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die EHE, ein Leben zu zweit.. Erfahrungen

T

Teetrinkerin

Gast
Hallo meine Lieben,

ich bin seit 5 Monaten verheiratet und frage mich manchmal ob andere Ehen ähnlich sind..
Kurz zu uns, wir sind 25 Jahre alt und es ist unsere erste gemeinsame Wohnung.

- er arbeitet in Schichten, heißt ich habe nur am Wochennede was von ihm, wenn er Frühschicht hat möchte er mit mir gemeinsam seine Eltern besuchen, worauf ich nicht immer Lust habe, ich glaube dass enttäuscht ihn, er selbst hat aber meine Eltern nur einmal nach der Hochzeit besucht... erwartet von mir, dass ich seine Eltern alle 2 Tage sehe und mit meinen will er nichts zutun haben....
Wie ist das beu euch und den Schwiegereltern?

- Wir sind zwar verheiratet, aber führen eher getrennte Leben, er geht seinem Sport nach, ich meinem, er trifft seine Freunde, ich meine. Er zockt abends, ich lese oder beschäftige mich mit der Hausarbeit nach Feierabend

- Gemeinsamkeiten: Samstag gehört uns, da unternehmen wir eig. immer was zusammen, Urlaube mind. 3 Mal im Jahr

Hört sich ja iwie alles normal an, aber iwie habe ich das Gefühl, dass wir zu wenig "Gemeinsamkeiten" haben...
Und "zusammen zu seinen Eltern gehen ist für mich kein "gemeinsamer" Abend...

Ich weiß wir sind sehr stark durch unsere Berufe eingeschränkt, aber sind das andere Paare nicht auch?
Wie läuft eure Ehe ab, was unternimmt ihr zusammen, wie oft seht ihr euch?


Vielen Dank schon Mal.
 

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Adria78

Aktives Mitglied
Ich habe in diesem Jahr meinen 20 Hochzeitstag gefeiert. Und von daher eine laaaange Erfahrung.

Es ändert sich über die Jahre ständig wie man Zeit miteinander verbringt oder was man zusammen macht.

Da gab es Zeiten ,da sahen wir uns kaum. Weil wir beide Abendschule neben den Job machten. Aber das hat uns da nicht gestört, dazu waren wir zu sehr mit dem lernen beschäftigt. Dann gab es Zeiten, wo wir jedes Wochenende zusammen auf Tour waren zum Camping. Das ist bei uns im Moment nicht so, hätte ich aber gerne. Würde das auch gerne wieder einführen.

Von daher kann ich nicht sagen, wann man zu viel zusammen hockt oder wann nicht. Es kommt auf die Lebensumstände an und was man persönlich möchte.

Mein Mann hat mehr Kontakt zu meinen Schwiegereltern als ich. Das wir uns nicht verstehen, weiß er. Aber ich rede die beiden nicht schlecht in seiner Gegenwart. Das empfinde ich als unfair. Aber wir sind da offen, das finde ich wichtig.
 

Portion Control

Urgestein
Ich habe da jetzt keine Ungereimtheiten entdeckt. Nur einen normalen Beziehungsalltag.
Die Sache mit seinen Eltern würde ich halt nicht ausufern lassen. Du musst entscheiden wie oft du diese sehen magst. Ich würde mich nicht jeden zweiten Tag zu den Eltern meiner Partnerin setzen. Wenn er Schicht arbeitet kann er ja seine Eltern besuchen, während du keine Zeit hast. Wenn ihm anscheinend so langweilig ist das er meint dies tun zu müssen. Ich würde da an deiner Stelle eine klare Position beziehen.
 

Rosafee

Aktives Mitglied
Hallo Teetrinkerin,

ich denke, zunächst sagt die Anzahl der gemeinsam verbrachten Stunden nichts über die Qualität einer Beziehung aus.
Wenn du jedoch darunter leidest, dass dein Mann so wenig Zeit mit dir verbringt, solltest du das äußern.

Wichtig finde ich vor allem die Intensität der Gefühle füreinander und ob man sich in der Gegenwart des anderen wohl fühlt. Ob man sich bei diesem Menschen "zuhause" fühlt.

Für genau so wichtig halte ich ein ausgeglichenes Verhältnis. Das heißt, jeder sollte seine Bedürfnisse äußern und es sollten überwiegend Lösungen gefunden werden, die beiden gerecht werden. Entgegenkommen sollte nicht einseitig erwartet werden.

Was die Besuche bei den jeweiligen Eltern betrifft, sehe ich bei euch eine Schieflage, die zu einem Problem werden könnte.
Wieso gehst du so oft mit zu seinen Eltern, akzeptierst aber, dass er nicht bereit ist, deine Eltern zu besuchen?

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung würde ich ein allzu enges Verhältnis zu den Schwiegereltern nicht anraten. Das führt zwangsläufig früher oder später zu Konflikten. Es wäre besser, von Anfang an zu signalisieren, dass ihr jetzt euer eigenes Leben lebt.
Selbst wenn ihr ein gutes Verhältnis zu den Eltern deines Mannes habt, würde ich dieses nicht überstrapazieren.

In über 30 jähriger Ehe habe ich gelernt: Ehe ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Beide Partner müssen Veränderungen zulassen. Verschiedene Phasen durchleben, Höhen und Tiefen bewältigen und dabei immer wissen: wir gehören zusammen.
 
G

Gast

Gast
Hallo Teetrinkerin,

ich denke, zunächst sagt die Anzahl der gemeinsam verbrachten Stunden nichts über die Qualität einer Beziehung aus.
Wenn du jedoch darunter leidest, dass dein Mann so wenig Zeit mit dir verbringt, solltest du das äußern.

Wichtig finde ich vor allem die Intensität der Gefühle füreinander und ob man sich in der Gegenwart des anderen wohl fühlt. Ob man sich bei diesem Menschen "zuhause" fühlt.

Für genau so wichtig halte ich ein ausgeglichenes Verhältnis. Das heißt, jeder sollte seine Bedürfnisse äußern und es sollten überwiegend Lösungen gefunden werden, die beiden gerecht werden. Entgegenkommen sollte nicht einseitig erwartet werden.

Was die Besuche bei den jeweiligen Eltern betrifft, sehe ich bei euch eine Schieflage, die zu einem Problem werden könnte.
Wieso gehst du so oft mit zu seinen Eltern, akzeptierst aber, dass er nicht bereit ist, deine Eltern zu besuchen?

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung würde ich ein allzu enges Verhältnis zu den Schwiegereltern nicht anraten. Das führt zwangsläufig früher oder später zu Konflikten. Es wäre besser, von Anfang an zu signalisieren, dass ihr jetzt euer eigenes Leben lebt.
Selbst wenn ihr ein gutes Verhältnis zu den Eltern deines Mannes habt, würde ich dieses nicht überstrapazieren.

In über 30 jähriger Ehe habe ich gelernt: Ehe ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Beide Partner müssen Veränderungen zulassen. Verschiedene Phasen durchleben, Höhen und Tiefen bewältigen und dabei immer wissen: wir gehören zusammen.


Ja! Toller Beitrag! Vielen lieben Dank
 

Rosafee

Aktives Mitglied
Ich danke euch allen, die ihr so liebe Rückmeldungen geschrieben habt.

Wir wissen doch um den Wert einer langjährigen Ehe. So wie Reiner Kunze in seinem wunderbaren Gedicht "Rudern zwei ein Boot" so endet: ".... und am Ende, ganz am Ende, wird das Meer in der Erinnerung blau sein."

Wir wissen doch, dass das Meer alle Färbungen hat, oft auch tiefschwarz ist, mit hohen, bedrohlichen Wellen. Wir wissen, dass es uns gewaltig durchschütteln kann. Dass wir manchmal nicht wissen, ob wir das Boot verlassen sollen.

Und dass es immer wieder wunderschön ist und immer vertrauter wird.
 

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