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Du bist wie dein Vater! - Wie meine Familie mich immer mehr verliert

OrangesBuch

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Als Kind von keinen sechs, war meine Familie das wichtigste für mich. Ich hatte nie viele Freunde und wuchs relativ behütet auf. Doch auch in der „guten alten Zeit“ gab es einige Probleme. Ein Väterlicher Opa der sich oft über mich lustig machte, seine Frau die klar machte das das Leben ihrer Blumen meinem überstünde und einer Mutter die mich schon damals schlug. Damals war das selten gewesen, unter sehr lauten Schreitiraden. Ich erinnere mich, dass ein Kinderkeyboard aus dem großen Regal aus dem obersten Regalfach zu Boden stürzte. Meine Mutter war zu dieser Zeit in der Wohnung, während ich unten im Garten spielte. Sie brüllte mich an sofort aus dem Garten und in den zweiten Stock zu eilen. Dort angekommen beleidigte sie mich mit Flüchen und schlug mehrfach auf mich ein, warum ich denn das Keyboard dort oben hin getan hätte, dass es runterfallen musste. Das Regal war sehr groß und als Kind war ich logischerweise noch sehr klein, meine Beteuerungen dass ich es nicht wahr, versetzten sie nur noch mehr in Rage. Bis mein Vater dazu kam, mich heulend im Zimmer stehen sah, dass Keyboard zu Füßen meiner Mutter und ihr (zu Recht) erklärte, dass er es gewesen war, der das Gerät dort verstaut hatte. Mit einer der Gründe, warum ich ein Vaterkind wurde, was sich später rächen sollte…
Im Alter von sechs zog ich ein Stockwerk weiter nach oben, direkt unters Dach, Grund war das ich einen kleinen Bruder bekommen sollte. Bis dahin hatten mir meine Eltern immer vorgelesen gehabt. Drei Wochen nach meinem Umzug innerhalb des Hauses, endete das Vorlesen, und so begann ich das Geschichten erzählen. Eine Angewohnheit die ich heute noch jede Nacht praktiziere um einschlafen zu können. Aus dieser Angewohnheit sollte viele Jahre später ein unaufhörlicher Hang zum Schreiben geboren werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt verlief mein Leben in relativ normalen Bahnen. Mein Brüderchen kündigte sich jedoch etwas früher an, als man erwartete. Kurzer Hand brachte man mich zu meiner Großtante und meinem Großonkel. Eine wundervolles Pärchen, nett und liebenswert. Warum ich nicht einfach bei meinen Großeltern im Haus bleiben konnte und 40 Kilometer entfernt in einem anderen Bundesland untergebracht wurde? Meine Großeltern waren auf dem Weg Freunde zu besuchen und wollte nicht wegen so etwas wie einer banalen Geburt wieder umdrehen um auf ein Kind auf zu passen. Genau genommen wollte es meine Väterliche Oma nicht, ich erinnere mich noch gut an das Gespräch, denn ich saß zu diesem Moment im Auto meines Vaters und er telefonierte über die Freisprechanlage. Zwar erinnere ich mich nicht mehr an jedes Wort, aber die Reaktion meines Vaters der versuchte mir klar zu machen, dass ich nicht soviel auf das gesagte/gezeterte von ihr geben sollte. Jedenfalls verbrachte ich die zwei längsten Tage meines Lebens in Ungewissheit bei meiner Großtante und ihrem Mann. Kam mit diesen auch wieder zuhause an und versetzte meiner Mutter mit kinderlicher Ungeduld einen ungewollten Schlag in den Magen: Wo ist das Baby?
Ja wo war es? Die Antwort: Mein kleiner Bruder kämpfte in diesem Moment um sein Leben, denn das kleine Wunder kam nicht einfach zu früh, ein verkümmertes Organ vergiftete ihn allmählich. Die Ärzte gaben ihm eine Woche, wenn er es überhaupt solange schaffen würde. Doch er kämpfte, Reanimation zu nächster Reanimation. Woche für Woche bis die Gefahr gebannt war. Die Gifte hinterließen bleibende Schäden und eine temporäre Blindheit. Mein Bruder, heute 17, ist 100% hilflos, geistig, wie körperlich behindert und mit eines meiner größten Vorbilder. Denn wie er gebe ich nicht auf, denn er hat auch nie aufgeben.
Als ich im Begriff war 12 zu werden, hatten meine Eltern untereinander entschieden auszuziehen, da mein Vater selbst sagte, er wolle nicht mehr mit seinen Eltern unter einem Dach wohnen. Eine Lüge wie sich rausstellte. Als meine Mutter sich mit ihm und uns eine Wohnung anschaute, erzählte ihr mein Vater, dass wir ausziehen würden und er bei seinen Eltern bleiben würde. Denn er hatte 6 Monate zuvor eine neue Frau kennen gelernt, mit der er nun endlich zusammen ziehen wollte. Da waren wir im Weg und so setzte er uns vor die wortwörtliche Tür. Mein Bruder und ich saßen damals auf der Rückbank des Autos, als meine Mutter vollkommen aufgelöst vor uns saß. „Mama, wir bleiben bei dir.“, sagte ich damals. Ein Satz der mir in guten Zeiten zugestanden wird. Mein Vater überlegte es sich noch einmal und ließ uns zwei Monate bei ihm bleiben, während meine Mutter mit zwei Kindern eine Wohnung finden musste. In dieser Zeit fuhr ich oft Fahrrad, oft zu einer Brücke die über einen großen Fluss führte. Die Wasser sind dort wild, reißend und Tief. Der einzige Grund warum dort weniger Leute in die Tiefe springen, als von der zwei Kilometer weiter entfernten Brücke ist, dass diese Wildwasserbrücke eine höhere Barrie aufwies. Doch wer wollen würde, hätte es tun können – jederzeit. Ich schaute teilweise stundenlang in die Tiefe Flut und überlegte ob mein Ende meine Eltern wieder zusammen bringen könnte, den mein Bruder bräuchte doch einen Vater. Ich weiß nicht warum ich in dieser Zeit so dachte, es musste der doppelte Schock gewesen sein: Auszuziehen aus meiner Heimat und dann noch das meine Eltern sich trennen würden. Jedenfalls fing ich mich, weil ich sah, dass ich nun Verantwortung hatte und dieser gerecht werden musste und wollte.
Die Scheidung meiner Eltern war eine Schlammschlacht sondergleichen und das obwohl nur eine Seite feuerte: Mein Vater. Jeden widerlichen Kniff, den man sich vorstellen konnte, probierte er. Er hetzte uns regelmäßig das Jugendamt auf den Hals, dass wir verwahrlosen würden. Was nicht stimmte. Er plünderte mein Ausbildungsversicherungskonto um es sich selbst in die Tasche zu stecken, dass eingezahlte Geld war allein aus der Tasche meiner Mutter. Nur mit Mühe und Not konnten wir einen Teil des Betrags retten. Er bezahlte Mitschüler um mich auf Schritt und Tritt zu überwachen und ließ sich kein Mitschüler finden, wurde sein Vater geschickt. Das Gute daran war, dass mein väterlicher Opa einen weinroten Mercedes fuhr, etwas auffällig zur Observation, aber so wusste man wenigstens wo der Feind war. Diese ganzen Aktionen gingen teilweise auch in den Scheidungskrieg mit ein, die erste Anwältin meiner Mutter kapitulierte und nur mit der zweite ließ sich das Verfahren endlich beenden. Während dieser Zeit holte uns mein Vater noch ab, meinen Bruder und mich. Immer alle zwei Wochen. Wir schliefen beide im dritten Stock. Damals stand mein kleiner Bruder nachts auf und ging auch Richtung Treppe. Eine Treppe die mir in meiner Kindheit bestimmt fünfmal fast das Genick gebrochen hatte. Für einen geh- und geistig behinderten konnte sie erst recht gefährlich sein. Mein Vater war nicht bereit, die Tür abzuschließen oder einen simplen Riegel anzubringen. So passte ich auf meinen Bruder von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag, ohne eine Minute Schlaf, auf. Während der Tagzeiten, war es ebenfalls meine Verantwortung auf meinen Bruder aufzupassen, für was anders schien ich in den Augen meines Vaters nicht zu existieren. Wenn mein Vater mir gerade nicht befahl mich gefälligst um meinen Bruder zu kümmern, terrorisierte er mich und redete ständig auf mich ein, dass ich doch gar nicht bei ihm seien wolle und es doch nur sagen müsse. Zu Beginn dieser Tortur war ich nicht dieser Meinung, aber nach mehreren Monaten hätte ich ihm ohne Probleme zugestimmt. Doch wenn ich nicht mehr abgeholt worden wäre und er meinen Bruder alleine abgeholt hätte, so dachte ich, hätte ich meinen Bruder das nächste Mal im Krankenhaus oder in einem Plastiksack gesehen. Denn immer wenn ich auf Toilette musste, und mein Vater kurz aufzupassen hatte, verletzte sich mein Bruder, weil dieser Mann einfach nicht aufpasste. So verringerte ich meine Toilettengänge auf ein Minimum. Etwas was ich neben dem gestörten Schlafrhythmus beibehalten habe.
Wenige Monate nach der Scheidung sah ich meinen Vater das letzte Mal. Er schickte meiner Mutter ein Schreiben mit den Worten: „Ich möchte die Kinder nicht mehr sehen, da sie meiner Gesundheit schaden.“ Das ein Vater seine eigenen Kinder so derart verrät, ist einfach nur erbärmlich. Seit diesem Tag habe ich meinen Vater nicht mehr gesehen, aber immer wieder anwaltlichen Kontakt, weil er keine Unterlagen für das Bafög rausrückt oder als er meinen Unterhalt nicht zahlen wollte. Ich bzw. mein Familenteil wurde nicht informiert, als mein väterlicher Opa, der immer unter der Fuchtel seiner Frau stand, vor einigen Jahren an Krebs starb. Ich hätte mich gern verabschiedet, trotz allem was war, denn egal ist er mir nicht. Auch wenn ich gut und gerne auf Kontakt mit meinem Vater und dessen Mutter verzichte. Die anderen Verwandten, wie Großtante, Großonkel und mein verstorbener Opa würde ich wohl kaum anders behandeln, wie damals als ich noch ein Kind ohne Sorgen war. Einen Ansatz den man mir in meiner mütterlichen Familie bis heute vorhält.
Zwei Jahre nach der Scheidung wurde mein Bruder in ein Behinderten Wohnheim gezwungen. Gezwungen deshalb weil die Lehrerin meine Mutter vor die Wahl stellte: Entweder Sie nehmen ihn nach anderthalb Stunde Unterricht wieder oder er geht ins Heim. Wie sollte eine allein erziehende und arbeitende Mutter das ermöglichen? In seinem Heim ist er glücklich, es ist schön dort und er entwickelt sich weiter. Doch die Zeit kurz nachseinem Wohnortwechsel war hart. Meine Mutter weinte oft und ich versuchte sie zu trösten. Wer mich tröstete? Ich hatte es einfach zu schlucken, ohne ein Wort ohne eine Träne zu vergießen. Denn das wurde als Provokation verstanden.
Wir holen ihn alle zwei Wochen, seit ich in einer 500 Kilometer entfernten Stadt wohne, alle drei Wochen von dort ab und dann ist er bei uns. Es ist teuer und kostet viel Zeit für das Studium, aber auch wenn ich teilweise auf Essen deswegen verzichte oder schon ganz oft zurücktreten musste und so viele schöne Ereignisse ohne mich passierten und passieren. Mach ich es gerne, für ihn der er kann nichts dafür und auch für sie, denn sie kann es nicht alleine stemmen. Irgendwann wenn sie nicht mehr ist, oder zu alt, werde ich es alleine stemmen müssen. Es gibt sonst niemand der dann wäre, außer mir.
In der Zeit der Trennung/Scheidung fing meine mütterliche Familie ebenfalls an den Hass den sie auf meinen Vater empfanden an mir auszulassen. Sei es nun durch Schläge und Hassbekundenungen meiner Mutter, die teilweise solche Ausmaße annahmen, dass ich tagelang Schmerzen hatte. Ich denke da besonders an eine Geschichte, wo sie mir mit voll Kraft auf den Kopf schlug und ich noch einen Helm vom Fahrradfahren anhatte. Zwei Tage schmerzte mein Nacken durch die Wucht des Aufschlags der Hand auf den Helm. Auch heute noch, ich weiß nicht ob es Gefühl ist oder wirklich ein körperlicher Schaden, ich sollte es untersuchen lassen, aber ich fürchte es würde mehr verändern als mir lieb ist. Neben dieser physischen Gewalt, die irgendwann endete, als ich zu groß wurde –so O-Ton meiner Mutter nur deshalb bleibe mir das erspart, gab es die bis heute anhaltende seelische Gewalt gegen mich. Wie wenn ich in meinem Zimmer eine Comedysendung sah und über eine Pointe lachte, sofort Hass und dass ich gefälligst die Fresse halten soll. Einen Tag später lachte sich meine Mutter an ihrem Laptop über ein lustiges Video schlapp, im Nebenzimmer während ich Klausur lernte. Sie hatte mal gesagt wir seien seit der Trennung ein gleichberechtigtest Team, aber das sind wir nie gewesen. Aber das war nicht die wahre seelische Gewalt, die sah anders aus. Denn zu meinem großen Bedauern sehe ich meinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, mehr noch: Ich könnte optisch gesehen ein Klon sein. Etwas was mir immer und immer wieder bewusst gemacht wird. Egal wie oft ich bitte es zu lassen „Du bist wie dein Vater“, ist gefühlt der häufigste Satz den ich von ihnen höre. Sei es nun die Haltung meiner Finger, meine Zehenform oder wie ich mich verhalten (würde). Aber so ist das ja als Papakind, die sind dann immer wie ihre Väter, sowas kann sich nicht zu etwas besserem entwickeln. Dass ich überhaupt nichts mit dem Verhalten meines Vaters gemein habe, interessiert nicht. Das es mir jedes Mal das Herz bricht und in einen Abgrund wirft, noch viel weniger. Was aber besonders bitter ist, dass mein Vater zu seinen Abholzeiten mich ständig mit meiner Mutter verglich. Wie ich die Butter streiche oder meinen Daumen in der Faust verstecke. Schon „amüsant“ das beide auf die tolle Idee gekommen sind, mich mit dem jeweils anderen zu vergleichen....
Nur meinen Vater ärgerte ich gerne damit, es bedeutete mir nichts und er hatte es auch irgendwie verdient, tut es meine Mutter, meine mütterliche Oma (oder früher auch mein mütterlicher Opa, der es als einziger nach Jahren hat sein lassen) bricht es mir das Herz. So oft habe ich ihr das schon gesagt und seit über zehn Jahren wird das ignoriert. Inzwischen sehe ich Rot wenn wieder einer diesen verdammten und unnötigen Sätze kommt. Es ist scheinbar nicht möglich zu sehen, wie ich wirklich bin, dass ich OrangesBuch bin. Einfach ich, ohne meinen Vater. Denn ich mir nicht ausgesucht habe und nichts dafür kann was er tat. Aber man kann mich auf die Stufe mit ihm stellen, beschwere ich mich, dass habe er auch gemacht, wenn man ihn kritisiert hatte. Gehe ich, dass habe er auch gemacht, wenn er nicht mehr weiter wusste. Logik? Gute Argumentation? Wertlos, denn es interessiert nicht. Das es sich anfühlt als würden sie mich nicht lieben, was meine Mutter mir vor Jahren das letzte mal gesagt hat (mich davor immer zwei bis drei Stunden in Hassmonologen zur Sau machte) und es mir allenfalls in E-Mails durch die Blume sagt, sehen sie nicht. Ich bin einfach nur undankbar, wie mein Vater. Desto mehr ich mich wehre, desto mehr nehmen Sie es persönlich und werden gemeiner und gemeingefährlicher. Doch breche ich endgültig, verliere ich die Menschen, die mir selbst, wirklich etwas bedeuten. Sie würden mich von meinem Bruder trennen, egal ob er darunter ebenso leiden würde. Das hält mich auf, aber wie lange geht das noch gut? Ich kann es nicht mehr einfach weg stecken, ich will das auch nicht mehr. Es erfüllt mich mit Wut und Traurigkeit, Gefühle die ich schon auf so vielen anderen Ebenen ertragen muss. Warum auch noch durch meine Familie? Vielleicht weil sie die ersten wahren, die mich diese Bürden lehrten. Ich weiß es nicht.
 

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Daoga

Sehr aktives Mitglied
Die erste Antwort die Du kriegen würdest wäre, daß Dein Endlos-Sermon extrem schwer zu lesen ist, weil keine Absätze drin sind. Mit Endlostexten haben die meisten Mitleser hier Probleme.

Zum Thema, Deine einzige Lösung ist, all das hinter Dir zu lassen, trenn Dich von Deiner Mutter so schnell wie es Dir möglich ist, und beende auch die psychische Abhängigkeit von Deinem Bruder, dem einzigen dem Du Dich verbunden fühlst, und zwar nur weil es ihm noch dreckiger geht als Dir, wenn auch nur wegen seiner Behinderung. Und nicht, was Eure sauberen Eltern ihm vielleicht (?) angetan hätten, wenn er so gesund wäre wie Du.

Daß diese Schwäche für Deinen Bruder ein prima Druckmittel gegen Dich ist, hast Du schon begriffen. Deshalb solltest Du diesen Schwachpunkt aufgeben, der ist im Heim gut genug aufgehoben und vermißt Dich wahrscheinlich gar nicht, so geistig behindert wie er ist.
Deine Gefühle für ihn als das erkennen, was sie wirklich sind, nämlich ein Billigersatz für die Liebe zu Deinen Eltern, von denen Du leider viel zu früh erkennen mußtest, daß sie Deiner Liebe gar nicht würdig sind, mußt Du noch schaffen. Dann klappt das auch mit der gefühlsmäßigen Trennung.
Mit Deiner Mutter brauchst Du Dir nichts erhoffen, die sieht zu sehr Deinen Vater in Dir, als daß sie noch Liebe für Dich aufbringen könnte, er hat sie zu schwer enttäuscht, und Dich ebenfalls, also sei ehrlich zu Dir selber und trenn Dich von allen, räumlich genauso wie gefühlsmäßig.
Such Dir an anderen Orten Freunde, Kollegen, Leute mit denen Du "kannst". Geh von zuhause fort und schau am besten nie zurück, wenn es Dir keine positiven Gefühle bescheren kann.
Die Welt ist groß und bietet genug Glück und Liebe, wenn man nur danach sucht. Enttäuschungen wird es auch hin und wieder geben, aber um es mit den Stadtmusikanten zu sagen, "etwas besseres als den Tod findet man überall."
Laß Dich nicht dort, wo Du bist, lebendig begraben. (Gefühlsmäßig)
Dafür bist Du zu wertvoll.
 
G

Gelöscht

Gast
Ich habe nicht alles gelesen, der Text ohne Absätze ist einfach viel zu lang!

Die Beziehung zu deiner Mutter ist toxisch. Dass sie den Hass auf deinen Vater auf dich projiziert, ist denke ich klar. Du bist also derjenige der es abbekommt.

Kannst du ausziehen?
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Brich den Kontakt zu deiner Mutter und deinem Bruder ab und lebe dein eigenes Leben.

Deine Eltern haben sich sehr schlimm zu dir verhalten.
Das Verhalten deiner Mutter wirkt psychisch krank.
Nimm ihr Verhalten nicht so ernst und persönlich.

Vermutlich hat sie viele eigene Probleme und selber eine schwierige Kindheit gehabt..
Sie misshandelte dich seelisch.
Es ist eine giftige Beziehung für dich.

Lass los und renne nicht ihrer Liebe hinter her.
An deiner Stelle würde ich Therapie machen,um die Vergangenheit zu verarbeiten zu können.
 

suika

Mitglied
Wie könnte deine Mutter dich von deinen Bruder trennen? Er lebt doch nicht bei ihr. Sondern im Heim? Sie hat da wohl weniger Bestimmungsrechte, wer ihn besucht und wann? Ich habe es jetzt nicht mehr im Kopf. Lebst Du noch bei deiner Mutter oder alleine? Wenn du noch bei ihr lebst, wäre es an der Zeit sich abzugrenzen. Eigene Wohnung oder eine Unterkunft in einer WG. Und vergiss nicht, selbst wenn Du mit deiner Mutter keinen oder kaum Kontakt hast, deinen Bruder kannst und darfst du immer besuchen.
 

DuDoWest

Aktives Mitglied
Hallo Orange(ne)sBuch,

Du hast Dich und Deine Situation für mich so sehr emphatisch rüber gebracht. ICH bin entsetzt, welches Schicksal Dir von all Deinen Verwandten beschert wurde. Das tut mir sehr leid für Dich.

Mein Tipp: Druck Dir Deinen Eingangspost aus und lege Deiner Mutter den Ausdruck wortlos zum Lesen auf den Tisch. Sie „muss“ nicht unbedingt dabei sein, einfach dort hinlegen, wo sie ihn finden muss.

Dann wartest Du und beobachtest die Reaktion(en) Deiner Mutter. Wenn es sein muss auch längere Zeit. (Vielleicht Tage, was ich aber nicht glaube.)

Sie wird reagieren (müssen). Ich denke, ihr selbst ist gar nicht bewusst, was sie und all die anderen DIR da angetan hat/haben und aktuell mit ihren Vergleichen DU/Vater antun.

Wenn keine Reaktion und keine Änderung in ihrem Verhalten stattfindet, ja DANN ists wirklich Zeit für einen Kontaktabbruch mit Deiner Mutter und vermutlich einem (erzwungenen) temporären mit Deinem geliebten Bruder.

Versteht Dein Bruder die Worte, die Du mit ihm wechselst?? Könntest Du ihm vielleicht vorab erklären, warum Du Dich in näherer Zukunft weniger (bis vermutlich gar nicht) mit ihm treffen kannst ?? Würde er das verstehen ?? Hattet ihr schon mal die Gelegenheit des Austauschs über diese Dinge ??

Gruß

Udo
 

Wepse

Neues Mitglied
Mmmh, Deine Familie hat schreckliche Dinge erlebt. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Deine Mutter Dich als Heranwachsenden in eine Verantwortung gedrängt, die Du nicht tragen konntest. Euer Vater genauso, wenn Du und Dein Bruder da waren.

Auf Dich zu projezieren "Du bist wie Dein Vater" ist ziemlich gemein, irgendwann hat Deine Mutter diesen Menschen geliebt und mit ihm zwei Kinder in die Welt gesetzt. Damit nicht auf zu hören nachdem Du immer wieder gesagt hast ist ignorant.

Ich bin mir nicht so sicher, ob's in dem Moment was bringt den ersten Beitrag auszudrucken und auf den Tisch zu legen. Sie scheint im Moment zu sehr mit sich selbst beschäftigt und will Dich wohl auch nicht als eigenständige Person sehen.


Deinen Bruder musst Du nicht verlieren... Du kannst ihn als Familienmitglied auch weiter besuchen. Sprich' vielleicht mal mit dem Pflegepresonal, welche Regelungen es gibt.


Vielleicht solltest Du beim Kontakt mit Deiner Mutter erst mal eine "Kunstpause" einlegen. Irgendwie bis Du "Stellvertreter als Blitzableiter".


Es kann sein, dass sie dann so richtig ausrastet... Aber ich glaube Du brauchst dringend ein eigenes Leben. Rest der Familie: Hast Du noch Kontakt zu Tante und Onkel?
 

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