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Die Familie meines Freundes, er und ich ...

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Hallo zusammen,

da ich nicht genau wusste zu welchem Thema ich das genau zuordnen kann, stell ich es bei Familie rein, hat ja schließlich etwas damit zu tun. Und zwar bräuchte ich Rat bzw. Meinung von Außenstehenden.

Mein Freund (27) und ich (24) sind mittlerweile seid 3 Jahren zusammen, unsere Beziehung läuft auch gut, wir wohnen auch schon zusammen und soweit ist alles ok. Das einzige Problem ist, dass ich irgendwie nicht richtig gut mit seinen Eltern klar komme und deren Ansichten mich manchmal zum Teil echt schockieren.

Zum Glück wohnen wir ja alleine und dementsprechend sehe ich sie nicht so oft, wir kommen ein mal die Woche bei denen vorbei und an Geburtstag und Ähnlichem.

Das fängt damit an, dass sein Stiefvater echt abwertende Bemerkungen ablässt, oft gegenüber Muslime und Ausländer, manchmal würde ich es sogar als rassistisch bezeichnen. Dann geht es damit weiter, dass er absolut alles was in den Medien gezeigt bekommt wenn es um Politik geht dann auch noch groß dazu tönt ohne da mal richtig drüber nachzudenken oder sich mal richtig zu informieren. Alle und Alles was ihm nicht gefällt ist total "bescheuert, asozial, dumm..." dabei benimmt er sich selbst nicht gerade immer sozial. So macht er z.B. auch Kommentare zu unserem Urlaub in die Türkei oder auf Mallorca, dass da eh nur "Assis" hin fahren und das so eine ramsch kacke ist usw. Er selbst macht gern Urlaub in USA und Kanada, das ist ja nämlich sooo toll, nicht wie hier und generell ist da alles besser als in Deutschland.

Manchmal kriege ich echt Agressionen wenn ich da sitze und er immer wieder über Stunden hinweg diesen Schwachsinn von sich gibt, aber ich sag da einfach mal gar nix zu weil er sowieso nicht in der Lage ist fremde Meinungen aufzunehmen.

Dann kommen wir zu seiner Mutter, die an sich ganz nett sein kann, aber den ganzen Schwachsinn mehr oder weniger immer unterstützt und zu all dem ja und ahmen sagt. Sie leiht sich außerdem ständig Geld von uns, dann dauert es immer Monate bis wir mal was davon wieder sehen. Immer mit der Begründung sie kommen sonst den Monat kaum über die Runden, können sich dann aber auf ein mal so einen Kurzurlaub nach Holland leisten. Mein Freund und ich kommen uns da manchmal echt vor als würden sie uns für dumm verkaufen. Er kann aber auch nie Nein sagen, weil er meint, dass seine Mutter ihm einfach auch leid tut und sie nur wegen dem Stiefvater so komisch geworden ist.

In letzter Zeit haben wir uns schon etwas distanziert, allerdings finde ich das auch nicht so optimal und will nicht, dass mein Freund den Kontakt zu seiner Familie verliert. Mit denen besser klar zu kommen hab ich etliche Male versucht, aber ich kann nun mal nicht so tun als ob ich sie besonders mag oder deren Meinung teile.

Mir tut es auch leid, aber mittlerweile befürchte ich echt, dass ich das irgendwann nicht mehr aushalten kann und ich denen meine Meinung dazu sagen werde weil mir das auf Dauer einfach zu viel wird. Zumal sie ja auch ihre Meinung mir gegenüber sagen können ohne große Gewissensbiss zu haben. Da kommen hin und wieder so verbale Seitenhiebe, die dann gekonnt mit einem fiesen Lächeln als "och joa war doch nur 'n kleiner Spaß" abgetan werden. Mein Freund hat es zwar bemerkt, meint aber nur, das wäre so der Humor und ihm macht es anscheinend auch nix aus dass solchen Scherze über ihn gemacht werden. Mir reicht es allerdings langsam...
 

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Hallo,

nach meiner Erfahrung wirst du diese Menschen nicht ändern können. Was du oder ihr aber ändern könnt - ist eure eigene Einstellung und den damit verbundenen Umgang mit den Eltern. Es könnte so aussehen: Den Kontakt - wie schon begonnen - reduzieren, verbale Unstimmigkeiten meiden und nur das tatsächlich "Gemeinsame" pflegen und unterstreichen und das weniger Schöne ausklammern. Und so dann eine Basis schaffen, die weder stresst, nervt, verärgert ..., was auch immer.

Dann meine ich, dass eine für sich selbst verantwortliche erwachsene Frau keine Geldzuwendungen braucht, wenn nicht gerade Not herrscht, was nach deiner Schilderung ja offensichtlich nicht der Fall ist (ich käme als Mutter v. 2 erw. Kindern nicht auf die Idee, diese anzupumpen !). Hier würde ich mich mit deinem Freund mal austauschen; das ergibt keinen Sinn.

Deine Schwiegereltern sind für sich selbst verantwortlich, ihr aber ebenso auch für euch. Es liegt sehr daran, was ihr von ihnen erwartet und in wie weit ihr bereit seid euch einzubringen oder auch mit hineinziehen zu lassen. Es geht also um Abgrenzung, bzw. darum, wo eure persönliche Grenze ist und euch noch gut tut.

Alles Gute!
 

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