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Die letzte Geburtstagsfeier meines Lebens

G

Gast

Gast
Hallo Zusammen,

ich werde diese Woche 40.

Da dachte ich mir, wirste nur 1x im Leben, feier schön.

Um die 90 Leute eingeladen, davon 60 feste zusagen. Scheune gemietet.

Ja, super, wir kommen gerne. Termin (Samstag 08.08.) steht seit über 3 Wochen.

Alles organisiert, kalte Platten bestellt, Getränke ran gehievt und und und. Kosten um
die 1.000 EUR.

Heute die ersten 20 Absagen:

- Oma gestorben
- Wellensittich gestorben
- Hund krank
- Zu warm /zu kalt
- Verhindert
- Doch keinen Bock
- Beruflich auf einmal unterwegs und und und.

Ich habe schon gar keinen Bock mehr überhaupt zu feiern.

Ich habe heute für mich beschlossen, dass das die letzte Feier meines bescheidenen Lebens war,
mir ist die Lust total vergangen.

Am besten sind die, die fest zusagen und dann wieder absagen. Oder die, die fest zusagen und
gar nicht absagen.

Das ist alles ziemlich spaßbefreit. Warum ist allen eigentlich alles so Scheissegal?

Macht man denn sowas? Ich bin keine bedeutende Persönlichkeit, bin nicht wichtig, nur ein kleiner
Sachbearbeiter - all das weiß ich. Aber ich wollte einmal im Leben feiern. Und jetzt
kommt das.

Am aller meissten hat mich getroffen, dass meine Mama nicht dabei ist, weil mein Stiefvater das nicht möchte,
weil ich mit ihm nicht so super gur klar komme. Daher hat er es meiner Mama untersagt zu kommen. Und sie
ist finanziell von ihm abhängig und muss sich deshalb unterordnen.

Bin am überlegen ob ich nicht nicht doch alles absagen soll, ich hab echt null Bock mehr.

Was würdet Ihr tun?


Manfred
 

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W

Windlicht

Gast
Mutter abholen und mit ihr feiern!

Ansonsten: Warum eine sooo große Feier? Da ist es vorhersehbar, dass viele absagen.
Ich feiere in kleinem Rahmen mit Menschen, die ich mag und die mich mögen. Da sagt niemand ab und so gibt es keine Enttäuschungen.
Sagen dir die Einzelnen denn alle wirklich was?
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Hallo Manfred,

wäre das nicht die Gelegenheit, mal Leute aus der Nachbarschaft zB einzuladen, denen es nicht so gut geht (finanziell oder sozial)? Leute, die sich über ein wenig Essen noch freuen können oder darüber, dass man an sie gedacht hat. Leute, die anders drauf sind als Deine scheinbaren "Wohlstandsfreunde"?

Auf keinen Fall absagen! Dann wärest Du denen gegenüber, die gekommen wären, nicht viel besser als Deine Absager.
 

Guppy

Aktives Mitglied
Hallo Manfred,

wäre das nicht die Gelegenheit, mal Leute aus der Nachbarschaft zB einzuladen, denen es nicht so gut geht (finanziell oder sozial)? Leute, die sich über ein wenig Essen noch freuen können oder darüber, dass man an sie gedacht hat. Leute, die anders drauf sind als Deine scheinbaren "Wohlstandsfreunde"?
Stimmt, daran habe ich auch gedacht, als ich den Text zu Ende gelesen habe. ;)
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
90 leute^^
Mein lieber schwan...so viele kenne ich garnicht...
Klar ist es ärgerlich, aber wenn von den 60 nochmal die hälfte absagt, bleiben immer noch 30 übrig. Das ist doch ne ganz ordentliche party.
Oder wirklich noch leute einladen, die sich darüber freuen würden.
Absagen auf keinen fall
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Hallo Manfred,

als ich auf der Eingangsseite des Forums diese Überschrift las, hat es mich geschüttelt und gefröstelt, dachte ich doch, da schreibt jemand, der weiß, dass er seinen nächsten Geburtstag wahrscheinlich nicht mehr erlebt.

Insofern bin ich fast erleichtert, dass es "nur" um Absagen geht. Gleichwohl verstehe ich, dass es dich frustriert, überwiegend Absagen zu bekommen. Ich würde es aber an deiner Stelle nicht unbedingt nur auf dich und deinen Stellenwert in den Augen der Absager beziehen.

Heutzutage wird so viel und alles Mögliche gefeiert, dass sich der Eine oder Andere da vielleicht auch überfordert fühlt. Es mag auch daran liegen, dass mancher nicht weiß, was er schenken soll und was angemessen ist.

Dass es dich gleichwohl trifft, verstehe ich gut. Ich weiß ja nicht, ob Du dir so etwas vorstellen kannst, aber vielleicht gehst Du irgendwo hin, wo sich Menschen treffen, die sonst alleine sind und machst ihnen eine Freude. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen auch recht traurigen Geburtstag. Ich war einige Jahre alleinerziehender Vater gewesen und auch die letzten beiden hatten sich auf die Socken gemacht, und ich hatte Geburtstag.

Die beiden hatten morgens angerufen, mir gratuliert und mir mitgeteilt, sie kämen in den nächsten Tagen mal vorbei.
Etwas schweren Herzens fuhr ich in meine Schule, die Kolleg/innen gratulierten, es gab den damals noch üblichen und gestatteten Schluck Sekt. Ich hatte ohnehin bis nachmittags Unterricht, und so schien der Tag gelaufen.

Als ich in mein Auto stieg, sprach mich einer meiner Schüler an, der mit großem Interesse meinen Religionsunterricht besuchte. Ob ich ihn ein Stück mitnähme, wollte er wissen. Ich lud ihn in mein Auto und wollte ihn vor seinem Elternhaus ausladen. Dort angekommen werkelte sein Vater im Vorgarten. Wir begrüßten uns und er befand, er habe jetzt genug geschafft und lud mich auf einen Kaffee ein.
Im Haus begrüßte mich dann auch die Dame des Hauses.

Es entspann sich ein lebhaftes Gespräch zwischen uns, gehörte die Familie doch zu einer besonderen Religionsgemeinschaft. Zwischendurch reichte die Mutter meines Schülers Schnittchen und wir hatten einen regen Austausch, teilweise sehr persönlich und mich wirklich berührend. Das sind jetzt fast 20 Jahre her, aber ich habe diesen Tag nicht vergessen.

Dir wünsche ich, dass Du vielleicht auch eine solche unerwartete Begegnung hast und nicht einsam bist an deinem Geburtstag.

Alles Gute!

Burbacher
 

stella nigra

Mitglied
Ein sehr schönes Erlebnis, lieber Burbacher. Ich schließe mich Deinem Wunsch an. Ansonsten hätte ich noch beizutragen, dass bei man bei einer Feier/Unternehmung, die nicht verbindlich ist - also wo nicht bezahlt wird und es sich nicht um wirklich enge Freunde handelt, man erfahrungsgemäß mit einem Schwund von bis zu einem Drittel rechnen muss. Oft ohne Absage, leider. Weiß ich aus leidvoller Erfahrung von Workshop/Seminar/Studifeier etc. Organisation.

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an: Auf jeden Fall für die anderen feiern, vielleicht gibt es noch ein paar nette Nachbarn, die Du dazuholen kannst und wenn es geht die Mutter am besten auch;)

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Geburtstag!
 
L

Leopardin

Gast
Man muss, wenn man solche Feiern startet, abwägen können, wer davon zuverlässig ist. Wenn das alles nur lose Bekannte z.B. sind, die man kaum richtig einschätzen kann, wird es schon schwierig.
 
P

primavera7

Gast
Ich würde gar nicht so viele Leute kennen, dass ich 90 Gäste zusammenbekäme. Mir wäre aber eine kleine Feier mit wenigen, dafür wirklich zuverlässigen Gästen sowieso lieber. Oder gar keine Feier und dafür eine schöne Reise.

Allerdings habe ich auch Verwandte, die gern damit protzen, dass sie ihre runden Geburtstage "ganz groß", mit "über 100 Gästen" feiern und dafür eine ganze Dorfhalle anmieten. In meinen Augen ist das nur Angeberei, und ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich bei jedem Gast um einen wirklichen Freund handelt. Ich hätte gar keine Lust, 100 Leute zu verköstigen, die allenfalls Nachbarn oder lose Bekannte sind und denen ich sowieso nicht viel bedeute. Kein Wunder, dass solche Typen dann kurzfristig absagen und andere Unternehmungen oder Einladungen bei "wichtigeren" Leuten vorziehen. Ich feiere nicht auf meine Kosten mit möglichst vielen Leuten, einer oberflächlicher als der andere, um anderen damit zu imponieren.

Auch habe ich keine Lust, mir ausgerechnet an meinem Geburtstag durch solche Absagen vor Augen führen zu lassen, dass ich anderen Menschen aus deren Sicht offenbar nicht genug zu bieten habe und von ihnen nicht sonderlich wertgeschätzt werde. Das verdirbt mir den Tag doch nur.

Da gebe ich das Geld lieber für mich aus oder für Menschen, die es nötiger haben und diese Aufmerksamkeit auch zu schätzen wissen. Mir ist meine finanzielle Unabhängigkeit auch wichtiger als solche Renommier-Feiern. Ich brauche mich keinem so genannten Partner unterzuordnen und würde mir auch von keinem untersagen lassen, an der Geburtstagsfeier meines Sohnes teilzunehmen, wenn ich einen hätte. Das wäre ja noch schöner!

Im Übrigen dachte auch ich aufgrund der Überschrift zunächst, dass hier jemand schreibt, der todkrank ist und damit rechnen muss, dass er in einem Jahr nicht mehr lebt. Sei froh, dass du viel kleinere Probleme hast!
 
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