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Die Gesellschaft zelebrieren - ein Versuch

_Tsunami_

Urgestein
Was können wir an dieser Gesellschaft besser machen, was schlechter?

Ich freue mich auf einen herzhaften Austausch mit euch allen.
 

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Eva

Aktives Mitglied
Ich persönlich hatte die Hoffnung, dass durch Corona wenigstens ein bisschen Umdenken stattfindet.
Ist nicht passiert. Die Ellenbogengesellschaft und der Egoismus ist in meinen Augen geblieben.

Andererseits ist es natürlich schön zu sehen, wie hilfsbereit die Menschen bei der letzten Flutkatastrophe waren.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ich hatte vor einiger Zeit in einem anderen Thread zur deutschen Gesellschaft meine Gedanken dazu mal zusammengefasst... ist zwar schon fast 10 Monate alt, aber im Großen und Ganzen für mich noch aktuell. Hier der Beitrag (copy + paste):

Hmm,

dank Corona habe ich doch einiges mehr an Zeit als üblich. Die habe ich jetzt mal genutzt um meine Gedanken schweifen zu lassen, was man denn konkret an unserer deutschen Gesellschaft verbessern könnte.

Wer meine Beiträge in diesem, aber auch anderen ähnlichen Themen kennt, der weiß, dass ich starke Zuneigung zu Deutschland und unserem System habe und das auch gerne mal in Streitgesprächen verteidige. Der weiß auch, dass ich, trotz meiner relativ jungen 35 Jahren, politisch eher konservativ bis kapitalistisch eingestellt bin. Die Dinge, die ich gut finde, habe ich lange genug angepriesen und verteidigt. Hier ist aus meiner Sicht alles gesagt.

Andere User mit gegenteiligen Meinungen haben jedoch durchaus etwas Inspiration bei mir hinterlassen.

Daher möchte ich mich nun mal explizit zu dem äußern, was ich gerne an unserer Gesellschaft ändern würde, um sie zu verbessern.

Sozialsystem:

Die Leistungen Hartz IV, ALG I, Krankengeld, Kindergeld, Wohnbeihilfe, Ausbildungsbeihilfe, BaFöG etc. würde ich so lassen, wie sie jetzt sind. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Das Credo „Fordern und Fördern“ ist prinzipiell gut.

Ändern würde ich ganz klar viele der sinnlosen Seminare für Langzeitarbeitslose in wirkliche Weiterbildungen im Sinne von „Fördern“. Weniger Steuergeld verschwenden für sinnbefreite Seminare, mehr übrig für Sinnhaftige. Und ganz wichtig: Vertreter der Personalabteilungen von örtlich ansässigen Unternehmen sollten am Ende eines Seminars immer zugegen sein, um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen.

Bildungssystem:

Das dreigliedrige Bildungssystem ist gut gemeint und eigentlich auch funktional (Gymnasium, Realschule und Hauptschule). Allerdings bedarf die Hauptschule einer dringenden Reform und muss wieder dahin zurück, wo sie eigentlich hingehört. Und zwar in der öffentlichen Wahrnehmung als Regelschule für praktisch begabte Schüler und nicht als Resterampe. Schwer erziehbare und Sonderfälle sollten auf spezielle Förderschulen gehen wo das Augenmerk gezielt auf „Pädagogik“ und weniger auf „Ausbildung“ liegt.

Auch das Gymnasium gehört reformiert. Das Niveau des theoretischen Unterrichts gehört angehoben.

Alle Lehrer sollten unabhängig von der Schulform gleich gut bezahlt (Benchmark: heutiges Netto-Gehalt eines verbeamteten Gymnasiallehrers), aber nicht verbeamtet werden. Lehrer leisten einen guten und wichtigen Job, ihr Gehalt ist gerechtfertigt. Eine weitergehende Entbindung aus jeglicher Verantwortung im Sinne der Verbeamtung auf Lebenszeit halte ich bei diesem Beruf für absolut Kontraproduktiv.

Das Schulfach „Religion“ würde ich komplett streichen und die freiwerdenden Ressourcen an Personal und Zeit für „Ethik und Gesellschaftskunde“ einsetzen. Im letztgenannten Fach werden alltägliche Fertigkeiten vermittelt (Sparen und Zinsen, Kredite und Zinsen, Steuern, Gleichberechtigung, Tolaranz). Alle Schulformen sollen diesen Unterricht verpflichtend anbieten.

Privatschulen sollten abgeschafft werden. Jedes deutsche Kind sollte im gleichen Schulsystem mit gleichen Chancen / Risiken aufwachsen.

Toleranz im Öffentlichen Raum:

Radikaler Verzicht auf alle religiösen Symbole wie Kreuz aber auch Kopftuch in Behörden, Schulen etc.. Keine Quoten als Zwang für gesellschaftliche Veränderung einführen, wie beispielsweise Frauenquote. Frauenbeauftragte in allen Betrieben und Behörden ab einer gewissen Größe. Eventuell macht auch die Funktion eine Minderheitenbeauftrageten Sinn. Ansonsten Gleichberechtigung auf allen Feldern unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung etc.

Migration:

Härtere Anwendung der bestehenden Gesetze. Abschiebung bei harter Kriminalität (Dealen, Delikte gegen das körperliche Wohl anderer). Einbürgerung muss möglich bleiben, schon alleine wegen der Demographie, aber Deutschland sollte sich genau ansehen, wem man langfristig die Staatsbürgerschaft gibt. Viel genauer. Duldungen hart befristen. Nach Ende der Duldung entweder Einbürgerung oder Abschiebung.

Kriminalität:

Auch hier härtere Anwendung der bestehenden Gesetzte. Eine zweite Chance ist ok und hat prinzipiell auch jeder verdient, aber es kann nicht sein, dass leute die zig-fach in Erscheinung getreten sind, teils mit Gewalt-Delikten, noch frei herumlaufen. Erwachsenen-Strafrecht ab 18 ohne Ausnahme. Man genießt alle Privilegien mit 18, also sollte man auch alle Pflichten haben. Absenkung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre. Jugendstrafrecht von 12 bis 17.

Mehr Spielraum für die Polizei. Ein härteres Durchgreifen sollte für die Beamten möglich sein ohne ein Verfahren wegen Polizeigewalt fürchten zu müssen, erst recht im Zeitalter omnipräsenter Handykameras, welche oftmals erst eingeschaltet werden, wenn die Eskalation bereits im vollen Gange ist. Polizisten sollten auch unbedingt verbeamtet bleiben. Hier macht dieser Status Sinn. Der Respekt gegenüber der Polizei als Exekutive auf der Straße muss zwingend wiederhergestellt werden. Hartes Durchgreifen gegen organisierte Kriminalität. Spartanischere Gefängnisse. Viel weniger „offenen Vollzug“. Viel weniger Straferlass. Eine Strafe ist eine Strafe für eine begangene Tat, eine gute Führung sollte selbstverständlich sein. Dagegen sollten bei schlechter Führung die Strafen unkompliziert verlängert werden können.

Deutsches Selbstverständis:

Weg von der Täter-Mentalität. Die heutigen Konflikte der gegenwärtigen Generation haben zu 99% nichts mehr mit dem dritten Reich zu tun. Es kann nicht sein, dass ein junger Gewalttäter einen jungen Polizisten als "Nazi" beschimft. So etwas sollte genauso geahndet und geächtet werden wie die Begriffe „Neger“, „Kanacke“, „Schwuchtel“ etc. Political Correctness ist im Prinzip gut, aber nur, wenn sie für ausnahmslos alle gilt.

Mehr Selbstbewusstsein in Europa, mehr Selbstbewusstsein in Verdeidigungsfragen. Es ist ein Fakt, dass Europa hauptsächlich vom deutschen Steuerzahler lebt. Europa ist gut, eine globalisierte Zukunft ohne geht nicht, aber wir sollten ohne Scham dann auch entsprechende Gegenleistungen in Form von Einfluss einfordern dürfen.

Außenpolitik:

Annäherung an China und Russland stärker prüfen. Europa und USA mehr als Verbündete wahrnehmen. Entwicklungshilfe nur unter scharfen Kontrollen. Statt Entwicklungshilfe lieber "Joint Ventures" deutscher Firmen in Krisengebieten fördern. Exportwirtschaft noch mehr stärken.

Wissenschaft:

Mehr Freiheiten, weniger Regularien beispielsweise bei Gentechnik. Deutlich stärkere Förderung der Informationstechnologien. Förderung privater Stipendien für Hochbegabte und Leistungswillige.

Energiewirtschaft:

Energiewandel ja, aber langsamer und überlegter. Mehr Akzeptanz für die Nebenerscheinungen der Energiewende, wie Windräder, Solarparks, Pumpspeicherkraftwerke und Stromtrassen. Naturschutz ist wichtig, aber der Mensch sollte Vorrang haben.

Deutschland privat:

Mehr Mut zum Vermögensaufbau über Börse, Fonds etc. Etwas mehr Abstand zu althergebrachtem wie Sparbuch und Immobilien. Generell etwas mehr Optimismus wäre schön in einem Land, welches nach 2 verlorenen Weltkriegen, einem kalten Krieg und einer Teilung es wieder wirtschaftlich an die Weltspitze gebracht hat und halb Europa finanziell unterstützt. Sich mehr zutrauen, auch als Privatperson.


Soweit mal meine Gedanken…


Bei euch würde mich auch mal brennend interessieren, was ihr den konkret verändern wollen würdet um dieses Land lebenswerter zu machen. Aber auch, woher ihr die Ressourcen dafür nehmen wollt…
 

Fenris85

Aktives Mitglied
Kulturell:
Eine bessere Fehlerkultur. Scheitern ist kein Makel oder persönliches Versagen, es ist der Mut etwas Schwieriges wenigstens überhaupt versucht zu haben. Das muss man erst einmal von sich sagen können.
Wenn mal wieder ein großes Inhabergeführtes Unternehmen pleite geht trieft die Kommentarsektion des Artikels jedes Mal nur so vor Häme und Schadenfreude. Ganz so als wollten die Leute damit etwas kompensieren...
Ausprobieren ist und bleibt die einzige Möglichkeit zum Erkenntnisgewinn, vorher ist alles nur Theorie. Wir brauchen jene Menschen die dazu bereit sind.
Selbst Kinder bekommen in der Schule bereits antrainiert dass Fehler machen und Scheitern etwas Schlechtes ist. Also nehmen sie den einzig sicheren Weg wie sie ganz bestimmt nicht scheitern: Es gar nicht erst versuchen. Zu was für einer Lebenseinstellung führt so etwas?

Wirtschaftlich:
Ein Ende das Fiat-Geldsystems und freie Wahl des Zahlungsmittels, keine unbegrenzte Ausdehnung der Geldmenge und Staatenfinanzierung. Nicht nur dass es das Koordinationsystem Geld verschiebt, nach dem wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden, es korrumpiert auch die Moral einer Gesellschaft und erlaubt es dem Staat sich bis ins Unermessliche auszudehnen.
Außerdem verursacht sie die Inflation der Sachwerte, weswegen sich ein Normalbürger inzwischen nicht einmal mehr eine Wohnung leisten kann. Stattdessen ist sie der Motor welcher die 0,X% der reichsten Menschen immer noch reicher und reicher macht. Mit Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun.

Politisch:
Ein Ende der Interventionsspirale. Jeder politisch verursachte Fehlanreiz wird als Begründung genommen noch mehr staatliche Intervention und Bürokratie durchzusetzen. Das führt zu noch mehr Fehlanreizen, was abermals als Begründung für noch mehr Staat heran gezogen wird.
Der Staat dehnt sich immer mehr aus, greift immer tiefer in immer mehr Lebensbereiche ein. Diese Abwärtsspirale muss ein Ende haben. Wir haben eine Staatsquote von locker 60% (aufgezwungene Bürokratie in den Unternehmen mitgezählt, die Menschen von produktiven Tätigkeiten abhält), 18mio arbeitende Menschen bezahlen in Deutschland (und der EU) alles, die Höhe der steuerlichen Abgaben spottet jeder Beschreibung.
Die Staatsquote sollte daher auf <20% zurück gefahren werden, die Politik muss aufhören sich überall einzumischen. Niemals wird das bürokratische Erheben von Zahlen und zentralistische Entscheiden von Bürokraten/Politikern die Qualität von Abermillionen umgehend miteinander austarierten Individualentscheidungen einer freien Marktwirtschaft bzw. liberalen Gesellschaft erreichen.

Die EZB muss entsprechend abgeschaft werden. Zu glauben man könne mit ausreichend Erhebungen und völlig veralteten Modellen bestimmen was "der Richtige" Zins in einer Volkswirtschaft sei ist einfach nur anmaßend. Stattdessen wird hier aus politischen Gründen und zum Schaden der Mehrheit Einfluss genommen.

Soziologisch:
Politische Korrektheit dient einzig und allein dazu den Korridor des Sag- und damit Diskutierbaren immer weiter zu verengen. Um Meinungen als "außerhalb des demokratischen Diskurses" abzustempel, sodass man eine Begründung dafür hat sich inhaltlich nicht mehr damit auseinander setzen zu müssen. Sie wird genutzt um weit qualifiziertere Konkurrenten auf (angeblich) moralischer Ebene auszustechen, wodurch wir, nicht nur aber unter anderem auch deswegen, die Negativauslese in der Politik erhalten.
Es zählt einzig die Stichhaltigkeit der Argumentation, nicht persönliche Befindlichkeiten. Gegen diese Infantilisierung der Gesellschaft, dazu gehört auch die mangelnde Übernahme von persönlicher Verantwortung, sollte in meinen Augen gegengesteuert werden. Bzw. mit der Zurückdrängung des staatlichen Einflusses würde das von selbst passieren.

Bildung:
Ich plädiere für eine marktwirtschaftliche Lösung, sowohl beim Schulsystem als auch bei den Medien. Kein politischer Einfluss, null, gar nicht. Mint-Fächer und freie Meinungsbildung statt politischer Umerziehung.

Fazit:
Das Versprechen des Staates den Menschen die Eigenverantwortung und das damit verbundene Risiko abnehmen zu können halte ich für eine Lüge, die aufgrund unserer fehlerintoleranten Kultur (=Erziehung zur Vermeidung von Scheitern durch "gar nicht erst versuchen") auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
Dadurch konnte die negative Interventionsspirale derart groteske Ausmaße annehmen, dass wir die höchsten Steuern der Welt bezahlen und der Staat trotzdem nicht grundlegenden Aufgaben wie z.B. Sicherheit nachkommen kann. Siehe Katastrophenschutz, Grenzsicherung, explodierte Kriminalität insbesondere seit 2015 usw. An ihrem Ende steht dann so ein Schwachsinn wie Mietpreisbremse, planwirtschaftliche Festlegung des Zinses und eine unendliche Ausdehnung des Staatsapparates, der den Leuten sogar Ausgangssperren vorschreibt.

Daraus ergeben sich eine menge Verwerfungen in der Gesellschaft, die aus meiner Sicht alle Sympthome der genannten Ursachen sind. Aber leider oft fälschlich anders begründet und sogar als Rechtfertigung für noch mehr vom Selben genutzt werden.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube, dass wir zu viel Ideologien nachlaufen. Sei es von Rechts (die alle ausländischen Einflüsse ablehnen), von links (die den Klassenkampf wollen) oder von Grün (die manchmal schneller Handeln als sie denken).

Schritt 1: Infrastruktur schaffen
Ich würde mir eine Gesellschaft wünschen, in der es mehr darum geht etwas zu erschaffen, das deutsche Unternehmertum, den deutschen Erfindergeist zu fördern.

Als Bundeskanzler wäre mein erster Schritt ein großes nationales Infrastrukturprogramm für Straßen, Schienen und vor allem die digitale Infrastruktur. Ich würde Deutschland zum Standort für neue Technologien, neuer Unternehmen machen wollen. Highspeed Internet bis ins letzte Dorf!

Ich würde Bildungspolitik fördern. Dafür würde ich auch eine Neuverschuldung in Kauf nehmen. Nichts ist wichtiger als unsere Kinder. Klassen sollten maximal 20 Schüler haben. Unterricht sollte ergänzend digital stattfinden. Kinder aus armen Familien sollten kostenlos alle Schulmaterialen erhalten. Bildung sollte generell kostenlos sein. Mehr Fokus auf wirtschaftliche, politische und finanzielle Bildung.

Schritt 2: Investitionen und Eigentum fördern
Dazu gehört eine steuerliche Neugestaltung. Arbeitseinkommen und Unternehmensgewinne würde ich geringer besteuern. Beides bildet die Schaffenskraft der Menschen.

Ich würde Investitionen fördern und belohnen. Deutsche sollen teilhaben an der Wirtschaftskraft ihres Landes. Wohneigentum sollte gefördert werden, generell die Bildung von Eigentum. Ein gerechtes und stabiles Land besteht aus Eigentümern - Eigentum an Wohn- und Produktivkapital.

Statt Riester und dem Generationenprinzip würde ich nach norwegischem Vorbild ergänzend eine kapitalgedeckte Rente einführen, in der alle einen festen Prozentsatz ihres Einkommens einzahlen. Langfristig soll dies die Steuerzuzahlung ins Rentensystem bremsen und die Renten dauerhaft stabil halten.

Wer darüber hinaus vorsorgt, soll gefördert werden und z.B. Kapitalerträge nach einigen Jahren Haltefrist steuerfrei erhalten. Der Soli muss vollständig weg, er ist verfassungswidrig.

Schritt 3: Die Welt gemeinsam gestalten
Ich würde die internationale Zusammenarbeit fördern und von Asyl bis Klima alle Maßnahmen international abstimmen. Keine Deutschen Alleingänge. Es kann nicht sein, dass wir Kohle und Kernkraft abschalten und dafür Kohle- und Kernenergie aus Frankreich kaufen!

Wir brauchen Freihandel statt Protektionismus. dazu zählt auch der Austausch von Technologien und das Investment in andere Länder. Statt Entwicklungshilfe (die oft bei korrupten Staatsoberhäuptern versickert) sollten wir Produktions- und Handelsketten aufbauen. Damit auch aktiv etwas gegen Fluchtursachen tun, indem wir Menschen Perspektiven in ihren eigenen Ländern bieten.

Statt Dinge zu verbieten, würde ich den europäischen CO2 Zertifikathandel weiterbringen. Wenn CO2 Erzeugung teurer wird, müssen sich Unternehmen umweltfreundliche Alternativen einfallen lassen. Natürlich müssen im Umkehrschluss Subventionen für Kohle und co europaweit eingestellt werden.

Schritt 4: Gesellschaftlicher und Kultureller Rahmen
Fenris85 schreibt so passend, wir brauchen "eine bessere Fehlerkultur." Ich glaube wir brauchen generell eine Kultur, in der Mut belohnt wird und Scheitern auch weh tun darf. Fehler müssen gemacht werden dürfe, Fehler müssen weh tun und Fehler müssen zu einer Verbesserung des Tuns führen.
Eine schlechtes Unternehmen (auch eine Bank) sollte pleite gehen. Ein schlechter Mitarbeiter sollte entlassen werden. Menschen sollten für eingegangene Risiken und Verantwortung belohnt werden.

Politik konzentriert sich immer öfter auf die Nicht-Macher (Rentner, Hartz 4 Empfänger, Mieter) und seltener auf die Macher (Arbeiter, Unternehmer, Erfinder, Selbstständige, Investoren). Ich wünsche mir mehr Optimismus, mehr Aufbruch, mehr Schaffenskraft.

Wir glauben scheinbar immer mehr, dass wir vieles nicht könnten und deswegen alles dreifach absichern wollen. Das ist typisch Deutsch. Der Deutsche versichert sein Auto bevor er es hat....

Ich wünsche mir eine Gesellschaft der Macher, der Zukunft, des Optimismus!
 

_Tsunami_

Urgestein
Man verschwindet so leicht in der Masse, wie ein kleines Stück Treibholz im Wasser. Und ich denke, dass das eins der größten Probleme ist.

~~~

Es wird immer viel Vergangenheit und Zukunft geben, viele "Parallelwelten". Wer aber bist du wirklich in der Tiefe deines Herzens? Wer möchtest du sein? Eine andere Frage gibt es nicht zu beantworten, nichts anderes zu sein.

Dadurch beantworten sich gewissermaßen alle Fragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht 119531

Gast
wäre für ein Alkoholverbot bis 21 Jahren*,
Tabak ebenfalls. Keine Alkohol- oder Rauchwerbung im öffentlichen Raum.

Alkoholkonsum und Tabakkonsum verursachen viel zu hohe Gesundheitskosten, Risikofaktoren für zahlreiche Krankheiten und das schlimmste: das Gesaufe macht Menschen und Familien kaputt. Außerdem findet ein beachtenswerter Anteil an Straftaten unter Alkoholeinfluss statt.
Alkoholeinfluss wäre in "meinem System" keine strafmildernde Ursache mehr.


u.s.w! nur ein paar Sachen, von den unzähligen Dingen, die schief laufen.

* ich dachte auch an 25 Jahre, weil sich das Gehirn bis dahin ca. noch formt und erst dann ausgewachsen ist. Wäre aber in Deutschland nicht umsetzbar 😂


Was ich noch machen würde:
ich würd ein Pool an Unternehmen aufbauen, die Schülern nach dem Abschluss unkompliziert ein Praktikum anbieten, damit diese sich nicht so lost fühlen.

Außerdem würde ich in der Schule Werte vermitteln und den Unterricht lebensnäher gestalten und mehr Kooperation fördern, als Konkurrenzdruck.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

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