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Die Probleme dieser Welt - und ich

Sheena

Mitglied
Hallo ihr lieben Menschen,

lch komme direkt zum Punkt. Ich werde langsam irre im Kopf.
Ich stehe dermaßen unter (teils selbstverursachtem) Stress, dass ich nicht mehr klar denken kann und ich nicht mehr weiß, wie ich entspannen soll.

Mein riesengroßes Problem ist Social Media. Die Kommentarspalten triggern mich. Die Ungerechtigkeiten, der Hass, die Hetzereien - alles triggert mich. Ich kann aber auch nicht alles unkommentiert stehen lassen. Da fängt mein Problem an. Ich weiß, es ist schlecht für meine Psyche. Nehme mir aber trotzdem die gesellschaftlichen Probleme so zu Herzen, dass ich keinen Abstand davon gewinnen kann.
Es macht mich einfach wahnsinnig. So wahnsinnig, dass ich sogar schon körperlich was davon merke.

Eventuell wäre eine psychologische Behandlung für mich tatsächlich sinnvoll. Jedoch will ich niemandem erzählen, was das ganze mit mir macht. Und ich müsste mich ja auch rechtfertigen, warum ich das mache. Wenn man Familie hat, kann man sowas nicht einfach heimlich machen. Schon gar nicht in der Pandemie. Ich möchte auch nicht, dass man Mitleid mit mir hat oder denkt „ach Gott, die hat ja psychische Probleme, hätte ich nie gedacht!“

Ich habe so lange darum gekämpft in meiner Familie, in meinem Bekanntenkreis und einfach überall als eine starke, selbstbewusste und erwachsene Frau wahrgenommen zu werden. Mit dem Bekenntnis, dass ich Hilfe brauche, mache ich mir das alles zunichte.

Bitte helft mir und gebt mir Ratschläge.
Ich bin wirklich verzweifelt.

Viele Grüße,
Sheena
 
Zuletzt bearbeitet:

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Mein riesengroßes Problem ist Social Media.
MEIDE es!
Da fängt mein Problem an. Ich weiß, es ist schlecht für meine Psyche. Nehme mir aber trotzdem die gesellschaftlichen Probleme so zu Herzen, dass ich keinen Abstand davon gewinnen kann.
Wenn du dich gesellschaftlich engagieren möchtest, dann bitte NICHT, indem du dich über irgendwelche Kommentare aufregst! Widme dein Engagement einer Bewegung, die dich anspricht. Konkret und vor Ort.
 

Sheena

Mitglied
Das habe ich tatsächlich. Ich bin tatsächlich aufgrund dessen politisch tätig geworden. Ich kann es aber nicht vermeiden. Da ist so ein enormer Drang von innen, dass ich nicht weiß, wie ich das ablegen kann und mir abgewöhnen kann.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Da würde ich mir eine Sperre setzen. MEIDE Social Media! Es tut dir eindeutig NICHT gut! Probiere es mal zwei Wochen am Stück komplett ohne.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Mein riesengroßes Problem ist Social Media???

Mal ehrlich, was macht man da schon. Mit dem Hintern wackeln, Brüste zeigen, sich und sein Leben nach aussen tragen. Lass es bleiben, Lösch diesen ganzen Mist, kein FB, kein Twitter, Whats Gedöns, Insta, TikTok und den ganzen Mist, das braucht kein Mensch. Obendrein macht es krank.
 

trigital

Aktives Mitglied
Hallo S.,

ja. Es hört sich wirklich bedenklich an deine geistige Situation. Und ich finde es irgendwie auch gut zu wissen, dass du dem Problem nicht aus dem Weg gehen möchtest. Ich bin auch so einer. Wenn ich merk, dass ich mit etwas nicht zu Recht komme, dann fällt es mir doppelt schwer es zu lassen.
Aber ich habe gelernt auf meine innere Probleme zu reagieren. Aber nicht aufzugeben. Ich gönn mir von solchen Problem oft eine Zeit lang eine Pause. Und nach einer gewissen Zeit tue ich mir das Problem wieder an und schaue, wie ich nun damit zu Recht komme.
Auch beschäftige ich mich mit meinem Problem an sich. Also nicht unbedingt das Problem selber. Weil man hat ja so sehr ein Problem mit dem Problem, weil man immer auf die selben schlechten Gedanken kommt. Und deshalb nutzt es ja auch nichts sich das Problem immer wieder aufs Neue anzutun, um dann das fest zu stellen, was man schon 1000 mal vorher festgestellt hat.
Und meiner persönlichen geistigen Erfahrung nach ist auch das das, was einem viel mehr kirre macht, wie ein Problem selber. Wenn man immer das Selbe denkt... denken muss. Und deshalb ist es auch so schön über manche Dinge mit manchen Menschen zu sprechen. Weil man dann auf neue andere Gedanken kommt, die den eigenen Gedanken vielleicht entsprechen, aber einen doch eine neue Sicht aufweist.
Vielleicht helfen dir meine Gedanken und Erfahrungen mit dem Problem umzugehen. Aber ich würde mir wünschen, dass du diese geistige dir innige Problematik lernen würdest anzuschauen. Auch wenn du auf das selbe Ergebnis kommst, dass das Kranke das ist, dass man immer die selben Gedanken hat. Aber mich würde es interessieren, was du bei dir heraus findest. Weil deine Gedanken über Social Media sind ja bestimmt ziemlich hieb und stich fest. So gut, wie du deine Ansicht geprüft hast. Und ich glaube nicht, dass die richtige Sichtweise krankmachend ist. Ich glaube, dass den Geist etwas anderes krank macht. Und ich habe schon ein paar Dinge darüber herausfinden dürfen.
Aber ich kenne mich mit Social Media gar nicht aus. Ich weiß eigentlich nicht mal, was das ist...
Vielleicht kannst du mir deine konkrete Meinung darüber schreiben. Dann weiß ich bestimmt was damit gemeint ist und kann die meine Gedanken und Ansichten teilen. Vielleicht ändert das ja schon was in deinem Kopf. Weil mit Gedanken kenne ich mich ziemlich gut aus würde ich mal so behaupten. Und vielleicht finde ich eine andere interessante Ansicht zu deinem Problem?
Aber ich finde es gut, dass du zu deinem Kopf stehst und dir deine Wahrheit so deutlich erscheint, dass du deine Finger nicht ruhen lassen kannst. Und dass sie für die gesellschaftlichen Werte steht lässt mir deine Einstellung für glaubwürdig und sinnig erscheinen.
Ich hab beim nachlesen schon eine gewisse Vorstellung von dem Problem bekommen, aber ich würde doch gerne eine nähere Beschreibung von deiner Sache lesen, um konkreter zu werden.
Mich würde es sehr interessieren, weil ich denkende Menschen mag und schätze und die Probleme mit dem Denken sehr gut kenne.
lg t
 

Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Hallo,

Du hast gekämpft, als starke und selbstbewusste Frau dazu stehen.
Steh doch zu dir, wie du bist. Es ist doch egal, was andere denken.
Selbstbewusstsein bedeutet nicht, dass man keine verletzlich Seite hat.

Wenn du Angst hast, was andere über dich denken, dann bist du nicht selbstbewusst.

Stark bist du, wenn du dazu stehst, dass es dir nicht gut geht und du dir Hilfe suchen möchtest.

Klink dich mal aus Social Medial aud und kümmer dich um dich. Da wird auch ziemlich viel Schrott geschrieben.
Wenn einem was nicht gut gut, sollte man einfach die Finger davon lassen, auch wenn es reizt 1000 Mal da rein zu schauen.
Lass es besser.
 
S

Sanu

Gast
Die verzweifelte Sheena. 💆‍♀️
Ich leide auch an so einem Weltverbesserer- und Weltrettungs-Syndrom.
Inzwischen, auch altersbedingt, hat sich aber eine Vernunft und Einsicht eingestellt:
Rette dich selbst und beschäftige und umgebe dich mit dem, was dir selbst gut tut!!
Besonders dann, wenn dir diese weit verbreite Dummheit und Ignoranz im Internet so zu schaffen macht.
 

Sheena

Mitglied
Ich weiß, ihr meint es alle gut und ich danke euch auch wirklich für eure Antworten!

Aber so einfach wie das Problem zu lösen klingt, ist es für mich aber nicht. Es ist ein innerer Drang. Und der ist enorm stark. Für einen Nichtraucher ist es auch einfach zu einem Raucher zu sagen: „rauchen ist schlecht für die Gesundheit“. Das weiß der Raucher selbst. Trotzdem ist er seinem Drang irgendwie ausgeliefert. Und so geht es mir damit.

Mir geht es auch nicht darum, die „verlorenen Seelen“ zu überzeugen, sondern mir geht es um die Leute dahinter, die alles ungefiltert und ungeprüft glauben. Da ist womöglich noch was zu retten.

Mir macht das alles echt Angst, weil ich die ganze Situation und das ganze Gedankengut als echte Bedrohung empfinde.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Mir geht es auch nicht darum, die „verlorenen Seelen“ zu überzeugen, sondern mir geht es um die Leute dahinter, die alles ungefiltert und ungeprüft glauben. Da ist womöglich noch was zu retten.
Das ist eine sehr heroische Einstellung und sicher ist es falsch zu sagen, lass' es einfach laufen, ist doch egal.

Aber da es dir nicht gut tut, solltest du dir klar machen, dass von deinen einzelnen Beiträgen auch nicht die Rettung der Welt abhängt.

Da es dir persönlich damit nicht gut geht, solltest du erst einmal etwas für dein Wohlbefinden tun, bevor du es weiter mit der ganzen Welt aufnimmst.
 

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