie gesagt unberührt bleiben.
 

Hexe46

Aktives Mitglied
ob ev oder r-kath. Christ ist Christ.
Die Basis des Glaubens ist die Gleiche.
Ich würde mir nur Sorgen machen, wenn es strenggläubige Menschen wären die die Kinder in einer Weise beeinflussen, die du so gar nicht willst.
Es sind und bleiben deine Kinder.

Frag doch noch mal die Pflegeeltern warum die Taufe für sie so wichtig ist?

l.g. Hexe
 

0men

Mitglied
Wir haben 3 Kids und haben alle NICHT taufen lassen. Ich denke unsere Erziehung war bis heute gut, sie sind auf die Gesellschaft entsprechend vorbereitet worden etc.
Der Älteste hat sich taufen lassen unter anderem aus beruflichen Gründen, die Kleine auch, der Mittlere nicht.
Wir wollten auch nicht, dass die Kinder etwas diktiert bekommen, was sie möglicherweise nicht selbst leben wollen.
Ich fand unsere Entscheidung gut und ich würde es wieder so machen.
 

Rhenus

Urgestein
Hallo Lorett,

ich muss mal einigen Vorrednern widersprechen.

In der Schule ist das gar kein Problem, da für diese Kinder (NRW) - sind nicht wenige - eine beaufsichtigte Freistunde abgehalten wird.
Da kann man sogar sinnvolle Dinge tun.
Ab der Sekundarstufe 1 wird das Fach Praktische Philosophie angeboten, was meiner Meinung nach, besser ist.

Alle anderen Gründe, nach denen konfessionslose Kinder benachteilig wären, sind sehr gering.
Da die Kindergärten und Schulen in die jeweiligen Einzugsbereichen der Gemeinden festgelegt sind, müssen sie, bist auf wenige Ausnahmen, alle Kinder nehmen.

Wenn ich es noch mal zu tun hätte, würde ich keine Kinder vor ihrer Religionsmündigkeit taufen lassen.

LG
Rhenus
 

Rhenus

Urgestein
Ok Rainer,

du gestattest doch, dass man anderer Meinung ist.
Ob die "Geistlich arm" sind, wage ich zu bezweifeln, auf alle Fälle nicht einseitig gebildet.

Warum soll man ein Kind mit Angst und erhobenen Zeigefinger erziehen.
Und warum das Kind in dieser aller persönlichen Angelegenheit sich nicht selbst erziehen lassen, wenn es dazu reif genug und bereit ist.

[FONT=&quot]Die christliche Kinder-Taufe ist ein Versprechen der Eltern und Taupaten, für die religiöse Unterweisung, Erziehung und Glaubensvermittlung Sorge zu tragen.[/FONT]
Ah ha!
Und warum ist man dann damit Zwangsmitglied in einem Verein, denn man nur mit einem Verwaltungsakt verlassen kann?

[FONT=&quot]Religion an sich, hat einen großen Wert für die seelische Entwicklung und Reifung eines Menschen. Religiöses Denken und Empfinden muß vermittelt und gelernt werden, weil sonst beim Erwachsenen eine geistliche Leere dort bleibt, wo bei anderen Menschen spirituelle Wärme, überweltliche Geborgenheit, Vertrauen und Sinngebung ihren Platz haben![/FONT]
Ne Rainer mit Sicherheit nicht, da sitzt genau so das drin, was bei andern drin sitz, vielleicht etwas mehr Verstand. Kann sein.
Und du möchtest mir doch nicht weismachen, dass Getaufte bessere Menschen sind. Etwa mit mehr Gefühl oder Achtung für das Leben oder die Mitmenschen.
Da spricht doch die Vergangenheit und Gegenwart eine andere, eine brutalere und ernüchternde Sprache.

Weißt du nur, was mich jetzt sehr wundert?
Das du bei deiner Hochmutsthese den eigentlichen Sinn der Taufe verschwiegen hast.
Da muss ich mal drüber nachdenken.
Du doch sicher auch!

Rhenus
 

Lorett

Mitglied
vielen Dank für die vielseitigen Meinungen

@ Rainer , wenn man sich nicht mit NUR einem Glauben auseinander setzt,
ist man arm an geistige spirituellen Dingen?

Ich teile diese Meinung nicht,
gerade weil ich keiner Konfession angehöre ist die Welt für mich wesentlicher bunter,
was den Glauben angeht.


@ Rhenus

so habe ich es mit meinen bereits erwachsenen Kindern gehändelt,
man kann sich zur Relegionsmündigkeit taufen lassen,
wichtig ist für mich dabei, das sie die bunte Welt des Glaubens kennen lernen.
Und sich nicht stur für den Katholismus bzw Evangelismus entscheiden müssen.

@ Omen

genauso denke ich auch, man muß Kinder nicht in eine Schublade zwängen,
nur weil es tradionell ist.

@ Hexe

ich habe heute einen Anruf von den Pflegeeltern erwartet,
der für mich, wie erwartet ausgeblieben ist.
Es bleibt also für mich weiterhin ein Rätsel.

@ Ursula

es war schon mal angesprochen wurden,
mein erster Impuls war nein zu sagen ,
Ich hatte mich dann bereits mit der Materie auseinander gesetzt,
und bin für mich zu keinem Ergebniss gekommen.

Ich habe eine konfessionslose Segnung angeboten,
es ist natürlich nicht das selbe ,
allerdings offensichtlich ohne Ergebnis.

Es ist natürlich einfacher , sich bei Menschen auszuheulen, die nix entscheiden können,
wie schlecht ich doch bin ,stimme keiner Taufe zu , gebe mein Sorgerecht nicht ab ,bla blah blah, als sich mit mir bezüglich solcher Dinge auszusprechen.

Jedenfalls Danke für Eure Meinungen.
 

Fragende

Aktives Mitglied
Hallo Lorett,

es ist hoffentlich in Ordnung, wenn ich auch noch etwas dazu schreibe :)

Ich bin evangelisch. Aber z.B. mein Ältester (wurde damals getauft) hatte einen ziemlich merkwürdigen Pfarrer als Religionslehrer und ist deshalb in den Ethikunterricht gegangen. Bei uns müssen diesen Unterricht alle Schulen anbieten.

Wo genau da bei den Pflegeeltern der Gewinn von Taufen gegenüber Nicht Taufen sein sollte, erschließt mir sich nicht ganz. Soll dein Kind denn auf eine Schule, bei der es nur aufgenommen wird, wenn es dieser Kirche angehört? Ich muss ehrlich sagen, damit wäre ich eher vorsichtig. Also, wenn das eine Voraussetzung sein sollte.

Weißt du, was ich richtig schade finde?

...wie schlecht ich doch bin ,stimme keiner Taufe zu...
das hört sich so an, als würdest du (mittlerweile) selbst denken, dass das negativ ist. Das kann doch auch sehr positiv sein :)

Du sagst, deine Kinder sollen sich selbst absolut frei entscheiden können, ob und wie sie Religion leben oder nicht leben wollen.

Das ist auf jeden Fall mal eine sehr gute und christliche ;) Einstellung.

Lieben Gruß
Fragende
 

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