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Drogenabhängig...

KissKiss

Mitglied
...wie kann man jemanden helfen, aus diesem Teufelskreis wieder rauszukommen?

Reden, Zuhören, Drogenhilfe - wird nicht angenommen bzw. ignoriert.
Ich bin verzweifelt und habe Angst.
 

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Giesy

Sehr aktives Mitglied
KissKiss, reden bringt nichts in dem Fall. Zuhören wird schwierig, weil nichts rüberkommt, denk ich mal.

Du kannst eigentlich , so hart es klingt, gar nichts machen, solange der Betroffene nicht selbst Hilfe will.
 

Omana

Urgestein
Liebe KissKiss,

nimm dir Giesy´s Worte zu Herzen. Sie hat so recht.
Solange der Suchtkranke nicht selbst will ist alle Hilfe für die Katz, sorry, wenn ich das so hart ausdrücke. Aber es ist so.

Erst wenn er Hilfe sucht, wirklich einen anderen Weg gehen will, wirklich frei sein will von dieser Last, wirklich sein altes Leben hinter sich lassen will, dann sag ihm....ich bin immer für dich da... auf deinem neuen Weg.

LG

Omana
 

kunos

Aktives Mitglied
Hallo KissKiss,

um welche Drogen handelt es sich denn? Ist es "nur" weich oder schon hart? Allgemein kann ich den anderen nur Recht geben, solange er nicht selbst wirklich will, hat alles andere keinen Sinn.

Gib kein Geld, achte auf deine eigenen Wertgegenstände und bedenke immer, dass er für den Drogenkonsum immer lügen würde. Ich selbst war auch mal in deiner Situation und es zog sich über Jahre. Eine schnelle Lösung ist da meist nicht möglich. Besonders der alte Freundeskreis muss verlassen werden.

Sag ihm, dass du auf ihn wartest. Lass ihn ruhig ganz tief rutschen, damit er durch das Schockerlebnis vielleicht aufwacht. Bei mir hat die Liebe am Ende gesiegt. Aber er muss "reif" für die Veränderung sein, die nicht leicht sein wird. Erst wenn du eine ehrliche Willensbekundung dahingehend bekommst, macht der Kraftaufwand deinerseits Sinn.

Viel Erfolg euch
 

KissKiss

Mitglied
um welche Drogen handelt es sich denn? Ist es "nur" weich oder schon hart?
Es ist schon hart.

Gib kein Geld, achte auf deine eigenen Wertgegenstände und bedenke immer, dass er für den Drogenkonsum immer lügen würde.
Er bittet mich auch nicht um Geld. Davon hat er (leider in solch einem Fall) reichlich.
Und was meinst Du genau, mit lügen?

Sag ihm, dass du auf ihn wartest. Lass ihn ruhig ganz tief rutschen, damit er durch das Schockerlebnis vielleicht aufwacht.
Ich habe ihm gesagt, dass ich immer für ihn da sein werde.
Aber es wird sicher, zu 100%, höllisch weh tun, ihn da einfach reinrutschen zulassen...
Ich werde das sicher nicht lange aushalten.
:(:(:(
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hallo KissKiss,

suche DU dir Hilfe bei einer Drogenberatungsstelle. Da gibt es auch Möglichkeiten, dass Angehörige und Partner sich beraten lassen.

Je klarer du gegenüber deinem Partner auftreten - und auch dabei bleiben - kannst, desto besser für ihn. Auch wenn das in letzter Konsequenz bedeuten kann, aber nicht muss, dass ihr euch trennt. Aber vielleicht kommt es ja auch ganz anders und er findet mit deiner Hilfe einen Weg da raus.

Alles Gute
Sisandra
 

maximilian

Aktives Mitglied
Es ist schon hart.
Wenn er nicht aufhören will, wird er nicht aufhören.

Nur so zur Nachfrage, nicht dass wir aneinander vorbeireden: Du weisst, dass es selbst bei den härtesten Drogen immer noch, neben den Substanzabhängigen, die nicht-abhängigen Substanznutzer gibt? Welche Zeichen gibt es, dass es eine Abhängigkeit und nicht nur eine häufige Nutzung ist? Also sprich, welche Symptome/Kriterien der Abhängigkeit treffen auf ihn zu und kannst du es genauer beschreiben? (siehe erster Absatz: http://de.wikipedia.org/wiki/Abhängigkeit_(Medizin) )

So und egal ob er jetzt Nutzer oder Abhängiger ist, solange er nicht aufhören kann oder will, sollte er sich zumindest über safer-use und Wechselwirkungen auskennen. Vllt. überzeugen ihn ja die Kurzzeit- und Langzeitnebenwirkungen es nicht mehr so häufig zu machen. Also einfach mal hier auf der Seite, sich die Infos zu der Substanz durchlesen, die er nimmt:
||||| DRUG SCOUTS ||||| STOFF! |||||

Hier mal ne Selbsterklärung der Drugscouts warum sie diesen Ansatz der Drogenaufklärung wählten (also das aufzeigen auch der positiven Wirkungen und des safer-use):
||||| DRUG SCOUTS ||||| WER WARUM WOZU |||||
 
Zuletzt bearbeitet:
M

matyx

Gast
Ach Mensch, Du Ärmster. Mein mittlerweile Exfreund ist auch Drogenabh. Zur Zeit im Knast.

Es ist schon alles gesagt worden.

Ich selbst habe noch Kontakt zu meinem Ex, weiß aber, er ist verloren. Ich kann nix machen - hoffe aber immernoch obgleich eine Beziehung nicht mehr in Frage kommt, aber trotzdem wünsche ich ihm das.

Alles Gute
Matyx
 

maximilian

Aktives Mitglied
Aber helfen kannst du ihm leider nicht, nicht wenn er in dem Teufelskreis schon so drin ist, dass ein geregeltes Leben nicht mehr möglich ist.
Ohja, da kennt sich ja jemand richtig aus.

Was glaubst du, gehen Politiker, die Wirtschaftsbosse, die Leute in den Medienbranchen, die koksen, einem geregelten Leben nach?

Sind die ganzen Frauen ,die sich mit Benzos, Schlafmitteln (gefährliche Schlafmittel, die viele, auch ärzte, für harmlos halten) oder sonstigen Medis abschiessen (viele Drogen haben als Medikament angefangen!), nicht mehr fähig ein geregeltes Leben zu führen?

Sorry, bei dir kommt dermaßen die Unwissenheit rüber. Man kann auch mit harten Drogen keinerlei abhängigkeit haben, z.B. sich Diamorphin nur einmal im Monat spritzen und das seit Jahren ohne Dosis- oder Häufigkeitssteigerung (keine Abhängigkeit also laut Diagnoseschlüssel). Des Rätsels Lösung ist die individuelle Suchtveranlagung (siehe unten).

Und man kann auch mit z.B. Diamorphin, genauso wie jeder Nikotin- oder Beruhigungsmittel-Abhängige, einem geregelten Leben nachgehen, solange die Arbeit die man hat genügend Lohn abwirft, dass man die Drogen bezahlen kann (da haben die Pillenwerfenden Mütter einen Vorteil, sie müssen nur zuzahlen, der Staat zahlt die Drogen mit, sobald sie ihren Hausarzt überreden), und solange man ihnen nicht ansieht dass sie drogenabhängig sind.

Und hier verweise ich dich auf die Pilotprojekte der staatlichen Diamorphin-Abgabe. Der Stoff ist rein, macht also keine körperlichen Schäden mehr (genauso wie die Opioide die wir unsern Patienten geben mit zu den am besten verträglichsten, weil am wenigsten Organ-schädlichen, Arzneigruppen zählen), und die Leute bekommen ihn auf Rezept, haben keinen Beschaffungsdruck mehr. Die allermeisten sind aus der Szene raus und gehen einer durch und durch bürgerlichen Arbeit nach.

Oder ich verweise dich auf den Spiegel-Reporter, Redaktionsmitglied und gleichzeitig 10Jahre abhängiger Fixer. Konnte sich aber von seinem überdurchschnittlichen Gehalt besseren, nicht so stark verunreinigten Stoff und immer frische Kanülen, etc., leisten und keinem fiel es auf.

Ich kenne soviele Leute die mal in ihrer Jugend paar Jahre mit chemischen Drogen rumexperimentierten und da ohne irgendwelche Abhängigkeiten durchkamen durch die Phase. Solange man eine niedrige Suchtveranlagung hat, wird man nicht sofort abhängig, auch wenn man ne Substanz 3 Tage die Woche nimmt. Wer ne sehr niedrige Suchtveranlagung hat, kann auch noch härtere Drogen kontrolliert nutzen. Allerdings weiss natürlich niemand von vorneherein wie hoch seine persönliche Suchtveranlagung ist, hier steckt die Gefahr.
 

maximilian

Aktives Mitglied
Nee, deine undifferenzierte Darstellung von Drogennutzern und -abhängigen ist polemisch. Er ist wohlhabend, hat damit keinen Beschaffungsdruck und insofern mit meinem Beispielen schon vergleichbar. Lies halt mal richtig was die TE schreibt.

EDIT: Du schriebst von "harten Drogen", viele Medikamente sind harte Drogen. Deswegen ist auch mein Vergleich mit den mothers little helpers zulässig.

Ja, ich kann dir ohne Probleme Quellen aus den Pilotprogrammen bringen, die nur Diamorphin und kein Methadon bekommen, dass es bei der Mehrheit zur Resozialisierung führte.
 

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