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Die ständige Suche nach Antworten

N

NurEinWeitererBeitrag

Gast
Hallo.

Mir geht es gerade so schlecht...

Die ständige innerliche Suche nach Antworten macht mich fertig, macht mich müde,...
Ich suche nach Antworten auf Fragen, die man gar nicht beantworten kann. Und obwohl ich das weiß, kann ich innerlich nicht abschalten und such weiter. Warum ist mir das alles passiert? Wann hört dieser Schmerz auf? Wann werde ich glücklich sein bzw werde ich es je sein? Keiner und nichts kann mir eine plausible Antwort drauf geben.

Die Vergangenheit quält mich so. Ich kann nicht loslassen, obwohl ich es möchte. Ich bin es so leid immer und immer wieder an das was geschah denken zu müssen, mich nach dem warum fragen zu müssen. Es widert mich so an, dass ich deswegen so deprimiert bin, nur liegen und nichts sehen und hören möchte.

Ich will kein Mitleid oder Aufmerksamkeit damit erzeugen. Ich will das es aufhört.

Ich möchte so gerne ehrlich & liebevoll in den Arm genommen werden. Aber ... da ist keiner.
 

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takita

Mitglied
Melde Dich hier an, und rede evtl. per PN (privater Nachricht) mit anderen.... Evtl. lernst Du neue Freundschaften kennen oder sogar mehr. Es gibt hier auch einen Sie sucht- & Er sucht- Bereich, ganz einfach - nicht wie auf herkömmlichen Flirtseiten....
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

wenn du dich nur mit der Vergangenheit beschäftigst, was ist denn mit der Gegenwart? Wie läuft die denn für dich?
Denn die muss ja vorhanden sein, so wie bei jedem von uns.
Und was hält dich in der Vergangenheit fest? Konkretisiere
doch mal deine Probleme. Vielleicht kann man da gemeinsam ansetzen.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 
N

NurEinWeitererBeitrag

Gast
Hallo. Hier die TE.

Ich würde die Gegenwart gerne genießen können, aber es fällt mir sehr schwer. Nichts macht mir Freude, nichts befriedigt mich, nichts macht mich richtig glücklich.
Mir geht es gut, bin gesund, Job, Geld ... ich bräuchte mich eigentlich nicht beschweren und doch bin ich innerlich nur am weinen.

Ständig diese Gedanken "es passiert ja eh nichts tolles" und dann liege ich wieder nur rum. Ich hasse das und werde nicht aktiv. Das Leben zieht jede Woche an mir vorbei, das macht mich so traurig. Ich bräuchte ja nur raus gehen, aber immer wieder leg ich mir selber Steine in den Weg.

In Sachen Liebe hatte ich von Kleinkind an kein glückliches Händchen. Mir wurden schlimme Sachen angetan, über Jahre, die mich heute noch sehr belasten. Seit vielen Jahren trage ich eine Angst und Scham in mir, die ich scheinbar nicht mehr los werde. Diese Angst behindert mich in so vielen Dingen.
Ich möchte das loswerden und schaffe es nicht. Ich will kein Opfer mehr sein. Ich will endlich raus aus dieser Rolle.
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Hallo NurEinWeitererBetrag;

Du wirst Grund haben innerlich zu Weinen..und scheinst immer noch im emotionalen Schockzustand/einer Starre zu stecken.
Bedürfnisse die getröstet werden sollten,ja. Aber wer kann das schon nach so einem Leid?

Es ist nicht einfach loszulassen und das zu akzeptieren.
Oft eine lebenslange Belastung.
Ich weiß wovon du sprichst..zumindest im Groben.
Doch das "Warum", die Antwortensuche .. um zu verstehen, würden nix an der Tat/den Taten ändern.

Manche Dinge passieren, und damit passiert auch eine persönliche Entwicklung, wohl auch eine Bestimmung die jeder irgendwo hat, wenn er zur Welt kommt.

Andersrum,kann das was einem angetan wurde, so gesehen auch ( beim Täter ) eine Verzweigung tragischer Umstände um den Horizont des der Täters sein, ohne Ihn in Schutz nehmen zu wollen.

Jeder trägt sein Karma, Täter wie Opfer; irgendwo und der Lebensverlauf ist oft sehr Rätzelhaft, oft auch eine immer weiterreichende Familieträgödie an die nächste Generation.

Manche tragen Mitgefühl und Einsichten,manche aber besitzen diese Schätze gar nicht,auch..weil Sie unter gewissen schwierigen und mangelden Umständen zur Welt kamen.
Ein Kreislauf des Universums.

Auch ich musste lernen/ Ein-sehen, das das was mein Geburtsrecht ist/war, ..und für jeden ein natürliches Geburtsrecht ist, mit Füssen getreten wurde und so lange grausam und lange Jahre Missbraucht worden ist und diesen Grundstein zum normalen Leben, nie bekommen habe.

Es ist nicht und nie wieder Gut zu machen. Das ist ein harter Fakt.
Doch auch der Hintergrund der Täter/ oft auch den der Eltern..hat auch seine Geschichte.
Sie wussten es nicht besser,weil Entwicklungsstörungen da sind/waren.
Oder sind manche eben auch so Stark gestört,das da keine Einsicht auf das Recht des anderen, war.
Bitter ist es ?..Ja.

Wichtig ist jetzt aber erstmal das daß "was" passiert ist tragen zu lernen, damit du aus dieser emotionlen Schock-Starre heraus kommst, dich immer wieder zurück führt und so Erschöpfend ist.

Es ist nicht das Wichtigste "warum" es passiert, sondern "das" es passiert ist.
Erst wenn du das akzeptierst und gelernt hast, kannst du weiter Einblicken um für Dich ergänzende,offene Fragen zu klären.
Meist ist dafür eine begleitende Therapie/ ein Klinikaufenthalt vorweg (z.B eine Traumaklinik ) Heilsam und Sinnvoll. Es ist ein langer Weg und ich wünsche dir das ganze Glück der Welt.
Du solltest es nicht alleine tragen.
Mann verirrt ganz alleine, zu sehr in den Verletzungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
N

NurEinWeitererBeitrag

Gast
Liebe Schokoschnute!
Vielen Dank für deine lieben Worte.

Ja, das akzeptieren fällt mir (noch) schwer. Akzeptieren, dass es nun mal so ist wie es ist. Ich wünsche mir, dass ich das bald kann. Ein Schritt vorwärts zum loslassen. Ich würde auch gerne vergeben, vielleicht hilft das zur Heilung, aber aktuell kann ich nicht. Zu viel Wut, Hass, Enttäuschung kommt hoch.

Ich muss sehr oft weinen. Beweine mich und mein - in meinen Augen - armseliges Leben. Ich hab sonst immer funktioniert und nie was gesagt, lieber geschluckt. Jetzt kommen all die Tränen hoch, die ich jahrzehntelang unterdrückt habe.

Ich bin unter vielen Menschen, bin beliebt würde ich sagen. Und trotzdem fühl ich mich so einsam unter all den Leuten. Niemand bemerkt wie dreckig es mir geht. Eine Maske trage ich schon seit Kind. Leute sagen mir, dass ich immer so gut drauf bin, ein Sonnenschein, so herzig immer am Lachen. Wenn sie wüssten wie es in mir drinnen aussieht... da ist nur Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, eine Leere, ...

Eine liebe Umarmung fehlt mir so oft, wenn ich abends nach der Arbeit nach Hause komme.

Bitte entschuldigt, dass ich so in Selbstmitleid zerfließe. Ich möchte das nicht und doch will ich es loswerden, gehört werden, am liebsten laut rausschreien.

Ich bin in Traumatherapie seit einem Jahr. Mein Therapeut ist ein guter und trotzdem hab ich manchmal das Gefühl, er kann mir nicht helfen.

Mir fehlt auch Zweisamkeit. So sehr! Ich würde gerne mein Herz für liebe Männer endlich öffnen können. Aber stattdessen bau ich lieber noch gefühlt 1000 Mauer drum herum.

Was han ich nur verbrochen, dass mir so ein Leben gegeben wurde? Das ist auch so eine Frage, die ich mir oft stelle.
 
S

SoNicht

Gast
Was han ich nur verbrochen, dass mir so ein Leben gegeben wurde? Das ist auch so eine Frage, die ich mir oft stelle.
Das wird dir niemand beantworten könne, was würde es auch ändern.
Wenn Du in Schuldgefühlen, Beschuldigungen, Mangeleinstellung, Bedürftigkeit, Minderwertigkeitsgefühlen, Rachegelüsten, Manipulationen und Vorwürfen steckst… wird es Zeit, dass Du Dein Leben verändern willst!
Misstrauen ist wichtig, wenn es angebracht ist – aber den Menschen zu misstrauen, von denen man eigentlich geliebt werden möchte oder gleich allen zu misstrauen, ist doch wohl eher nicht hilfreich, oder?
Wir machen alles mit, was die Konventionen von uns verlangen (selbst wenn wir insgeheim damit nicht einverstanden sind ), und entwickeln selten eigene Meinungen und Lebensstile, denn Konformität und Dazugehörigkeit sind uns wichtiger als Authentizität.
Mit diesem Verhalten schaden wir aber nicht nur uns (denn es blockiert unsere Entwicklung), sondern auch der Gesellschaft, die auf frische, unkonventionelle Menschen angewiesen ist.
Unser eigenes Leben interessiert uns meistens nur, sobald es um unsere unmittelbaren Bedürfnisse geht.
 
N

NurEinWeitererBeitrag

Gast
Hallo SoNicht!
Du hast natürlich völlig recht, dass mir das niemand beantworten kann und selbst eine Antwort darauf nix bringen würde.

Dieses ständige Fragen und nach Antworten suchen nervt mich ja sehr, ich will das nicht und trotzdem quäle ich mich damit fast täglich. Das macht mich so müde. Ich bin es so leid. Und trotzdem mache ich es immer und immer wieder.

Ja, Misstrauen ist auch eine meiner vielen Baustellen. Das kommt von der Angst. Ich würde das gerne ablegen, ehrlich. Aber auch hier sind bestimmte Muster so fest in mir verankert, dass ich immer wieder misstrauisch werde, anstatt das Schöne dankend anzunehmen.
Zum Beispiel Komplimente annehmen - besonders von Männern, das fällt mir sehr sehr schwer. Ich denke da gleich negativ und trau der Sache nicht, anstatt es einfach nur nett aufzufassen. Ich übe aber daran das zu ändern und nicht ständig zu hinterfragen. Aber mir fällt das sehr schwer. Sicherlich für einige unverständlich.
 

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