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Die Männer und Ich - Freude an der Jagd, aber Angst vor zu viel Nähe?

G

Gast

Gast
Hallo liebe Community,

Die Sache mit den Männern und mir ist schon etwas merkwürdig.
Jedesmal das gleiche Spiel:
Ich verliebe mich unsterblich in einen zugegebenermaßen oft komischen Kerl' und verbringe dann viel Zeit damit mit ihm auszugehen und ihn um den Finger zu wickeln. Doch sobald die Gefahr besteht, dass daraus eine ernsthafte und lange Beziehung werden könnte, gehe ich wieder auf Distanz und werde vollkommen abweisend. Dabei wünsche ich mir eigentlich endlich jemanden zu haben, der permanent an meiner Seite ist und mit dem gemeinsam ich vielleicht irgendwann eine Zukunft planen kann.
Ich weiß einfach nicht warum es jedesmal so plötzlich umschlägt oder wovor ich solche Angst habe...

Hat jemand vielleicht Rat?

Liebe Grüße,
Eine verzweifelte Lena
 

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TomTurbo

Aktives Mitglied
Oft ist es so, dass sich das Bewusstsein der Frau andere Männer "aussucht" wie das Unterbewusstsein. Damit muss das irgendwie zusammen hängen.

Beschreibe mal die "komischen Kerle", vielleicht liegt hier der Schlüssel.
 

Clarissaja

Aktives Mitglied
HI Du,
um Dir wirklich raten zu können, müsste man Dich besser kennen.
Aber versuche doch einmal selbst einwenig Ursachenforschung bei Dir zu betreiben?
(Folgende Fragen musst Du nicht hier öffentlich beeantworten, sie sind eher für Dich gedacht.)
Wie war das mit Nähe Zuhause, wie ist die Mutter damit umgegangen, wie der Vater und wie beide zusammen? Geschwisterverhältnisse, Familie allgemein...
Vesuche Dich an Deine frühsten Erfahrungen mit diesen Gefühlen zu erinnern. Manchmal speichern wir einfach etwas aus unserer kindlichen Sicht ab, das uns dann im erwachsenen Leben unbewußt beeinflußt, aber oft garnicht mehr notwendig ist. Aber dazu muss man die Situation und die Gedanken kennen, um sie dann neu zu gestalten und neu zu überdenken.
Wie war das mit Fremden und Nähe in Deiner Kindheit, gab es da einschneidende Erlebnisse?

Sich selbst zu erkennen ist der erste Schritt in Richtung Veränderung und manchmal hat es schwere und manchmal unscheinbare Ursachen. Aber alles was Du verändern möchtest, kannst Du verändern. *zwinkert aufmunternd* Hab keine Angst! Echte Liebe erdrückt nicht, sie macht Dich frei, denn sie will nicht ... sie ist. Vielleicht war noch nicht der richtige Partner dabei, oder aber Du stehst Dir selbst im Weg. Die Beantwortung der Fragen kann Dir helfen, dem etwas näher zu kommen.

Dafür Wünsche ich Dir alles Liebe!
Claris
 
G

Gast

Gast
Hallo ihr beiden und danke für eure Antwort!

@TomTurbo:
Mit "komische Kerle" meine ich Männer, die eigentlich nicht unbedingt zu mir passen. Sie sind meist sehr gegenteilig, wollen keine ernste Beziehung oder haben eine komplett andere Lebenseinstellung als ich.
Dennoch verliebe ich mich in sie und sie sich in mich, bis ich mich letztendlich aus heiterem Himmel zurückziehe.
Aber es ist allerdings auch nicht so, als dass ich mich je in jemanden verliebt hätte, der 'zu mir passt'... :/

@Clarissaja:
Das habe ich schon versucht, allerdings habe ich das Gefühl, dass mir ab einem bestimmten Punkt das (Fach-)Wissen fehlt, um zu einem Ergebnis zu kommen.
Das Verhältnis zu meiner Familie ist nämlich in der Tat gestört bzw. sehr unterkühlt. Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, meine großen Schwester verstarb leider schon sehr früh und ich blieb lange ohne feste/sichere Bezugsperson. Das hat mich sicherlich beeinflusst, allerdings weiß ich nicht genau wie und was ich dagegen machen kann. Immerhin ist das alles lange Vergangenheit und ich nun schon Erwachsenen.

Und Danke für deine lieben und aufmunternden Worte! :)
 

digitus

Aktives Mitglied
Ich verliebe mich unsterblich in einen zugegebenermaßen oft komischen Kerl' und verbringe dann viel Zeit damit mit ihm auszugehen und ihn um den Finger zu wickeln. Doch sobald die Gefahr besteht, dass daraus eine ernsthafte und lange Beziehung werden könnte, gehe ich wieder auf Distanz und werde vollkommen abweisend.
Die Lösung ist ganz einfach: Geh nicht auf Distanz und verhalte Dich nicht abweisend. Sind doch schließlich alles Dinge die Du in der Hand hast.

Ich weiß einfach nicht warum es jedesmal so plötzlich umschlägt oder wovor ich solche Angst habe...
Versuch Deine Angst einfach auszutricksen. Was unterscheidet denn nach 3 Monaten eine "ernsthafte" Beziehung von eine "nicht ernsthaften" - richtig: nichts! Zumindest nichts, was Euer Verhalten betrifft, und ein außenstehender "objektiv" beobachten könnte. Es sind, wenn überhaupt, ein paar symbolische Gesten oder Absichtserklärungen (Liebesgeständnisse, Treueschwüre, langfristige Zukunftspläne, etc.). Lass die erstmal einfach weg und gut ist.

Aber es ist allerdings auch nicht so, als dass ich mich je in jemanden verliebt hätte, der 'zu mir passt'... :/
Dieses ganze Konzept vom "zueinander passen" halt ich für ziemlichen Unsinn. Letztendlich sind es doch nur vergleichsweise oberflächliche Dinge. Das was wirklich zählt lernt man voneinander erst nach vielen Monaten oder teilweise Jahren kennen; und manche erst wenns vorbei ist - in Beziehungen gibts schlicht keine Garantien; und wenn Du das erstmal akzeptiert hast, dann lebts sichs viel stressfreier und Du wirst viel mehr darauf achten, jeden Tage, der Euch zusammen geschenkt ist, zu genießen.

digitus
 

Clarissaja

Aktives Mitglied
@Clarissaja:
Das habe ich schon versucht, allerdings habe ich das Gefühl, dass mir ab einem bestimmten Punkt das (Fach-)Wissen fehlt, um zu einem Ergebnis zu kommen.
Das Verhältnis zu meiner Familie ist nämlich in der Tat gestört bzw. sehr unterkühlt. Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, meine großen Schwester verstarb leider schon sehr früh und ich blieb lange ohne feste/sichere Bezugsperson. Das hat mich sicherlich beeinflusst, allerdings weiß ich nicht genau wie und was ich dagegen machen kann. Immerhin ist das alles lange Vergangenheit und ich nun schon Erwachsenen.

Und Danke für deine lieben und aufmunternden Worte! :)
Das ist gut, dass Du den Gründen auf der Fährte bist! Es ist auch keine Schande sich dabei Unterstützung zu holen, denn ich gebe Dir recht, es git Menschen mit diesem Fachwissen die Dich auf Deiner Suche begleiten können. Laß Dich doch mal beraten was es so für Therapieformen gibt und was hilfreich in Deinem Fall sein könnte. Ich habe auf einer bestimmten Etappe meines Weges auch solch eine Hilfe in Anspruch genommen und bin im nachhinein sehr froh darüber, denn es hat mir einiges über mich selbst erklärt und mich mit Sicherheit einige Schritte weitergebracht. Kopf hoch, wir lernen uns alle ja das ganze Leben lang selbst kennen und manchmal verrennen wir uns dabei ein bisschen, da kann ein Blick von außen auf unser Problem wirklich sehr hilfreich sein.
Vielleicht magst Du aber auch nicht in in Richtung Therapie denken, dann kann diese von außen-draufschau-Rolle vielleicht eine gute Freundin, oder ein anderer Mensch Deines Vertrauens übernehmen.

Was ich bei Deinen Zeilen gedacht habe schreibe ich einfach mal in die "Tüte", vielleicht ist ja etwas dabei für Dich:
In den kurzen Sätzen die Du mir geschrieben hast, liegen viele mögliche Gründe für Deine Probleme. Wenn z.B. Deine große Schwester für Dich Familie, Bindung, Liebe und Geborgenheit bedeutet hat, dann hast Du in ganz frühen Jahren mit ihrem Tod für Dich erfahren und abgespeichert ... wenn ich liebe werde ich verlassen, es tut weh verlassen zu werden, also besser nicht lieben, dann kann ich auch nicht verlassen werden.
Deine Eltern scheinen Dir keine große Hilfe bei der Bewältigung dieses traumatischen Verlustes gewesen zu sein, ein weiterer möglicher Grund für Deine Art mit Dingen umzugehen. Du hast gelernt, ich kann mich nur auf mich selbst verlassen, wenn ich so kühl wie meine Eltern werde, dann tut es mir auch nicht mehr weh.
Der Weg raus ... solltest Du Dich in meinen Gedanken wiederfinden ... ist Vertrauen haben und Gefühle zulassen. Vielleicht wäre es gut mit der Kleinen in Dir, die ihre große Schwester verloren hat, einmal ganz liebevoll zu reden. Ich mache das manchmal auch, in dem ich mich in Gedanken meinem kindlichen Ich gegenübersetze und mit ihm tröstend rede. Dabei darf vieles heilen! Heute mit der Sicht einer Erwachsenen kann man vieles besser, oder anders verstehen, als man das als kleines Kind konnte. Du hast Dir (wie wir alle anderen auch) aus Deinen Erfahrungen Meinungen gebildet, die Du aber selbst wieder verändern kannst. Diese Meinungen haben Dir dabei geholfen Deine Kindheit und die Erfahrungen darin zu überleben. Aber heute spürst Du, dass sie Dir nicht mehr von Nutzen sind, sondern Dich eher hemmen. Also schau Dir Deine Meinungen genau an und überlege Dir eine Meinung die Du dem entgegensetzen möchtest...z.b.: wenn ich liebe und geliebt werde, dann darf ich ein wunderschönes Gefühl erfahren. Ich darf mein Leben mit einem geliebten Menschen teilen. Auch wenn ich weiß, dass alles im Leben endlich ist, so schenke ich mir doch Momente des Glücks, wenn ich die Nähe zu anderen Menschen zulasse. Glück kann niemand festhalten, auch ich nicht, aber deshalb muss ich mir das Glück ja nicht selbst verwehren. Ich möchte anderen Menschen und dem Leben vertrauen lernen, damit ich nicht mehr so alleine durch das Leben gehen muss. Ich habe soviel Liebe in mir und sie möchte gelebt werden, ich möchte ihr Ausdruck verleihen und möchte geliebt werden...

Du musst Deine eigene Meinung neu formulieren und formen, dann kann sie sich verinnerlichen und Dir zu neuen Handlungsweisen verhelfen.

sei herzlich gegrüßt
Claris
 
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