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Die Gedanken hören nicht zu denken auf...

MeXx

Mitglied
Hallo ich befinde mich seit ca. 3 Monaten in einer Phase, die ich vorher nie so kannte. Ich war bisher zwar immer ein Mensch, der sich recht viele Gedanken gemacht hat aber nie so, dass es meine Psyche zu sehr belastet hat.

Naja vor einigen Wochen war ich schon fast soweit, dass ich einen Psychologen aufsuche, was ich aber gelassen habe, da ich nicht denke, dass es schon so schwerwiegend ist, aber es belastet mich schon sehr.

Naja mein Probleme ist schlicht und einfach, dass ich mir zu viele Gedanken mache um alles mögliche. Auch vergleiche ich mich oft mit anderen und frage mich, warum diese Leute so locker durch ihr Leben gehen und keine so großen Turbolenzen haben wie ich momentan. Ich mache mir immer wieder Gedanken über das was wäre wenn.... mache ich auch alles richtig... wie ich all die Aufgaben bewältigen soll... denke viel über die Vergangenheit nach usw.

Aber ganz seltsame finde ich die Angst davor immer wieder in solch eine Phase zu fallen und aus diesem Loch nicht rauszukommen.

Mein Jahr 2008 lässt sich schnell zusammenfassen. Mitte Mai machte ich mein Fachabi und meine Freundin verließ mich, nachdem sie mir 2 mal fremd gegangen ist. Dann kamen natürlich einige Monate der Trauer und Mitte Oktober stand für mich fest, dass ich weitestgehend über sie hinweg bin. Aber zeitgleich mit diesem Gefühl fingen die anderen Probleme an. Zunächst verlier ich den Großteil meines Selbstvertrauens wohl aufgrund einiger Versagen bei Präsentation, was mich ehrgeizigen Mensch echt tierisch geärgert hat und mich so dumm es sich anhört auch echt belastet hat. Naja dann fingen die Probleme an. Die Ausbildung, die ich im August angefangen hatte begann mich zu unterfordern. Ich fragte mich ob aus mir was wird und die Arbeit, die mir anfangs echt viel Spaß gemacht hat langweilte mich immer mehr, was aber wohl an der Abteilung in der ich mich momentan befinde liegt. Diese Wechsel ich Ende Januar von daher hab ich Hoffnung auf Besserung, wenn da nicht die vielen anderen Gedanken wären, die mir immer wieder durch den Kopf kreisen und ich mich echt nicht wieder erkenne und mir das Leben momentan allgemein zur Hölle machen. Auffällig ist, dass ich mir die Gedanken hauptsächlich Vormittags auf der Arbeit mache, was allerdings nichts mit dem Ausbildungsberuf zu tun hat, da ich diesen ausüben will und er mich sehr interessiert. Habe aber nur zu dieser Tageszeit die meiste Zeit nachzudenken aufgrund von nicht fordernder Arbeit. Manche Gedankengänge kann ich leider nicht erläutern da ich sie nicht ganz verstehe bzw. sie nicht mehr weiß, da mir so viele Gedanken in Vergangenheit durch den Kopf gehen. Glücklicherweise gelingt es mir in der Freizeit meist diese Gedanken gut los zu werden, obwohl ich genau weiß, dass da was ist. Ich habe es bis jetzt noch kaum jmd gezeigt, wie es in mir aussieht. Es kann mir allerdings auch kaum jmd so recht helfen, weil ich keinen kenne, der sowas schonmal durchgemacht hat.

Immer wieder denke ich auch über die Ursache nach. Habe ich eine Depression, bin ich einfach nur einsam oder ist es einfach nur ein extremer selbstvertrauensverlust?!

Und ich rede mir selbst ja immer wieder ein, dass es sinnlos ist sich solche gedanken zu machen, dass wenn ich nur positiv in die Zukunft blicke alles besser wird, dass alles gut läuft (es läuft ja auch nichts wirklich schief) usw...

Ich hoffe auf Hilfe und Danke im Vorraus.

Gruß

MeXx
 

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Q

*quasi*

Gast
Zumindest EIN Gedanke in all deinen Gedanken war gut:D: Einen Psychologen aufzusuchen, der dir aus dem Wirrwar deiner Denkmuster heraushilft! Hab Mut - die beißen meist nicht und wenn doch, suchst dir einen neuen;) Gruß quasimodo
 
V

venia

Gast
Hallo MeXx,

Wenn Du der Meinung bist *andere gehen locker durchs Leben* dann irrst du!
Turbolenzen haben sehr viele, bei denen ich auch annahm, die sehen´s cool und kommen *unbelastet* durchs Leben.

Irgendwann habe ich festgestellt, dass dem nicht so ist (meistens jedenfalls)
Ich befasse mich schon intensiver mit "Psychokram" und hatte (vielleicht zu oft) Gelegenheit hinter diese "lockere Fassade" zu blicken- erstaunt bis betroffen war ich.


Du bist wahrscheinlich auch ein Mensch, dem viele Einflüsse intensiver zufallen... will sagen, Du bist vielleicht offener für Empfindungen anderer so wie "Gabe, auch zwischen den Zeilen zu lesen..."


Dieses Erlebnis, die Freundin- noch dazu auf diese Art verloren zu haben könnte deine Sinne entsprechend geschärft haben... ich denke da an eine Art "Schutzfunktion" Deines Hirns - auf alle möglichen Schwierigkeiten vorbereitet zu sein.

...darüber hinweg bist Du sicher noch nicht wirklich weil: Im Hirn finden wohl im Unterbewusstsein noch viele Verknüpfungen in Bezug Erlebtes (gemeinsam Erlebtes) statt.


Am Vormittag bist Du sehr leistungsfähig aber es wird offenbar nicht genug vom Kopf her abgefordert.


In der Freizeit denke ich bist Du (ist dein Hirn) wohl nicht unter dem Zwang "Leistung zu bringen" Du bestimmst deine Gedankengänge


Ich persönlich finde gut, dass Du hier darüber geschrieben hast... macht es MIR doch mehr bewusst, wie sich Leute fühlen, die mich ansprechen und Hilfe in (für sie) aussichtslosen Lagen erwarten


Du kannst dir einreden was Du willst ich fürchte erlebte Erfahrung bringt dir und insbesondere Deiem Hirn (das ja immer und immerwieder dazulernt) mehr.

Abendgruß
 
Zuletzt bearbeitet:

Vanille

Neues Mitglied
Ich verstehe das, mir gehts genauso.
Ich mache mir auch ständig Gedanken, ich finde das schrecklich, kann aber auch nicht damit aufhören.
Ich muss jede Situation analysieren, jede noch so kleine Winzigkeit.
Hab ich da alles richtig gemacht? Hätte ich mich in dieser Situation vielleicht anders verhalten sollen? Wie könnte ich meinen Freunden helfen? Warum schreibt er nicht jetzt? Wenn viele Leute gleichfühlen, wieso zeigen sie es dann nicht? etc..
Es ist schwer zu beschreiben, aber mein Gehirn rattert Tag und Nacht, ich kann mich auf viele Dinge nicht konzentrieren.
Ich möchte nichts übersehen, was vielleicht von Bedeutung wär.
Ich habe das Gefühl, die glücklichsten Menschen sind die, die nicht viel nachdenken, die Sachen nicht zu eng sehen. So können sie ihr Leben in vollen Zügen genießen.
 
V

venia

Gast
Mal nen Tip:

Lenkt Euch ab, lest in Ruhe ein Buch (
auch ruhig über dieses Thema) und versteht Hintergründe!

Im ungünstigsten Fall werdet ihr wieder mit dem "Leiden" konfrontiert - aber ihr könnt entspannter mit Situationen dieser Art umgehen...


***
 

Vanille

Neues Mitglied
Ich lese sehr viel, jeden Tag.
Hilft mir aber nicht so weiter.
Was meinst du mit, im ungünstigsten Fall werdet ihr mit eurem Leiden konfrontiert?
 
G

Gast

Gast
Ja ich lese auch wirklich oft und viel aber das bringt auch nur für den moment was und am nächsten Tag wieder das Selbe

Aber schonmal vielen dank für die vielen Posts. Sind schon viele Dinge dabei, die mir einleuchten.
 

sunnyDK

Mitglied
Guten Abend Mexx,

es freut mich außerordentlich zu lesen, dass es auch Männer gibt denen es so geht wie mir. Ich dachte es ist ein typisches Frauenproblem.

Deine Beschreibungen machen Dich sehr sympathisch und ich denke das der bevorstehende Weg nicht leicht sein wird, aber eben auch sehr intensiv dafür sein kann.

Freu Dich drauf und nimm es an.

Liebe Grüße
;)
 
T

Truth

Gast
Hallo MeXx,

mir ging es wie sunnyDK. All das was du schreibst, macht dich sympathisch. Was ich nicht lesen konnte ist Empathie für dich selbst.

Deinen Titel fand ich sehr interessant. Du schreibst: Die Gedanken hören nicht zu denken auf..... Vielleicht ist das genau dein Knackpunkt. Unsere Gedanken stehen im Zusammenhang mit unseren Emotionen. Wenn wir uns wahrnehmen, machen wir das oft nur mit dem Kopf und dann machen wir es an äußeren Umständen fest und an anderen Menschen. Sicher spielen äußere Umstände eine Rolle. Wichtig ist jedoch, deine Emotionen in der Weise ebenfalls wahrzunehmen, um die Beeinflussung zu entdecken, die sie auf deine Gedanken ausüben. Das kannst du auch ohne Psychologen. Leider lernen wir das nicht so selbstverständlich, wie wir lernen mit allem anderen in unserem Leben umzugehen, was uns als selbständig bezeichnet. Und doch kann es zu einer Selbstverständlichkeit werden - und das im wahrsten Sinne des Wortes;).

LG Truth
 
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