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Drogenkonsum und Umgang damit

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Mich nervt beim Thema Drogenkonsum , dass die Leute, die so auf Anti- Drogen machen, gerne unter den Tisch fallen lassen bzw es nichtmal wirklich checken, dass Zigaretten und Alkohol auch Drogen sind.

In meiner Familie konnte ich das sehr gut erleben. Zum Beispiel mein Onkel: zündet sich jeden Tag mindestens 10 kippen an und hat sich schon x mal an Silvester vorgenommen, weniger zu rauchen, aber nie hinbekommen. Wird von meiner Familie als total in Ordnung angesehen. Mein Bruder hatte eine Phase , wo er jedes Wochenende zuviel getrunken hat. Da gabs dann einen Schulterklopfer von unserem Vater mit den Worten "nächstes Mal aber nicht so übertreiben" wobei die Worte eher ne Mischung aus Stolz und Amüsement waren, als wirklich Vorwurf.

Mein Vater kann auch kein Fußballspiel, ohne das obligatorische Bier schauen. Wenn kein Bier da ist, wird sich extra nochmal ins Auto gesetzt und nur für das Bier der Supermarkt angesteuert. Ohne Bier mache Fußball nunmal kein Spaß. Und Sektempfänge sind bei meinen Eltern auch sehr beliebt. Schließlich kann man da Gratis-Alkohol abstauben.

Bei Familienfeiern ist mindestens einer dabei , der nicht weiß, wann er zu trinken aufzuhören hat und wenn derjenige total über die strenge schlägt, ist das nicht bedenklich oder peinlich , sondern voll witzig und hebt extrem die Stimmung. Leute, wie ich , die gar kein Alkohol trinken, werden als Spassbremsen betitelt und es wird bestimmt noch 5 mal versucht einem Alk anzudrehen, bevor ein "Nein, ich möchte nicht" endlich mal akzeptiert wird.
Alles kein Problem für meine Familie, den Vater Staat und Gesellschaft haben ja beschlossen, dass Alkohol und Tabak keine Drogen sind, sondern Genussmittel. Und Genussmittel klingt doch nach was sehr positivem. Und was man selber konsumiert, dass kann nichts schlechtes sein...

Aber als meine Eltern mich beim Kiffen erwischt haben, war die Aufruhe groß und ich war gleich der Drogenjunkie , der schon mit einem Bein in der Gosse steht. Das ich zu der Zeit vielleicht jeden 2. Monat mal einen Joint geraucht habe, war da egal. Ich war gleich total das Drogenopfer, dass unbedingt die Hände von diesem Teufelszeug lassen soll.
Aber selber qualmen wie ein Schlot oder nur in der Lage sein, Spass zu haben und zu feiern, wenn man sich ordentlich einen begossen hat.....

Dieses einfach nicht nachdenken und einfach nur einem Feindbild hinterherjagen, dass regt mich ziemlich auf. Alkohol und Zigaretten : okay, die gehören einfach dazu ; Drogen wie Cannabis: böse, die muss man mit allen Mitteln bekämpfen.
Die Quantität, also wie oft konsumiert wird , wird dabei vollkommen außer acht gelassen. Wenn jemand sich 2 mal die Woche zum Fußball ein Bier gönnt oder abends ein Glas Wein , dann ist das vollkommen normal. Wenn jemand sich 3 mal im Jahr einen Joint gönnt, dann ist er gleich das Drogenopfer, dem der Gang zur Entzugsstelle nahegelegt wird.

Klar Drogen sind allesamt nicht grade erträglich für die Gesundheit, aber dieses durch die Medien/Politik/Gesellschaft beeinflusste Messen mit zweierlei Maß ist einfach ätzend.(ist natürlich nicht bei allen Menschen so, aber ich denke so Familien, wie meine, die da so drauf sind, gibt's genug).

So genug ausgekotzt.:)
 

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Ondina

Sehr aktives Mitglied
[...]
Bei Familienfeiern ist mindestens einer dabei , der nicht weiß, wann er zu trinken aufzuhören hat und wenn derjenige total über die strenge schlägt, ist das nicht bedenklich oder peinlich , sondern voll witzig und hebt extrem die Stimmung. Leute, wie ich , die gar kein Alkohol trinken, werden als Spassbremsen betitelt und es wird bestimmt noch 5 mal versucht einem Alk anzudrehen, bevor ein "Nein, ich möchte nicht" endlich mal akzeptiert wird.
Alles kein Problem für meine Familie, den Vater Staat und Gesellschaft haben ja beschlossen, dass Alkohol und Tabak keine Drogen sind, sondern Genussmittel. Und Genussmittel klingt doch nach was sehr positivem. Und was man selber konsumiert, dass kann nichts schlechtes sein...[...]
Sowas habe ich auch noch nie verstanden und ganz, ganz Übel wird es, wenn ein trockener Alkoholiker dazu genötigt wird wieder Alk. zu konsumieren am allerschlimmsten jedoch ist, wenn man ihn heimlich Alk. ins Glas kippt.

Oder einem EX-Raucher werden pausenlos Kippen angeboten und vorgesäuselt wie Gut der Tabak doch schmeckt. Den angeblichen Sinn dahinter habe ich auch nie verstanden.

Wer in (Maßen) trinken will soll es tun, wer rauchen will Bitte, dennoch sollte sich jeder im Klaren darüber sein, dass das, was er tut auch nicht gerade Gesundheitsfördernd ist.
 

Eisherz

Aktives Mitglied
Echt absolute keine Vorstellungskraft??
Wenn du da nicht draufkommst, hilft erklären nicht mehr.
Bin ich hier beim Rätselraten oder in einer Diskussion? Was willst Du denn wirklich diskutieren? Wo sind für welche Aussagen Deine Argumente?

Führen jetzt ein Gast und ein nach Gerechtigkeit suchender Gast die Diskussionsfäden ...

Dass ein Drogendealer bestraft wird, ist nicht ungerecht. Auch Drogenkonsumenten (ich bin jetzt natürlich nicht beim Nikotin oder Alkohol) werden bestraft.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Dass ein Drogendealer bestraft wird, ist nicht ungerecht. Auch Drogenkonsumenten (ich bin jetzt natürlich nicht beim Nikotin oder Alkohol) werden bestraft.
Das ist das, was mich so ziemlich stört.
Das Alkohol und Tabakkonsum als etwas total natürliches und selbstverständliches dargestellt wird, aber sobald es um andere Drogen wie zum Beispiel Cannabis geht, wird nach Verboten und Bestrafungen gerufen.

Ist es gerecht, dass jemand, der sich einmal die Woche zur Entspannung ein Bierchen gönnt, das problemlos machen kann, aber jemand der sich einmal im Monat zur Entspannung einen Joint gönnt, bestraft wird?
 
Zuletzt bearbeitet:

Eisherz

Aktives Mitglied
Das ist das, was mich so ziemlich stört.
Das Alkohol und Tabakkonsum als etwas total natürliches und selbstverständliches dargestellt wird, aber sobald es um andere Drogen wie zum Beispiel Cannabis geht, wird nach Verboten und Bestrafungen gerufen.
... ein Unterschied zum Beispiel ist, dass Alkohol und Tabak keine illegalen Drogen sind und nicht unter dás Betäubungsmittelgesetz fallen.

Wobei ich Koks und Nikotin nicht vergleichen würde ... Letztlich entscheidet der Konsument, trinke ich viel, trinke ich wenig, rauche ich oder rauche ich nicht ... Übermäßiger Alkohol- oder Nikotingenuss schadet dem Menschen, das ist ja auch nicht die Frage hier.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
... ein Unterschied zum Beispiel ist, dass Alkohol und Tabak keine illegalen Drogen sind.
Obwohl da jedes Jahr unzählige Menschen dran sterben oder zumindest stark danach süchtig sind. Wieviele Menschen nehmen sich jedes Jahr Silvester vor, weniger zu rauchen und bekommen es dann doch nicht hin, weil sie so süchtig sind? Aber trotzdem sind diese Drogen erlaubt, weil es eben auch Menschen gibt, die verantwortungsvoll mit diesen Drogen umgehen. Und denen will man ihren Alk und ihre Ziggis nicht wegnehmen, nur weil einige Menschen es eben nicht schaffen, damit richtig umzugehen. Man macht sogar Werbung für diese Drogen und stellt sie als etwas Tolles dar, was man wie selbstverständlich konsumiert. Was sogar zum sozialen Leben dazugehört (kein Politikertreff, kein Empfang, keine Feier ohne Alkohol).
 

Der_um_den_Baum_tanzt

Aktives Mitglied
Niemand hat das Recht mir vorzuschreiben ob ich irgendwelche Drogen konsumiere oder nicht.

Ich sehe mich jedoch in der Pflicht mich so zu verhalten, dass ich Niemandem schade wenn ich Drogen nutze.

Hier aber liegt das Problem, da es unter dem Einfluss von Drogen durchaus zu einem mehr oder weniger umfangreichen Kontrollverlust und damit zu einer potenziellen Gefährdung Anderer kommen kann - ob ich will, oder nicht.

Daher ist meines Erachtens nach eine intensive Aufklärung über die verschiedenen Arten von Drogen und deren spezifische Wirkungsweise und vor Allem über die mit der Kriminalisierung von Drogen einher gehenden Gefahren erheblich wichtiger, als alle Verbote und Strafen.

Besser als die zur Zeit praktizierte Verbotspolitik wäre ein weltoffener Umgang mit Drogen, der diese aus der Schmuddelecke der Kriminalität heraus holt und allein dadurch schon das mit der Beschaffung und dem heimlichen Konsum ungeprüfter Substanzen verknüpfte Gefahrenpotenzial erheblich reduzieren würde.

Die offiziell anerkannte Drogenkultur würde eine echte Bereicherung erfahren, wenn wir das Spektrum von Alkohol, Tabak, Kaffee und Tee wieder auf seine natürliche Vielfalt hin erweitern würden und den Menschen unter Anleitung den Umgang mit den Drogen die unsere Natur zu bieten hat näher bringen würden.





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Eisherz

Aktives Mitglied
Obwohl da jedes Jahr unzählige Menschen dran sterben oder zumindest stark danach süchtig sind. Wieviele Menschen nehmen sich jedes Jahr Silvester vor, weniger zu rauchen und bekommen es dann doch nicht hin, weil sie so süchtig sind? Aber trotzdem sind diese Drogen erlaubt, weil es eben auch Menschen gibt, die verantwortungsvoll mit diesen Drogen umgehen. Und denen will man ihren Alk und ihre Ziggis nicht wegnehmen, nur weil einige Menschen es eben nicht schaffen, damit richtig umzugehen. Man macht sogar Werbung für diese Drogen und stellt sie als etwas Tolles dar, was man wie selbstverständlich konsumiert. Was sogar zum sozialen Leben dazugehört (kein Politikertreff, kein Empfang, keine Feier ohne Alkohol).
Ja, obwohl es so ist. Was willst Du tun, den Menschen verbieten, Bier zu trinken und dazu eine zu rauchen? Nicht der Alkohol oder die Zigaretten sind schuld, es ist derjenige, der es konsumiert.
So wird das Pferd von hinten aufgezäumt ... sind die schnellen Autos daran schuld, wenn Unfälle passieren, schlimmstenfalls unter Einfluss von Alkohol ... ?
Ich bin auch oft (dienstlich) eingeladen, ich muss keinen Sekt dort trinken, es gibt Wasser und auch Saft, ich entscheide das ... Was andere über mich denken, ob das für mich dazugehört oder nicht ... das ist für mich uninteressant.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Ja, obwohl es so ist. Was willst Du tun, den Menschen verbieten, Bier zu trinken und dazu eine zu rauchen? Nicht der Alkohol oder die Zigaretten sind schuld, es ist derjenige, der es konsumiert.
Eben. Dann kann man ja auch Cannabis legalisieren. Dass allen Leuten zu verbieten, weil ein paar Leute nicht ordentlich damit umgehen könnten, macht nämlich genau so wenig Sinn.
 

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